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Die Eisenzeit bezeichnet die Jahre zwischen 750 v. Chr. und Christi Geburt. Sie wird in 2 Phasen unterteilt; die ältere Eisenzeit, auch Hallstattzeit genannt (750 bis 450 v. Chr.) und die jüngere Eisenzeit, auch Latènezeit genannt (450 bis Christi Geburt).
Schaukasten mit Felgen, Krug und Gefäße
Felge aus dem Wagengrab des Fürsten zu Rumpenheim © Haus der Stadtgeschichte

Im 8. Jahrhundert v. Chr. setzte sich ein neuer Werkstoff in unserer Gegend durch: das Eisen. Es war fast überall verfügbar und minderte so die Abhängigkeit von den wenigen Kupfer- und Zinnlagerstätten.

Als Schmuckmetall blieb trotzdem Bronze vorherrschend, wobei auch Glas, seit der Bronzezeit bekannt, besonders in der Latènezeit immer mehr in Mode kam.

Erstmals sind Völker und Stämme namentlich fassbar: die Kelten und die Germanen. Die Kelten in der Wetterau und im Rhein-Main-Gebiet wurden etwa 60 v. Chr. von Ost- oder Elbgermanen vertrieben oder gingen in diesen Völkerschaften auf; Einzelheiten liegen im Dunkel der Geschichte.

Die gesellschaftliche Differenzierung, die sich unter anderem in reich ausgestatteten Gräbern – wie dem Wagengrab von Offenbach-Rumpenheim – zeigt, nahm immer mehr zu.

Direkte Verbindungen mit den Kulturen des Mittelmeerraumes belegen Importstücke und die Übernahme vieler Neuerungen wie beispielsweise Geldprägung und Einführung der schnell rotierenden Töpferscheibe.

In der frühen Eisenzeit bestanden Brand- und Körperbestattung nebeneinander. Für die Toten wurden auch wieder Grabhügel angelegt. Im Laufe der jüngeren Eisenzeit ging man in Südhessen erneut einheitlich zur Brandbestattung und Anlage von Flachgräberfeldern über. Oft wurden die Bestattungsplätze der Spätbronzezeit wieder genutzt.