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Das Buchcover zeigt eine Hand auf rotem Hindergrund, Rahmen ist schwarz.
© Pop-Verlag Ludwigsburg
Mit dem Schriftsteller Ewart Reder ist am Mittwoch, 1. Dezember, um 19 Uhr ein ehemaliger Offenbacher im Haus der Stadtgeschichte zu Gast. Obwohl Reder vor 18 Jahren nach Maintal-Bischofsheim gezogen ist, hat ihn Offenbach nie losgelassen: So zog sein Sohn wenige Jahre später zurück in die Lederstadt und blieb die Familie ihrer Offenbacher Kirchengemeinde (Stadtmission) über lange Jahre treu. Was verbindet den in Berlin geborenen Schriftsteller mit Offenbach? „Die Städte haben Ähnlichkeiten,“ sagt Reder, „untereinander mehr als mit Frankfurt.“ So seien Berlin und Offenbach vor etwas mehr als 100 Jahren zur gleichen Zeit gewachsen, beide Industriestädte haben sich aus Residenzen entwickelt in denen Migration früher bestimmend war als in Frankfurt. Hinzu komme die Toleranz, so Reder, denn Hugenotten wurden in beiden Städten willkommen geheißen. Juden fühlten sich da oft wohl. Das rege, auch rebellische Geistesleben ist eine weitere Parallele, die Reder sieht. Davon zeugte auch der „Hessische Landbote“ Georg Büchner, den er in seinem ersten Gedichtband thematisierte. Im neuen Buch heißt es: „Die bei den Eingesessenen verschriene Stadt ist / ein Missverständnis aufgeklärt von Fremden.“ Das entsprechende Gedicht trägt Offenbach im Titel, ein Privileg, das die Lederstadt mit Rom teilen muss - nicht dagegen mit Frankfurt oder Berlin. Weitere Texte entstanden in Offenbach und verarbeiten autobiographische Erfahrungen und Straßenszenen

„Die hinteren Kapitel der Berührung“ ist im Pop-Verlag in Ludwigsburg erschienen. Die Buchpräsentation findet statt am Mittwoch, 1. Dezember, um 19 Uhr im Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Anmeldung unter HdS-Terminplanungoffenbachde oder zu den Museumsöffnungszeiten unter 069/8065-2646.

Es gilt 2G - Einlass mit Impfnachweis oder Nachweis einer Genesung.

23. November 2021