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Einladungskarte zu "so_Pola"
© Haus der Stadtgeschichte / Sigrid Ortwein
„Ich suche nicht das perfekte Bild. Ich will das Leben im Moment, die Situation als intensive Illustration“, sagt Künstlerin Sigrid Ortwein. Was wäre dazu besser geeignet als ein Polaroid, diese charmanten, ursprünglich quadratischen Aufnahmen aus klobigen Geräten an der Schnittstelle zu dem heute vertrauten, sofort verfügbaren Bild. Plötzlich sind technische und menschliche Unbekannte in der Gleichung, und das Ergebnis ihrer Fotografie ist wieder ein zufälliger Moment. Irgendwo dazwischen bewegt sich Sigrid Ortwein mit ihrer Leidenschaft für Typographie, Piktografie, Zeichensprache, jegliche Art von Codierungs- und Informationssysteme, immer auf der Suche nach der optimalen Kombination von Wort und Bild. Die Grafik-Designerin, die mit ihrem Partner S.J. Swierczyna die Agentur „Caepsele visuelle Strategien“ in Offenbach betreibt und unter anderem im DDC Deutschen Designer Club aktiv ist, hat ihr Rüstzeug bei Plakatkünstler Gunter Rambow erhalten.

Die Stimmungen auf den Bildern Sigrid Ortweins sind nah, lebendig, spürbar, greifbar, erzeugen das Gefühl einer durch Mimik und Gesten aufs engste verbundenen Partygemeinschaft des Frohsinns, in der jede jeden und jeder jeden kennt. Sie werden auf den Porträts somit entweder viele bekannte Gesichter wiedererkennen oder die Aufgeheiterten, Fröhlichen, Feiernden, Lachenden beim Betrachten der Bilder in der Ausstellung kennenlernen. Diese Menschen leben ihr selbstbestimmtes Leben, verwirklichen sich selbst, haben aufgeklärte, starke Meinungen, erscheinen offen, direkt, ansprechbar, mitteilsam, stimmgewaltig.

Im Haus der Stadtgeschichte zeigt sie das Ergebnis ihrer Streifzüge aus den vergangenen drei Jahren und ein Sammelsurium aus ihrem Archiv – ein winzig kleiner Ausschnitt ihrer Lebens-Arbeit „Mach Dir ein Bild vom Bild vom Bild“: Ein Ort der Begegnung und des Austauschs, den die Besucher mitgestalten können. Zensur inklusive.

Ausstellungsdesign: Annette Gloser, Caepsele & Friends

Es gibt zu der Ausstellung folgendes Begleitprogramm. Es findet vor den Terminen noch mal eine Einzelbewerbung statt.

Im Rahmen des »INTERNATIONALER MUSEUMSTAG« am 19. Mai 2019
Eintritt frei.
- Ougrapo Picture Wordshop (Erwachsene)
Wort malen – Bild schreiben – Zufall lesen. Ein kreativer Ideenfindungs-
Generator von und mit Ougrapo. Ping – Pong – Peng …und die Ideen
sprudeln am laufenden Meter. Let’s design Thinking.

KURZFILM »AM2ONIAK«
STEPHEN-JOHN SWIERCZYNA
Samstag, 25. Mai 2019, 20 Uhr
Keine Anmeldung erforderlich. Kein Eintritt, gerne aber Spenden.
Im Rahmen der Kunstansichten wird der Film »Am2oniak« von Stephen-John Swierczyna (Produktion: Sigrid Ortwein) in der Industriehalle gezeigt. Edek und Magda, eine flüchtige Begegnung, eine Abtreibung, ein totalitäres klerikales Regierungssystem, vergiftete Gedanken, skurrile Atmosphäre…
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