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Maskottchen der Klima.Schutz.Aktion Offenbach
© Stadt Offenbach

Klimaschutz ist zu einer zentralen und wichtigen Aufgabe für Kommunen geworden. Um auch junge Offenbacher zum Nachdenken und Mitmachen zu bewegen, hat das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz mit Rudolf-Koch-Schülern ein besonderes Projekt umgesetzt.

Einen Klima-Rap von und für Jugendliche. Zusammen mit einem Frankfurter Rapper entstand ein Musikclip, der ab sofort im Internet zu sehen ist – ein Projekt, das bei der Zielgruppe außerordentlich gut ankommt.

Mit dem Titel „Lasst uns endlich was bewegen“ will der Frankfurter Rapper Gottfaser Hank das Bewusstsein dafür schärfen, wie wir durch unser alltägliches Verhalten, unseren Einkauf, unsere Fortbewegung, unseren Nahrungsmittelkonsum und viele weitere Dinge eine einfache Handhabe gegen den Klimawandel haben. Sein Sprechgesang ist die Sprache der Jugendlichen, mit der die Stadt sich ein offenes Ohr beim Nachwuchs erhofft. Warum, das weiß Nick Doll genau: „Rap spricht die Jugendlichen auf der ganzen Welt an und das passt voll zu unserer multikulturellen Schule hier in Offenbach.“

An normalen Tagen lernt Nick Doll wie jeder andere Rudolf-Koch-Schüler im PoWi-Unterricht, wie gesellschaftliches Leben funktioniert. Jetzt übernahmen er und weitere Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums die Initiative und beteiligten sich an dem Musikclip, der nicht nur den Schutz unseres Planeten thematisiert, sondern auch mit jeder Menge Lokalkolorit angereichert ist. Und genau das übt den Reiz dieses Videos aus. So rappt Gottfaser Hank vor typischen Postkartenansichten der Stadt, dem Schultheis-Weiher, dem Lili-Tempel, der Fußgängerzone und auf dem Wilhelmsplatz – dort, wo der Offenbacher, wie er sagt, mitten in der Stadt frische und gesunde Lebensmittel aus der Region bekommt.

Wo die Aufnahmen entstehen sollten, überlegten sich die Schüler zusammen mit der Klimaschutzmanagerin der Stadt, Dorothee Rolfsmeyer, die auch das Projekt leitete. Der Songtext entstand nach Anregungen ihrerseits in eigenständiger Regie des Rappers, der mit bürgerlichem Namen Yannick Stemmildt heißt. Auch er hat sich wie die Schüler das erste Mal mit dem Thema näher auseinandergesetzt. „Warum ich mitgemacht habe? Weil es für mich eine Herausforderung und eine Möglichkeit war mich weiterzuentwickeln und weil mir der Umweltschutz tatsächlich am Herzen liegt“, so der Künstler. Er habe vermitteln wollen, dass Klimaschutz gar nicht so schwer ist und auch ganz „normale Leute“ wie er selbst in der Lage seien, einen kleinen, aber entscheidenden Beitrag zu leisten. Dem kann Schülerin Nicole Rugar nur zustimmen: „Wir alle können etwas bewegen, wir müssen uns nur trauen und es wollen!“

Nicht nur den Schülern, auch der Leiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat das Projekt einen „Riesen-Spaß“ gemacht. „Es hat mich sehr gefreut, dass die Zusammenarbeit so wunderbar geklappt hat mit der Schule und unsere Idee auf so großes Interesse stieß“, betont Heike Hollerbach. Klimaschutz sei kein Thema, das die Stadt alleine angehen könne, „sondern nur dann, wenn wir alle aktiv werden“. Auch für Umweltdezernent Peter Schneider steht außer Frage: „Um das Ziel des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt erfüllen zu können, alle fünf Jahre zehn Prozent der CO2-Emissionen einzusparen, sind wir auf alle Bevölkerungsschichten quer durch alle Generationen angewiesen. Warum also nicht auch bei Jugendlichen diese Botschaft rüberbringen?!“

Das Video zum Klimarap können Sie sich hier ansehen:
Klimarap Vorstellung
Lehrerin Nicole Romig, die SchülerInnen, Amtsleiterin Heike Hollerbach und Bürgermeister Peter Schneider © Umweltamt
Video zum Klimarap