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"Innocenza" von Hagen Bonifer
© Hagen Bonifer
Im Zeitraum vom 21. April 2016 bis zum 22.05.2016 zeigen Katharina Eismann, Hagen Bonifer und Sven Eismann die interaktive Ausstellung "Nach dem Fest das Fest" als Eismann / Bonifer / Eismann Projekt.

Am Donnerstag, 21. April 2016, 18:00 Uhr, findet im Haus der Stadtgeschichte die Eröffnung der Ausstellung „Nach dem Fest das Fest“ (bis 22. Mai) statt, die durch das Künstlertrio Katharina Eismann, Hagen Bonifer und Sven Eismann konzipiert und realisiert worden ist.

Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Horst Schneider erfolgt die künstlerische Einführung durch Museumsleiter Dr. Jürgen Eichenauer. Danach gibt es „Im Tubatrubel – Lyrik und Klang“, nämlich eine Lesung von Katharina Eismann mit der Band „Die Windkapelle“. Unterstützt wird das Projekt durch das Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration und finanzielle Mittel des Landes Hessen.

Zu sehen ist die interaktive Installation „Grenzgänge“ von Konzeptkünstler Sven Eismann, bestehend aus achtzehn Eisenbahnbohlen, die ein Gleis formen. Die ausgestellten Texte der rumäniendeutschen Lyrikerin Katharina Eismann, die oftmals über Migration und das Erleben von Heimat handeln, werden im Kontext der Installation durch Werke des Künstlers und Bühnenbildners Hagen Bonifer ergänzt.

Katharina Eismann sagt: „Die Seele ist ein Zugvogel, sie lebt aus dem Wolkenkoffer.“ Die Lyrikerin beschreibt „Haltestellen vom Mainbogen bis zur Donaumündung“, die sie zu einer „lyrischen Landkarte“ verdichte. Eine Haltestelle aus ihrem Werk „Bordbuch“, dessen Texte die Ausstellung illustrieren, heißt beispielsweise „Von Grenzgängern und Grenzlern“. Dort wird die spektakuläre Flucht eines Festzuges über die rumänische Grenze nach einem Fest in den 1970er Jahren beschrieben.

Das Projekt „Grenzgänge“ vernetzt Sprache, Musik und bildende Kunst, um auf diese Weise in Verbindung mit dem Publikum als Teil der Öffentlichkeit zu treten. Es finden mehrere Veranstaltungen statt, die dazu beitragen sollen, in einer Wechselwirkung Meinungen und Ideen der Bevölkerung zum Thema „Migration“ zu erfragen. So gibt es beispielsweise beschriftete Schiefertafeln, auf denen Besucherinnen und Besucher ihre Gedanken aufschreiben können. 

"Die Seele ist ein Zugvogel
sie lebt aus dem Wolkenkoffer"

Sigrid Katharina Eismann

Veranstaltungen gibt es nach der Vernissage folgende:

  • Samstag, 23. April 2016, 19 Uhr, Nacht der Museen: Um 21 und 23 Uhr liest Lyrikerin Katharina Eismann aus ihrem Werk „Bordbuch“. Dazu gibt es „Sound of the Tracks. Typolyrics and Beats“, Vinyl Sounds, aufgelegt von Musikspezialist Sven Eismann.
  • Donnerstag, 19. Mai 2016, 18 Uhr: Lesung „Von Grenzgängern und Grenzlern“ mit Katharina Eismann, dazu ein Interkultureller Dialog „An der Tafel im Gespräch“ mit dem Künstlertrio, Vertreterinnen und Vertretern der Politik und Zivilgesellschaft.
  • Sonntag, 22. Mai 2016, 15 Uhr, Internationaler Museumstag: Saxofonloops mit Gernot Dechert und Lesung mit Katharina Eismann aus dem „Bordbuch“.