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Grill in Flammen
© gu.ju. / photocase.de

Wenn die wärmeren Tage kommen und es an den Abenden länger hell bleibt, erfüllt oft der Geruch von brennender Kohle und gegrilltem Fleisch die Luft in der Nachbarschaft. Jedoch birgt das Grillen immer eine Brandgefahr, die nicht zu unterschätzen ist.

Vor allem der leichtsinnige und unachtsame Umgang mit Grill und Glut führt immer wieder zu Unfällen und damit auch zu Bränden. Immer wieder geschehen Unfälle durch den übertriebenen Einsatz von Brennspiritus zum Entzünden oder Anfachen von der Grillkohle. Obwohl davon immer wieder abgeraten wird, passiert es dennoch und beim Auftragen des leicht entzündlichen Spiritus entstehen Stichflammen, die teilweise auch die Umgebung in Brand setzen können. Schwerwiegende bis hin zu lebensgefährlichen Verbrennungen sind regelmäßig die Folge.

Hier nun einige wichtige Tipps der Feuerwehr für sicheres Grillvergnügen:

  • Achten Sie darauf, dass der Grill einen sicheren Stand hat. Bauen Sie keine Behelfskonstruktionen, sondern ebnen Sie im Bedarfsfall den Untergrund entsprechend.
  • Achten Sie auf die baulichen Gegebenheiten und lassen Sie der vom Grill ausstrahlenden Wärme genügend Platz, um nicht umgebende Gegenstände zu entzünden.
  • Insbesondere auf Balkonen kann es leicht passieren, dass ausgefahrene Markisen sich entzünden oder die aufsteigende Wärme darüber liegende Balkone beaufschlagen.
  • Grillen Sie in der Natur auf dafür ausgewiesenen Plätzen – nie im Wald!
  • Wenn Sie an einem Lagerfeuer grillen, sorgen Sie für einen nicht brennbaren Streifen rund um den Grillplatz – am einfachsten, indem Sie Grasboden ausheben, bis die Erde freiliegt.
  • Beaufsichtigen Sie den Grill – vor allem, wenn Kinder mit von der Partie sind. Schnell ist der Grill im unachtsamen Spiel sonst umgeworfen.
  • Gießen Sie niemals Spiritus in die Glut! Die dabei entstehende Stichflamme führt zu gefährlichen Verbrennungen.
  • Alkohol und Feuer ist eine schlechte Kombination: bei fortgeschrittenen Alkoholgenuss ist die Wahrnehmung getrübt und entstehende Brände werden eventuell nicht frühzeitig entdeckt. Beenden Sie also das Grillen, bevor Sie mit Ihren Gästen öfters anstoßen.
  • Wenn die Party vorbei ist, lassen Sie die Asche komplett abkühlen, ehe Sie sie entsorgen – aber nie in Kartons oder Plastikbehälter. Warme Asche war bereits öfters der Grund für den vollständigen Verlust mancher Gartenhütten.
  • Bei Verbrennungen gilt: Kühlen Sie Brandwunden kleineren Ausmaßes etwa zehn Minuten lang mit Wasser. Rufen Sie bei größeren Verletzungen sofort den Rettungsdienst über den Notruf 112.

Insbesondere die Hinweise in Bezug auf die Gefahr für Kinder sollte verstärkt Beachtung finden. Hierbei möchten wir auf die Kampagne des Vereins Paulinchen e.V. hinweisen. Nur zu Recht wählte der Verein bei der Gestaltung des dazugehörigen Plakates eine Hand aus Flammen, die aus dem Grill heraus nach einem spielenden Kind greift. Lassen Sie also bitte nicht zu, dass dies bei Ihnen Realität wird und seien Sie darüber hinaus den Kindern ein Vorbild im Umgang mit den Gefahren des Feuers.

Wenn Sie diese hier gegebenen Ratschläge beherzigen, steht dem gemütlichen Grillabend nichts im Wege. Ihre Feuerwehr wünscht einen guten Appetit!