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Klimaschutz kann schon im Kleinen anfangen – zum Beispiel beim Essen. Das haben Kinder bei den Ferienspielen der Kinder- und Jugendfarm beim gemeinsamen Brote schmieren und Essen gelernt. Das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz war am 28. und 29. Juli zu Gast beim Ferienprogramm.

Zwei Kindergruppen durften teilnehmen und beantworteten Fragen wie diese: Welches Brot ist das klimafreundlichere – Weißmehlbrötchen mit Butter und Salami oder Pumpernickelbrot mit Frischkäse? Die Kinder sind sich schnell einig: Natürlich das Pumpernickelbrot. Das liegt unter anderem daran, dass es fleischlos ist und keine Butter verwendet wurde. In entspannter Atmosphäre werden die Kohlendioxid-Bilanzen der Brote ausgerechnet und verglichen.

Auch mit 52 Bohnen lässt sich prima rechnen: Eine Bohne, die in Kenia produziert wird, erzeugt genauso viele Kohlendioxid-Emissionen bei Herstellung und Transport wie 52 Bohnen aus Deutschland. „Dieses Beispiel zeigt eindrücklich, dass Klimaschutz auch mit Ernährung zu tun hat. Transportwege, Verpackung, Abfälle, Fleischkonsum, saisonale und regionale Produkte sind nur einige der Themen, die die Schnittstellen von Ernährung und Klima ausmachen“, erläutert Heike Hollerbach, Leiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

Spannend war der Solarkocher

Spannender als die Rechenspiele war aber der Solarkocher, gesponsert von der EVO – immerhin produziert dieser Popcorn mit Hilfe von Sonnenstrahlen. Er sieht aus wie eine Satellitenschüssel aus Spiegeln. In die Mitte wird ein Topf gestellt und Maiskörner werden eingefüllt. Die Spiegel bündeln die Sonnenstrahlen und erhitzen damit den Topf: Innerhalb kürzester Zeit springt das Popcorn auf und ab. Abschließend zeigten die Kinder bei einem Quiz zu klimafreundlichem Einkaufsverhalten, was sie gelernt haben und gingen als „Ernährungsexperten“ mit Urkunde und einem kleinen Geschenk nach Hause. Der 10-jährige David war sehr angetan von der Aktion: „Ich habe sowas noch nie gesehen. Ich habe viel gelernt und auch noch Geschenke bekommen, das hat Spaß gemacht.“