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Am Dienstag, 28.01.2014 fand, initiiert durch das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz, an der Buchhügelschule die Klimaschutzkonferenz zum Thema Radfahren statt.
Schülergruppe Mobilitätstag Buchhügelschule
© Umweltamt

80 Drittklässler hatten dabei einen ganz anderen Schultag : von 8.00 bis 15.00 Uhr gestalteten Kinder, Lehrer, Umweltamt, Jugendverkehrsschule, OVB-Busschule und Verkehrsplaner gemeinsam das Alternativprogramm zum „Mama-Taxi“, vor allem auch das Geschicklichkeitsverhalten beim Radfahren üben war die Aufgabe, denn im nächsten Jahr steht die Radverkehrsprüfung an, auf die dieser Tag vorbereiten soll.

Durch spielerische Aktivitäten konnten Schüler und Eltern gemeinsam Erfahrungen machen zum Thema Mobilität und gesunder Schulweg.

Eröffnet wurde die Konferenz mit einem „Herzlich Willkommen“ von Heike Hollerbach, Leiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Birgitt Stolz, Schulleiterin der Buchhügelschule und Gerd Steinbrecher, erstem Polizeihauptkommissar.

Anschließend eröffnete Bürgermeister und Umweltdezernent Peter Schneider den nagelneuen, im Rahmen der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes finanzierten Geschicklichkeitsparcours der Jugendverkehrsschule, Pia und Emil, zwei der teilnehmenden Drittklässler, probierten sich sofort an der ersten der acht Stationen „Rund ums Rad“ aus.

Mit der Unterstützung von insgesamt 20 Lehrerinnen und Lehrern und Eltern wurden

7 Stationen mit unterschiedlichen Themen ausprobiert:

  • so ging es um Verkehrsregeln,
  • sichere und weniger sichere Wege zur Schule,
  • um motorische Fähigkeiten der Kinder
  • um Gefahren durch "unsichtbare" Kleidung

Ziel der Vorbereitung und der Durchführung der Klimakonferenz mit diesem Thema war, das multimodale Mobilitätsverhalten zu fördern, Hindernisse im Gespräch mit Eltern und Kindern sichtbar zu machen und gemeinsam durch positive Erfahrungen das Selbstlernen zu unterstützen. Die Erfahrung aus der Auswertung der Co2-Bilanz für Offenbach zeigt,

  • MIV ist nach wie vor Hauptemittent (mit 57,3%) Verkehr
  • dass die Nutzung des Umweltverbundes in OF geringer ist als in vergleichbaren Großstädten!

Wir müssen den PKW-Verkehr in OF (v.a. für Freizeitwege) reduzieren und den Radverkehr und die Nutzung des ÖV massiv fördern, wenn die CO2-Minderungsziele erreicht werden sollen. Wichtige Maßnahmen sind daher:

  • Der Ausbau des ÖPNV-Angebotes, die Radverkehrsförderung – Service und Marketing und
  • das Mobilitätsmanagement – Maßnahmen für Betriebe u. Schulen

Birgitt Stolz, Schulleiterin:  „Wir versprechen uns von der Maßnahme, den Schülerinnen und Schülern ein Gefühl für eine umweltbewusste und gesunde Einstellung vermitteln zu können. Bewegung ist in jeder Hinsicht dazu notwendig und muss gefördert werden. Nach der Fahrradprüfung im letzten Jahr wurde uns bewusst, dass wir in dieser Hinsicht unbedingt „nachbessern“ müssen.“

Nina Merten, Projektleiterin und Fachreferentin des städtischen Amtes: „Schon die Vorbereitung gemeinsam mit der Schulleitung und den Verkehrsplanern hat gezeigt, dass wir in der Buchhügelschule einen sehr engagierten Partner in unserer Arbeit im Bereich des schulischen Mobilitätsmanagements gefunden haben. Daher haben wir auch, über die Klimaschutzkonferenz hinaus der Buchhügelschule weitere Begleitung angeboten."

Die Polizei, hier Nicole Vogel von der Jugendverkehrsschule ist sehr begeistert auch vom Ehrgeiz der Schülerinnen und Schüler, die Herausforderungen im Fahrradparcours zu schaffen: „Es gibt noch einiges zu tun, aber gemeinsam schaffen wir das.“

Bürgermeister Peter Schneider liegt als Umweltdezernent natürlich am meisten der Umstieg auf den ÖPNV oder das Fahrrad am Herzen: „Wir müssen weg vom Mama-Taxi. Ich bin gespannt, wie sich die Arbeit mit der Buchhügelschule weiterentwickelt und freue mich, dass durch die Vermittlung nachhaltiger Mobilitätsweisen auch der Klimaschutz in Offenbach gefördert wird. Der Beitrag durch den MIV muss reduziert werden.“

Nicht nur die Organisatoren waren mit der Veranstaltung zufrieden, auch den Kindern hat es offensichtlich viel Freude gemacht und besonders der lebensgroße Pinguin, das Maskottchen der Klima.Schutz.Aktion – des städtischen Klimaschutzprogrammes – kam besonders gut an. „Mir hat die Station Busschule am besten gefallen und ich möchte jetzt öfter Bus fahren statt mit dem Auto gebracht zu werden“, so einer der aufgeweckten Drittklässler, der im an diesem Tag eingeweihten neuen Bus der OVB-Busschule offenbar besonders viel Spaß hatte.

Die Eltern konnten sich am Nachmittag von den Erfolgen Ihrer Sprösslinge ein Bild machen.

So zog sich die positive Stimmung durch den gesamten Tag, zu dem nach dem Mittagessen: es gab zur Freude der Kinder Nudeln mit Tomatensoße, für die Drittklässler zum Abschluss noch eine Überraschung wartete, eine Klimaschutztasche voller Überraschungen und vielen neuen Erkenntnissen rund ums Radfahren krönte den Tag.

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie beim Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz unter 069 -8065 2557 oder umweltamtoffenbachde.