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"Offenbacher Schneewittchen", Mädchenskelett aus dem Haus der Stadtgeschic
© J. Baumann
Vortrag mit Vanessa Bähr.
Mittwoch, 6. Mai 2020, 15 Uhr.
Reguläre Eintrittspreise.
Keine Anmeldung erforderlich.
Reich verziert mit bunten Perlen, kostbaren Drähten, Buntmetallplättchen und Blumen aus Papier begegnen uns zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert aufwendig gestaltete Totenkronen in den Gräbern ledig Verstorbener im gesamten deutschsprachigen Raum. Was hat es mit diesem Brauch und diesem Prunk in den ansonsten beigabenarmen oder sogar beigabenlosen christlichen Gräbern auf sich? Wie ging die Kirche mit dieser (Un-) Sitte um, die gegeneinander wetteifernde Familien bis an den Rand des finanziellen Ruins treiben konnte?

Ausgehend von einer Kleinkindbestattung aus Wallenhorst (Landkreis Osnabrück), die unter der Leitung der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück von der Referentin im Spätsommer 2015 ausgegraben wurde, soll diesen und weiteren Fragen in Bezug auf die »Totenhochzeit « nachgegangen werden.