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Vom 11. bis 15. Oktober trafen sich rund 400 Vertreter aus am Wasser gelegenen Städten in der chinesischen Stadt Yangzhou beim „2018 World Canal Cities Forum“. Mit dabei war Katja M. Schneider, Kuratorin im Haus der Stadtgeschichte Offenbach, die auf Einladung der Organisation des World Historic and Cultural Canal Cities Cooperation Organization (WCCO) nach China reiste.
Sie überbrachte Grüße und Geschenke der Stadt Offenbach an Vizebürgermeister Yu Ting sowie den Leiter des Amtes für Foreign Affairs Zhu Yong der Partnerstadt Yangzhou. Vermittelt wurde die Reise in die Offenbacher Partnerstadt von Birgitt Möbius von der Wirtschaftsförderung Offenbach.

Gegenwärtig sind 71 Städte weltweit in der 2009 gegründeten WCCO organisiert, dazu kommen 16 Sozialverbände, 12 Unternehmen und 5 Privatmitglieder. Sie alle sind sich der Bedeutung des Flusses als ökonomische und kulturelle Kraft für die Entwicklung und den Wohlstand bewusst, Ziel des Zusammenschlusses ist es Austausch und Zusammenarbeit zwischen den Städten am Fluss weltweit zu fördern.

Die Stadt Yangzhou liegt am Jangtsekiang, mit 4,6 Millionen Bewohnern ist die Stadt um einiges größer als ihre Partnerstadt Offenbach. In ihrem Vortrag lud Katja. M. Schneider beim „Subforum of the Museum Curators of World Canal Cities“ zum virtuellen Rundgang am Main entlang von der Gerbermühle bis zum Isenburger Schloss und ins Haus der Stadtgeschichte ein. Sie berichtete vom Ausbau der Rhein-Main- Wasserstraße und dem Bau des 1902 eingeweihten Hafenbeckens. Zu Hochzeiten wurden hier rund 335.000 Tonnen im Jahr umgeschlagen, im Zuge des wirtschaftlichen Strukturwandels und der Umstellung auf Containerterminals verlor der Hafen Offenbach zunehmend an Bedeutung, bis der Betrieb in den 1990er Jahren dann endgültig eingestellt wurde. Heute beherbergt das 256.000 Quadratmeter große Areal ein urbanes Quartier, an dessen frühere Funktion lediglich noch der erhaltene Hafenkran erinnert.

Außerdem nahm Schneider an einem Kuratorentreffen im Yangzhou Museum teil. Das Haus vereint das historische Stadtmuseum von Yangzhou und das China Blockprinting-Museum unter einem Dach. Zu sehen ist dort unter anderem eine Blockprint-Bibliothek mit Holztafeln aus rund 1.400 Jahren asiatischer Druckgeschichte. In Europa erfand im 15. Jahrhundert Johannes Gutenberg in Mainz den Buchdruck mit beweglichen Lettern, rund zweihundert Jahre später erfolgte die nächste druckgeschichtliche Revolution in Offenbach, als 1798 die Lithographie von hier ihren Siegeszug in die Welt begann. „Das Yangzhou Museums ist als historisches Stadtmuseum mit druckgeschichtlichem Schwerpunkt ein idealer Kooperationspartner für unser Haus“, sagte Katja M. Schneider. Die Kuratorin des Haus der Stadtgeschichte am 14.10.2018 unterzeichnete mit  Shu Jiaping, Kurator des Yangzhou Museums in einer feierlichen Zeremonie einen Kooperationsvertrag, der die Städtepartnerschaft um den Aspekt der gemeinsamen Bewahrung von Druckgeschichte bereichert.

Bildinformation:

Katja M. Schneider, Kuratorin im Haus der Stadtgeschichte Offenbach und Zhu Yong, Director Foreign Affairs Yanzhou. Foto: Stadt Offenbach

 

Weitere Informationen:

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10932774-world-canal-cities-forum-held-china-yangzhou-grand-canal-may-become-a-world-model

https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=auto&tl=de&u=https%3A%2F%2Fmp.weixin.qq.com%2Fs%2FQ5nRVL1E_JmzpouYLOEliQ

http://www.whcccco.org/En/Index.php

 

Offenbach am Main, 29. Oktober 2018
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© Stadt Offenbach