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Eine Fabrikstadt ist Offenbach längst nicht mehr. Während in den 1960er Jahren noch Unternehmen von Weltruhm wie MAN Roland und zahlreichen auch kleineren Unternehmen und Fabriken der Lederindustrie in der „Industriestadt Offenbach“ wirkten, vollzog sich im folgenden Jahrzehnt das Industriesterben wie eine Epidemie und veränderte die Stadt binnen kurzer Zeit. Der Künstler Andreas Masche ist auf Spurensuche gegangen und hat Orte früherer Industrie, Arbeitsspuren, Leben im Leerstand. Verlassene Orte der Industriekultur, beispielsweise die Halle der ehemaligen Firma Fredenhagen in Offenbach am Main, besucht. In seiner Vorstellung herrscht dort Leben, Lärm, Geschäftigkeit. Die Ausstellung „Verlassene Orte“ vom 25. Juli bis 5. September 2021 im Haus der Stadtgeschichte in der Herrnstraße 61 zeigt seine detailreichen, auch düsteren Acrylgemälde, Drucke und Zeichnungen, in denen er diese Stimmungen eingefangen hat.

„Andreas Masche erinnert an die Geschichte unserer Stadt, denn in Offenbach ist Industriegeschichte an vielen Orten lebendig,“ so Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke anlässlich der Eröffnung: „Ich freue mich, dass wir bei den diesjährigen Aktionstagen zur Route der Industriekultur Rhein-Main auf diese Weise präsent sind.“ Diese finden vom 21. bis 29. August.2021 in der Kulturregion Frankfurt Rhein-Main statt laden ein, lebendige und vergangene Industrien zu besuchen. Die Ausstellung „Verlassene Orte“ wurde am Sonntag, 25. Juli, mit einer Vernissage zwischen 14 bis 17 Uhr eröffnet. Neben dem Künstler war auch Lyrikerin Katharina Eismann, die das Gedicht „Osthafen-Spot“ las, anwesend. 

Zur Ausstellung finden zwei Fahrradtouren am Samstag, 21. August, und Samstag, 28. August, jeweils um 15 Uhr mit Annina Schubert zu Orten Offenbacher Industriekultur statt. Die Teilnahme kostete 5 Euro, die Anmeldung erfolgt ebenfalls unter: hds-terminplanungoffenbachde oder Tel. 069- 8065 2646.

 Bildinformation:

Fredenhagen, Bild: A. Masche

Offenbach am Main, 23. Juli 2021