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Buchcover mit Bildern von Heinrich Ritzel
© Erich Becker
Erich Becker
Sonntag, 19. Juli 2020, 15 Uhr
Reguläre Eintrittspreise.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Voranmeldung bis zum Mo, 13. Juli 2020 erforderlich unter: 069 8065 2446 | HdS-Terminplanung@offenbach.de
Das Stück beinhaltet thematisch Leben und Wirken von Heinrich Ritzel, geb. 1893 in Offenbach und 1971 in Basel gestorben.Ritzel wurde am 10. April 1893 in Offenbach in der Glockengasse geboren, heiratete eine Frau aus der Nachbarschaft, machte eine Verwaltungsausbildung bei der Stadt - und schrieb auch ein Buch zur Stadtgeschichte: "100 Jahre Entwicklung der Stadt Offenbach 1813 bis 1912". Er war von 1919 bis 1930 Berufsbürgermeister in Michelstadt. Sein großartiges Engagement für die Bürger*innen dieser Stadt spiegeln sich – auch heute noch sichtbar – in zahlreichen Projekten: die Elektrifizierung, dem Stadionbau mit Schwimmbad, und den "Zeppelinhäusern", ein sehr erfolgreiches genossenschaftliches Wohnprojekt, was durchaus auch heute noch Vorbildcharakter hat. Ritzel war darüberhinaus auch Landtags- und Bundestagsabgeordneter. Er war ein überzeugter Demokrat und Sozialist. Er gehörte zu den SPD-Abgeordneten, die mutig gegen das Ermächtigungsgesetz stimmten. Ihm wurde in der Folgezeit großes Leid zugefügt – und nur die Flucht in die Schweiz rettete sein Leben. Nach dem 2. Weltkrieg und dem Ende des Nazi-Terror kehrte Ritzel nach Michelstadt zurück. Er wohnte in Michelstadt mit seiner Frau bis zu seinem Tode 1971.

Mit Offenbach blieb er zeitlebens verbunden; durch:
die Förderung des Ledermuseums, für das er als Abg. des Bundestages Bundesmittel bereitstellen konnte; Hilfssendungen (Medikamente) aus der Schweiz an das Offenbacher Stadtkrankenhaus, kurz nach dem 2. Weltkrieg; die Ansiedlungen von Bundesbehörden nach Offenbach (die Bundesmonopolverwaltung und die Zollverwaltung).
Dafür wurde ihm am 23.7.1965 die Ehrenplakette der Stadt Offenbach durch OB Dietrich überreicht.