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Bike Offenbach Mutter - Kind, 09-2018
© Urban Media Project
Das Projekt Bike Offenbach nimmt weiter Fahrt auf: Der Magistrat hat dafür am 14. November 2018 den offiziellen Projektbeschluss gefasst und die Mittel für den erforderlichen Eigenanteil der Stadt von rund 1,45 Millionen Euro bis zum Jahr 2021 bewilligt. Die Stadtverordnetenversammlung muss der Entscheidung noch zustimmen.

4,53 Millionen Euro vom Bund

Für das Verbundprojekt Fahrrad-(straßen)-stadt Offenbach, das dem Radverkehr Vorfahrt einräumt, stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in den kommenden drei Jahren rund 4,53 Millionen Euro aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative zur Verfügung. Damit liegen die Gesamtkosten des über die Region hinaus wegweisenden Projekts Bike Offenbach bei rund 5,98 Millionen Euro. Verbundpartner ist die Stadt Neu-Isenburg, die ebenfalls eine Förderzusage erhielt.

Der Zeitpunkt zur Realisierung der Fahrradstraßen sei günstig, betont Planungs- und Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß: „Offenbach braucht jetzt ein glaubwürdiges Gesamtkonzept für die Mobilität, um drohende Dieselfahrverbote bei der Verhandlung vor dem Wiesbadener Verwaltungsgericht Anfang 2019 zu vermeiden.“

Mit Bike Offenbach lässt sich die Stadt bald ganz neu erfahren. Bis 2021 entstehen neun Kilometer Fahrradstraßen, die das Stadtgebiet und seine Umgebung neu erschließen. Eine erste Teststrecke wurde im September 2018 auf der Senefelderstraße eingerichtet. Auf den Fahrradstraßen ist maximal Tempo 30 erlaubt, Radler haben Vorfahrt und dürfen nebeneinander fahren. Für Autofahrer in Offenbach gilt hier: Anlieger frei, der Durchgangsverkehr muss andere Wege nutzen.

Bike Offenbach Detailplan Innenstadt
Detailplan Innenstadt mit eingezeichneten Fahrradachsen. © OPG

Wichtige Alltags- und Freizeitziele bequem per Rad erreichbar

Sechs Achsen führen von der Innenstadt aus weiter ins Umland – zum Projektpartner Neu-Isenburg, aber auch in Richtung Heusenstamm und Dreieich. Die Offenbacher Stadtteile Bieber, Bürgel und Rumpenheim werden ebenfalls mit dem Radwegenetz verknüpft. Über die neuen Achsen sollen wichtige Alltags- und Freizeitziele wie Schulen und Einkaufsmöglichkeiten, Quartiers- und Stadtteilzentren, Hafen und Mainufer einfach und komfortabel per Fahrrad erreichbar sein.

„Wir möchten sichere und direkte Verbindungen schaffen, um damit Nutzergruppen anzusprechen, die bisher nicht mit dem Rad unterwegs sind“, unterstreicht OPG-Projektleiter Ulrich Lemke.

Die Projektentwicklungsgesellschaft OPG aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe ist von der Stadt Offenbach mit dem Projektmanagement für Bike Offenbach beauftragt. Nun sollen die erforderlichen Arbeiten – wie der Ausbau neuer Radwege, die bauliche Anpassung von Knotenpunkten oder das Einrichten von Querungshilfen – sofort nach dem Bereitstellen der Haushaltsmittel beginnen. Bevor es 2019 an die Umsetzungen geht, muss jedoch die Kommunalaufsicht den Haushalt 2019 der Stadt noch zustimmen.

16.11.2018