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Signatur_Chagall
© Haus der Stadtgeschichte / Klingspor Museum

Die Bebilderung der Bibel lag Marc Chagall wie kaum einem anderen Künstler des 20. Jahrhunderts am Herzen. Sie begann nicht erst mit seinen farbigen Bildern und Glasfenstern in späteren Phasen seines Schaffens, sondern bereits in den 1930er Jahren. Beauftragt von dem Initiator des französischen Malerbuchs, dem Verleger Ambroise Vollard, nahm der Maler die Arbeit auf, bis er 1939 vor den Nationalsozialisten aus Paris fliehen musste. Das Werk drohte unvollendet zu bleiben, wurde aber von dem Verleger Tériade Anfang der 50er Jahre wiederaufgenommen und Chagall vollendete seinen Zyklus von 100 Radierungen. Daraus zeigt die Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte die erste Hälfte, die übrigen Blätter können im Lesesaal des Klingspor Museums eingesehen werden. Es bedeutet für Offenbach einen Glücksfall, dass das Klingspor Museum das hier gezeigte Exemplar, Nr. 198 von 275, besitzt.

Die beiden Museen freuen sich, zum Festjahr „Jüdisches Leben“ ein so hochrangiges Werk einbringen und an Hand der exquisiten Radierungen ihre gemeinschaftliche Bemühung um das Feld der Druckkunst erneuern zu können. Zur Vernissage am Sonntag, 21. November 2021, um 15 Uhr spricht Dr. Stefan Soltek, Leiter des Klingspor Museums. Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Die Ausstellung ist bis zum 23. Januar 2022 zu sehen.

Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogram, so führt Annina Schubert am Samstag, 27. November 2021, Samstag, 11. Dezember 2021, Samstag, 8. Januar 2022, sowie Sonntag, 23. Januar 2022, jeweils um 15 Uhr bei freiem Eintritt durch die Werke und lädt Kinder am Samstag, 22. Januar 2022, um 15 Uhr zu „Chagall und seine Bilder – Entdecken weiterträumen“.

16. November 2021