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Fichtenzweige aus der Installation Underline von Merja Herzog Hellstén
© Merja Herzog-Hellstén
Begleitprogramm zur Ausstellung "Juxtaposition".
Mit Merja Herzog-Hellstén und Dr. Nicola Schuldt-Baumgart.
Mittwoch, 3. November 2021, 17:30 Uhr.
Reguläre Eintrittspreise.
Anmeldung zu den Museumsöffnungszeiten unter 069/8065-2646 oder hds-terminplanung@offenbach.de.
Einlass mit 3-G Nachweis.
Weltweit mehren sich die ökologischen und humanitären Krisen. Ein entschiedenes Umsteuern ist unausweichlich. Solche Transformationsprozesse stehen – wenn wir es ernst meinen mit einer nachhaltigen Entwicklung – für einen Wandel unserer Gesellschaft, ihrer Institutionen und Prozesse. Noch fehlen konkrete Bilder, die zeigen, was das Ziel der Reise ist. Denn erst wenn es für jeden und jede einzelne möglich ist, Antworten zu finden auf Fragen, was diese Veränderungen für das eigene Leben bedeuten und eine Position dazu zu beziehen, kann auch die Bereitschaft wachsen, Teil der Veränderungsprozesse zu werden und diese mitzutragen. Solche anschaulichen Aussagen sind daher wichtig. Noch haben wir tatsächlich zu wenige dieser Bilder. Es dominieren abstrakte Ziele und Konzepte, die weit vom Lebensalltag entfernt sind.

unterschiedliche Vorstellungen von Zukunft erfahrbar und spürbar werden. Künstler*innen
widerspiegeln, interpretieren und fiktionalisieren aber auch die reale Welt in verschiedenen
Wahrnehmungsmodellen und teilen diese mit der Öffentlichkeit. Interdisziplinär verknüpft und Fragen
stellend, werden auch komplexe Themen visuell transportiert. Eröffnet die ästhetisch-visuelle
Kommunikation neue Wege auch für die Kommunikation über die aktuellen Krisen unserer Zeit?
Die Installation underline der Künstlerin Merja Herzog-Hellstén (FIN/ D) ist ein Gedankenexperiment
über Kommunikations- und Wahrnehmungsmodelle. In ihrer aktuellen Installation thematisiert sie das
Lesen von Zeichen und wie sie durch den Akt des Unterstreichens als „wichtig“ gekennzeichnet
werden. Stummgeweißte flache Tafeln sind mit pürierten Textmassen gepaart, die wiederum an
erkennbarem Kreislauf von wieder-und-wiederkäuen erinnern lassen. Desweiterem fungieren junge
Fichten in Form von räumlichen Schriftzeichen als Träger der Botschaft.
Über diese und weitere Fragen sprechen Merja Herzog-Hellstén und Dr. Nicola Schuldt-Baumgart.

Das Gespräch findet statt während der laufenden Ausstellung JUXTAPOSITION, eine Doppelausstellung mit Volker Steinbacher. Merja Herzog- Hellstén arbeitet als bildende Künstlerin in räumlichen Bereich. In ihren konzeptbasierten Umsetzungen liegt sie Wert auf multisensorische und multiperspektivische Wahrnehmung. Seit 1997 thematisiert sie die Beziehung Mensch-Natur in Innen- und Außenskulpturen und -Installationen. Sie leitet das Labor Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Dr. Nicola Schuldt-Baumgart leitet die Wissenskommunikation des ISOE - Institut für sozialökologische Forschung (Frankfurt am Main). Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung gehört zu den führenden unabhängigen Instituten der Nachhaltigkeitsforschung und entwickelt wissenschaftliche Grundlagen und zukunftsfähige Konzepte für Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft – regional, national und international.