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Vorstellung der Klimapaten
© georg-foto
Die Gruppe der Menschen, die sich für Klimaschutz in Offenbach stark macht, wächst. Die mittlerweile 34 Klimapaten treffen sich regelmäßig und planen, wie sie weitere Bürgerinnen und Bürger für „ihr Thema“ gewinnen und zeigen können, dass es ganz einfach ist, mitzumachen. Sie haben sich viel vorgenommen – eines steht im Vordergrund: Der Spaß an der Sache, um Offenbach klimafreundlicher zu machen.

Angefangen hatte alles auf der Offenbacher Klimaschutzkonferenz des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz im September 2014. Eine Gruppe engagierter Menschen fand sich zusammen, denen der Klimaschutz sehr am Herzen liegt. Die Klimapaten setzen sich für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität in Offenbach ein.

„Der klimatische Schutz von Mensch und Tier ist eine wichtige lokale Aufgabe“, betonte Bürgermeister und Umweltdezernent Peter Schneider bei der Vorstellung der neuen Klimapaten am 23. Juli 2015 im Stadthaus. „Das gelingt nur mit engagierten Menschen und nur dann, wenn wir das Bewusstsein schaffen in der Bevölkerung, dass Klimaschutz im vitalen Interesse für die Stadt und ihre Menschen ist.“ Dabei gehe es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Anpassung. „Die Veränderungen treffen uns bereits und wir kennen nicht das Ausmaß in Zukunft.“ Höhere Schutzdämme an Flüssen etwa reichten nicht, „wir müssen auch Räume in unserer Stadt so gestalten, dass wir die Klimaveränderungen aushalten können“.

Heike Hollerbach, Leiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz, wies darauf hin, dass Klimaschutz zuhause beginnt. „Uns ist es aber wichtig, nicht nur Maßnahmen zum Klimaschutz anzustoßen, sondern auch darum, engagierte Menschen kennenzulernen, die als Botschafter für diese Sache werben.“

Wachgerüttelt durch ein im Weltall geschossenes Foto unseres Planeten

Die Gründe, sich zum Klimapaten ernennen zu lassen, sind unterschiedlich. Kurt Müller etwa hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben. Er ist seit fünf Jahren beruflich nur noch mit der S-Bahn unterwegs, um nach Darmstadt zu kommen. „Danach steige ich in die Straßenbahn um.“ Als passionierter Bahnfahrer habe er das Gefühl, damit schon einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Letztlich ist er über die Lokale Agenda 21 zum Paten geworden, um weitere Mitbürger für dieses Engagement zu gewinnen.

Sybille Schumann sorgt sich als Hydrologin insbesondere um den Wasserhaushalt der Erde und verweist auf die geringen Niederschläge in diesem Sommer. „In anderen Regionen der Welt führt das zu enormen Problemen.“ Dieter Levi-Wach wiederum hat ein im Weltall gemachtes Bild unseres Planeten wachgerüttelt. Auf der 20 Kilometer langen Fahrt vom Flughafen nach Hause hat er eines Tages darüber nachgedacht, wie ein auf der Erde gestartetes Raumschiff nach derselben Distanz bereits das Weltall erreicht hat. „Wie dünn doch die Atmosphäre ist, in der wir leben“, findet Levi-Wach, „und wie rau wir mit ihr umgehen.“ Er verzichtet aufs Auto, da im Rhein-Main-Gebiet die Wege kurz sind. „Und wenn ich doch ein Fahrzeug benötige, nutze ich Car-Sharing, das ist sehr preiswert!“

Lob für das Engagement der Klimapaten und der Stadt Offenbach sprach Dr. Kirsten Schröder-Goga vom Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main aus: „Offenbach ist eine sehr aktive Kommune, das macht uns beim Regionalverband viel Freude.“ Klimaschutz erfolge in Offenbach bürgernah, verständlich und „zum Anfassen“. Aufgabe des Regionalverbands sei es, dieses Engagement auch in die anderen Kommunen zu tragen.

Projektleiterin Dorothee Rolfsmeyer vom Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz lädt weitere Menschen ein, mitzumachen: „Wir sind immer offen für neue Klimapaten und vor allem für deren Ideen.“ Interessierte können sich auf www.offenbach.de/klimaschutz und per E-Mail an umweltamtoffenbachde weitergehend informieren.