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Puzzle aus deutscher und türkischer Flagge
© Pixabay.com
Vortrag mit Vicente Such-Garcia.
Reguläre Eintrittspreise.
Keine Anmeldung erforderlich.
Obwohl die aktuellen Spannungen zwischen den Regierungen Erdogan und Merkel das Verhältnis beider Länder zu belasten scheinen, bleibt die deutsch-türkische Freundschaft doch im Kern resistent, von gegenseitiger Abhängigkeit in der Innen-, Außen- und Wirtschaftspolitik geprägt: Doppelpässe, Flüchtlingsabkommen, Investitionen, Tourismus, EU und Nato. Zwischen dem Berliner Kongress 1878 (Neuordnung auf dem Balkan) und dem Ersten Weltkrieg spielten sich die gegenseitigen Beziehungen überwiegend im Osmanischen Reich selbst ab: Erschließung antiker Stätten, Heeresreform, Bagdadbahn, Kaiserbesuche und Waffenbrüderschaft. In der kemalistischen Türkei folgte bis in die 1950er Jahre der Aufbau einer modernen Infrastruktur mit Hilfe deutscher Exilanten.

Das Gastarbeiterabkommen und die Bildung einer türkischen Gemeinde in Westdeutschland seit den 1960er Jahren führten dazu, dass die soziokulturellen Probleme der türkischen Gesellschaft Teil der Innen- und Integrationspolitik der deutschen Demokratie wurden.