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Mit umfassender Bürgerbeteiligung, Workshops und mit dem Beschluss der Neu-Isenburger Stadtverordnetenversammlung am 24. Juni wurde die erste Fahrradstraße der Kommune auf den Weg gebracht: Bereits im Herbst 2020 soll die Straße „Am Trieb“ eröffnet werden. Zunächst probeweise für ein Jahr, danach sollen die Erfahrungen ausgewertet werden.

Die Markierungsarbeiten für die Fahrradstraße beginnen im Herbst, wenn alle anstehenden Straßenbauarbeiten beendet sind, die noch zu den Erschließungsarbeiten des Wohngebietes Birkengewann zählen.

Bürgermeister Herbert Hunkel verspricht sich viele positive Effekte der Fahrradstraße auf die Verkehrsstärke und das Geschwindigkeitsniveau der Verkehrsteilnehmer, das von vielen Anwohnern immer wieder Anlass für Kritik war. „Auch wenn die regelmäßig durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen und die Auswertung der digitalen Geschwindigkeitsanlagen ergaben, dass sich die meisten Verkehrsteilnehmer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometer hielten, ist die Einführung einer Fahrradstraße doch ein noch deutlicheres Signal, langsam zu fahren und mehr auf die Fahrradfahrenden zu achten“, so Bürgermeister Herbert Hunkel, „wir werden auf jeden Fall weitere Messungen veranlassen und Kontrollen durchführen“.

Die Fahrradstraße bietet eine sichere und komfortable Führung sowohl für den Rad- als auch für den Fußverkehr auf ausreichend breiten Gehwegen. Radfahrende haben gegenüber dem KFZ-Verkehr Vorrang und dürfen nebeneinander fahren. Gefahrenpunkte an Einmündungen, Zufahrten und Querungen werden entschärft. Die Verkehrsteilnehmer sind auf der Fahrradstraße vorfahrtsberechtigt.

Erster Stadtrat Stefan Schmitt bittet um besondere Beachtung: „Bis zur Einführung der Fahrradstraße gilt in der ganzen Straße Am Trieb die „Rechts vor Links“-Regelung. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn aus den neuen Seitenstraßen, wie der Wilhelm-Leichum Straße oder der Anny-Schlemm-Straße die vorfahrtsberechtigten Verkehrsteilnehmer einfahren wollen. Erst mit der Einführung der Fahrradstraße ändert sich diese Regel“.

Auch für ein weiteres Anliegen, die Aufhebung der Halteverbotszonen im Bereich der GEWOBAU Häuser auf der Ostseite der Straße Am Trieb, haben sich Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt persönlich eingesetzt. Die Halteverbote wurden eingerichtet, damit die Feuerwehr im Einsatzfall Löschfahrzeuge und Leitern aufstellen kann. Nun hat die GEWOBAU einen Antrag auf die Verlegung der gesetzlich vorgeschriebenen Aufstellflächen beim Kreis Offenbach gestellt. Sobald die Genehmigung vorliegt, können die entsprechenden Umbauarbeiten erfolgen und die Halteverbotsschilder auf der Straße entfernt werden. Dann werden bis zu 15 Parkplätze markiert. Im nördlichen Teil werden in Abhängigkeit von der Lage der Zufahrten und der verbleibenden Feuerwehraufstellflächen weitere öffentliche Stellplätze eingerichtet.

Die Planung für die Fahrradstraße "Am Trieb" wurde bereits 2017 von Edwin Mayer, Geschäftsführer Habermehl & Follmann, auf der Bürgerinfoveranstaltung zum Birkengewann vorgestellt. Entwickelt wurde ein „ausgewogenen Umgestaltungskonzept“ für die vorhandenen Nutzungen (Fußgänger/ Radfahrer/ Kfz-Verkehr/ Parken). Die Vorzugsvariante derFahrradstraße mit 2-Richtungsverkehr soll nun umgesetzt werden.

Pressemeldung der Stadt Neu-Isenburg vom 01. Juli 2020