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Die 6. Sitzung des Arbeitskreises Kommunaler Klimaschutz fand in Offenbach am Main, im Klingspormuseum, statt.
Stadtrat Paul-Gerhard Weiß bei der Begrüßung der Arbeitskreisteilnehmer
Stadtrat Paul-Gerhard Weiß bei der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer © Stadt Offenbach

Begrüßt wurden Teilnehmer aus 16 Städten und Gemeinden vom Dezernenten für Planung, Bauen und Umwelt, Bildung, Paul Gerhard Weiß, sowie Heike Hollerbach, vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz und Dr. Stefan Soltek, Leiter des Klingspormuseums. Stadtrat Weiß betonte in seiner Begrüßung, wie wichtig es ist, die Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes mit denen aus dem Bereich Aufbau der notwendigen Infrastruktur in den wachsenden Städten zu verknüpfen.

Heike Hollerbach vom Amt für Umwelt, Energie u. Klimaschutz, seit 2015, von Beginn an in den Arbeitskreis berufen, stellte die Aktivitäten der Stadt Offenbach am Main und die Entwicklung der Stadt in den letzten 10 Jahren an verschiedenen Beispielen vor. „Der Arbeitskreis kommunaler Klimaschutz ist für Offenbach am Main eine wichtige Plattform und ein Baustein in unserem Klimaschutzprogramm, um die regionalen und überregionale Zusammenarbeit zu stärken und Erfahrungen der bundesdeutschen Städte, Landkreise und Gemeinden über Rechtsgrundlagen Fördermöglichkeiten und bei der Umsetzung von konkreten Maßnahmen auszutauschen und gleichzeitig Hindernisse oder Stolperstein zu minimieren oder zu vermeiden. Wir haben alle eines gemeinsam: Die Rahmenbedingungen, was sowohl die Finanzen als auch die Anforderungen an den dichtbesiedelten Raum angeht, wachsen ständig und werden schwieriger. Die Klimaschutzziele können nur gemeinsam mit allen Beteiligten in den Kommunen erreicht werden.“ so Hollerbach.

In Offenbach waren u.a. Teilnehmer aus den Städten Nürnberg, Karlsruhe, Dortmund, Wiesbaden, Bad Hersfeld, Bayreuth, Hannover zu Gast.

Der Arbeitskreis des Deutschen Instituts für Urbanistik ist Teil des Netzwerkes im Projekt „Klimapraxis“ das im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesumweltministerium initiiert und gefördert wird.

Berufen wurden aus mehr als 20 Städten Preisträger des Bundeswettbewerbes Kommunaler Klimaschutz, für Offenbach, das bereits 2012 und 2015 den Preis gewonnen hat.

„Der Arbeitskreis greift wichtige Aspekte des Klimaschutzes auf. Besonders wertvoll: Die konkreten Erfahrungen aus der Praxis von klimaaktiven Städten, Gemeinden und Kreisen werden für andere Kommunen ebenso nutzbar gemacht, wie für die politische Ebene“, so Cornelia Rösler, Leiterin des Bereiches Umwelt Deutsches Institut für Urbanistik.

Als Besonderheit ist zu nennen, dass in dem Arbeitskreis auch Mitglieder aller drei Spitzenverbände im Arbeitskreis vertreten sind, also Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- u. Gemeindebund.

Der Arbeitskreis pflegt den engen direkten Kontakt zum Bundesumweltministerium sowie zum Fördergeber.

Ziel ist, gemeinsam von den Erfahrungen und Vorbildern zu profitieren. Es werden auch konkrete Vorschläge z.B. zur vorhandenen Förderpraxis oder zu Handlungsfeldern im Klimaschutz entwickelt und entsprechende Arbeitspapiere erstellt.

Was muss aus kommunaler Sicht auch auf Seiten des Bundes pragmatisch und zielgerichtet ergänzt werden, wie können Kommunen besser unterstützt werden?

Die ersten Ergebnisse wurden am 15.05.2017 erstmals im Bund-Länder-Fachausschuss im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau u. Reaktorsicherheit vorgestellt und diskutiert.

Heike Hollerbach: „Hauptthema der Sitzung in OF war das Thema „Wohnraum schaffen und Klimaschutz“. Schnittstellen u. Synergien in der kommunalen Zusammenarbeit zu erkennen, mit der Bundesebene für die zukünftige Förderung gute Voraussetzungen zu schaffen und mit der Umsetzung der Stadtentwicklungsziele zu vereinbaren, ist das Ziel.“ Als zweiter Themenschwerpunkt wurden die Methodiken der Co2-Bilanzierung diskutiert, um bundeseinheitliche Vergleichbarkeit zu ermöglichen, dazu wurde unter anderen die Co2-Bilanzierung aus Stuttgart vorgestellt.