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Fachveranstaltung im ostpol
© georg-foto, offenbach

Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz bot erstmals, gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), eine Fortbildung für Architekten u. Handwerker: Artenschutz an Gebäuden – ein Spezialthema mit viel Nachholbedarf


„Das hab ich so nicht gewusst“ ist nur eine der Äußerungen, die im Dialog zwischen Architekten, Handwerkern und Energieberatern stattfand. Auf den täglichen Baustellen ist Natur- u. Artenschutz im Zusammenhang mit Sanierungsmaßnahmen bisher nicht vorrangig.

Deshalb bot das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz am 1.11.2016 eine Fortbildung für EnergieberaterInnen, HandwerkerInnen und ArchitektInnen zu diesen Themen Artenschutz an Gebäuden, Naturfaserdämmstoffe, Effizienzhäuser 50, 40 und 40 plus an.

Die Teilnehmer konnten sich untereinander austauschen, neue KollegInnen kennenlernen und durch Expertenvorträge,viel Neues erfahren.

Artenschutz ist eine gesetzliche Aufgabe, auch bei jeder Sanierung. Was sind die gesetzlichen Grundlagen, was ist zu beachten.!

„Für unsere Zielgruppe ist es wichtig, bei Bauvorhaben oder Sanierungen, zuverlässige Partner für die jeweiligen Projekte zu kennen und an der Seite zu haben, daher wollten wir mit dieser Veranstaltung die Vernetzung der Arbeitsbereiche fördern“, so Heike Hollerbach vom Amt für Umwelt, Energie und Klima-schutz, die die Veranstaltung auch moderierte „ gleichzeitig geht es aber auch um die Vermeidung von Straftaten, denn genau in dieses Dilemma kann ein Handwerker oder Hausherr kommen, wenn z.B. Brutstätten von geschützten Arten im Dachgebälk zerstört oder entfernt werden.“

Die Veranstaltung wurde vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Modellhafte Erarbeitung regionaler und örtlicher Energiekonzepte unter den Ge-sichtspunkten von Naturschutz und Landschaftspflege“ (EKonz) als Öffentlichkeitsmaßnahme gefördert, welches Dr. Bernd Demuth zum Einstieg in die Veranstaltung vorstellte.

Das Projekt, an dem die Stadt Offenbach als Modellregion teilnimmt, soll aufzeigen, wie Konflikte zwischen Klimaschutzmaßnahmen und dem Naturschutz vermieden und Synergien genutzt werden können.

Naturfaserdämmstoffe war das Thema von Eva Riks, vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, welche Vorteile sind damit verbunden z.B. Schallschutz, Vermeidung von Algenbefall, Brandschutz.

Neues aus dem Bereich erneuerbare Energien und Speicherlösungen berichtete Norbert Orth vom Institut für Umweltenergie, dort werden energieeffiziente, energieunabhängige Baulösungen entwickelt, bei denen das Ziel ist, weitgehend CO2-freie Lösungen zu finden und auch Speicherlösungen zu betrachten.

Daniel Engelhard, Biologe vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz erläuterte dann das Thema Artenschutz, gesetzliche Vorgaben u. wie erkannt werden kann, ob eine Niststätte vorhanden ist.

Die Teilnehmer hatten auch viel Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Am Ende der Veranstaltung waren sie sehr zufrieden und sogar eine Fortführung als Serie wurde gewünscht.

„Wir bieten auch den Innungen der Handwerker an, die Fortbildung für sie kostenlos durchzuführen, das Thema ist zu wichtig! Auch Bauherren können sich direkt bei uns informieren, bitte sprechen Sie uns direkt an unter umweltamtoffenbachde oder rufen Sie an unter 8065-2557.
Im Internet finden Sie Informationsmaterial unter http://www.offenbach.de/leben-in-of/umwelt-klimaschutz/Natur___Landschaft/Artenschutz/flyer-artenschutz-und-sanierung.php, so Heike Hollerbach."

Offenbach, 18.11.2016

Hier finden Sie weitere Bilder der Veranstaltung:

Fachveranstaltung im ostpol
© georg-foto, offenbach