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Menschen beim Essen in einer Kantine
Mittagspause mit Live-Interview zum Klimaschutz © Stadt Offenbach
Auch durch umweltbewussten Einkauf und gesunde Ernährung mit frischen Zutaten aus der Region lässt sich das Klima schützen. Das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat dazu jetzt eine Informationskampagne gestartet.
Dorothee Rolfsmeyer im Gespräch mit Kantinen-Chef El Amir
© Stadt Offenbach

Vergangenen Mittwoch, 22. Februar, war das Umweltteam in der Kantine „Rosmarin“ der Offenbacher Verkehrs-Betriebe in der Hebestraße 14 zu Besuch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäftsfeldes Mobilität der Stadtwerke-Gruppe erlebten an diesem Tag eine „etwas andere Mittagspause“ mit vielen Informationen rund um das Thema „Klimafreundliche Ernährung“.

Ziel der Aktion war es, den Kantinengästen den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimaschutz zu verdeutlichen. Schließlich entstehen im Bereich Ernährung durch Erzeugung, Verarbeitung und Transport rund 20 Prozent der Treibhausgase in Deutschland. Zur Veranschaulichung bauten Dorothee Rolfsmeyer und ihr Team eine Ausstellung der Verbraucherzentrale auf.

Dorothee Rolfsmeyer gibt Hinweise zu klimafreundlicher Ernährung
© Stadt Offenbach

Regionale und saisonale Produkte bevorzugen

Anschließend führte die Klimaschutzmanagerin ein Interview mit Kantinen-Chef Mohamed El Amir. Auf was er beim Kochen achte oder ob der Verkehr von Fleisch gesund und klimafreundlich sein könne wurde er am klassischen „Schnitzeltag“ in der Kantine gefragt.  Für ihn, antwortete der Koch, sei es wichtig, frische Zutaten und möglichst wenig Tiefkühlgemüse oder Fertigprodukte zu verwenden. Und er achte auf Bio-Fleisch, das aus der Region stamme.

Das Stichwort „Region“ nahm Dorothee Rolfsmeyer auf und erklärte den Kantinengästen, dass man beim Kauf von Lebensmitteln möglichst zu regionalen und saisonalen Produkten greifen solle. Zum Beispiel erzeuge ein Kilogramm Tomaten aus der Region in der Saison etwa 85 Gramm Treibhausgase, ein Kilogramm Tomaten von den Kanaren dagegen rund 7200 Gramm. Auch könne man durch einen fleischärmeren Ernährungsstil etwa 20 Prozent an Ausgaben für Lebensmittel einsparen, kalorienärmer leben und hundert Mal weniger Treibhausgas produzieren, wenn man ein Kilogramm Gemüse statt einem Kilogramm Fleisch konsumiere.

Nur nach Bedarf einkaufen

Als Beilage zum Schnitzel wurden von Mohamed El Amir Kartoffeln statt Pommes Frites serviert, was mit vergleichsweise weniger CO2-Ausstoß einhergeht. Denn je weniger ein Produkt verarbeitet sei, desto weniger Energie werde bei der Produktion aufgewendet, erläuterte die Mitarbeiterin des Umweltamtes.

Auch das Thema Abfallvermeidung wurde angeschnitten. Der „Rosmarin“-Koch antwortete, dass er darauf achte, nur nach Bedarf einzukaufen und versuche, möglichst alles zu verwerten. So bereite er beispielsweise aus den Gemüseschalen Brühe zu. Die Zuhörer wurden ebenfalls einbezogen und sollten schätzen in welchem Wert jährlich Lebensmittel weggeworfen werden. Die Antwort von 400 Euro pro Jahr und Haushalt brachte einige zum Staunen.

Nach dem Interview überraschte Mohamed El Amir die Kantinengäste mit einer Rosenkohlquiche als Beispiel für saisonales Essen. Zur Orientierung, wann welche Lebensmittel Saison haben, legte das Amt für Umwelt, Energie u. Klimaschutz einen Info-Kalender zum Mitnehmen aus. „Wir haben uns gefreut vor Ort sein zu dürfen und sind überrascht, wie fortschrittlich und ökologisch bewusst in dieser Kantine gekocht wird“, sagte Dorothee Rolfsmeyer zum Abschied.

Das Angebot ist auch für weitere Kantinen Offenbacher Unternehmen offen. Gerne können Sie sich bei Interesse an Dorothee Rolfsmeyer wenden. Dorothee.Rolfsmeyeroffenbachde, Tel. 069 8065 2654

03.03.2017

Dorothee Rolfsmeyer gibt Hinweise zu klimafreundlicher Ernährung Stadt Offenbach
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