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Am Mittwoch, 18.12.2013 hat das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz zehn Kinderfahrräder an das Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum (KJK) übergeben.
Fahrräder Übergabe an KJK Sandgasse
© Umweltamt

Der Radverkehr ist für die Klimaschutzziele der Stadt von erheblicher Bedeutung. Daher unterstützt das Klimaschutzprogramm mit den gesponserten Fahrrädern die Lernentwicklung und das technische Geschick der jungen Verkehrsteilnehmer.

Bürgermeister Peter Schneider: „Bei der Nutzung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes, wie Fahrrad, Busse und Bahn, besteht in Offenbach ein ganz deutlicher  Verbesserungsbedarf. Bevor unzumutbarer Innenstadtverkehr uns zwingt alternative Verkehrsformen zu nutzen, wollen wir schon jetzt das Fahrrad als umwelt- und klimaschonendes Verkehrsmittel nach vorne bringen.“ Dabei geht es vor allen Dingen um die Förderung von so genannten weichen Maßnahmen zur Steigerung der lokalen Akzeptanz des Radverkehrs und damit der Verkehrssicherheit, sowie die Erhöhung des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen in Offenbach.

Heike Hollerbach, Leiterin vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz: „Kinder und Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe, da sie als zukünftige aktive Verkehrsteilnehmer und Vorbilder lernen, situativ bewusst das passende Verkehrsmittel zu wählen. Die Vermittlung eines geübten sicheren Umgangs mit dem Fahrrad im Straßenverkehr kommt dabei nicht nur dem Klima zu Gute, sondern fördert auch die Sicherheit der Kinder im Verkehr, ist Sport und bringt vor allem Selbstständigkeit von den Eltern.“

Dr. Anna Sander, Projektleiterin für die Klimaschutzmaßnahme: „Mit der Unterstützung der KJK Sandgasse gehen wir einen logischen Schritt in die Richtung - parallel zu unserem Schulischen Mobilitätsmanagement - Kinder an das Fahrradfahren heran zu führen, die von zu Hause aus nicht die Möglichkeit haben. Das konzentrierte Stadtgebiet von Offenbach bietet eine gute Ausgangslage, das Fahrradfahren attraktiver zu machen: die meisten Wege, die zurzeit mit dem Auto gefahren werden, sind kürzer als 5 Kilometer. Eine ideale Weglänge, die mit dem Rad zurückgelegt werden kann.“ Viele Kinder lernen in ihrem Elternhaus nicht mehr, mit dem Fahrrad zu fahren. Dabei kommt es immer wieder vor, dass Kinder an der Grundschule durch die Fahrradprüfung fallen. Die Gründe hierfür können ganz unterschiedlich sein.

„Manche Familien mögen zu wenig Geld für Fahrräder haben. In anderen Familien können die Eltern selbst kein Fahrrad fahren und können es somit ihren Kindern auch nicht zeigen – oder finden es nicht so wichtig“, erzählt Sozialpädagogin Nora Hofmann von der KJK Sandgasse.

Jetzt wird den Kindern von 6 bis 10 Jahren im Rahmen der Fahrrad AG die Möglichkeit geboten, das Fahrradfahren für sich als kostenlose, umweltschonende Fortbewegungsart zu erschließen. Dabei entlasten sie nicht nur ihre Eltern als „Elterntaxi“ sondern entdecken auch ihr Lebensumfeld neu. Nora Hofmann fügt an: „Mit der großzügigen Spende können wir viele Kinder ohne eigene Fahrräder erreichen und ein fortwährendes Angebot in der Sandgasse installieren. Dadurch werden viele weiterführende Angebote möglich, wie Fahrradfreizeiten oder regelmäßige Ausflüge.“ Im Rahmen des Projektes „Radverkehrsförderung: Service und Marketing“ des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz wurde im Frühjahr 2014 sowie 2015 auch ein Fahrradkurs für Frauen angeboten, die kein Fahrrad fahren können.