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Die Bronzezeit erstreckte sich von 2.300 bis 750 v. Chr. Die Arbeit mit Metallen war nicht neu, denn bereits in der Jungsteinzeit verarbeiteten die Menschen schon Gold und Kupfer durch Hämmer. Es wurde Schmuck produziert, aber für Waffen oder Werkzeuge waren diese Metalle nicht tauglich, weil sie zu weich waren. Die Bronzezeit ist gekennzeichnet von der Entdeckung jener viel härteren Mischmetalls aus viel Kupfer und wenig Zinn: der Bronze.
Bieberer Amulett
Das Bieberer Amulett © J. Baumann

Es war nun möglich, Waffen und Werkzeuge aus Metall zu fertigen, die bei Bedarf auch jederzeit wieder eingeschmolzen werden konnten. Von einer gewissen Spezialisierung der Bergleute und Schmiede abgesehen, waren die meisten Menschen nach wie vor Bauern, die in kleinen Dörfern oder Einzelhöfen zusammenlebten.

Erstmals sind im Fundmaterial, meistens in Form reicher Grabausstattungen, "Adlige" festzustellen, die vielleicht durch die Kontrolle von wichtigen Rohstofflagern, Handwerks- und Handelsplätzen, eine Machtposition behaupteten.

Auch befestigte Siedlungen, oft auf Bergen gelegen, belegen eine gesellschaftliche Differenzierung. Die Frühe Bronzezeit ist in Offenbach bislang nicht durch Funde dokumentiert.

Einen Bevölkerungszuwachs bezeugen Grabhügel der Mittleren Bronzezeit unter anderem im Stadtwald. Die Hügel wurden über Totenkammern aufgeschüttet. In der Späten Bronzezeit setzte sich die Sitte durch, die Toten zu verbrennen und deren Asche in Flachurnengräbern zu bestatten.

In der Bieberer Gemarkung sind Urnenfriedhöfe nachweisbar, die zu Siedlungen gehörten. Steinkistengräber belegen die Existenz hervorgehobener Familien und damit auch in unserer Gegend den Beginn sozialer Differenzierung. Aus einer dieser Bestattungen stammt beispielsweise das Bieberer Amulett.