Sprungmarken
Aktuelles Wetter:bedecktC
Suche
Suche

Im Rahmen des Modellprojektes „CO2OK: CO2-Optimierte Großküchen in Hessen“ wurde die Offenbacher Firma Esswerk geschult – Angebot ist auch für weitere Interessenten offen.
Schulung für Großküchen
© Stadt Offenbach

Den CO2-Ausstoß in hessischen Großküchen zu reduzieren, das ist das Ziel des Angebotes der Hessen Agentur, welches vom Hessischen Umwelt- und Klimaschutzministerium beauftragt wurde. CO2-Reduktion: Dieses Ziel verfolgt auch die Stadt Offenbach, durch die Umsetzung von Maßnahmen aus dem städtischen Klimaschutzkonzept. In diesem Rahmen wurden daher alle Offenbacher Großküchen durch das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz auf das kostenlose Angebot per Anschreiben aufmerksam gemacht. „Das Angebot für Großküchen zeigt diesen wichtige Potentiale auf, so dass wir uns freuen hier in Zusammenarbeit mit der Hessen-Agentur die Information für die Großküchen zugänglich zu machen“, so Heike Hollerbach, Leiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

Im Vordergrund der Betrachtung steht der gesamte Lebensmitteleinsatz. Ziel ist es, den Verpflegungsverantwortlichen ohne große Veränderungen des Speiseplans und unter dem Aspekt des wirtschaftlich Machbaren, kleine Schritte zu mehr Klimaschutz zu ermöglichen. Wichtig sind die Auseinandersetzung mit den eingesetzten Lebensmitteln, deren Herkunft, Anbauweise und Verarbeitung sowie das Bewusstsein darüber, dass auch kleine Veränderungen eine Wirkung haben.

Während der Schulungen werden gemeinsam mit dem Küchenteam individuelle Optimierungsmaßnahmen zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks sowie zur klimafreundlichen Ausrichtung der Speisepläne erarbeitet. Im Modellprojekt „CO2OK“ des hessischen Umweltministeriums konnten wichtige Erkenntnisse zu CO2-Verringerungen gefunden werden, von denen nun weitere Küchen profitieren können. Die Umsetzung des individuellen Schulungskonzeptes wird durch ein fachkundiges Expertenteam – mit Anja Erhart, Inhaberin der Agentur für Ernährungsfragen, sowie das Forschungsinstitut für biologischen Landbau e.V. – gewährleistet. Zum Einstieg stellte Dorothee Rolfsmeyer, Klimaschutzmanagerin der Stadt Offenbach zunächst den Hintergrund der Klimaschutzarbeit der Stadt vor.

Bei einer ersten Schulung nahmen nun zwei Küchenteams der Firma Esswerk teil. Jochen Jung von Esswerk zu dem Angebot: „Wir arbeiten schon lange nach diesem Konzept und setzen dieses erfolgreich um. Der Schulungstag bestätigte uns in unserer Vorgehensweise.

Ich hoffe sehr, dass noch viele andere Großküchen dieses Angebot zur Schulung nutzen, da ich dieses Thema in unserem Arbeitsbereich als sehr wichtig erachte.“

Basis des Schulungskonzeptes sind sechs Handlungsfelder, die bei einer CO2-Bilanzierung in sieben hessischen Großküchen ermittelt wurden. Grundlage der Bilanzierung im Modellprojekt war der gesamte Lebensmittelverbrauch eines Jahres. Ein wichtiges Handlungsfeld ist der verstärkte Einsatz saisonaler Produkte aus der Region. Hier zeigte sich, dass Esswerk in den belieferten Schulmensen vorbildlich arbeitet. Der Anteil an Saisonware aus der Region ist hoch, so findet sich zum Beispiel eine Rote Bete Frischkost auf dem Speiseplan. Trockenprodukte, wie Reis oder Nudeln, werden in Bioqualität eingekauft, was sich ebenfalls günstig auf die CO2-Bilanz auswirkt. Nicht nur aus dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes interessant, sondern auch ernährungsphysiologisch vorbildlich, ist die Einhaltung der DGE-Qualitätsstandards. Nur zweimal wöchentlich stehen Fleischprodukte im Angebot, einmal pro Woche werden Fisch und zweimal ausschließlich vegetarische Gerichte angeboten.

Aufgrund des vorbildlichen Speisenangebotes offenbarte die Schulung, dass erst einmal keine weitere Maßnahme erforderlich ist, die zur Minderung des CO2-Ausstoßes dringend angeraten wäre. Das Resümee: Ein großes Lob an Esswerk und seine Küchenteams, für einen abwechslungsreichen, genussvollen und in unserem Sinne klimafreundlichen Speiseplan.

Weitere Interessenten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen und können sich dazu beim Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz (068 8065 2557, umweltamtoffenbachde) melden.

Offenbach, 23.02.2017