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Bike Offenbach startet 2020 richtig durch – um das zu feiern, kamen rund 45 Gäste am Abend des 15. Januar zum Neujahrsempfang des Fahrradprojekts ins LadenCafé von artefakt am Starkenburgring. Eingeladen hatte die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe – als Dank und Inspiration für alle Beteiligten, zum Anstoßen und Austauschen.
Stadtrat Paul Gerhard Weiß
Offenbachs Planungs- und Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß. © Urban Media Project

„Von Bike Offenbach profitieren alle“

„In unserer wachsenden Stadt profitieren alle von dem Projekt Bike Offenbach“, betonte Planungs- und Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß in seiner Begrüßung. „Nur wenn mehr Menschen aufs Rad umsteigen, kann auch der Autoverkehr weiter rollen – sonst wird es auf den Straßen zu voll, und es gibt noch mehr Staus.“ Das dürfe bei den teilweise sehr emotional geführten Diskussionen nicht vergessen werden. OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha bezeichnete es als ein „Herzensanliegen“, dass sich der Verkehr in der Stadt breiter aufstellt: „Es geht um Bewegung und Mitgestaltung, um Teilhabe und die Rückeroberung des öffentlichen Raums.“ Für das Klima zähle zudem jeder mit dem Rad gefahrene Kilometer. Saubere Luft und weniger Staus machten die gesamte Stadt lebenswerter, ergänzte OPG-Projektmanager Ulrich Lemke.

Prof. Dr. Jürgen Follmann
Prof. Dr. Jürgen Follmann von der Hochschule Darmstadt. © Urban Media Project
Flyer Bike Offenbach 2020
Mittlerweile stadtbekannt: Das Bike OF-Blau. © Urban Media Project
Neujahrsempfang Bike OF Buffet
© Urban Media Project

Über Grenzen denken: Kreis Offenbach als Partner

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt unter anderem von der Hochschule Darmstadt. Deren Verkehrsexperte und Dekan am Fachbereich Bauingenieurswesen, Prof. Dr. Jürgen Follmann, lobte die Weitsicht Offenbachs. „Die Stadt hat erkannt, dass sie über Grenzen denken muss, und von Beginn an Verbindungen in den Kreis Offenbach mitgeplant.“ Neu-Isenburg ist Verbundpartner in dem Förderprojekt, zudem sind mittelfristig Achsen nach Dreieich und Dietzenbach, Heusenstamm und Obertshausen vorgesehen. „Wie das vergangene Jahr gezeigt hat, ist ein sehr engagierter Einsatz bei den übergeordneten Verwaltungen nötig, um diese Verbindungen auch realisieren zu können.“ 

Bike OF erreicht die Menschen

Follmann hob die Öffentlichkeitsarbeit und daraus resultierende Sichtbarkeit von Bike Offenbach hervor: „Neben der hervorragenden Website findet man Infos zum Projekt auch bei Veranstaltungen vor Ort auf der Straße.“ Es gelte weiterhin möglichst viele Menschen in der Stadt zu erreichen, denn das Potenzial zum Umsatteln sei enorm: „Grundsätzlich sind 30 % der mit dem Auto gefahrenen Wege kürzer als drei Kilometer.“ Und viele Kreisgemeinden lägen nur bis zu acht Kilometer entfernt: „Das ist gerade für E-Bikes eine angenehme Distanz.“ Bei allen Radverbindungen gelte es auch den Fußverkehr und eine ausreichende Beleuchtung der Wege mitzudenken.

Im Anschluss kamen die Anwesenden aus Verwaltung und Stadtwerke-Gruppe, Agenturen und ADFC, Planungsbüros und Goethe-Universität Frankfurt, Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach und Hochschule Darmstadt bei süßen und herzhaften Kuchen, bei Sekt und Selters angeregt ins Gespräch.

17. Januar 2020