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Feuerwehr Offenbach
© Stadt Offenbach
Die Feuerwehr Offenbach ist qua Gesetz für die Durchführung der Gefahrenverhütungsschauen (GVS) zuständig. Die Gefahrenverhütungsschau ist ein Instrument des Vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutzes.

Dabei werden bauliche Anlagen wiederkehrend überprüft, die aufgrund ihrer Art, Nutzung, ihrer Lage oder ihres Zustandes im Schadenfall eine Gefährdung für eine größere Anzahl von Personen oder eine erhebliche Gefährdung für die natürlichen Lebensgrundlagen, für Sachwerte, für wertvolles Kulturgut oder eine erhebliche Störung der öffentlichen Sicherheit hervorrufen können. Dies trifft auf alle Sonderbauten wie Krankenhäuser, Kitas, Schulen, Gewerbe- und Industriebetriebe, Pflegeeinrichtungen oder denkmalgeschützte Gebäude wie das Offenbacher Rathaus zu.

Wenn Rettungswege, Hydranten, Steigleiter, Rauchmelder und andere Brandschutzvorkehrungen unter die Lupe genommen werden, übt die Feuerwehr stets auch eine Beratungsfunktion aus: Um zu überprüfen, ob die Zielsetzung der Kundenfreundlichkeit bei der GVS, die die Feuerwehr schon seit vielen Jahren verfolgt, auch erreicht wird, kündigt Feuerwehrdezernent Dr. Felix Schwenke eine Kundenbefragung an. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass die Mitarbeiter des Vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutzes der Feuerwehr von unseren Kunden als fachlich kompetente Berater und Fachleute wahrgenommen werden“, sagt Schwenke. „Bei der gesetzlich auferlegten Pflicht zur GVS sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr selbstverständlich auch die Interessen der Gebäudeeigentümer und Gebäudebetreiber kennen und bei der Lösung etwaiger Probleme ideenreich und kompetent unterstützen.“

Die Betreiber von Objekten, die im Zeitraum von August 2017 bis Juli 2018 eine Ankündigung zur GVS erhalten, bekommen im weiteren Verlauf des Verfahrens, im Rahmen des Anhörungsschreibens, einen Fragebogen zugestellt, um dessen Beantwortung und Rückgabe Feuerwehrchef Uwe Sauer nach Durchführung der GVS bittet. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich Ende 2018 vorliegen.

„Die Meinung der Betroffenen zu kennen und zu berücksichtigen, ist mir bei meiner Arbeit seit Jahren sehr wichtig. Auch bei der Umstrukturierung des Bürgerbüros haben wir damals eine große Kundenbefragung gemacht.“ Selbstverständlich erhalten alle teilnehmenden Objektverantwortlichen nach der Auswertung der Befragung im zweiten Halbjahr 2018 eine anonymisierte Auswertung. „Mitgeteilte Mängel werden wir dann aufgreifen, um uns kontinuierlich weiter zu verbessern“, kündigt Schwenke an.

Ziele der Gefahrenverhütungsschau

In Offenbach am Main gibt es derzeit 561 Objekte, die nach unterschiedlichen Fristen von den Mitarbeitern des Vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutzes zu kontrollieren sind. Pro Jahr werden rund 130 Gefahrenverhütungsschauen durchgeführt. Der Vorbeugende Brand- und Gefahrenschutz verfolgt die nachfolgend dargestellten Ziele, die, so Uwe Sauer, mittels der GVS auf ihre Wirksamkeit kontrolliert werden:

Priorität I: Sicherstellung des Personenschutzes für Nutzer und Einsatzkräfte

Die Voraussetzungen für die Eigen- und Fremdrettung der von Schadensereignissen betroffenen Personen muss gewährleistet sein. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die rasche Rettung aus Gebäuden nicht nur bei einem Brand, sondern etwa auch bei Terrordrohungen, Terroranschlag, Amoklauf, Wassereinbruch oder Einsturz erforderlich sein kann. Wir achten hierbei auch auf die Besonderheiten zur Rettung mobilitätseingeschränkter Personen. Die Rettungswege sind auch Zugangswege der Feuerwehreinsatzkräfte. Deren sichere Nutzbarkeit ist zur Reduzierung unseres Risikos demnach auch aus Gründen des Arbeitsschutzes wichtig.

Priorität II: Schadensreduzierung

Hierzu ist die Sicherstellung der Durchführung wirksamer Lösch- und Hilfeleistungsmaßnahmen zum Schutz von Umwelt, Sachwerten und Kulturgütern erforderlich.

Priorität III: Risikospezifische Einsatzvorbereitung

Für die Einsatzvorbereitung der Feuerwehr ist die Sicherstellung des Informationsflusses zu Personen- und Gebäuderisiken erforderlich.

25. Juli 2017