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Stadt Offenbach

Textwanderung und Geschichte(n): Ludwigstraße

Salonriss – an der Schnittstelle von Geschichte & Kreativader / Industriegeschichte
Sigrid Katharina Eismann, Autorin / Dr. Jürgen Eichenauer, Museumsleiter
Donnerstag, 7. März 2024, 16 Uhr
5 € Eintritt
Treffpunkt vor der Heyne-Fabrik, Eingang Ludwigstraße 178-180

Die Ludwigstraße in Offenbach am Main wurde um 1830 angelegt, ist nach Großherzog Ludwig von Hessen-Darmstadt benannt. Sie beherbergt eine Vielzahl denkmalgeschützter Bauten, am bedeutendsten das 1913/14 durch den Architekten Hugo Eberhardt errichtete Verwaltungsgebäude der ehemaligen Schraubendreherei Gebrüder Heyne, bekannt als Heyne-Fabrik. Im 19. Jahrhundert hatte sich in und um die Ludwigstraße ein Industriegebiet entwickelt. Der Straßenzug zeigt heute noch eine Reihe denkmalgeschützter Fabrik- und Wohnbauten, einige davon klassizistisch. 

Zum Auftakt treffen wir uns vor dem Industriepalais der Heyne-Fabrik. Nach der Sanierung fand in den Räumlichkeiten der Heyne Fabrik 2019 die „Tausch! Contemporary Art Fair“ statt, mitorganisiert durch den Bund Offenbacher Künstler. Dazu gibt es eine lyrische Performance. Spurlos verschwunden? Vor der ehemaligen Klingspor-Fabrik erzählt Dr. Eichenauer aus deren wechselvoller Geschichte.

Danach gibt es ein poetisches Intermezzo über die Kreativecke der Ludwigstraße, denn es ist Donnerstag. Dies bedeutet eine genussvolle Pause auf dem Märktchen am Goetheplatz mit einer Gastlesung von Mitherausgeberin Katharina Eismann aus der „Offenbacher Einladung“ (Offenbach Anthologie). Die Übersetzerin Edina Covic liest daraus ihren Text „Susret – eine Begegnung auf dem Goetheplatz“. Gestärkt überqueren wir die Kreuzung, biegen in die winzige Ellenbogengasse ein, in der die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.

Ein Schild: „Rosenberger“. Was verbirgt sich hinter dem alten Tor? Vor über 40 Jahren wurde im Hinterhaus die Fabrik geschlossen. Am Ende der Tour? Ecke Frankfurter befindet das Café „Mein Lieblingsplatz“. Ist es nur ein Zufall, dass sich im Nachbarhaus eine alte Offenbacher Konditorei befand mit echten Petit-Fours? Zum Abschluss kredenzt Katharina Eismann eine literarische Kaffeehausszene.

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