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Am Montag, den 12.11.12 hat auf Einladung des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz im Rathaus die Klimaschutztagung diesen Jahres zum Thema der Qualitätssicherung in der Gebäudesanierung stattgefunden.
Klimaschutzkonferenz 2012 Horschler
Stefan Horschler © georg-foto, offenbach

Das enorme Energieeinsparpotential im Gebäudebestand ist einer der größten Einflussfaktoren für die Reduzierung von CO2-Emissionen. Rund 50 Fachleute und Interessierte waren der Einladung der Stadt gefolgt, ein spannender Mix von Architekten, Energieberatern, Politikern, engagierten Bürgern, Bauleuten und Handwerk.

Im Dialog der Fachleute wurden die Synergien zwischen Planung und Umsetzung angesprochen und sehr lebhaft die Chancen und Hemmnisse diskutiert. Wie der Zugang für Hausbesitzer zu qualitativ hochwertigen Dienstleistungen erleichtert werden kann, war Kernthema, ebenso die Förderung des örtlichen Handwerks.
Nach einem Impulsvortrag „Klimaschutz in Offenbach: vom Klimaschutzkonzept zur realen Minderung von Treibhausgasemissionen“ von Dr. Anna-Christine Sander, Fachreferentin im Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz folgte der Fachvortrag „Bauen im Bestand- die zweite Chance für Planung und Handwerk“ von Dipl. Ing. Architekt Stefan Horschler aus Hannover, der anschaulich das Bauen im Bestand, Energieeinsparpotentiale, Regelwerke zwischen Anspruch und Wirklichkeit darstellte. Anschließend diskutierten die Teilnehmer in 3 Workshops die Qualitätssicherung in der Gebäudesanierung- Planung und Umsetzung. Fragen, wie können wir unsere Zusammenarbeit konkret optimieren, um Qualität am Bau nachhaltig zu sichern für uns und unsere Kunden, halfen dabei, die Inhalte zu verklaren und erste Ideen zu entwickeln.

Für die Workshops konnten als fachliche Inputgeber zusätzlich zu Stefan Horschler, 2 Fachreferenten aus Offenbach gewonnen werden: Dipl. Ing. Architekt Michael Kremer und die Sachverständige Jutta Keskari-Angersbach.
Die Moderatoren der Workshops, alles Fachreferenten des Umweltamtes, leiteten die Diskussionen und sorgten für die Sammlung aller Ideen und Anregungen.

Zum Abschluss wurden die wichtigsten Lösungsansätze und Umsetzungsideen gemeinsam betrachtet und erste Vorschläge für das weitere Vorgehen diskutiert.

Die Teilnehmer äußerten sich durchweg positiv, einige Stimmen dazu: „Ich fand die Vorträge zur Einführung in das Thema ‚Klimaschutz in Offenbach‘ und auch den Fachvortrag von Herrn Horschler sehr gut. Auf dieser Grundlage war man schon gut im Thema drin und konnte seinen Ideen im Workshop freien Lauf lassen.“
„Leider war die Zeit zu kurz um die interessanten Ergebnisse zu vertiefen, ich wünsche mir einen Folgeworkshop.“
„Der offene Austausch mit Kollegen aus anderen Gewerken hat mir sehr viel Spaß gebracht und war inspirierend für die tägliche Arbeit.“

Bürgermeister Peter Schneider im Fazit: „Klimaschutzpolitik ist nicht zuletzt auch die große Chance, unser Zusammenleben in ökologischer und sozialer Hinsicht weiter zu entwickeln. Das zeigt sich auch besonders bei der Zusammenarbeit unterschiedlicher Handlungsträger. Insbesondere ist es gelungen, die Unterstützungsangebote für private Hausbesitzer durch die Maßnahmenideen, die entwickelt wurden, wie der Beraterpool zur Fachbegleitung und Qualitätssicherung, zu verbessern.“

Den Ausblick auf die nächsten Schritte gab am Ende der Konferenz Veranstalterin Heike Hollerbach, Leiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz:“ Wir danken den TeilnehmerInnen sehr für ihre engagierte Mitarbeit und werden die Vorschläge aus der heutigen Runde aufgreifen und die Arbeit im Februar mit einem weiteren Workshop fortsetzen. Dann werden wir uns mit konkreten Umsetzungs-schritten für die Praxis beschäftigen.“
Für die Veranstaltung konnten von der Ingenieurkammer Hessen 5 Punkte und von der Architektenkammer Hessen 4 Punkte anerkannt werden.

Die Stadt Offenbach ist seit vielen Jahren Mitglied im Internationalen Klimabündnis und hat sich über dieses europäische Städtebündnis sehr ehrgeizigen Klimaschutzzielen verpflichtet, um diese zu erreichen fand nun in Offenbach die vierte Klimakonferenz statt, der über 50 Teilnehmer und Teilnehmerinnen gefolgt sind.
Bürgermeister Peter Schneider, Umweltdezernent und Schirmherr der Veranstaltungen: „Klimaschutz ist für uns eine Pflichtaufgabe in der Daseinsvorsorge – wir wollen unseren Beitrag leisten, nicht nur zur Energiewende sondern vor allem auch zum Erhalt der Lebensqualität in unserer Stadt. Wir haben mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept die Handlungsmatrix für den Zeitraum von 2010 bis 2020 aufgelegt und damit die Grundlage geschaffen, alle Aktivitäten in Offenbach zu bündeln, die wichtigen Akteure einzubinden und die Klimaschutzaktivitäten messbar zu machen. Die in den letzten Jahren auf den Weg gebrachten Maßnahmen, führen uns unserem Ziel, alle 5 Jahre 10 % weniger CO2-Ausstoß zu erzielen näher. Wir wollen aber alle 5 Jahre pro Einwohner 1,1 t CO2 sparen und dafür müssen wir noch viel tun! Es ist völlig klar, dass die Stadt alleine dieses Klimaschutzziel nicht erreichen kann, deshalb ist es notwendig Partner bei der Umsetzung zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen sind also viele schlaue Köpfe und fleißige Hände notwendig!“