Sprungmarken
Aktuelles Wetter:bedeckt11°C
Suche
Suche

Offenbacher Zeitung vom 2. Dezember 1918, Seite 4 Nr. 283
Offenbacher Zeitung vom 2. Dezember 1918, Seite 4 Nr. 283 © Stadtarchiv
Recht auf Selbstbestimmung - dafür streiten wir! Programm um den Internationen Frauentag vom 7. bis 18. März 2019.

Mit der Offenbacher Frauenwoche soll mit fundierten Informationen das weibliche Recht auf Selbstbestimmung verteidigt und der Kritik an mangelnder Geschlechtergerechtigkeit Raum gegeben werden. „Aktueller Anlass sind die Angriffe auf Ärzt*innen, die daran gehindert werden sollen, über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren und die ebenso wie von Schwangerschaftskonflikten betroffene Frauen von rechten Gruppierungen eingeschüchtert werden sollen“, teilt Karin Dörr, Kommunale Frauenbeauftragte mit.

Acht Gruppen und Vereine aus der städtischen Gleichstellungskommission, das Frauenbüro und das Haus der Stadtgeschichte haben ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm für Frauen und Mädchen aller Altersgruppen zusammengestellt. Neben den Debatten gibt es viele Gelegenheiten zum Feiern, künstlerische Auseinandersetzung und Kulturgenuss inklusive.
Abgesehen von den beiden Festen für Mädchen sind die Veranstaltungen jedoch für alle interessierten Menschen offen.

Für einige Veranstaltungen bitten die Veranstalter*innen um frühzeitige Anmeldung, damit diese nicht ausfallen. Mehrere Angebote können ohne Eintrittsgebühr besucht werden. Für den Film im CinemaxX und die Konzerte hat der Vorverkauf begonnen.

Das Programm wurde von der Kommunalen Frauenbeauftragten zusammengestellt und liegt gedruckt bzw. auf der Internetseite der Stadt Offenbach vor.

Im Haus der Stadtgeschichte gibt es zu diesem Anlass zwei abendliche Veranstaltungen. Der Eintritt ist jeweils frei.

VORTRAGS- UND DISKUSSIONSABEND »FRAUENRECHT, FRAUENSTIMMRECHT – FRAUENKARRIEREN?«

CHRISTINA USLULAR-THIELE, ANGELIKA AMBORN-MORGENSTERN

in Kooperation mit dem Frauenbüro Offenbach und dem Stadtarchiv.

Dienstag, 12. März 2019, 18 Uhr.

Eintritt frei. Keine Anmeldung erforderlich.

Offenbachs Frauen waren, als sie durch die Revolution 1918 endlich das Wahlrecht bekamen, darauf nicht unvorbereitet. Sie kamen aus sehr unterschiedlichen politischen Lagern. Das Buch »Frauen prägen Offenbach - Eine Spurensuche durch drei Jahrhunderte« hat bereits einige dieser früh politisch aktiven Frauen vorgestellt. Nun wird der Blick auf weitere interessante Persönlichkeiten gerichtet, die nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg Pionierarbeit in der Kommunalpolitik leisteten, indem sie sich öffentlich für die Rechte von Frauen und für soziale Gerechtigkeit einsetzten. Durch Lebensbeschreibungen und Beiträge von Zeitzeuginnen wird an zwei Epochen politischen Aufbruchs erinnert. Es geht um Helma Peter, Alice Dullo, Emma Kaul, Lilla von Brentano, Auguste Kreuter, Martha Klopfer, Franziska Boll, Else Herrmann, Christine Kempf, Änne Salzmann und Irmgard Thuy.

LIVE-PERFORMANCE UND VIDEOPROJEKTION »EINES TAGES HÖRTE SIE AUF MÄRCHEN ZU ERZÄHLEN #2«

ANJA HANTELMANN

Freitag, 15. März 2019, 19 Uhr.

Eintritt frei. Keine Anmeldung erforderlich.

Performanceausschnitt fotografiert von N. Miguletz
© N. Miguletz

Diese Performance ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem Frauenbild vom Mittelalter über die Industrielle Revolution bis zur Gegenwart. Die Offenbacherin versucht mit den Mitteln der Performance sichtbar zu machen, wie es möglich sein kann, dass Frauenrechte noch heute umkämpft sind und immer wieder beschnitten werden. Im Anschluss ist eine Diskussionsrunde mit dem Publikum vorgesehen, die von Sonja Sandvoß, erste Vorsitzende der Gedok Frankfurt Rhein-Main, moderiert wird.

Die Performance entstand für das künstlerische Begleitprogramm der Ausstellung »Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht« des Historischen Museums Frankfurt in Kooperation mit der Gedok Frankfurt Rhein-Main (Verband der Gemeinschaften der Künstler*innen und Kunstförder*innen e.V.).