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Das Archiv im Haus der Stadtgeschichte wird bereits ab kommender Woche wieder öffnen. Wie Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Felix Schwenke mitteilte, haben sich Stadträtin Brigitte Koenen und Stadtrat Harald Habermann bereit erklärt, ehrenamtlich Öffnungszeiten zu übernehmen. Damit können ab 22. Oktober folgende Öffnungszeiten angeboten werden: dienstags von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr sowie donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr. Ab 6. Januar 2020 kann auch wieder zusätzlich am Donnerstagvormittag recherchiert werden.

Die Neuorganisation im Stadtarchiv ist notwendig geworden, weil die bisherige Stadtarchivarin Anjali Pujari ihre Dienststelle zwischenzeitlich gewechselt hat. Sie arbeitet jetzt in Wiesbaden. Eine Neubesetzung der Stelle ist erst ab Januar 2020 möglich. Das alleine hätte aber nicht zwingend zur Schließung des Archivs führen müssen. Hinzu kam vielmehr ein kurzfristiger, mindestens mehrwöchiger Ausfall einer weiteren Mitarbeiterin. Deshalb hatte die Leitung des Hauses der Stadtgeschichte zunächst keine andere Möglichkeit gesehen, als das Archiv bis dahin zu schließen. „Die ursprünglich angedachte Schließung erschien durch Terminbindungen der neuen Stadtarchivarin und des neuen Stadtarchivars, die sich die Stelle künftig teilen werden, vor allem aber durch den unerwarteten mehrwöchigen Ausfall einer weiteren Mitarbeiterin des Archivs geboten“, erläuterte Dr. Jürgen Eichenauer, Leiter des Hauses der Stadtgeschichte.

Nachdem Museumsleiter Eichenauer ihn über die kurzfristig notwendig gewordene Schließung informiert hatte, machte sich Schwenke sofort auf die Suche nach einer Interimslösung, um die Schließung möglichst kurz zu halten. „Ich freue mich sehr, dass sich Frau Koenen und Herr Habermann bereit erklärt haben, das Haus der Stadtgeschichte ehrenamtlich zu unterstützen“, sagte Oberbürgermeister Schwenke. „Damit haben wir jetzt eine schnelle Übergangslösung für den personellen Engpass im Museum und Archiv gefunden und können eine längere Schließzeit verhindern. Beiden Stadträten drücke ich für ihren Einsatz meinen herzlichen Dank aus!“

Oberbürgermeister Schwenke wies unterdessen Vorwürfe zurück, wonach die Stadt Pujari bis zur Nachbesetzung ihrer Stelle noch in Offenbach hätte halten müssen. „Mal abgesehen davon, dass die Schließung ja nur wegen des doppelten Personalausfalls notwendig wurde, entbehren die Aussagen zu Frau Pujari jeder sachlichen Grundlage. Frau Pujari ist Beamtin und hat nicht gekündigt, sondern den Wechsel ihrer Dienststelle beantragt. Deshalb gelten hier auch keine für Angestellte übliche Kündigungsfristen.“ Für einen Dienststellenwechsel einigen sich beide Seiten, der alte und der neue Dienstherr, in der Regel einvernehmlich auf ein Datum, so Schwenke weiter. „Frau Pujari bat um einen kurzfristigen Wechsel. Und für mich als Personaldezernenten war völlig klar, dass ich einer verdienten und langjährigen Beschäftigten der Stadt bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung keine Steine in den Weg legen werde. Alles andere wäre ein mieser Stil und nicht die Art, wie ich als oberster Dienstherr der Stadt mit unseren Angestellten umgehe.“

Suchwünsche per E-Mail anmelden

Für die nächsten Wochen bittet Museumsleiter Eichenauer darum, dass Bürgerinnen und Bürger nach Möglichkeit ihre Suchwünsche vor ihrem Besuch im Archiv per E-Mail anmelden unter haus-der-stadtgeschichteoffenbachde. „Dann hat das neue Archivpersonal mehr Zeit, die angefragten Materialien schon im Vorfeld herauszusuchen und bereitzustellen.“

18. Oktober 2019