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Wie bewegen sich Menschen aktuell in Offenbach fort? Was funktioniert gut und was weniger gut? Was soll sich in Zukunft ändern? Die Stadt Offenbach möchte dies mit den Offenbacherinnen und Offenbachern diskutieren und den Verkehrsentwicklungsplan (VEP) 2035 aufstellen.
Signet Offenbach Mobil
© Stadt Offenbach / Kokonsult

Hintergrund: Gemeinsam den Verkehr der Zukunft gestalten

Wir sind jeden Tag in der Stadt unterwegs. Ob mit dem Rad zur Schule, mit der Bahn zur Arbeit, mit dem Auto zum Supermarkt, zu Fuß in den Kindergarten oder mit dem E-Scooter zum Sport. Dabei verändert sich unsere Stadt ständig und mit ihr auch ihre verkehrsbezogenen Strukturen und Systeme. Hinzu kommen Einflüsse, wie Digitalisierung, Verkehrswende oder Corona-Pandemie, die sich direkt oder indirekt darauf auswirken, wie wir uns bewegen – in Offenbach und darüber hinaus. Neue Ansprüche und Bedürfnisse entstehen und mit ihnen auch neue Anforderungen an die Verkehrsplanung.

Wie erleben Offenbacherinnen und Offenbacher den Verkehr in der Stadt, wie gut kann man sich in Offenbach fortbewegen? Was freut, was stört? Gibt es Zukunftsbilder für einen anderen, neuen Verkehr in Offenbach? Wollen die Offenbacherinnen und Offenbacher etwas verändern? Diese und weitere Fragen zur Situation und Zukunft des Verkehrs in Offenbach will die Stadt Offenbach gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erkunden und diskutieren.

Ziele des Verkehrsentwicklungsplans VEP 2035

Auf Bedarfe passend reagieren und eine gesunde Zukunft für den Stadtverkehr aufbauen - diese Ziele will die Stadt Offenbach mit dem VEP 2035 erreichen. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie lokalen Akteuren vorgesehen. Denn nur gemeinsam kann der Verkehr der Zukunft gestaltet werden.

Der VEP 2035 soll die strategischen Grundsätze und Leitlinien für den Verkehr der kommenden 15 Jahre festlegen. Als Planungsinstrument dient er Politik und Verwaltung, aber auch Wirtschaft, Verbänden sowie den Bürgerinnen und Bürgern als Orientierung und Entscheidungsgrundlage. Denn bereits heute werden die Weichen für den Verkehr von Morgen gestellt.

Offenbach-Karte mit grünen und roten Punkten markiert.
Es gibt verschiedene Orte in Offenbach, an denen der Verkehr gut fließt (grüne Punkte) und welche, an denen er nicht gut funktioniert (rote Punkte) © Stadt Offenbach

Online-Beteiligung zur Bestandsanalyse abgeschlossen

Wo in Offenbach funktioniert der Verkehr gut? Wo muss etwas verbessert oder verändert werden? Hierzu haben das beauftragte Planungsbüro und die Stadt Offenbach Fragen vorbereitet, die Bürgerinnen und Bürger vom 24. November 2021 bis zum 9. Januar 2022 über einen Fragebogen mit interaktiver Karte beantworten konnten. Mehr als 700 Offenbacherinnen und Offenbacher haben mitgemacht und ihr Feedback zur aktuellen Verkehrssituation in der Stadt gegeben. Es wurden dabei mehr als 2.000 Orte im Stadtgebiet identifiziert, an denen der Verkehr gut funktioniert (grüne Punkte auf der Karte) oder an welchen es noch Probleme gibt (rote Punkte). Damit wurde eine wichtige Grundlage für die Bestandsanalyse zur Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans gelegt. Die Stadt Offenbach am Main bedankt sich für Ihre Beteiligung.

Wer will, kann bereits ab dem 22. Februar 2022 die Ergebnis-Karten vor Ort im Projektbüro anschauen und hierzu mit den verantwortlichen Planerinnen und Planern ins Gespräch kommen. Standort und Öffnungszeiten finden Sie im nächsten Abschnitt.

Den Ergebnisbericht können sich Interessierte als PDF herunterladen. Die Kurzfassung steht auch in Leichter Sprache zur Verfügung.

Befragung zum Verkehr in Offenbach: Ergebnisse in Leichter Sprache

Die Verwaltung der Stadt Offenbach am Main erstellt einen Verkehrs·entwicklungs·plan.
Damit soll der Verkehr in der Stadt Offenbach in Zukunft besser gemacht werden.

Die Meinung der Bürger und Bürgerinnen ist hierbei sehr wichtig.

Deshalb fragt die Verwaltung die Menschen in der Stadt Offenbach nach ihrer Meinung und ihren Ideen. 

Die Bürger und Bürgerinnen wurden in einer Umfrage über das Internet zu ihrer Meinung befragt: 

  • Wie bewegen sich die Bürger und Bürgerinnen in Offenbach (zum Beispiel mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fuß)
  • Welche Probleme gibt es mit dem Verkehr?
  • Wo funktioniert der Verkehr gut? Wo funktioniert er nicht gut?
  • Wie soll der Verkehr in Offenbach in Zukunft sein? 

Alle Menschen ohne Internet·zugang konnten in ein Büro kommen und mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen über den Verkehr in Offenbach sprechen. Das Büro befindet sich im Erdgeschoss des „City-Tower Offenbach“. Das ist ein Hochhaus in der Innenstadt. Das Büro ist in der Berliner Straße 76, Postleitzahl: 63065 Offenbach. Man kann das Büro vom Fußgänger·weg betreten.

Sie möchten über den Verkehr in der Stadt Offenbach sprechen?

Dann können Sie in das Büro kommen. Wir haben bis zum Ende des Jahres 2022 zu folgenden Zeiten geöffnet:

Montags, zwischen 9 und 15 Uhr
Mittwochs, von 13 bis 19 Uhr
Freitags von 8 bis 12 Uhr 

Im Büro können Sie mit uns über den Verkehr in Offenbach sprechen.
Wir erklären wir Ihnen auch alle Ergebnisse der Befragung.

Ergebnisse der Befragung

Bei der Befragung haben 815 Bürger und Bürgerinnen mitgemacht.

Das sind die Ergebnisse:

Wie bewegen sich die Menschen in Offenbach?

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind oft zu Fuß in der Stadt unterwegs.

Viele Menschen fahren in Offenbach mit dem Fahrrad.

Mittel·viele Menschen fahren mit dem Zug.

Mittel·viele Menschen fahren mit dem Auto.

Mittel·viele Menschen fahren mit dem Bus.

Etwas weniger Menschen fahren mit der S-Bahn oder der Untergrund·bahn.

Nur wenige Menschen fahren mit dem Taxi.

Nur wenige Menschen fahren mit dem Lastenrad.

Nur wenige Menschen fahren mit einem gemieteten Auto.

Nur wenige Menschen fahren mit dem Motorrad.

Nur wenige Menschen fahren mit dem Elektro-Roller.

Einige Menschen benutzen einen Roll·stuhl oder eine Geh·hilfe.

Was gefällt den Menschen am Verkehr in Offenbach? Was gefällt den Menschen nicht?

Das Bus·fahren und Bahn·fahren funktioniert in Offenbach gut.

Die Fußwege in Offenbach finden die Bürger und Bürgerinnen gut.

Mit den Fuß·wegen und der Sicherheit für Fußgänger und Fußgängerinnen sind die Menschen zufrieden.

Mit den Fahrrad·wegen und den Park·plätzen für Fahrräder sind die Menschen mittel·zufrieden.

Mit den Park·plätzen für Autos sind die Menschen mittel·zufrieden.

Mit der Barriere·freiheit sind die Menschen mittel·zufrieden.

Mit dem Zustand der Straßen sind die Menschen mittel·zufrieden.

Mit den Parks und Grün·flächen sind die Menschen mittel·zufrieden.

Mit den Park·plätzen für Liefer·wagen und Autos von Hand·werkern sind die Menschen nicht zufrieden.

Mit den Lade·möglichkeiten für Elektro·autos sind die Menschen nicht zufrieden.

Was soll in Offenbach zukünftig besser sein?

Mehr Sicherheit im Straßen·verkehr ist sehr wichtig.

Schöne Parks und öffentliche Plätze sind sehr wichtig.

Bessere Fuß·wege und Fahrrad·wege sind sehr wichtig.

Menschen mit Rollstuhl und Geh·hilfe sollen sich überall gut bewegen können. Das ist sehr wichtig.

Ein besserer Bahn·verkehr ist wichtig. Die Züge sollen häufiger fahren. Die Züge sollen zu mehr Orten fahren.

Ein besserer Bus·verkehr ist wichtig. Die Busse sollen häufiger fahren. Die Busse sollen zu mehr Orten fahren.

Mehr Lade·möglichkeiten für Elektro·autos sind etwas weniger wichtig.

Mehr Angebote für Leih·Autos sind etwas weniger wichtig.

Mehr und bessere Straßen für Autos sind weniger wichtig.

Mehr Park·plätze für Autos sind nicht so wichtig.

Was wünschen sich die Menschen für den Verkehr in Offenbach in 10 Jahren?

Es gibt gute Bus·verbindungen und Bahn·verbindungen in der ganzen Stadt.

Alle Menschen können sich gut in der Stadt bewegen.

Es gibt weniger Autos und Park·plätze für Autos in der Innen·stadt. Es gibt weniger Verkehr in der Innen·stadt.

Der Verkehr ist umwelt·freundlich und verschmutzt die Luft nicht.

Es gibt überall in der Stadt Angebote für Fahrräder und Autos zum Ausleihen.

Es gibt gute Fahrrad·wege und Fuß·wege. Man kommt überall gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad hin.

Alle Verkehrs·mittel sind gleich·berechtigt. Es ist sicher in der Stadt.

Wer hat bei der Befragung mitgemacht?

Alter

52 % sind zwischen 31 und 50 Jahren.

29 % sind zwischen 51 und 70 Jahren.

15 % sind zwischen 18 und 30 Jahren.

3 % sind älter als 70 Jahre.

1 % sind jünger als 18 Jahre. 

Beruf

60 % arbeiten Vollzeit (ungefähr 40 Stunden pro Woche)

15 % arbeiten Teilzeit (weniger als 40 Stunden pro Woche)

12 % arbeiten selbstständig

8 % sind in Rente

5 % gehen zur Schule oder studieren 

Bildung

66 % haben ein Studium abgeschlossen

20 % haben Abitur gemacht

12 % haben einen Realschul·Abschluss

2 % haben einen Hauptschul·Abschluss

Besuchen Sie uns!

Wir erklären Ihnen die Ergebnisse gerne im Gespräch.

Besuchen Sie uns in unserem Büro.
Das Büro befindet sich im Erdgeschoss des „City-Tower Offenbach“.

Das ist ein Hochhaus in der Innenstadt.
Das Büro ist in der Berliner Straße 76, 63065.
Man kann das Büro vom Fußgänger·weg betreten.

Sie können uns auch anrufen: 0151 107 697 09.

Die Beteiligung geht weiter: Vor Ort im Projektbüro

Ab dem 10. Januar 2022 können Interessierte ins Projektbüro im Erdgeschoss des City Towers Offenbach kommen (barrierefreier Zugang direkt von der Berliner Straße 76). Hier können Sie sich weiterhin an der Bestandsanalyse beteiligen, persönlich vor Ort Fragen stellen und Anregungen zum Prozess geben.

Das Projektbüro ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag von 9 bis 15 Uhr, Mittwoch von 13 bis 19 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12 Uhr

Zu den oben genannten Zeiten erreichen Sie unser Projektbüro auch telefonisch unter der Rufnummer 0151 107 697 09. 

Bitte beachten Sie, dass im Projektbüro Maskenpflicht gilt.

Anregungen und Fragen schriftlich einreichen

Sie haben Anregungen oder Fragen zum Planungs- und Beteiligungsprozess? Sie können oder möchten nicht persönlich im Projektbüro vorbeikommen? Schreiben Sie eine E-Mail direkt an das verantwortliche Planungsbüro: vep-ofzivde 

Die Grafik veranschaulicht den Zeitplan zum Beteiligungsprozess VEP 2035
Zeitplan zum Beteiligungsprozess VEP 2035 zum Herunterladen © Stadt Offenbach / Kokonsult

Ablauf Erstellung VEP 2035 und Beteiligung

Grundlage ist eine umfassende Bestandsanalyse. Hier werden bereits die Weichen für die inhaltliche Ausrichtung des VEP 2035 gestellt. Neben der fachlichen Analyse und Bewertung des bestehenden Verkehrssystems möchte die Stadt Offenbach Feedback aus erster Hand mit einbeziehen. Alle Bürgerinnen undBürger  waren deshalb eingeladen vom 24. November 2021 bis 9. Januar 2022 an der Online-Beteiligung teilzunehmen. Seit dem 10. Januar 2022 ist das Projektbüro geöffnet, wo Bürgerinnen und Bürger über den gesamten Bearbeitungszeitraum des VEPs 2035 (bis Dezember 2022) Fragen stellen sowie Feedback und Anregungen zum Prozess geben können. Ergänzend zur Online-Beteiligung und dem Projektbüro ist aktuell die Durchführung von fünf stadtteilbezogenen Verkehrsforen im Sommer 2022 geplant, bei denen die Stadt vor Ort mit Interessierten ins Gespräch kommen möchte.

In einer Abschlussveranstaltung wird schließlich der Verkehrsentwicklungsplan vorgestellt, gemeinsam der Gesamtprozess reflektiert und ein Blick auf den Verkehr der Zukunft in Offenbach geworfen.

Expertinnen und Experten begleiten den Prozess

Für die Erarbeitung des VEP 2035 hat die Stadt Offenbach das Fachplanungsbüro ZIV GmbH aus Darmstadt als Experten für Verkehrsfragen beauftragt. Für einen neutral konzipierten und moderierten Beteiligungs- und Dialogprozess ist das Büro Kokonsult aus Offenbach verantwortlich, das bereits an der Erstellung der Leitlinien zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern für die Stadt Offenbach am Main mitgewirkt hat.

Beteiligte am Planungs- und Beteiligungsprozess sind natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger - sie spielen eine zentrale Rolle. Um eine qualitativ hochwertige Planung zu gewährleisten, gibt es zudem zwei Begleitgremien: einen politischen Lenkungskreis und eine Projektsteuergruppe. Letztere besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachverwaltungen sowie Verbänden und Vereinen mit Bezug zum Thema Verkehr.

Alle wichtigen Informationen zum Planungsprozess, aktuelle Dialogangebote, Beteiligungsmöglichkeiten und Ergebnisse werden auf dieser Internetseite eingestellt.

Aktuelle Meldungen:

Stand: 19. April 2022