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In Offenbach am Main hat sich eine neue  Projektarbeitsgruppe des Hessischen Städtetages konstituiert. Am 14. Juni kamen die Vertreter von Kommunen und Ministerien erstmals zusammen, um über die Probleme mit Diesel und Stickstoff zu sprechen. Die Leitung der Arbeitsgruppe hat Heike Hollerbach, Leiterin des Amtes für Umwelt, Energie u. Klimaschutz der Stadt Offenbach.

„Seit vielen Jahren arbeitet der Hessische Städtetag mit der Arbeitsgemeinschaft Umwelt an den Zukunftsthemen der Mobilitätswende und den Herausforderungen für die Umwelt und die Menschen. Der Hessische Städtetag hat sich entschieden, die Kommunen mehr in die Entwicklungsarbeit, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene einzubinden. Erstmals sitzen in einer Arbeitsgruppe Verkehrsplaner, Stadtentwickler und Umweltfachleute aus den Kommunen zusammen und arbeiten gemeinsam Vorschläge und Lösungen aus“, beschreibt Hollerbach die Aufgabenstellung. Ziel sei es, die Lösung der Probleme in den Städten zu forcieren und mit den gemeinsamen Kompetenzen voranzutreiben.

Die Teilnehmer der Gründungssitzung kamen insgesamt aus 13 Kommunen – Bad Homburg v. d. H., Bensheim, Darmstadt, Frankfurt am Main, Fulda, Gießen, Griesheim, Kassel, Limburg a. d. L., Marburg, Offenbach am Main, Rüsselsheim und Wiesbaden und wurden durch den Offenbacher Umweltdezernenten Paul-Gerhard Weiß begrüßt.

Er hob die Bedeutung des Austausches untereinander für die Kommunen hervor, da sich – durch die schnell voranschreitende städtebauliche Entwicklung und die damit verbundenen Probleme für die Luftreinhaltung oder die teilweise am Rande ihrer Kapazitäten befindlichen Verkehrssysteme – zahllose Arbeitsinhalte und inhaltliche Überschneidungen der Fachreferate ergeben, die nur gemeinsam zu lösen sind.

An den Sitzungen nehmen auch Mitarbeiter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie das Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität des Landes Hessen vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr u. Landesentwicklung  teil.

In der 1. Sitzung befasste sich das Fachgremium mit dem Status der Luftreinhaltepläne, der  Reduzierung der Stickstoffdioxidbelastung und der Erstellung der Masterpläne Green City, den wirksamen Maßnahmen zur Reduzierung von Stickstoffdioxid und den für die Bewertung erforderlichen Grundlagendaten und der Finanzierung.

Amtsleiterin Hollerbach berichtet: “Schon am ersten Sitzungstag konnten wichtige Erkenntnisse an das Land und den Bund weitergegeben werden, so beispielsweise die Notwendigkeit, Förderrichtlinien auch für infrastrukturelle Maßnahmen im Verkehrsbereich zu entwickeln und den Kommunen an die Hand zu geben, weil auch der Ausbau von Straßen und  S-Bahnen dringend notwendig ist und der Erhalt des Status Quo für die Lösung der verkehrlichen Probleme nicht ausreicht.“

Offenbach am Main, 25. Juni 2018