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Lithographiesteine mit Noten, Dauerausstellung Haus der Stadtgeschichte
© J. Baumann
Eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Haus der Stadtgeschichte und der Internationalen Senefelderstiftung.
So., 15. März 2020, 15 Uhr.
Eintritt frei. Keine Anmeldung erforderlich.
Zum „Tag der Druckkunst“, den der Bundesverband Bildender Künstler (BBK) jährlich ausrichtet, findet unter dem Titel „Die Steine sprechen“ eine Vorführung an der historischen Stangenpresse im Haus der Stadtgeschichte statt. Die Kooperationsveranstaltung zwischen der Internationalen Senefelder Stiftung (ISS) und dem Haus der Stadtgeschichte wird durch Museumsleiter Dr. Jürgen Eichenauer eröffnet, der die Künstlerin Barbara Wilhelmi und den Künstler Eckhard Gehrmann begrüßt. Beide blicken auf langjährige Erfahrungen im Steindruck zurück.

Nach einleitenden Worten von Museumsleiter Dr. Jürgen Eichenauer, der eine kurze Geschichte der lithographischen Druckkunst referiert, bringen Barbara Wilhelmi und Eckhard Gehrmann die mitgebrachten Steine „zum Sprechen“, indem sie diese vor Publikum erläuternd mit einer speziellen Fettkreide (Lithographiekreide) bezeichnen und mit Gummiarabikum und anderen Materialien präparieren. Danach wird der Stein mit Druckfarbe eingewalzt und auf der Stangenpresse gedruckt, die nach dem 1798 erstellten Entwurf des Lithographie-Erfinders Alois Senefelder konstruiert wurde.

Beim Drucken wird der Stein mit Wasser befeuchtet, weshalb die Druckfarbe auf Ölbasis von den feuchten Stellen des Steins abgewiesen wird und nur an den zuvor mit Fettkreide bezeichneten Stellen bleibt. Da der Lithostein aus dichtem Kalkschiefer besteht, kann er leicht brechen. Deshalb sind Lithosteine in der Regel dick. Aus diesem Grund kann man solch einen Stein nicht, wie bei einer Radierung und einem Holzschnitt, mit einer Presse aus Stahlwalzen drucken, sondern braucht den festen und gleichzeitig elastischen Druck eines Reibers, um das Brechen des Steines zu verhindern.