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Das Projekt Bike Offenbach nimmt weiter Fahrt auf: Nach der Eröffnung der Teststrecke auf der Senefelderstraße im September 2018 wird die Fahrradachse nun auf insgesamt zwei Kilometer verlängert. Noch in diesem Jahr startet der Ausbau der Radverkehrsanlagen vom Friedrichsring über die Dietzenbacher Straße bis nach Heusenstamm und Gravenbruch.
Bike Offenbach: Infoveranstaltung zur Senefelderstraße mit OPG-Projektman
OPG-Projektmanager Ulrich Lemke im fachkundigen Gespräch mit den Gästen. © SOH
Was das für die Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Straßen bedeutet und wie genau sich die gesamte Senefelderstraße bald neu erfahren lässt, erfuhren Interessierte bei einer Infoveranstaltung am Montagabend, 25. März, vor Ort am Unternehmenssitz der Stadtwerke-Gruppe. Projektmanager Ulrich Lemke von der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Offenbach Holding stellte drei Abschnitte anhand von Plänen vor. Die OPG ist von der Stadt Offenbach mit dem Projektmanagement für Bike Offenbach beauftragt.
Bike Offenbach: Infoveranstaltung zur Senefelderstraße mit Radverkehr-Pla
Lisa Wagner vom Planungsbüro Radverkehr-Konzept erläuterte das Vorhaben im Detail. © SOH

Im Süden der Senefelderstraße ist beabsichtigt, zwischen Odenwaldring und Grüngürtel-Radrundweg einen neuen Radfahrstreifen samt Radverkehrsanlage einzurichten. Die Planungen beziehen auch die gute Erreichbarkeit der Edith-Stein-Schule und der Anne-Frank-Schule mit ein: Dafür sind unter anderem mehrere Querungshilfen vorgesehen, etwa an der Eberhard-von-Rochow-Straße. „Bisher radeln nur wenige Kinder und Jugendliche in Offenbach zur Schule, und deren Anteil möchten wir mit sicheren und direkten Fahrradverbindungen erhöhen“, sagt Ulrich Lemke.

Im zweiten Abschnitt nördlich des Odenwaldrings ändert sich voraussichtlich die Verkehrsführung: Zwischen der Birkenlohrstraße und Weikertsblochstraße soll die Senefelderstraße zur Einbahnstraße in südlicher Richtung werden; stadteinwärts dürften dort dann nur noch Fahrradfahrer und Busse unterwegs sein. Die sogenannte Busschleuse soll im Rahmen eines Verkehrsversuchs zunächst für ein Jahr eingerichtet werden. „Ziel ist es, den Durchgangsverkehr auf der Senefelderstraße weiter zu reduzieren“, so Lemke. Auf der an diesen Abschnitt anschließenden, 500 Meter langen Fahrradstraßen-Teststrecke gilt ohnehin „Anlieger frei“, alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen diese Route meiden. Die Waldstraße könne den zusätzlichen Verkehr aus der Senefelder gut aufnehmen, sagte Lemke. Bei den Anwohnern vor Ort kamen die Planungen gut an: „Alles, was den Autoverkehr reduziert, kann uns nur recht sein“, meinte eine Teilnehmerin.

Die Teststrecke zwischen Starkenburg-/Friedrichsring und Marienstraße soll schließlich im dritten Planungsschritt im Herbst, also ein Jahr nach ihrer Freigabe als Pilotversuch, überarbeitet werden. Für deren endgültige Markierungen hat ein Team der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG) mehrere Vorschläge erstellt, die am Montagabend ebenfalls präsentiert wurden. Mit Klebepunkten konnten die Anwesenden ihre jeweiligen Favoriten küren und den Planern damit ein erstes Stimmungsbild vermitteln. Die künftige Gestaltung der Fahrradstraßen ist auch Teil der repräsentativen Umfrage „Unterwegs in Offenbach“, die Wissenschaftler der Goethe-Universität in dieser Woche starten.