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Die Partner im Projekt Bike Offenbach haben den Antrag für ihre Radverkehrsverbindung auf den Weg gebracht: Maßnahmen entlang der Sprendlinger Landstraße sollen baldmöglichst eine sichere und schnelle Fahrradachse zwischen Offenbach und Neu-Isenburg schaffen. Ein Teilstück der Strecke ist Landesstraße, weshalb Hessen Mobil den im Antrag vorgestellten Planungen zustimmen muss.
Bike OF Planung für Sprendlinger Landstraße
Ein Fahrstreifen auf der vierspurigen Straße in Richtung Neu-Isenburg soll den Radfahrern und Fußgängern zur Verfügung gestellt werden. © OPG

Den Antrag bei der Landesbehörde reichte Offenbachs Planungs- und Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß gemeinsam mit Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel ein. „Wir möchten eine Lücke in der Radverkehr-Infrastruktur schließen und den unfallträchtigen Streckenabschnitt zwischen unserer Stadtgrenze und dem Geisfeldkreisel entschärfen“, erläutert Weiß. Dafür soll ein Fahrstreifen der vierspurigen Straße in Richtung Neu-Isenburg den Radfahrern und Fußgängern zur Verfügung gestellt werden. „Das ist zeitnah umsetzbar und wird den fließenden Verkehr kaum beeinträchtigen“, betont Projektmanager Ulrich Lemke von der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe.

Die Planung folge auch den Zielen des Regionalplans Südhessen für ein funktionsfähiges Fahrradroutennetz, ergänzt Hunkel: „Zwischen Offenbach und den südwestlich angrenzenden Gemeinden existiert nachweislich ein Bedarf, gerade beim Pendler- und Alltagsradverkehr.“ Die Verkehrsplaner rechnen auf der neuen Fahrradachse mit einem Potenzial von gut 2.000 Radlern pro Tag.

Stimmt Hessen Mobil dem Vorhaben zu, soll die Maßnahme 2019 zunächst provisorisch für ein Jahr als Verkehrsversuch umgesetzt werden. Projektmanager Lemke verspricht sich davon „eine starke Botschaft für Bike Offenbach und den Umstieg aufs Fahrrad“ - in den beteiligten Städten und darüber hinaus.

Zum Projekt: Bike Offenbach – eine Stadt neu erfahren

Um die Menschen zum Umsatteln zu bewegen, muss die Infrastruktur stimmen. Offenbach macht hierfür den (Rad-)Weg frei: Dank des Projekts Bike Offenbach lässt sich die Stadt bald ganz neu erfahren. Bis 2021 entstehen neun Kilometer Fahrradstraßen, die das Stadtgebiet und das Umland neu erschließen. Auf den Fahrradstraßen gilt maximal Tempo 30 für alle, zudem dürfen Radler nebeneinander fahren. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat im Frühjahr 2018 die Mittel für das Verbundprojekt Fahrrad-(straßen)-stadt Offenbach – genannt Bike Offenbach – bewilligt und stellt dafür rund 4,53 Millionen Euro aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative zur Verfügung. Verbundpartner ist die Stadt Neu-Isenburg, die ebenfalls eine Förderzusage bekam. Die Gesamtkosten des über die Region hinaus wegweisenden Projekts liegen bei rund 5,95 Millionen Euro. Die Projektentwicklungsgesellschaft OPG aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe ist von der Stadt Offenbach mit dem Projektmanagement für Bike Offenbach beauftragt. www.bikeoffenbach.de.