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Umbau Leitstelle
Umbau Leitstelle © Feuerwehr Offenbach

Die Stadt Offenbach am Main betreibt und unterhält eine Integrierte Leitstelle für die kommunale, nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr, die in der Feuer- und Rettungswache untergebracht ist und von Einsatzdienstbeamtinnen und Einsatzdienstbeamten der Berufsfeuerwehr besetzt wird. Die Leitstelle ist eine ständige besetzte Einrichtung zur Annahme von Notrufen und Meldungen, sowie zum Alarmieren und Lenken von Einsatzkräften. Von hier aus werden alle Einsätze der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie des Katastrophenschutzes in der Stadt Offenbach a.M. koordiniert.
Darüber hinaus ist die Leitstelle ein Baustein im flächendeckenden Leitstellennetz des Landes Hessen und mit zusätzlichen Kommunikations- und Lenkungsaufgaben (z.B. Meldekopf zu Hessischen Ministerium des Innern und für Sport (HMdIuS) sowie weiteren staatlichen Behörden und Institutionen beauftragt.

Derzeit befindet sich die Leitstelle im Zwischengeschoss des mittleren Gebäudeteils der Feuer- und Rettungswache. Dieser Bereich wird seit der Indienststellung der Feuer- und Rettungswache im Jahr 1962 zum Betrieb der Leitstelle genutzt. Letztmalig wurde dieser Bereich im Jahr 2008 umgebaut und ertüchtigt. Aufgrund der Lage im Gebäude, der geringen Fläche sowie der vorhandenen baulichen und anlagentechnischen Rahmenbedingungen ist dieser Standort schon seit Jahren suboptimal und nur mit organisatorischen Einschränkungen und technischen Sonderlösungen nutzbar. Hierzu zählt insbesondere die Zugangssituation, die nicht den heutigen Anforderungen an eine „kritische Infrastruktur“ entspricht. Bedingt durch die Anordnung der Leitstellenräume im Zwischengeschoss ist eine räumliche Vorgabe hinsichtlich der nutzbaren Fläche, der Raumaufteilung sowie der Raumhöhe gegeben, die nicht mehr mit den heutigen Anforderungen an eine Leitstelle kompatibel ist.

Organisatorisch sind die verschiedenen Funktionsbereiche der Leitstelle bzw. die zugehörigen Sachgebiete derzeit an unterschiedlichen Stellen in der Feuer- und Rettungswache untergebracht. Die Einsatzdienstbeamteninnen und -beamten verbringen ihre Bereitschaftszeiten in provisorischen Ruheraumcontainern, die im kleinen Hof positioniert sind.

Aus organisatorischen Gesichtspunkten heraus ist die vorhandene Leitstelle im Zwischengeschoss mittlerweile an die Betriebsgrenzen angelangt. Grund hierfür sind die stetig gestiegenen Einsatzzahlen in den letzten Jahren, sowie zusätzlichen Aufgaben (z.B. Führen eines interdisziplinären Versorgungskapazitätennachweises im Rettungsdienst, zusätzliche strategische Aufgaben in der Digitalfunkabwicklung), die durch die Einsatzdienstbeamtinnen und -beamten mittlerweile wahrzunehmen sind. Dies hat zur Folge, dass seit 01.01.2017 das Schichtdienstmodell für die Einsatzdienstbeamtinnen und -beamten tagsüber mittlerweile um einen Platz erhöht wurde und drei Einsatzleitplätze besetzt sind, um das Dispositionsaufkommen zu bewältigen.

Das Land Hessen plant nun die Leitstellen zu ertüchtigen und abschließend auf die neue Digitalfunktechnik umzurüsten und zukünftig weitere Möglichkeiten (z.B. dynamische Fernmeldeführung, Vernetzung der Leitstellen untereinander, Datenaustausch mit Einsatzstellen) zu realisieren.

Alle Leitstellen in Hessen sind mit mind. fünf vollwertigen Einsatzleitplätzen auszustatten. Derzeit verfügt die Leitstelle der Stadt Offenbach nur über vier Einsatzleitplätze. Ein zusätzlicher Einsatzleitplatz ist aus Gründen des Platzmangels im vorhandenen Leitstellenraum nicht unterzubringen. Kompensiert wurde dies mit der Etablierung einer Schattenleitstelle, wodurch drei weitere Einsatzleitplätze an einen beliebigen Ort innerhalb einer kurzen Zeit in Betrieb genommen werden können.

Grundgedanke ist, einen Funktionsbereich „Leitstelle“ in einem Geschoss zu schaffen, alle zugehörigen Aufgabenträger (z.B. Sachgebiet IT, Fernmeldeausbildung, etc.) sowie Nebenräume (z.B. Stabsraum der Technischen Einsatzleitung, Teeküche, WC, Ruheräume) zusammenzuführen und optimale organisatorische Voraussetzungen für einen qualifizierten Dienstbetrieb zu schaffen.
Im ersten Schritt musste der gesamte Bereich entkernt und in den Rohzustand versetzt werden. Die weiteren Schritte sehen vor, den Raum bezüglich Schallschutz, Arbeitsergometrie und Einsatzfähigkeit zu ertüchtigen.