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2015

Januar

KW 2: Gute Klimavorsätze für 2015 sind gar nicht schwierig

Klimaschutz ist einfach und jede und jeder kann einfach im Alltag das Klima schützen. Das finden auch die Offenbacher Klimapaten. Diese Gruppe bestehend aus 29 hochmotivierten Klimaschützern, hauptsächlich Offenbacherinnen und Offenbacher, hat sich bei der Klimaschutzkonferenz des Offenbacher Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz im September zusammengefunden. Dabei sind Schüler, Lehrer, Politiker, Vereinsvertreter oder auch Rentner, die alle jedoch in ihrer Funktion als Bürgerinnen und Bürger an der Aktion „Offenbacher Klimapaten“ teilnehmen. Ziel ist es gemeinsam auch weitere Offenbacherinnen und Offenbacher für den Klimaschutz im Alltag zu begeistern, diesen die Einfachheit mit der Klimaschutz möglich ist zu zeigen.

So will ein Mitglied der Seniorenhilfe dafür sorgen, dass man zu Veranstaltungen zukünftig gemeinsam mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, statt mit vielen Autos einzeln. Eine Lehrerin möchte Schüler als „Energiemanager in der Klasse“ ausbilden. Eine weitere Klimapatin konzentriert sich bei Ihren Urlaubszielen auf nicht allzu weit entfernte Länder wie beispielsweise Holland. Aber auch das Ablehne von Plastiktüten beim Einkaufen und stattdessen die Verwendung von Stofftaschen hilft das Klima zu schützen.

Es gibt also sehr viele Wege ohne viel Mühe und mit eigenem Gewinn aktiv Klimaschutz zu betreiben. Nehmen Sie sich doch auch etwas vor für 2015. Und wenn Sie Ideen brauchen, kommen Sie einfach dazu wenn sich die Klimapaten das nächste Mal treffen. Oder auch wenn Sie selbst Klimapate werden möchten.

KW 3: Energielabel ab 2015 auch in Onlineshops Pflicht

Seit dem 1. Januar wird es Verbraucherinnen und Verbrauchern auch bei Käufen im Internet vereinfacht, sich über den Energieverbrauch des jeweiligen Produktes zu informieren. Allerdings empfiehlt es sich generell aufgrund der häufig weiteren und teilweise doppelten Transportwege Käufe im Internet zu minimieren. Sollte es sich nicht vermeiden lassen CO2-Emissionen durch Internetkäufe zu erhöhen, können Sie sich dabei ab sofort mithilfe einer App zumindest die Qualität der Produkte besser eigenständig prüfen. Achten Sie dabei möglichst auf die aufschlussreichen jährlichen Stromkosten und die Stromkosten für die gesamte Produktlebensdauer. Diese errechnet die neue App automatisch und addiert diese Kosten zum Kaufpreis. Dadurch wird klar: In der Anschaffung sind besonders stromsparende Geräte zwar meist teurer, doch auf die Lebensdauer der Geräte gerechnet sparen diese langfristig Stromkosten ein und sind daher insgesamt günstiger. So können Sie sich zeitaufwendige Berechnungen sparen und finden schnell und einfach das sparsamste Gerät. Praktisch: Sie können immer zwei Geräte miteinander vergleichen. Dies lohnt sich, denn die Stromkosten können auch bei Geräten mit der gleichen Effizienzklasse unterschiedlich sein und so den Ausschlag für die Kaufentscheidung geben. 

Quelle: www.klima-sucht-schutz.de

KW 4: Klimapaten, Energiesparinitiative und Artenschutz am Stand des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz bei der Baumesse

Die Energiesparinitiative bietet schon mehrere Jahre kostenlose, herstellerunabhängige Beratung und umfassende Information bei der Baumesse. Dabei geht um alle Themen rund um energetische Sanierung, Neubau, Erneuerbare Energien, Fördermittel und Finanzierung.

Der Artenschutz an Gebäuden wiederum ist ein neues Thema an Stand 2.520. Dabei wird vordergründig der Zusammenhang mit Bauvorhaben fokussiert. Bei einem Quiz zum Thema Artenschutz an Gebäuden können Besucherinnen und Besucher tolle Preise gewinnen, die auch für die Vielfalt der Offenbacher Tierwelt ein Gewinn sind.

Premiere haben ebenfalls die  Offenbacher Klimapatinnen und Klimapaten bei der Baumesse. Diese Gruppe aus 29 motivierten Bürgerinnen und Bürgern gibt es seit der Klimaschutzkonferenz 2014. Die Klimapaten berichten über ihre alltäglichen Klimaschutzaktivitäten und wie auch Sie Mitmachen können, wenn Sie möchten.

Zum wiederholten Mal dabei sind die Mitglieder des Netzwerkes Baubegleitung in Offenbach: Hand in Hand. Sie werden vor Ort sein und Offenbacherinnen und Offenbacher mit Bau- oder Sanierungsvorhaben vorstellen wie das Netzwerk behilflich sein kann und was das für Vorteile in der Umsetzung birgt.

Hier können Sie also zu vielfältigen Themen ungeniert all Ihre Fragen stellen. Mit Sicherheit bekommen Sie eine Antwort.

KW 5: Winterzeit – Schlittenzeit

Über Schnee in der kalten Jahreszeit freuen sich wahrscheinlich am meisten unsere Kinder. Vielleicht beehrt er uns ja auch diesen Winter noch.

Spätestens wenn dann einmal genug der weißen Flocken vom Himmel gefallen sind, stellt sich so manches Elternteil die Frage was man nun mit den Kleinen so macht. Schlittenfahren ist wahrscheinlich eine der beliebtesten Aktivitäten hier in der Region.

Holzschlitten werden oft von Generation zu Generation weitergereicht und wenn man sie ein bisschen pflegt, haben viele Kinder Ihre Freude daran. Ein solches älteres Modell können Sie auch günstig im gebrauchten Zustand, z.B. in Trödelgeschäften oder bei Haushaltsauflösungen kaufen, die meisten lassen sich noch gut weiter benutzen für den Schneespaß. Die Weiterverwendung dieser qualitativ oft sehr hochwertigen Schlitten spart außerdem Ressourcen ein. Denn Plastikschlitten bringen zwar bei geübten Personen auch den erwünschten Rodelspaß, jedoch meistens nur für eine Saison, da sie viel weniger stabil sind und häufiger kaputt gehen und auf dem Müll landen. Für ungeübte oder kleinere Kinder, sind diese außerdem aufgrund der Verletzungsgefahr nicht zu empfehlen. Achten Sie in jedem Fall beim Kauf auf das GS-Zeichen, ein Prüfzeichen, was die Produktsicherheit anzeigt.

Soll es dann doch ein neues Modell sein, ist es ratsam bei dem Kauf eines traditionellen Holzschlittens auf die Lackierung und das Holz zu achten. So ist es ganz besonders für unsere Jüngsten wichtig, dass ein lösemittelfreier Lack verwendet wird. Da Lösemittel nachweislich die Gesundheit schädigen und mit verantwortlich sind für bodennahes Ozon. Erfreulich ist es, dass Sie in jeder Preisklasse auch Schlitten mit einer umweltfreundlichen Lackierung auf Wasserbasis finden. Auch auf die Qualität des Holzes sollten Sie achten, so steht ein FSC-Siegel für Holz aus nachhaltigem, ökologischem Anbau. Und wie immer im Klimaschutz gilt: Je näher die Produktionsstätte desto weniger Transportwege, die viel CO2 produzieren sind zurückgelegt worden.

Fazit: Egal ob Sie Ihr Kind auf einem verschneiten Weg hinter sich her ziehen und Ihr Auto einmal stehen lassen, oder auf einem Rodelhügel bergab sausen wir wünschen viel Freude und Spaß bei der Aktivität an der frischen Luft.

Februar

KW 6: Fastnachtsschminke selbstgemacht – ist gesundheitsfreundlich und macht Spaß

Die närrische Zeit steht vor der Tür und besonders Kinder verkleiden sich an diesen Tagen gerne. Zu einer richtigen Verkleidung gehört natürlich auch die passende Schminke.  Konventionelle Schminke kann jedoch hautschädigende Substanzen und Parabene enthalten, die eine hormonelle Wirkung haben. Sicherer und gesünder ist es da, die Schminke selbst herzustellen. Das geht einfach und schnell und man hat die Gewissheit, dass der Fastnachtsspaß nicht zu Lasten der Gesundheit geht. Zur Herstellung benötigt man im Grunde nur  Wundschutzcreme und Lebensmittelfarbe. Beides ist vollkommen unbedenklich, solange natürliche Lebensmittelfarbe verwendet wird. Diese ist zum Beispiel in der Apotheke erhältlich.  Auch Ohren, Nasen und Warzen lassen sich einfach modellieren. Hierzu benötigt man nur Gummibärchen, Mehl und etwas handwerkliches Geschick. Detaillierte Anleitungen dazu findet man im Internet. Viel Spaß beim Mixen, Malen und Gruseln!

KW 7: Informationsabend Energiesparen durch Sanierung

Welche Sanierungen lohnen sich für ein Wohngebäude? Wie kann aus einem Wohnhaus mit hohem Energieverbrauch ein energiesparendes Gebäude werden?

Zu diesen Fragen lädt das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz alle Hausbesitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern am 10.02.15 um 19:00 Uhr in die Weinstube St. Nikolaus, Pfarrstraße 7 in Bieber ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktion „KLIMA.SCHUTZ.AKTION! kommt nach Bieber“ statt.

Anhand eines Beispielhauses aus Bieber wird die energetische Sanierung eines Wohngebäudes erläutert. Schritt für Schritt werden kleine Maßnahmen und die Sanierung jedes Bauteils (Kellerdecke, Außenwand, Fenster, Haustür, oberste Geschossdecke, Dach und Heizungsanlage) betrachtet und auf Energieeinsparungen und Wirtschaftlichkeit untersucht. Weiter werden die Hausbesitzer über die Anforderungen der Energieeinsparverordnung und über Fördermittel informiert.

Ab dem 23.02.15 gehen die vom Umweltamt beauftragen Energieberater in Bieber von Haus zu Haus und beraten kostenlos und unverbindlich die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern. Für alle anderen Offenbacher Gebäude kann beim Umweltamt ein kostenloser Energieberatungstermin vereinbart werden. Kontakt: umweltamtoffenbachde, 8065-2557.

KW 8: Durch die Ernährung das Klima retten

Immer mehr Menschen folgen dem Trend einer fleischlosen Ernährung. Die Zahl der Vegetarier ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen, laut Hochrechnungen verzichten zehn Prozent der deutschen Bürger auf Fleisch. Wie viele davon sogar nur vegane Lebensmittel zu sich nehmen, ist unklar, doch es werden stetig mehr.

Wieso ist eine vegetarische und vor allem vegane Ernährung so ausschlaggebend für die Reduzierung der CO2-Gase? Der erste hier anzubringende Punkt ist die enorme Produktion der drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickoxid durch die Ausscheidungen von den in Massen gehaltenen Tieren, durch die Produktions- und Transportprozesse und die Abholzung von Grünflächen, um Weide- und Stallungsräume zu schaffen oder Futtermittel anzubauen. Wissenschaftler sind zu dem Ergebnis gekommen, dass durch die Fleisch-, Eier- und Milchproduktion über die Hälfte aller Treibhausgase insgesamt produziert werden!

Malen Sie sich also einmal aus, wie viel Sie für den Klimaschutz tun könnten, wenn Sie einmal Ihre Ernährung überdenken und den Fleischkonsum verringern oder gar vollständig sein lassen würden. Und noch ein weiterer positiver Nebeneffekt: eine Ernährung ohne tierische Fette ist um einiges gesünder, das ergeben Studien und zeigen, dass Veganer und Vegetarier sich oft nährstoffreicher ernähren!

Versuchen Sie es doch mal, vielleicht ja immer mal wieder für eine Woche oder ein paar Tage, auch das hat schon eine entsprechend starke Auswirkung auf Ihre Gesundheit und das Klima.

Quellen: www.peta.de, www.nachhaltigleben.de

KW 9: Mülltrennung? Aber richtig!

Eigentlich ist Mülltrennung doch so einfach und selbstverständlich – sagen viele. Plastik in den Gelben Sack, Organisches in die Biotonne, Glas in den Container und so weiter. Doch dies ist offensichtlich leichter gesagt als getan. Statistiken zeigen, dass nicht so viele deutsche Familien ihren Müll angemessen trennen, wie man annehmen würde. Während beispielsweise in Baden-Württemberg knapp 38% der Haushalte auf eine sorgfältige Mülltrennung achten, sind es in Hamburg nur 25%. Die ESO GmbH in Offenbach zeigt sich relativ zufrieden mit dem Trennverhalten der Offenbacherinnen und Offenbacher. Dennoch ist es schockierend, dass im Schnitt nur knapp über ein Drittel der Deutschen ordentlich trennen, es ist also in Zukunft noch hohes Verbesserungspotential vorhanden.

Das ist auch in Bezug auf die generelle Müllproduktion zu vermerken: Hessenweit kommen rund 1,2 Millionen Tonnen Restmüll in einem Jahr zusammen. Alleine aus der Stadt Offenbach rund 30.000 Tonnen. Das sind ungeheure Mengen, die sich durch geplante Einkäufe vermeiden lassen, indem zum Beispiel nur das eingekauft wird, was auch wirklich gegessen bzw. verwendet wird.  Außerdem können wir beim Einkauf darauf achten, dass wir Produkte wählen, die nicht doppelt und dreifach eingepackt sind.

Bei der Trennung sind es meistens nur banale Missverständnisse, die ganz einfach zu vermeiden sind. Um hier schon einmal einige häufige Fehler aufzuklären: Papiertaschentücher und Fotos sind nicht im Altpapier zu entsorgen sondern im Restmüll, Joghurtbecher vor dem Wegschmeißen in keinem Fall auszuspülen – auslöffeln genügt völlig – und  Glas sehr wohl farbgetrennt in den Altglascontainer zu werfen. Schon mit alltäglichen Kleinigkeiten leisten Sie Ihren entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz, denn durch gute Trennung können Materialien leichter einer Wiederverwendung zugeführt werden und müssen nicht ständig neu produziert werden.

www.planet-wissen.de, www.zeit-online.de

März

KW 10: Licht aus bei der größten Umweltschutzaktion weltweit – der „Earth Hour“ 2015!

Der WWF (World Wide Fund For Nature) veranstaltet im Rahmen der „Earth Hour“ jedes Jahr eine globale Gemeinschaftsaktion, bei der jedermann dazu aufgefordert wird, eine Stunde lang das Licht auszuschalten. Ihre Wurzeln hat diese Idee 2007 in der australischen Stadt Sydney und nun beteiligen sich über den ganzen Globus verteilt hunderte Städte und Länder. Dieses Jahr findet sie am 28. März um 20.30 Uhr statt, und das jetzt schon zum dritten Mal auch bei uns in Offenbach!

In Sachen Klimaschutz ist diese Aktion zwar nur eine Geste, die selbst nicht deutlich zum Schutz der Umwelt beitragen wird. Sie soll aber zu anderen ähnlichen Aktivitäten sowie einem Überdenken des eigenen Handelns und Stromkonsums aufrufen und die Menschen mobilisieren, und zwar weit über die 60 Minuten hinaus. Sie soll auch aufzeigen, wie leicht es ist (beispielsweise durch das einfache Betätigen des Lichtschalters), kleinschrittig Umstellungen im Alltag vorzunehmen, die den Klimaschutz voranbringen. Von Jahr zu Jahr beteiligt sich eine größere Anzahl von Personen, Unternehmen und ganzen Städten aus immer mehr Ländern an der Aktion und der 2014 aufgestellte Teilnehmerrekord von über 7000 Städte und Gemeinden in 162 Ländern, davon 163 allein in Deutschland, soll 2015 geknackt werden. In Offenbach nahmen unter anderem das KOMM Shopping Center, die Sparkasse, die Offenbach Post und das Stadt- und Rathaus teil.

Setzen Sie ein Zeichen und schalten Sie zusammen mit uns und Millionen weiterer Teilnehmer bei der größten Umweltschutzaktion weltweit das Licht aus – der Natur zuliebe!

Eine Anmeldung für die Earth Hour 2015 in Offenbach ist beim Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz per Mail an umweltamtoffenbachde oder unter der Telefonnummer 069-8065 2557 möglich.

Quelle: www.wwf.de,www.offenbach.de

KW 11: Mauersegler als Untermieter?

Der Frühling kehrt langsam bei uns ein. Und mit der Sonne, den wieder grünenden Pflanzen und den lauen Temperaturen auch die Zugvögel, die einen langen Weg aus dem Süden hinter sich gebracht haben. Einer dieser Zugvögel ist der Mauersegler, er erreicht Deutschland meist ab Ende April und sucht sich dann einen geeigneten Platz zum Brüten. Nur wo? Hier kommen Sie ins Spiel. Die eleganten Luftsegler nisten am liebsten in Hohlräumen unter den Dächern hoher Häuser. Mit dem Anbringen von artgerechten Nistkästen an Ihrem Haus können Sie ihn dabei unterstützen, eine geeignete Brutstätte zu finden.

Der Mauersegler ist ein sehr beeindruckender Vogel. Die meiste Zeit im Jahr verbringt er in der Luft, er schläft, frisst und paart sich sogar während seines Flugs zwischen seinem Winterquartier südlich der Sahara und seinem Brutgebiet in Mitteleuropa. Nur zum Brüten im Frühjahr sucht er sich einen Niststandort zur Eiablage und zum Aufziehen der Jungen. Dabei ist es wichtig, dass sich das Nest an einer hoch gelegenen Stelle befindet, da der Mauersegler genau wie die Fledermaus nur aus einer bestimmten Höhe aus losfliegen kann. Vom Boden aus kann er seinen Flug nur sehr schwer starten,  was besonders den Jungtieren  zum Verhängnis wird, wenn das Nest zu weit unten angebracht ist.

Aufgrund von zahlreichen Häusersanierungen gingen in den vergangenen Jahren auch in Offenbach viele Nistmöglichkeiten dieses Vogels verloren, was eine Bedrohung für ihn darstellt. Das Bundesnaturschutzgesetz verpflichtet in diesen Fällen Hausbesitzer zum Anbringen von Ersatzquartieren, doch nur die wenigsten wissen überhaupt, dass ihr Haus bereits Mauersegler beherbergt.  Helfen Sie mit, dem Rückgang dieses beeindruckenden Seglers entgegenzuwirken und bringen Sie noch vor seiner Ankunft im April unter Hinzuziehung eines Experten – man sollte nämlich wissen wo und wie eine Nisthilfe wirklich etwas bringen kann – eine Nisthilfe an Ihrem Gebäude an.

Quelle: www.nabu.de

KW 12: Schulen aufgepasst: Energiesparmeister-Wettbewerb 2015

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer, was tut Eure Schule für den Klimaschutz? Nimmt sie ihren Strom aus Solarenergie, führt sie Aufforstprojekte durch oder veranstaltet sie einen Charity-Lauf für gute Zwecke? Dann ist es noch nicht zu spät zum Bewerben! Denn bis 8. April 2015 suchen die deutsche Klimaschutzkampagne und das Bundesumweltministerium unter dem Thema „Energiesparmeister 2015 - Das beste Klimaschutzprojekt“ die Schule, die sich am meisten für den Klimaschutz engagiert. Insgesamt 16 Gewinner werden aus einer Jury ausgewählt – pro Bundesland einer. Die Gewinnerschulen treten dann noch einmal in einer Internetabstimmung gegeneinander an, bei der eine Schule den Titel „Energiesparmeister Gold“ nach Hause holen kann. Wieso sollten die Energiesparmeister nicht aus Offenbach kommen?

Es lohnt sich sehr, bei dem Wettbewerb teilzunehmen: Jede der 16 Gewinnerschulen erhält neben attraktiven Sachpreisen ein Preisgeld von 2500 €, und die Schule, die sich am Ende „Energiesparmeister Gold“ nennen kann, bekommt noch 5000 € obendrauf! Auch wenn kein Gewinn in Form eines Preisgeldes erzielt wird, ein Gewinn für unsere Erde ist es allemal.

Falls Eure Schule noch kein umweltfreundliches Projekt gestartet hat, wird es nun allerhöchste Zeit. Mobilisiert sowohl Mitschüler als auch Lehrer, werdet kreativ und stellt noch vor Ende der Frist etwas auf die Beine. Zeigt, dass die Offenbacher Schulen die umweltfreundlichsten Deutschlands sind! Die Bewerbung erfolgt unter www.energiesparmeister.de, dort gibt es auch die Möglichkeit, sich näher zu dem Projekt zu informieren.

KW 13: So gut kann FrEIheit schmecken

Osterzeit ist Eierzeit. Nie im Jahr werden so viele Eier auf einmal verkauft wie in den Wochen um das Osterfest. Dies kommt auch der Gesundheit zugute, denn sie enthalten viele Proteine und führen dem Körper zusätzlich Natrium und Eisen zu. Doch nicht nur an das Wohlbefinden des Menschen sollte in diesen Tagen gedacht werden sondern auch an das der Tiere. Entscheiden Sie sich für Bio-Eier aus der Region, denn Hennen leben bei deutschen Bio-Bauern unter sehr guten und artgerechten Standards, da sie nicht in engen Käfigen gehalten werden sondern genügend Auslauf bekommen.

Auch beim Osterlamm lässt sich auf die Herkunft achten. Fragen Sie Ihren Metzger genau, woher das Lamm für das Festmahl kommt und unter welchen Bedingungen es aufgewachsen ist: ob es beispielsweise genügend Freiraum und Tageslicht hatte und eine gentechnisch nicht veränderte Ernährung genießen durfte – denn „Freiheit“ schmeckt eindeutig besser! Falls das Tier Antibiotika im Futtermittel hatte, nehmen wir diese mit dem Verzehren des Fleischs nämlich genauso zu uns. Wem ein „Bio-Lamm“ zu teuer ist, der kann das Tier aus Fleisch und Blut gegen eine gebackene Alternative aus Milch, Ei, Mehl und Zucker austauschen. Das Backen eines Osterlämmchens mit der ganzen Familie macht nicht nur Spaß sondern auch das Resultat kann sich sehen und schmecken lassen!

Die angenehmen Temperaturen und das frische Grün des Frühlings laden außerdem dazu ein, das Beisammensein mit den Lieben draußen stattfinden zu lassen. Pflanzen Sie in Ihrem Garten oder auf dem Balkon eigene Frühlingsblumen statt teure Blumensträuße zu verschenken, das schont sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt und erfreut das Auge eines jeden Besuchers. Auch wenn Sie keinen Garten haben, können Sie Ostern draußen verbringen – wie wäre es mit einem schönen Spaziergang am Offenbacher Mainufer?

Quelle: www.nabu.de, www.neuland-fleisch.de

KW 14: Radfahren macht Spaß und bringt viele Vorteile

Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt oder auch privat Strecken mit dem Rad zurücklegt trägt nicht nur seinen Teil zum Klimaschutz bei, sondern fördert zugleich die eigene Gesundheit und schont sein Auto. Gerade auf kurzen Strecken im Stadtbereich ist man mit dem Fahrrad schneller von Tür zu Tür und braucht keinen Parkplatz zu suchen. Als schönen Nebeneffekt hat man dann auch noch Geld für Benzin gespart, etwas für seine Fitness getan und bei einem Weg von 5 km durchschnittlich 720g CO2 eingespart. Wenn Sie nur auf die passende Gelegenheit warten, um auf das Fahrrad um- und aufzusteigen, können Sie das 3 Wochen während des Stadtradel-Wettbewerbs des Klimabündnisses tun, denn auch in diesem Jahr ist die Stadt Offenbach wieder dabei. 3 Wochen lang, vom 31.05. bis 21.06.2015, radeln Teams innerhalb der Stadt um die meisten Kilometer. Jeder kann ein Team anmelden, wenn mindestens 2 Teilnehmer mitradeln oder einem Team beitreten. Mit Ihrer Teilnahme können Sie auch den Verantwortlichen in Sachen Radverkehr melden, wo in der Infrastruktur noch Schwachstellen zu finden sind, in dem Sie die Meldeplattform RADar! Nutzen. Und wenn Sie gar nicht oder nur selten Radfahren, haben Sie während des Stadtradelns einen guten Anlass dies 3 Wochen lang auszuprobieren und ein Zeichen zu setzen für weniger Lärm und Abgas in der Stadt.

Anmeldung zum Stadtradeln ab sofort unter www.stadtradeln.de.

April

KW 15: Fahren und sparen – der Umwelt zuliebe

Knapp ein Fünftel der Treibhausgasemissionen in Deutschland werden durch den Straßenverkehr verursacht. Damit ist er einer der Hauptverursacher der CO2-Emissionen in Deutschland, beispielsweise produzierten die Deutschen im Jahr 2010 rund 162 Millionen Tonnen Treibhausgase nur durch den Gebrauch von Verkehrsmitteln. Hinzu kommt die beträchtliche Lärmbelästigung, die insbesondere in Ballungsräumen wie der Offenbacher Innenstadt zu spüren ist.

Wer nicht unbedingt auf das Autofahren verzichten will, kann dem dennoch durch eine einfache Maßnahme entgegenwirken und nebenbei auch noch sein Portemonnaie schonen. Die Zeit zum Reifenwechsel steht an und es gibt einiges, was Sie bei der Wahl der Reifen berücksichtigen müssen.  Achten Sie beim Kauf auf das neue Reifenlabel, das Sie über die Eigenschaften zu Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Rollgeräusch informiert. Entscheiden Sie sich für einen Reifen der Klasse A, können Sie im Vergleich zur Klasse G bis zu 7,5 % des Kraftstoffs sparen. Dabei stehen alle Eigenschaften miteinander in Verbindung, zum Beispiel weisen Reifen der Klasse A eine bis zu 30 % bessere Bremsleistung als schlechtere Varianten. Zusätzlich fällt die Lärmbelastung im Auto und außerhalb geringer aus. Neben den monetären Vorteilen und der erhöhten Sicherheit im Straßenverkehr machen Sie einen Schritt Richtung Klimaschutz, indem Sie etwas für die Luftreinhaltung und die Verringerung der Treibhausgasemissionen tun.

Quelle: www.umweltbundesamt.de, www.dasreifenlabel.de

KW 16: „Insekten- und bienenfreundlich“ pflanzen

Wenn die Temperaturen im Frühling milder werden und langsam die Natur zu grünen beginnt, kommt auch die Lust am Bepflanzen des eigenen Gartens oder Balkons wieder auf. Doch Hobbygärtner werden dabei häufig vor eine schwierige Wahl gestellt: Welche Pflanzen sollen es sein? Das Problem kann damit behoben werden, nicht nur optisch eine Entscheidung zu treffen sondern auch mit dem Aspekt, etwas für die Tierwelt zu tun. Sinnvoll ist es, das ganze Jahr über ein möglichst breites Blütenspektrum für Insekten zur Verfügung zu stellen, um damit durchgehend ein Nahrungsangebot für sie zu schaffen. Hierbei sind einige Dinge zu beachten: Pflanzen Sie zum Beispiel nur heimische Pflanzen, die sowohl gut an die lokalen Licht- als auch Temperaturverhältnisse angepasst sind. Des Weiteren sollte die Wahl auf eine Mischung aus früh-, mittel- und spätblühenden Pflanzen fallen, damit stetig Blüten vorhanden sind. Kaufen Sie außerdem nur Blumen mit ungefüllten Blüten, denn gefüllte Blumensorten, wie z.B. Garten-Chrysanthemen, bieten keinen oder nur wenig Nektar und Pollen für Bienen, Schmetterlinge und Co.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz der Stadt Offenbach per E-Mail (umweltamtoffenbachde) oder Telefon (069 8065-2557). Wir beraten Sie gerne zum Thema Blütenpflanzen und Insekten und stellen Ihnen kostenloses Informationsmaterial (wie z.B. unseren Wespenflyer) zur Verfügung.

Quelle: www.bund.de, www.bluehende-pflanzen.de

KW 17: Frühling genießen statt fernsehen

Es ist deutlich zu spüren und egal wo man hinschaut lässt sich der nahende Frühling erkennen.

Die Temperaturen steigen, die ersten Knospen sind zu sehen und ein paar Insekten schwirren schon durch die Lüfte. Was kann es schöneres geben als an einem der ersten warmen Tage des Jahres, das herrliche Wetter zu genießen.

Die lange Zeit des dicken Wintermantels ist vorbei und auch die Zeit des Fernsehens. Versuchen Sie es doch mal: Raus in die Natur! Und Fernsehen abschalten!

Dass die heimischen Elektrogeräte wie unter anderem der Fernseher  Stromfresser sind, ist den Meisten bereits bekannt. Und so können Sie durch einen ausgedehnten Frühlingsspaziergang auch noch Geld sparen und etwas für Ihre Gesundheit tun: Eine Stunde Fernsehen verursacht beispielsweise durchschnittlich 50-200 Gramm CO2. Der genaue Ausstoß ist natürlich abhängig von Art und Größe des Fernsehers und dem damit verbundenen Stromverbrauch. Aber auch das Verweilen des Fernsehers im Standby-Modus zieht kräftig Strom und bewirkt somit einen CO2-Ausstoß. Das bedeutet wenn Sie nun jeden Tag eine Stunde weniger Fernsehen, können Sie bis zu 1400 Gramm CO2 in der Woche sparen. Wenn Sie stattdessen eine Stunde an der frischen Luft verbringen und sich bewegen, ist das außerdem noch sehr gut für Ihre Gesundheit. Also Stecker raus und raus ins Grüne!

Quelle: www.stromauskunft.de

KW 18: Mein Main in Offenbach

Wie jedes Jahr lädt die schon lauwarme Frühlingssonne dazu ein, den Nachmittag statt in der bedrückenden Enge seiner Wohnung draußen im Grünen an der frischen Luft zu verbringen. Doch hier stellt sich die Frage: wo findet man „Grün“ in Offenbach? In diesem Fall sucht man am besten an unserem sich nicht weit von der Stadtmitte entfernt befindenden und dennoch naturnahen Mainufer. Dort lassen sich vielerlei unterschiedliche Aktivitäten ausüben, von Fahrradtouren in Richtung Hanau oder Frankfurt über Ruder- oder Kanusport auf dem Fluss (Offenbach hat über fünf Ruder- bzw. Kanuclubs!) bis hin zu einem Picknick an der Uferwiese mit der Familie oder mit Freunden. Und das ist noch nicht alles, denn anhand von kreativen Spielplätzen, Basketballkörben, zahlreichen Bänken zum Ausruhen und einem angenehmen Ausblick auf das üppig bewachsene Fechenheimer Flussufer ist für Unterhaltung für Jung und Alt gesorgt!

Besonders der Mainbogen, eine frühere Auenlandschaft, bietet genügend Natur zu erholenden Zwecken. Entspannen Sie unter einer der Trauerweiden oder machen Sie einen Spaziergang zu unserer kleinen Kiesgrube, dem Schultheis-Weiher, um Enten und andere Wasservögel zu beobachten. Wenn Sie Glück haben, werden Sie einen Blick  auf Entenküken oder gar junge Schwäne erhaschen können! Aber Vorsicht: bitte füttern Sie diese Tiere nicht, sie gewöhnen sich sonst daran, ihre Nahrung zur Verfügung gestellt zu bekommen und beschaffen sie sich nicht mehr auf natürliche Weise.

Bei Fragen zu schönen Fahrradrouten in und um Offenbach kontaktieren Sie das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz per E-Mail (umweltamtoffenbachde) oder Telefon: 069-8065 2557. Wir stellen Ihnen gerne kostenlos einen aktuellen Fahrradstadtplan zur Verfügung.

Mai

KW 19: Frühling genießen statt fernsehen

Es ist deutlich zu spüren und egal wo man hinschaut lässt sich der nahende Frühling erkennen.

Die Temperaturen steigen, die ersten Knospen sind zu sehen und ein paar Insekten schwirren schon durch die Lüfte. Was kann es schöneres geben als an einem der ersten warmen Tage des Jahres, das herrliche Wetter zu genießen.

Die lange Zeit des dicken Wintermantels ist vorbei und auch die Zeit des Fernsehens. Versuchen Sie es doch mal: Raus in die Natur! Und Fernsehen abschalten!

Dass die heimischen Elektrogeräte wie unter anderem der Fernseher  Stromfresser sind, ist den Meisten bereits bekannt. Und so können Sie durch einen ausgedehnten Frühlingsspaziergang auch noch Geld sparen und etwas für Ihre Gesundheit tun: Eine Stunde Fernsehen verursacht beispielsweise durchschnittlich 50-200 Gramm CO2. Der genaue Ausstoß ist natürlich abhängig von Art und Größe des Fernsehers und dem damit verbundenen Stromverbrauch. Aber auch das Verweilen des Fernsehers im Standby-Modus zieht kräftig Strom und bewirkt somit einen CO2-Ausstoß. Das bedeutet wenn Sie nun jeden Tag eine Stunde weniger Fernsehen, können Sie bis zu 1400 Gramm CO2 in der Woche sparen. Wenn Sie stattdessen eine Stunde an der frischen Luft verbringen und sich bewegen, ist das außerdem noch sehr gut für Ihre Gesundheit. Also Stecker raus und raus ins Grüne!

Quelle: www.stromauskunft.de

KW 20: Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

Wassergefährdende Stoffe finden sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens: im Haushalt, in der Landwirtschaft, im Gewerbe und in der Industrie. Beispiele für wassergefährdende Stoffe sind Wasch- und Putzmittel, Pflanzenschutzmittel und Dünger, Lacke, Lösemittel und Klebstoffe sowie Mineralölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin. Diese sollten allesamt der Umwelt zuliebe so sparsam wie möglich benutzt werden.

Wassergefährdend ist ein Stoff, der die Beschaffenheit des Grundwassers oder die von Flüssen und Seen nachteilig verändern kann. Aus Vorsorgegründen gilt grundsätzlich jeder Stoff als wassergefährdend, von dem nicht das Gegenteil nachgewiesen wird. Daher ist jedermann verpflichtet, mit solchen Stoffen sorgfältig umzugehen.

In fast jedem Haushalt fallen kleinere Mengen der o.g. Abfälle an. Beim ESO-Wertstoffhof in der Dieselstraße 37 können alle Bürgerinnen und Bürger samstags in der Zeit von 08:30 – 14:00 Uhr kostenlos ihre Sonderabfälle abgeben. Bei eventuellen Rückfragen können Sie bei der ESO Stadtservice GmbH, Tel.: 069 / 84 0004-545 anrufen.

KW 21: Artenschutz im Wald – Jeder kann etwas tun! Teil 1: Forstliche Nutzung und Waldpädagogik

Der Wald ist einer der artenreichsten Lebensräume der Welt und stellt nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen eine wichtige Lebensgrundlage dar. Der Artenreichtum in deutschen Wäldern wird von der Deutschen Schutzgemeinschaft Wald (dsw) mit rund 2.000 Pflanzenarten (davon 90 Baumarten) und rund 7.600 Tierarten angegeben. Hinzu kommen noch etliche Pilzarten und viele tausend Mikroorganismen, die insbesondere im Boden für den Erhalt des Ökosystems Wald wirken.

Die Hauptverantwortung für den Artenschutz im Wald trägt – neben den für Naturschutz zuständigen Behörden – vor allem der Forst. Die forstliche Nutzung unserer Wälder vereint die Aspekte des Klimaschutzes sowie des Natur- und Artenschutzes mit der wirtschaftlichen Nutzung der Ressource Holz. Nachhaltigkeit sowie Erhaltung und Entwicklung der Artenvielfalt zählen seit vielen Jahren zu den wichtigsten Grundsätzen der „guten fachlichen Praxis“ in der Forstwirtschaft. Dank der Bemühungen der Forstbehörden in Zusammenarbeit mit den Umweltbehörden hat die Artenvielfalt in deutschen Wäldern in den letzten Jahren zugenommen. Hessen ist mit ca. 42% seiner Gesamtfläche eines der waldreichsten Bundesländer Deutschlands. In Hessen ist für Forstwirtschaft und Waldpflege der Landesbetrieb „Hessen-Forst“ zuständig. Das für Offenbach zuständige Forstamt sitzt in Langen. Aber nicht nur die zuständigen Behörden, sondern jeder kann etwas für den Artenschutz im Wald tun!

Allgemein gilt: Ich kann am besten schützen, was ich auch kenne. Erste Informationen bekommt man im Internet, z.B. auf www.waldwissen.de. Noch besser lernt man den Wald natürlich „vor Ort“ kennen. Das Forstamt Langen macht zahlreiche konkrete Angebote, von Schautafeln und Waldlehrpfaden bis hin zu Führungen und Aktionstagen für Schulklassen und andere Gruppen. Auf hessen-forst.de kann man die Angebote des Forstamtes Langen einsehen und sich z. B. für Waldführungen anmelden. Eine weiteres lohnenswertes Wochenendprogramm ist der Besuch des Forstmuseums am „Wildpark alte Fasanerie“ in Klein-Auheim (bei Hanau), zu dem neben 250 m2 Ausstellungsfläche auch ein umfangreicher Erlebniswald mit zahlreichen Lehrpfaden gehört.

Quellen: Deutschen Schutzgemeinschaft Wald, Hessen Forst

Juni

KW 23: Artenschutz im Wald – Jeder kann etwas tun! Teil 2: Naherholung

Der Wald ist einer der artenreichsten Lebensräume der Welt und stellt nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen eine wichtige Lebensgrundlage dar. Der Artenreichtum in deutschen Wäldern wird von der Deutschen Schutzgemeinschaft Wald (dsw) mit rund 2.000 Pflanzenarten (davon 90 Baumarten) und rund 7.600 Tierarten angegeben. Hinzu kommen noch etliche Pilzarten und viele tausend Mikroorganismen, die insbesondere im Boden für den Erhalt des Ökosystems Wald wirken.

In Offenbach nimmt der Stadtwald gut ein Viertel der städtischen Gesamtfläche ein. Doch obwohl der Wald seitens der Behörden viel Aufmerksamkeit erfährt, gibt es noch viele Defizite und Entwicklungsziele, die noch nicht erreicht wurden. Der Offenbacher Stadtwald ist für viele Bürger der Stadt ein wichtiges Naherholungsgebiet und weist daher, wie in Ballungsräumen üblich, einen hohen Nutzungsgrad auf. Deshalb liegt es auch im besten Interesse der Bürger, die Ziele des Artenschutzes im Wald zu unterstützen. Für den Artenschutz im Wald kann jeder etwas tun!

Dies beginnt mit der Einhaltung der „Verhaltensregeln“ im Wald. Jeder kann vermeiden, die unmittelbaren Lebensräume vieler Tierarten zu stören, indem er die ausgezeichneten Wege nicht verlässt. Ein weiterer Störfaktor, mit dem der Mensch sich in Wäldern leider häufig bemerkbar macht, ist Lärm. Auch hier kann mit einfachen Mitteln viel für die im Wald lebenden Arten getan werden: Lieber mit dem Fahrrad fahren, als mit dem Motorroller durch den Wald knattern. Oder beim Spaziergang auf Begleitmusik verzichten! In beiden Fällen lässt sich die Natur viel besser erfahren. Wer – z. B. zum Sport– dennoch nicht auf Musik verzichten möchte, kann natürlich auch Kopfhörer tragen, doch ihm wird einiges entgehen: Die Geräusche eines intakten Waldes sind die schönste Symphonie!

KW 24: Artenschutz im Wald – Jeder kann etwas tun! Teil 3: Naherholung

Der Wald ist einer der artenreichsten Lebensräume der Welt und stellt nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen eine wichtige Lebensgrundlage dar. Der Artenreichtum in deutschen Wäldern wird von der Deutschen Schutzgemeinschaft Wald (dsw) mit rund 2.000 Pflanzenarten (davon 90 Baumarten) und rund 7.600 Tierarten angegeben. Hinzu kommen noch etliche Pilzarten und viele tausend Mikroorganismen, die insbesondere im Boden für den Erhalt des Ökosystems Wald wirken.

Der Offenbacher Stadtwald ist für viele Bürger der Stadt ein wichtiges Naherholungsgebiet und weist daher, wie in Ballungsräumen üblich, einen hohen Nutzungsgrad auf. Deshalb liegt es auch im besten Interesse der Bürger, die Ziele des Artenschutzes im Wald zu unterstützen. Für den Artenschutz im Wald kann jeder etwas tun!

Dies beginnt mit der Einhaltung der „Verhaltensregeln“ im Wald. Neben der Vermeidung von Lärmbelästigung sollte darauf verzichtet werden, Tieren im Wald nachzustellen, selbst dann, wenn es „nur“ für ein Foto ist. Manchmal ist es doch schöner, ein Tier aus einer gewissen Distanz einfach nur zu beobachten, da es sich ungestört auch viel authentischer verhält. Was ebenfalls leicht zu vermeiden ist, ist die absichtliche Zerstörung von Lebensstätten, selbst dann, wenn das Ergebnis spektakulär sein kann – wie beispielsweise im Falle eines Ameisenhaufens, in den ein Stock gesteckt wird.

Für Pilzsammler und Geo-Casher als „notorische Wege-Verlasser“ gilt: Äußerste Achtsamkeit! Nur allzu leicht ist eine unscheinbare Pflanze am Waldboden zertreten, schnell passiert es, dass laubbedeckte Pilze oder Kleintiere übersehen werden. Indem man sich vorsichtig bewegt und darauf achtet, wohin man tritt, können Beschädigungen und Belästigungen vermieden werden. Auf das Betreten von geschützten Waldbereichen (Naturschutzgebiete, erkennbar am grünen Dreiecksschild) muss allerdings gänzlich verzichtet werden.

KW 25: Artenschutz im Wald – Jeder kann etwas tun! Teil 4: Beobachtung und Kartierung

Der Wald ist einer der artenreichsten Lebensräume der Welt und stellt nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen eine wichtige Lebensgrundlage dar. Der Artenreichtum in deutschen Wäldern wird von der Deutschen Schutzgemeinschaft Wald (dsw) mit rund 2.000 Pflanzenarten (davon 90 Baumarten) und rund 7.600 Tierarten angegeben. Hinzu kommen noch etliche Pilzarten und viele tausend Mikroorganismen, die insbesondere im Boden für den Erhalt des Ökosystems Wald wirken.

Der Schutz bedrohter Tierarten gelingt den zuständigen Forst- und Umweltbehörden umso besser, je mehr über das Vorkommen der jeweiligen Arten in Hessen bekannt ist. Oftmals reichen Personal, Daten und Mittel aber nicht für eine umfassende Umweltbeobachtung aus. Hinweise aus der Bevölkerung können deshalb für die Erfassung des Bestandes sowie die Ergreifung geeigneter Schutzmaßnahmen sehr hilfreich sein.

Hessen-Forst ruft daher auf seiner Homepage unter der Rubrik Naturschutz die Bevölkerung auf, Sichtungen oder Hinweise auf das Vorkommen bedrohter Tierarten wie beispielsweise Fischotter, Wildkatze oder Hirschkäfer zu melden. Dies gilt auch für das Melden von Verkehrsopfern dieser Arten. Nähere Informationen gibt Hessen-Forst.

Umgekehrt hilft es natürlich auch, das Umweltamt Offenbach über das Vorkommen von Tieren zu informieren, deren Ausbreitung in Ballungsräumen durchaus problematisch angesehen werden kann, beispielsweise Waschbären oder der wasserliebende, aus Südamerika stammende Nager Nutria.

KW 26: Artenschutz im Wald – Jeder kann etwas tun! Teil 5: Konsum

Der Wald ist einer der artenreichsten Lebensräume der Welt und stellt nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen eine wichtige Lebensgrundlage dar. Der Artenreichtum in deutschen Wäldern wird von der Deutschen Schutzgemeinschaft Wald (dsw) mit rund 2.000 Pflanzenarten (davon 90 Baumarten) und rund 7.600 Tierarten angegeben. Hinzu kommen noch etliche Pilzarten und viele tausend Mikroorganismen, die insbesondere im Boden für den Erhalt des Ökosystems Wald wirken.

Ein Weg, etwas für die Erhaltung der Wälder als funktionsfähige Lebensräume zu tun ist das Konsumverhalten. Holz ist nicht nur Brennstoff oder Rohstoff für Haus- und Möbelbau, auch die Rolle der Papierindustrie ist im Zusammenhang mit der globalen Waldzerstörung erheblich. Laut dem „Forum Ökologie & Papier“ (2012) landet weltweit jeder fünfte gefällte Baum in der Papierindustrie. Deutschland liegt, was den Pro-Kopf-Verbrauch von Papier anbelangt, ganz weit vorne. 2010 lag dieser mit 248 Kilo um mehr als das Vierfache über dem Weltdurchschnitt (57 kg). Der Zellstoff, der zur Neuherstellung von Papier nach Deutschland importiert wird, stammt hauptsächlich aus Holz von Wäldern (teilweise sogar Urwäldern) in Russland und Skandinavien – wertvolle Lebensräume für viele bedrohte Tierarten, insbesondere Luchse, Wölfe und Bären, die als Lebensraum großflächig zusammenhängende Wälder brauchen.

Jeder kann also schon alleine damit etwas bewirken, den Papierverbrauch auf das Nötigste zu beschränken. Darüber hinaus sollte beim Konsumverhalten auch auf Zertifikate geachtet werden. Für Möbel und Baumaterialien aus Holz empfiehlt sich das FSC®-Zertifikat (Forest Stewardship Council), das für nachhaltige Waldwirtschaft steht, d. h. Regenerationsfähigkeit der Ressource Wald wird der Bewirtschaftung zugrunde gelegt.

Es gibt auch FSC®-zertifiziertes Papier. Allerdings gibt es beim Papierkauf noch bessere Möglichkeiten, den Wald als Lebensraum vieler Arten zu schonen. Ganz einfach: Recyclingpapier. Der „Blaue Engel“ ist dabei das älteste und beste Zertifikat, denn hier wird zur Herstellung zu 100 % Altpapier verwendet und es werden keine Chemikalien wie Chlor oder halogenierte Bleichmittel eingesetzt. Außerdem schneidet Recyclingpapier auch hinsichtlich des Energie- und Wasserverbrauchs für die Produktion besser ab als Primärfaserpapier. Wer Papier spart und beim Konsum auf entsprechende Siegel achtet tut also nicht nur etwas für den weltweiten Artenschutz, sondern auch für unser Klima.

KW 27: Klimaschutz beim Kochen

In allen Bereichen des Alltags gibt es für jede und jeden von uns die Möglichkeit sich für eine klimafreundliche Version zu entscheiden, so auch beim Kochen. Dabei fängt es mit dem Topf an. Ist der Topf kleiner als die Herdplatte, geht Energie verloren. Ist der Topf für die Platte jedoch zu groß, dauert das Ankochen zu lange. Topf und Platte sollten also zusammen passen. Außerdem verbrauchen hohe, schmale Töpfe durch den geringeren Topfdurchmesser weniger Energie beim Kochen. Also: Immer mit dem passenden Deckel kochen, dadurch kann weniger Wärme ungenutzt entweichen.

Außerdem: Wasserkocher sind energiesparender und schneller als der Herd. Also lohnt es sich das Nudelwasser vorzukochen oder auch Tee- oder Kaffeewasser ausschließlich damit zu erhitzen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, nur so viel Wasser einzufüllen, wie tatsächlich gebraucht wird und der Wasserkocher sollte sich nach dem Kochen schnell von alleine abschalten, ein längeres Erhitzen bringt nichts und kostet nur Strom und Geld.

Im Sommer mögen wir alle es kühl. Auch Ihr Kühlschrank! Daher sollte er so kühl wie möglich aufgestellt werden, am besten in einem unbeheizten Raum. Ist das nicht möglich, sollte darauf geachtet werden, dass er nicht in der Sonne oder neben dem Herd steht, denn je wärmer die Umgebungstemperatur ist, umso mehr Energie benötigt der Kühlschrank zum Kühlen.

Speisen in der Mikrowelle auftauen kostet unnötige Energie. In den Kühlschrank gestellt kann das Gefriergut den Kühlschrank zusätzlich beim Kühlen unterstützen und so den Strombedarf verringern. Umgekehrt sollten Sie gekochte Gerichte abkühlen lassen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. So verbraucht der Kühlschrank beim Frischhalten nicht zusätzlich Energie, um die Gerichte erst abzukühlen. In diesem Sinne: Bon appétit!

Juli

KW 28: Hitze im Sommer – wie Sie sich anpassen können

Was für eine Hitze war das in den letzten Tagen… Immer heißere Sommer sind die Folge des Klimawandels. Diese Folgen der Klimaerwärmung werden sich künftig sehr unterschiedlich auswirken. Während manche Regionen unter zu viel Wasser leiden werden, trocknen andere Gebiete weiter aus. Mehr als 80 Prozent der Deutschen wohnen in Städten. Dort sind sie vom Klimawandel besonders betroffen. Denn in dicht bebauten Gebieten verstärken sich viele Effekte. Diese Wärme spüren wir auch in Offenbach.

Es ist nicht nur durch städtische Klimaschutzmaßnahmen möglich gegen den Klimawandel vorzugehen auch Sie selbst können ein paar Dinge tun, um die Wärme besser zu vertragen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz zu tun.

Natürlich lädt der Schultheis Weiher bei diesem Wetter zu einem kühlen Bad ein aber auch eine kalte Dusche sorgt bei heißen Temperaturen für einen kühlen Kopf. Warum nicht dauerhaft im Sommer kälter duschen? So sparen Sie Energie für die Erwärmung des Wassers. Kreislauf und Bindegewebe freuen sich ebenfalls. Heißer Tipp: Sparduschköpfe mischen Wasser mit Luft und halbieren so den Wasserverbrauch.

Bereiten Sie sich selbst kühle Getränke vor (z.B. kalten selbstgemachten Pfefferminztee), der ist günstiger und gesünder als z.B. teure und süße Softdrinks. Außerdem müssen diese Getränke nicht energieaufwändig produziert, abgefüllt und transportiert werden.

Wenn Ihre Wohnung oder Ihr Haus sich im Lauf des Tages zu sehr aufheizt, sorgen von außen angebrachte Rollos dafür, dass die Hitze gar nicht erst reinkommt.

Im Büro können Sie mit einem mit Wasser gefüllten Zerstäuber die natürliche Klimatisierung unterstützen. Gönnen Sie Ihrem Gesicht, Dekollete, den Oberarmen oder Waden zwischendurch einfach einen kurzen Sprühnebel. Die leichte Feuchtigkeit auf der Haut bewirkt zusammen mit dem kleinsten Lufthauch wahre Wunder an Abkühlung. Kein Lufthauch da? Hier kommt der klassische Fächer ins Spiel – eine einfachere, effizientere Klimaanlage gibt es nicht!

Quelle: www.klima-sucht-schutz.de

KW 29: Sommerzeit ist Grillzeit Teil 1 – Mehr Gemüse, weniger Fleisch

Was tun wir in Deutschland in der schönsten Zeit des Jahres am liebsten? Richtig, mit Freunden zusammen abends im Garten oder am Main grillen. Aber muss es dabei immer Fleisch sein? Ob Grillkäse, Tofu-Würstchen, gefüllte Zucchini oder Auberginen - solche kreativen Gerichte sorgen für Abwechslung auf dem Grill und sind dazu noch sehr viel klimafreundlicher als ein Steak. Für den Anbau des Futters werden ganze Wälder gerodet und die Tiere stoßen direkt große Mengen des Treibhausgases Methan aus. In den meisten Fällen hat das Fleisch außerdem einen weiten Transportweg hinter sich und muss dabei ständig gekühlt werden. So ist Fleischkonsum aus Klimaschutzsicht sogar noch schädlicher als der Autoverkehr.

Wenn Sie jedoch das Gemüse zum vegetarischen Grillen regional einkaufen oder im besten Fall aus dem heimischen Garten ernten, schonen sie das Klima vergleichsweise natürlich umso mehr und sparen eine Menge CO2 ein. Und: die vegetarischen Varianten sind meistens auch noch kalorienärmer, leichter und gesünder. Weitere Variationen für ein fleischloses Grillen sind gefüllte Champignons, gegrillte Maiskolben, Grillbrot oder Rostkartoffeln - hier ist für jeden etwas dabei. Sie brauchen weitere Ideen? Im Internet oder in der nächsten Buchhandlung finden Sie tolle Bücher und Rezepte, denn Veggie-Grillen ist IN!

Quelle: www.klimaretter.info

KW 30: Sommerzeit ist Grillzeit Teil 2 –Umweltfreundliche Kohle, Anzünder & Co.

Wer grillt im Sommer nicht gerne? Leider wird in Deutschland allerdings meistens die ziemlich klimaschädliche Holzkohle benutzt, mit der bei jedem Grillen ungefähr 7 kg CO2 freigesetzt wird. Das entspricht dem Ausstoß, dass ein Auto bei einer 35 km langen Fahrt produziert. Insgesamt werden so in Deutschland jedes Jahr ca. eine halbe Milliarde Kilogramm CO2 freigesetzt. Ein erster Schritt wäre es bei der Kohle auf das FSC-Gütesiegel zu achten. Dieses versichert die Nutzung von Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung, bei der sowohl auf soziale als auch auf ökologische Kriterien geachtet wird. Weiterhin zeigt das DIN-Prüfzeichen, dass das Produkt kein Pech, Koks, Erdöl oder Kunststoffe enthält.

Grillen mit einem verbrauchsarmen Elektrogrill ist zwar nicht die traditionelle aber auf jeden Fall die klimafreundlichste Variante, noch besser wenn dieser mit Ökostrom betrieben wird.

Bei Grillanzündern sollte man – nicht zuletzt auch aus gesundheitlichen Gründen – darauf achten, keine chemischen Zündhilfen zu verwenden, da bei dessen Verbrennung krebserregende Stoffe freigesetzt werden. Alternativen dazu können beispielsweise Holzspäne, Reisig oder Pressholz mit Wachs oder Öl benutzt werden. Und: Immer erst das Grillgut auf den Grill legen, wenn die Anzündhilfen vollständig verbrannt sind. Viel Spaß beim Grillen!

Quellen: www.lichtblick.de, www.bund.de

KW 31: Gefährdete Wildbienen schützen

Jetzt im Sommer begegnen und draußen immer wieder Wildbienen. Diese wilden Verwandten der Honigbienen produzieren zwar keinen süßen Brotaufstrich, dennoch sind die über 550 in Deutschland heimischen Wildbienenarten als Pflanzenbestäuber unverzichtbar. Der Gegenwert der Bestäubungsleistung durch Bienen und andere Insekten beträgt allein in Europa über 14 Milliarden Euro pro Jahr.

Viele Wildbienenarten sind durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume und die mit einem hohen

Pestizideinsatz verbundene industrielle Landwirtschaft vom Aussterben bedroht. Zum Schutz der

Wildbienen kann jedoch jeder Einzelne beitragen. Wer zum Beispiel einen Garten hat, dem empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Anlegen einer Wildblumenwiese. Hierfür gibt es im Fachhandel Samenmischungen heimischer Sorten, die an die Bedürfnisse von Wildbienen angepasst sind. Wildbienenwiesen sollten frühestens ab Juni und dann auch nur zweimal im Jahr gemäht werden. Das Mähgut ist zu entfernen. Ranken-Glockenblumen, Kornblumen oder Blaukissen eignen sich ebenfalls hervorragend für den Wildbienenschutz. Wildbienenarten wie Masken- und Pelzbienen bevorzugen auch blühenden Lauch, Zwiebeln, Rosen- und Grünkohl im Gemüsegarten. Generell sollte im Garten auf Pestizide verzichtet werden. Die darin enthaltenen Chemikalien töten nicht nur Wildbienen sondern auch viele andere Insekten. Eine weitere vom BUND empfohlene „Bienenhilfe“ ist auch das Stehenlassen verblühter Stauden im Herbst. Im Winter bieten sie den Insekten Unterschlupf.

Auch auf Balkonen oder Fensterbänken lassen sich in Töpfen bzw. Pflanzkästen die bei Woll- und

Pelzbienen und den Hummeln beliebten Kräuter wie Salbei, Zitronen-Thymian oder Bohnenkraut

aufziehen. Wildbienenarten besiedeln auch sogenannte Insektenhäuser oder andere künstliche Nisthilfen.

Je vielfältiger das Angebot an Nistmöglichkeiten und Futterpflanzen ist, desto größer die Chance, dass sich verschiedene Insektenarten ansiedeln. Weitere Tipps für Nisthilfen und wildbienenfreundliches Gärtnern findet man im Internet unter: http://www.bund.net/wildbienen.

Quelle: BUND

August

KW 32: Salate als klimafreundliches Sommeressen

Salate mit frischem Saisongemüse, mit süßen Früchten oder Beeren oder mit knackigen Hülsenfrüchten, die Auswahl ist bunt und nicht zu knapp. Bekanntlich ist dem Sommerliebenden der Grill sein heiligstes Gut in der Sonnenzeit. Doch wie wäre es denn mal den Grill wegzulassen und Gemüt und Magen mit einem erfrischenden Sommersalat aufzuhellen? Sei es ein Salat mit Erdbeeren oder Kichererbsen oder einfach das frische Knackgemüse vom Markt auf dem Wilhelmsplatz, die Auswahl ist groß und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Haben Sie schon mal Wassermelone, Orange oder getrocknete Tomaten im Salat probiert? Es lohnt sich. Und Sie tun nicht nur für sich etwas Gutes, sondern auch für die Umwelt. Denn nicht nur durch die gesparte Grillkohle schonen Sie die Umwelt, sondern auch durch den Verzicht auf das Fleisch. Ein Kilo Rindfleisch entspricht dem Kohlenstoffdioxidausstoß von 111 Kilometern Autofahrt und ein Kilo Hühnerfleisch einer Autostrecke von 36 Kilometern. Also einfach mal die Grillzange in der Schublade lassen und zum Salatbesteck greifen.

Quelle: National Geographic

KW 33: Wissen Sie was Ihr ökologischer Fußabdruck ist?

Der ökologische Fußabdruck, was ist das? Habe ich auch einen? Ja, den haben wir alle. Der sogenannte Ökologische Fußabdruck illustriert das Maß unserer Ressourcennutzung. Wir in Deutschland liegen mit unserem kollektiven Fußabdruck leider weit über der Kapazität unseres Landes. Um den entsprechenden Wert zu erreichen müssen wir anfangen ökologisch zu denken, denn unter zu hohem Kohlenstoffdioxidausstoß – der Teil des ökologischen Fußabdruckes ausmacht – leiden letztlich alle: Pflanzen, Tiere und auch wir. Seit mehr als 40 Jahren nutzen wir Menschen mehr natürliche Ressourcen, als die Erde erneuern kann. Heute sind wir an dem Punkt angelangt, dass wir umgerechnet 1,5 Erden brauchen, um die Ökosystemleistungen bereitzustellen, die wir Jahr für Jahr aufzehren. Seinen eigenen ökologischen Fußabdruck kann man sich auf diversen Seiten im Internet ausrechnen lassen. Der Rechner setzt den aktuellen Ressourcenverbrauch und die vorhandenen Ressourcen ins Verhältnis. Somit erkennt man, welchen Einfluss die eigene Lebensweise auf den Ressourcenverbrauch hat. Auch Tipps und Tricks werden mitgegeben, die wenn sie umgesetzt werden, nicht nur das Gewissen beruhigen, sondern auch Mutter Natur. Kleinigkeiten wie den Müll zu trennen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen oder auf die Ernährung zu achten haben dann schon große Folgen. Mitmachen lohnt sich.

Quelle: WWF

KW 34: Umweltbewusst sommerlichen Badespaß genießen

Was gibt es besseres als bei extremer Hitze ein kühlendes Bad zu nehmen? So gut wie gar nichts. Gerade in diesem Sommer sind Badeseen und Schwimmbäder begehrt wie nie. Doch bekommen die meisten schon beim Erblicken des Parkplatzes den zweiten Schweißausbruch. Zum Glück gibt es da unsere klimatisierten Nahverkehrsmittel, die Sie schnell und sicher von A nach B bringen. Und zu Fuß sind die passenden Badeplätze von der richtigen Bushaltestelle nicht einmal schwer zu erreichen. Wie wäre es denn das Auto zuhause stehen zu lassen, die besten Freunde und oder die Kinder einzupacken und sich mit dem Bus oder Rad in Richtung kühles Nasses zu begeben? So laden die Schwimmbäder und Badeseen Sie gerne ein, mal umweltbewusst und locker die Hitze mit ihnen zu genießen. Dabei ist jedoch immer zu beachten, den Platz so zu verlassen, wie man ihn vorfindet, den Müll unbedingt in die zahlreichen Mülltonnen zu werfen. Statistiken nach produziert jeder Bundesbürger 1,23 Kilo Müll am Tag, welcher auf Deponien gehört und nicht unsere Landschaft „verzieren“ soll. Wenn wir noch lange was von unseren Seen und Weihern haben möchten, müssen wir Rücksicht nehmen. Die Natur und die Umwelt wird es uns danken.

KW 35: Upcycling – Aus alt mach‘ Neu!

Upcycling klingt nicht nur wie Recycling, sondern ist es im Grunde genommen auch. Es findet immer mehr Anhänger. Upcycling bedeutet etwas Altes zweckentfremden und daraus etwas Neues zu kreieren. Haben Sie sich schon mal eine Pfandflasche angeschaut und sich dabei gedacht, was für eine schöne Vase sie abgeben könnte. Oder sich eine Gabel als Möglichkeit gesehen Ihre Jacke daran aufzuhängen? Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Lassen Sie sich inspirieren und vielleicht entdecken Sie beim nächsten Hausputz den ein oder anderen verborgenen Schatz, der umfunktioniert werden kann. Doch nicht nur stylisch und finanziell ist Upcycling interessant, selbstredend ist es auch sehr umweltfreundlich. Es wird weniger „Müll“ entsorgt und wenn Sie einmal gesehen haben wie aus einer Tetra-Pack-Verpackung eine Lampe entsteht, werden Sie begeistert sein von der Kreativität dahinter und auch von der Unendlichkeit der Möglichkeiten Dinge sinnvoll wieder zu verwenden. Also einfach mal versuchen, ein Versuch kostet nichts. Man findet dazu viele Anleitungen im Internet und auch Workshops hierzu werden in einigen Städten angeboten. Viel Spaß beim Upcyclen!

Quellen: www.wikipedia.de, www.helpster.de

September

KW 36: Leben im Klimawandel

Eine überragende Mehrheit der anerkannten Klimawissenschaftler ist sich einig: Auch wenn die politisch vereinbarten Ziele zur Minderung der Treibhausgase erreicht und damit auch die globale Erwärmung auf 2 Grad beschränkt werden können, wird sich das Klima so weit verändern, dass wir uns an neue Umweltbedingungen anpassen müssen. Eine zunehmende Zahl an Hitzetagen, längere Trockenperioden, aber auch häufigere Starkniederschläge und Stürme wirken sich auf viele Bereiche des Lebens aus. Dieser großen Herausforderung muss sich auch die Stadt Offenbach stellen. Am 22. September lädt daher das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz Führungs- und Fachkräfte aller relevanten Handlungsfelder ins Klingspormuseum ein, um notwendige Inhalte und Strukturen für eine lokale Klimaanpassungstrategie in Angriff zu nehmen.

Doch nicht nur die übergeordneten planerischen Entscheidungen sind es, die im Hinblick auf den Klimawandel überdacht werden müssen, auch jeder einzelne von uns kann einen Beitrag mit ganz konkreten Handlungen leisten: Den versiegelten Hinterhof in einen Garten mit Bäumen und Sträuchern verwandeln. Eine „stadtklimafeste“ Baumsorte für einen Standort in der Innenstadt wählen. Das Flachdach bei der nächsten Sanierung begrünen. Am Haus Verschattungselemente anbringen und zumindest das Dach gut dämmen. Dachregenwasser auf dem eigenen Grundstück versickern bzw. zum Bewässern nutzen. Diese und viele weitere Aktionen können helfen, die sommerliche Aufheizung zu mindern und Überflutungen bei Starkregen zu reduzieren. Sie kommen nicht zuletzt auch unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden zu gute.

KW 37: Netzwerk Baubegleitung: Hand in Hand lädt zu kostenloser Beratung ein

Auch ein heißer Sommer wie dieser verlässt uns irgendwann wieder und so werden die Regentage mehr und die Nächte länger und kälter. Der Herbst steht vor der Tür und da ist es ratsam sich einmal Gedanken darüber zu machen wie Ihr Haus für die kalte Jahreszeit gewappnet ist. Das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz bietet daher am 15.09.2015 um 17.00 Uhr im Stadthaus eine Veranstaltung an, die für Bauinteressierte und Hauseigentümer von großem Interesse ist. Durch diese Veranstaltung führen Sie neben dem Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz Mitglieder aus dem Netzwerk Baubegleitung: Architekten, Handwerker und Energieberater. Sie beantworten Ihnen alle Fragen rund um das Thema Sanierung und Energieeffizienz. Sie werden sich wundern, in wie vielen Bereichen Energie und Geld eingespart werden können und auch Baumängel verhindert werden können.

Informationen zum Netzwerk und den Mitgliedern finden Sie unter www.offenbach.de/klimaschutz unter „Energieberatung“. Melden Sie sich unter umweltamtoffenbachde oder unter 069-8065 2557. Geben Sie gerne auch schon die Themen an, die Sie besonders interessieren.

KW 38: Oktoberfest in CO2-freundlicher Tracht

Fast wie Fasching dieses Oktoberfest. Jeder der Teil des Ganzen sein möchte kauft sich eine Tracht und präsentiert sie und sich auf dem größten Volksfest Deutschlands oder deren Ableger, die es auch hier in der Umgebung gibt. Doch muss es jedes Jahr eine neue Tracht sein oder kann man vielleicht auch mal mit Freunden tauschen? Auch im Internet gibt es Plattformen, die Tauschmöglichkeiten anbieten. Dort kann man auch gebrauchte Trachten erwerben, denn zum Einstauben sind sie zu schade. Doch was ist eigentlich das Problem beim jährlichen Kauf neuer Trachten? Schon längst werden auch die Oktoberfesttrachten häufig im Ausland produziert, sei es von den namhaften oder weniger namhaften Firmen. Dirndl und Lederhosen sind mittlerweile Massenware und legen aus den Produktionsländern weite Transportwege hinter sich, die natürlich große CO2-Emissionen bedeuten. Es ist also wie bei allen Kleidungsstücken sinnvoll zu überlegen, ob es wirklich nötig ist ein neues Teil zu kaufen, denn auch die Produktion selbst verursacht enorme Menge CO2 und auch der Verbrauch von Ressourcen ist enorm. Jeder Einwohner in Deutschland verursacht laut Statistischem Bundesamt pro Jahr 200 Kilogramm CO2-Emissionen für Kleidung und Textilien. Forscher des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie haben für eine Veröffentlichung den Verbrauch natürlicher Ressourcen anschaulich dargestellt. Berechnet man alle Rohstoffe und den Aufwand mit ein, würde ein einziges T-Shirt fünf Tonnen wiegen – so viel wie ein ausgewachsener Elefant. Eine besondere Frisur oder eine alternative Bluse oder Hemd können das „alte“ Outfit neu erscheinen lassen. Also: Mal gegen den Strom schwimmen und nicht Teil der Konsumgesellschaft und Wegwerfkultur sei, das spart übrigens auch Geld.

Quelle: www.focus.de

KW 39: Klarheit im Siegeldschungel der Umweltfreundlichkeit

Welche Kleidung soll man denn nun kaufen wenn man ohne schlechtes Gewissen zum Beispiel in Bezug auf die Umwelt und Arbeitsbedingungen einkaufen möchte? Worauf ist dabei zu achten? Wenn Sie der Umwelt etwas Gutes tun wollen, dann können Sie beim Kauf Ihrer Kleidung auf bestimmte Siegel achten. Dieses kann zum Beispiel das „EU Ecolabel“–Siegel, das „Bluesign®“–Siegel oder auch das „Blaue Engel“–Siegel. Das „EU Ecolabel“ wird von der European Union Eco-labelling Board (EUEB) betrieben. Dieses wird von Vertretern der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten, der Industrie, den Umwelt und Verbraucherverbänden sowie von Gewerkschaften geführt. Man findet dieses Siegel beispielsweise auf Hygieneartikeln, Außenfarben und –lacken oder auch Kopierpapier. Wenn ein Produkt diese Siegel aufweist, wird bei der Produktion zum Beispiel Energieeinsparung geachtet und darauf, dass möglichst wenig Luftschadstoffe ausgestoßen werden oder Stoffe die die Wasserqualität beeinträchtigen. Das „Bluesign®“–Siegel dürfen Produkte tragen, wenn „[…] mindestens 90 % in zertifizierten Fabriken hergestellt […]“ wurde. Dies bedeutet, dass die Produktion in den Fabriken möglichst umweltschonend durchgeführt wird und die Endprodukte für den Menschen unschädlich sind. Der „Blaue Engel“ ist ein staatliches Umweltsiegel. Dieses wird nach den Kriterien des Umweltbundesamtes „[…] unter Einbeziehung relevanter Interessensgruppen […]“ vergeben. Deshalb sollten Sie beim Kauf eines Produktes stets auf ein Gütesiegel, das Umweltfreundlichkeit aufweist, achten. Die Seite www.siegelklarheit.de gibt weitere Auskunft über die Siegel im Textilbereich.

Quellen: www.siegelklarheit.de, www.ecolabel.de, www.eu-ecolabel.de

KW 40: Produkte mit Palmöl meiden - Kennzeichnung hilft

Die Nachfrage nach Palmöl steigt seit Jahren. Mit einem Anteil von einem Drittel am globalen Gesamtverbrauch ist es das weltweit am häufigsten verwendete Pflanzenöl. Inzwischen ist Palmöl in beinahe jedem zweiten Alltagsprodukt enthalten. Ob in Margarine, Schokolade, Keksen, Saucen, Fertiggerichten, Waschmitteln, Cremes oder Lippenstift, in alldem kann Palmöl stecken. Allerdings geht die derzeitige Produktion des Öls in großem Stil auf Kosten von Natur und Umwelt. Für den Plantagenanbau werden vor allem in Indonesien und Malaysia große Flächen Regenwald gerodet. Doch der Boom hat inzwischen auch das tropische Afrika und Südamerika erreicht.

Die Ausweitung der Palmölplantagen nimmt mittlerweile dramatische Ausmaße an. Bedrohte Tierarten wie Tiger, Gorillas, Waldelefanten, Graupapageien oder Orang-Utans verlieren dadurch ihren Lebensraum. Die indonesische Regierung will bis 2026 die Anbaufläche für Palmöl auf 26 Millionen Hektar ausweiten – eine Fläche, die mehr als sechs Mal so groß ist wie die Schweiz. Oftmals werden für die Anlage der Mega-Plantagen durch Konzerne die einheimischen Kleinbauern vertrieben. Zudem fallen bei der Palmölproduktion Abwässer mit großem Anteil an organischen Stoffen an. Bei deren Verrottung entstehen riesige Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases Methan. Die Ölpalme braucht außerdem viel Wasser, wodurch die Böden ausgetrocknet werden. Pestizide und Kunstdünger vergiften das Grundwasser und die Flüsse.

Um die weitere Zerstörung von Regenwaldgebieten zu stoppen, empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Produkte mit Palmöl zu meiden. Bisher war auf Verpackungen nicht eindeutig zu erkennen, ob ein Produkt Palmöl enthält. Die Industrie hat es hinter verschiedensten Namen wie "Pflanzenfett", "pflanzliches Öl", "Palmate" oder "Palmitate" versteckt. Dahinter steht aber meist Palmöl.

Damit ist jetzt zumindest bei Nahrungsmitteln Schluss: Seit Dezember 2014 gilt in Deutschland die neue EU-Verordnung zur Kennzeichnung von Lebensmitteln, nach der Palmöl namentlich in den Inhaltsstoffen aufgeführt werden muss. Damit haben Verbraucher endlich die Wahl und können palmölhaltige Produkte meiden. Bei anderen Produktgruppen bleibt es schwierig, Palmöl zu identifizieren. Im Internet gibt es jedoch Listen, mit palmölfreien Produkten, die regelmäßig aktualisiert werden. Also halten Sie die Augen auf nach verstecktem Palmöl.

Quelle: www.bund.de

Oktober

KW 41: Laubhaufen helfen Tiere zu schützen

Nun ist es so weit, der Sommer ist mal wieder vorüber und der Herbst beginnt. Wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, dann stören sich einige Menschen an den Blättern im eigenen Garten. Diese heruntergefallenen Blätter werden dann zusammengerecht und kompostiert. Doch das sollte man zum Wohl verschiedener Tiere nicht tun. Denn das Laub und primär Laubhaufen bieten der Tierwelt einen Unterschlupf und auch Nahrung. Wenn mit einem Laubblasgerät so ein Laubhaufen weggeblasen wird, sind viele Tiere dem schutzlos ausgesetzt und von Saugern werden sie sogar teilweise direkt zerhäckselt. Zudem haben einige Tiere, wie zum Beispiel Igel aber auch zum Beispiel Schmetterlingslarven dann keine Möglichkeit zu überwintern. Laubsauger oder ähnliche Geräte sind leider auch aus anderer Sicht noch schädlich für die Umwelt, da sie häufig einen Verbrennungsmotor besitzen und gesundheitsschädliche Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid ausstoßen. Man sollte auch nicht durch Laubhaufen laufen, weil man nie sicher sein kann, ob man dann nicht auf sich darin befindende Tiere tritt. Daher ist es am besten das Laub einfach in Haufen liegen zu lassen. Außerdem gelangen durch das verrottende Laub auch viele Nährstoffe wieder zurück in den Boden und sorgen für eine gute Bodenbeschaffenheit. Und: Alles was in den Haufen lebt, wie beispielsweise Insekten lockt auch andere Gartenbewohner wie verschiedene Vogelarten in Ihren Garten. Sie beleben ihn also in vielerlei Hinsicht.

Quellen: www.umwelt-im-unterricht.de, www.nabu.de

KW 42: Offenbacher Klimapaten geben ab sofort ihre persönlichen Umwelttipps

Doch wer sind diese Offenbacher Klimapaten eigentlich und was machen sie? Darüber gibt ab sofort unser wöchentlicher Umwelttipp und eine frisch erschienene Broschüre des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz Auskunft. Darin werden die Offenbacher Klimapaten – ein bunt gemischter Haufen an Personen mit den verschiedensten Berufen, Hintergründen und aus allen Altersklassen – vorgestellt, die alle eines gemeinsam haben: das Interesse am Klimaschutz. Zusammengetan haben sie sich im Nachgang der Klimaschutzkonferenz 2014 und seitdem treffen sie sich regelmäßig und planen gemeinsame Aktionen und führen diese dann auch durch. Ihr Ziel ist es Gesicht zu zeigen für den Klimaschutz in Offenbach, deutlich zu machen, was jede/r Einzelne tun kann und somit viele weitere Offenbacherinnen und Offenbacher zu motivieren ihren persönlichen Weg zum Klimaschutz zu finden. Dass dieser ganz einfach sein kann bringen die Texte in der Broschüre zum Ausdruck, jede/r Klimapaten/-patin hat schon so einiges getan was ein Stück weit zum Klimaschutz beiträgt und das ist es, was entscheidend ist bei dem Thema: Jeder noch so kleine Schritt zählt und gemeinsam können wir viel erreichen. Daher freut sich die Gruppe der Klimapaten – momentan bestehend aus 36 Personen – auch weiterhin über Zuwachs. Welche Aktivitäten jede/r Einzelne im Rahmen der Gruppe macht ist komplett offen und freiwillig: Ein Klimapate kann auf einem Plakat mit individuellem Motto erscheinen, kann persönliche Umwelttipps geben, kann sich mit Klimapaten-Visitenkarten ausstatten und damit werben, bei Aktionen der Gruppe mitmachen und vieles mehr. Die nächste Aktivität wird eine Taschenaktion auf dem Offenbacher Wochenmarkt sein.

Und hier gelangen Sie zu weiteren Aktivitäten der Klimapaten.

November

KW 46: Offenbacher Klimapaten geben ihre persönlichen Umwelttipps - diese Woche: Petra Bechtel

Klimapatin: Petra Bechtel
   
Alter: k. A.

Beruf: Diplom Biologin, Leitung der Schülerbibliothek der Geschwister-Scholl-Schule sowie von Schularbeitsgemeinschaften „Energie-Team“ und „Bücherei-Team“ im Rahmen der Sozialen Dienste in der Schule

Hobbies: Lesen, Vegetarisch kochen, in der Natur unterwegs sein mit Fahrrad oder zu Fuß, Besuch von Museen

„Wie ich dazu kam…“

Klimaschutz hat schon in den ersten Diskussionen, in denen es darum ging, ob es den Klimawandel überhaupt gibt, mein Interesse geweckt. Für mich bedeutet aktiver Klimaschutz, die Welt so zu bewahren, wie sie im Moment ist. Der Klimawandel ist deshalb so gefährlich, weil er so schleichend verläuft und die negativen Folgen nicht mehr umkehrbar sind - wie z.B. das Artensterben, die Verwüstung von Landschaft oder das Schmelzen der Polkappen und Gletscher.

„Wie ich mich als Klimapatin engagiere…“

Ich setze mich privat dafür ein, dass Offenbach nachhaltiger und klimafreundlicher wird, indem ich auf meine Ernährung achte, viel Fahrrad fahre und versuche zuhause Energie zu sparen. Aber auch bei meiner beruflichen Tätigkeit stehe ich für den Klimaschutz ein. So versuche ich beispielsweise, den Klimaschutz in der Schule zu einem wichtigen Thema zu machen. Mein Ziel ist es, die Schulen zu vernetzen und die Schüler zusammen zu bringen, damit möglichst viel Energie in den Schulen eingespart werden kann.

„Was ich Offenbach rate…“

Konkrete Tipps von mir sind: Sich über Zusammenhänge informieren und die möglichen Auswirkungen des persönlichen Handelns bedenken. Also: Nachdenken und bewusst Handeln! Und sich öfter mal fragen: Was ist wirklich wichtig für mein Leben?

Ein bewussteres „Weglassen“ von Dingen, die nicht zwingend nötig sind. So ist die vegetarische Ernährung für mich kein Verzicht (aufs Fleisch essen) sondern eine bewusste, ethische Entscheidung für den Tier- und den Klimaschutz.

Was gibt es Schöneres, als an einem sonnigen Sommermorgen auf dem Offenbacher Wochenmarkt frisches Obst und Gemüse aus der Region einzukaufen?

Anschließend mit der Familie zusammen vegetarisch kochen und dann gemeinsam genießen!

Und hier gelangen Sie zu weiteren Aktivitäten der Klimapaten.

KW 47:  Offenbacher Klimapaten geben ihre persönlichen Umwelttipps - diese Woche: Simon Borkowsky

Klimapate: Simon Alexander Borkowsky
   
Alter:
16

Beruf: Schüler, möchte vielleicht Anwalt oder Richter werden

Hobbies: alle Arten von Sport, vor allem Fechten

„Wie ich dazu kam…“

In der Schule über die Plant for the Planet-Aktion in der 6. Klasse. Dann bin ich der Club of Rome-AG beigetreten, engagiere mich bei den verschiedenen Jahresprojekten, dieses Jahr zum Beispiel zu Plastikmüll oder wir sammeln in der Schule Druckerpatronen. Und jetzt mache ich eben auch bei den Klimapaten mit. Klimaschutz – für mich bedeutet das nachhaltig etwas gegen den Klimawandel und Umweltverschmutzung zu tun – geht uns alle etwas an und früher oder später wird jeder mit dem Problem konfrontiert.

„Warum ich Klimapate bin…“

Es gefällt mir am besten in einer Gruppe zu sein, wo alle etwas tun wollen und so die Möglichkeit zu haben wirklich etwas durchzubringen. Ich hoffe, dass wir so den CO2-Ausstoß reduzieren und dass mehr Leute anfangen Fahrrad zu fahren und Strom zu sparen. Je mehr dabei mitmachen desto mehr können wir durchsetzen, als kleine Gruppe in einer großen Stadt ist das schwerer.

„Mein Tipp für Klimaschutzeinsteiger…“

Ich selbst verbrauche zum Beispiel so wenig Strom wie möglich, indem ich Steckerleisten oder den Bildschirm ganz ausschalte und ich kaufe keine Plastikflaschen. Ich kann so selbst das beeinflussen, was ich ändern will und muss nicht hoffen, dass andere etwas machen. Sich über Organisationen  und Gruppen wie die Klimapaten und über unsere Probleme mit dem Klimawandel zu informieren ist wichtig. Dann wird schnell klar, was man machen muss: Wenn die Stromrechnung hoch ist, hilft Stromsparen; das Auto stößt CO2 aus, da hilft Rad- oder Bahnfahren. Vor allem aber sollte man Interesse haben.

Und hier gelangen Sie zu weiteren Aktivitäten der Klimapaten.

KW 48: Offenbacher Klimapaten geben ihre persönlichen Umwelttipps - diese Woche: Stephan Christ

Klimapate: Stephan Christ

Alter: k. A.

Beruf: Journalist und Verleger

Hobbies: Breakdance, Lesen, umweltbewusste Bewegung

„Wie ich zum Klimaschutz kam…“

Meine ersten Gedanken zum Umweltschutz kamen in der Pubertät, also ungefähr in der Zeit, in der man erstmals seinen eigenen Platz in der Welt sucht. Aber auch Lehrer in der Schule haben mich mit solchen Themen berührt. Richtig aktiv im Klimaschutz bin ich aber erst jetzt als Klimapate.

„Warum ich Klimapate bin…“

Klimapate zu sein finde ich erfrischend und inspirierend. Ich mag es, durch andere etwas dazuzulernen und dass es den Leuten Kraft und Energie gibt, im Klimaschutz tätig zu sein.  Ich finde, dass es zu den „Hausaufgaben“ eines menschlichen Wesens gehört, im Einklang mit seiner Umgebung und dem Klima zu leben. Es ist doch beispielsweise einfach viel schöner, sich in einem sauberen Umfeld zu bewegen und keine Maske aufgrund eines schlechten Gewissens tragen zu müssen. Grünflächen und Natur sind ein großes Privileg und geben Kraft, deswegen sind diese Dinge nicht selbstverständlich.

„Was ich in Offenbach erreichen möchte…“

Um etwas Großes zu bewegen, muss man klein anfangen. Jeder einzelne kann etwas für den Umweltschutz tun, wenn auch in kleinster Form. Ich zum Beispiel gehe wann immer möglich zu Fuß oder fahre Fahrrad. Außerdem habe ich keine Ahnung, wann ich das letzte Mal eine Plastiktüte gekauft habe. In Zukunft wünsche ich mir mehr „Wir“ in Offenbach. Denn wir sind nicht allein auf der Welt!

„Mein Tipp für Klimaschutzeinsteiger…“

Unsere Nachbarstadt Frankfurt einfach mal mit dem Fahrrad statt dem Auto besuchen. Es gibt einen schönen Non-Stop Radweg am wunderbaren Main entlang!Die einfachen Dinge des täglichen Lebens sich selbst bewusster machen und beachten. Wie z.B. die Auswahl treffen bevor man den Kühlschrank öffnet. Außerdem erleichtert eine feste Zuordnung der Lebensmittel im Kühlschrank die Qual der Wahl und beugt eine stundenlange Safari durch die Dickichte seiner Kühlfächer vor. 

Ansonsten kann ich auch nur raten bei allen Produkten die man kauft lieber ein wenig mehr Geld auszugeben und sich für Qualität zu entscheiden, da diese meist auch umweltfreundlicher ist, sei es bei Lebensmitteln oder auch  Gebrauchsgegenständen oder Kleidung. Finger weg von billig!

Und hier gelangen Sie zu weiteren Aktivitäten der Klimapaten.

 

Dezember

KW 49: Offenbacher Klimapaten geben ihre persönlichen Umwelttipps - diese Woche: Alfred Clouth

Klimapate: Alfred Clouth
   
Alter: 59
Beruf: Unternehmer

Hobbies: Golfen, Garten, Computer

„Wie ich zum Klimaschutz kam…“

Eigentlich bin ich schon seit 30 Jahren mit dem Thema beschäftigt, nämlich als die Produktionsstätte meiner Firma aus der Stadt nach Waldhof verlagert wurde. Damals brachte der Blick auf Kostenreduktion und Effizienz  den positiven Nebeneffekt Umweltschutz mit sich. Von Klimaschutz hat immer jeder etwas, denn auch als Privatperson möchte ich saubere Luft, sauberes Wasser und gute Lebensmittel konsumieren und möglichst lange gesund auf dieser Erde weilen.

„Warum ich Klimapate bin und was ich für den Klimaschutz tue..“

Ich möchte als Teil der Bewegung positiv mitwirken können und sie stärken damit sie im Fluss und zukunftsfähig bleibt und immer neue Ziele verfolgen kann. Verhältnisse und Herausforderungen ändern sich stetig, daher muss die Gruppe wachsen und leben, neue Ideen müssen entstehen und neue Wege gegangen werden. Ich beteilige mich beim Masterplan Offenbach und auch im Rahmen weiterer Ehrenämter. Im Klimaschutz kann man auch mit geringem Aufwand schnell positive und nachhaltige Resultate und Einsparungen erzielen.

„Was ich mir für Offenbach wünsche…“

Offenbacherinnen und Offenbacher sollten sich positiv und engagiert in den Bürgerbeteiligungsprozess des Masterplans einbringen, über Parteigrenzen hinaus. Es müssen keine Wunder geschehen, es reicht sich offen mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

„Mein Tipp für Klimaschutzeinsteiger…“

Nutzen Sie die möglichen Informationsquellen, Information sollte vor Aktionismus stehen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Austausch von Neonröhren auf LED-Leuchtmittel gemacht. In meiner Firma drehe ich immer mal wieder am Wochenende wenn die Maschinen still stehen meine Runden um eventuellen Druckluftleckagen auf die Schliche zu kommen. Außerdem wird unser Fuhrpark auf moderne Autos mit Start-Stopp Automatik umgestellt.

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KW 50: Offenbacher Klimapaten geben ihre persönlichen Umwelttipps - diese Woche:Tamée Laureen Ersfeld

Klimapatin: Tamée Laureen Ersfeld
   
Alter: 14

Beruf: Schülerin, möchte wahrscheinlich mal Medizin studieren

Hobbies: Gitarre spielen, Tennis, Freunde treffen

„Wie ich zum Klimaschutz kam…“

In der 6. Klasse haben wir mit der gesamten Klasse an dem Projekt „Plant for the Planet“ teilgenommen, bei der wir zu Klimabotschaftern ausgebildet wurden. Außerdem machen wir bei der Club of Rome-AG mit, die immer eine Jahresaktion durchführt, wobei zum Beispiel Geld für einen Nationalpark gesammelt wird. Klimaschutz bedeutet für mich Dinge für die nachfolgenden möglichst zu verbessern oder zumindest nicht zu verschlimmern, das ist einfach wichtig.

„Warum ich Klimapatin bin...“

Weil ich so andere motivieren möchte, denn ich glaube viele wissen noch nicht worum es dabei eigentlich geht. Außerdem finde ich gut bei dem Projekt als „Kind“ erwachsen sein zu dürfen, die Zukunft ein bisschen verändern zu können, auch direkt für meine eigene Generation. Ich hoffe, dass dabei noch viele mitmachen, auch bei kleinen Projekten, und wissen wie wichtig das Thema ist, weil es nur dann richtig gut funktioniert.

„Was ich mir für Offenbach wünsche…“

Ich fände super, wenn sich die Leute einsetzen, wirklich auch auf Kleinigkeiten achten und nicht nur reden. Und wir brauchen auch Personen, die uns bei unseren Aktionen unterstützen, Eltern und Lehrer zum Beispiel.

„Mein Tipp für Klimaschutzeinsteiger…“

Ich selbst achte zum Beispiel darauf Müll zu trennen und Plastikmüll zu vermeiden, auf dem Wochenmarkt zum Beispiel stattdessen eigene Behälter zu benutzen und die dann auch noch mit Biolebensmitteln zu füllen. Außerdem esse ich nicht viel Fleisch und fahre mit dem Bus zu Schule. Man kann genauso einfach damit anfangen tagsüber das Licht immer auszumachen oder lieber zu Fuß in den Supermarkt um die Ecke zu gehen statt mit Auto.

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KW 51: Offenbacher Klimapaten geben ihre persönlichen Umwelttipps - diese Woche: Edmund Flößer-Zilz

Klimapate: Edmund Flößer-Zilz
   
Alter: 57

Beruf: Dipl. Biologe, derzeit Klimaschutzmanager Stadt Eschborn, früher 10 Jahre beim Städtenetzwerk Klima-Bündnis tätig (Entwicklung Eisblockwette, Stadtradeln)

Hobbies: Fahrradtouren, Schwimmen, Radreisen

„Wie ich zum Klimaschutz kam…“

Mein Interesse an Fauna und Flora führte mich zum Studium der Biologie. Die Diskussion um die Auswirkungen von FCKW auf die Atmosphäre (Ozonloch, UV-Strahlung) und die belebte Umwelt (Amphibien) hat mich sehr bewegt. In einer Chemievorlesung in den 80er Jahren berichtete mein Professor dann vom Anstieg der globalen CO2-Werte. Etwa zur gleichen Zeit erschien der Bericht Global 2000, damals ein Bestseller unter den Umweltbewegten. Bei späteren Kartierungsarbeiten von Libellen stellte ich auch selbst fest, dass mir immer häufiger mediterrane nicht-heimische Arten begegneten. Während meiner Arbeit für das WWF-Aueninstitut in den 90er Jahren standen die zunehmenden Starkniederschläge und Hochwässer im Vordergrund. Es zeichnete sich ab, dass Klimawandel und Klimaschutz zu einer existentiellen Frage für die Menschheit werden. Im Nachhinein betrachtet kam ich fast zwangsläufig zum Klimaschutz.

„Warum ich Klimapate bin...“

Ich möchte das Verständnis dafür wecken, dass wir alle an einem Strang ziehen müssen, dass jeder noch so kleine Beitrag zählt, ich möchte den Menschen den Zugang zum Thema erleichtern und so bewirken, dass die Menschen etwas in ihren Alltag mitnehmen und umsetzen können. Ich denke, wir müssen dafür aber auch die Strukturen der Stadt verbessern, beispielsweise den ÖPNV oder die Radwege. Häuser sollten wir so bauen, dass Sie mit passiver Kühlung im Sommer funktionieren. Wenn wir das Klima schützen, tun wir etwas Sinnvolles, was allen nützt – das erfüllt mich. Oft hat man dann auch eine Win-Win-Situation, wie beim Fahrradfahren. Denn Radfahren ist auch Stressverarbeitung, fördert meine Fitness und ein Feierabendgetränk beim Hafen 2 auf dem Heimweg mit dem Rad bedeutet für mich auch Lebensqualität.

„Was ich mir für Offenbach wünsche…“

Dass unsere Botschaft ankommt, die Offenbacherinnen und Offenbacher unsere Ideen aufgreifen und wir die Anzahl der Klimapaten vielleicht sogar verdoppeln. Denn jede gute Sache braucht Fürsprecher, damit sie funktioniert; je mehr desto besser. Je mehr Leute sich aufs Fahrrad statt ins Auto setzen, desto besser. Und: Klimaschutz ist kein Luxus, sondern ein Auftrag für uns alle, im Sinne der heute lebenden und nachfolgenden Generationen, anderer Länder und Inselvölker.

„Mein Tipp für Klimaschutzeinsteiger…“

Machen Sie einfach das Licht aus, wenn Sie den Raum verlassen. Vermeiden Sie Klimaanlagen, wählen Sie die niedrigschwellige Variante, lassen Sie den Rollladen tagsüber runter, lüften Sie nachts großzügig, wenn es gar nicht anders geht auch mal den Ventilator anstellen, der braucht deutlich weniger Energie als eine Klimaanlage. Drehen Sie die Heizung runter beim Lüften. Und vor allen Dingen – und das gilt auch im Büro oder in Schulen – Stoßlüften! Nicht dauerhafte Kipplüftung. Das macht wirklich viel aus.

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KW 52: Offenbacher Klimapaten geben ihre persönlichen Umwelttipps - diese Woche: Leonhard Gallei

Klimapate: Leonhard Gallei
   
Alter: 73

Beruf: Pensionär, Vorsitzender Verkehrswacht Offenbach, Oberamtsanwalt a.D.

Hobbies: Schwimmen, Tennis spielen

„Wie ich zum Klimaschutz kam…“

Eigentlich habe ich mich schon immer damit befasst, als Autofahrer habe ich damals schon früh einen Dieselfilter nachgerüstet. Klimaschutz bedeutet für mich die Atmosphäre beispielsweise durch fehlende Filter nicht noch mehr zu belasten. Heute fahre ich ein Auto mit der sparsamen Start-Stopp-Automatik. Die Klimaschutzkonferenz 2014 hat mich neu und anders wieder auf das Thema aufmerksam gemacht.

„Warum ich Klimapate bin...“

Weil ich in der Gemeinschaft Gleichgesinnter neue Informationen bekomme, denn ohne die weiß man nicht, wie und wo vielleicht noch mehr Einsparungen möglich sind. Ich finde auch es wichtig, gemeinsam zu überlegen, wie dieses Wissen weitergegeben werden kann. Schließlich geht es um das große Ganze und – ganz wichtig – um unsere Jugend. Wenn wir die Augen zu machen brauchen wir uns nicht wundern, wenn irgendwann der Kollaps kommt.

„Was ich mir für Offenbach wünsche…“

Alle Menschen auf der Straße und auch schon die Kinder sollten durch das Publikmachen aller Angebote und Informationen zum Klimaschutz Bescheid wissen. Vielleicht machen dadurch mehr Leute die Dinge so wie unsere Gruppe der Klimapaten und denken ähnlich. Es sollte in der Familie losgehen und auch Kinder sollten an der Radfahrprüfung teilnehmen, damit sie selbstständig ihre Wege zur Schule meistern können.

Im Verkehr wünsche ich mir mehr Rücksichtnahme, Verständnis, Miteinander und Zusammenhalt.

„Mein Tipp für Klimaschutzeinsteiger…“

Es hilft schon sehr viel im Straßenverkehr mehr zu blinken, das verhindert Staus. In Sicherheitstrainings der Verkehrswacht kann man auch lernen spritsparender zu fahren.

Auch bei 40°C statt 90°C zu waschen führt zu Stromeinsparungen. Beim Schwimmen auf der Rosenhöhe versuche ich den Menschen unter der Dusche zu erklären, dass es nicht sein muss, das Wasser laufen zu lassen, wenn man gar nicht drunter steht. Das gilt natürlich auch privat, denn Wasser ist ein kostbares Gut.

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KW 53: Offenbacher Klimapaten geben ihre persönlichen Umwelttipps - diese Woche: Lucia Gerharz

Klimapatin: Lucia Gerharz
   
Alter: k. A.

Beruf: Studentin (Germanistik und Geschichte), Mandatsträgerin

Hobbies: Gärtnern

„Wie ich zum Klimaschutz kam…“

Ein Experiment in der Grundschule hat mich erstmals auf das Thema Klimaschutz aufmerksam gemacht. Dabei ging es um einen Vergleich zweier Wälder: einmal mit und einmal ohne menschlichen Einfluss. Zudem hat mich das Aufwachsen mit gesunder Ernährung schnell eine bewusste Lebensweise entwickeln lassen da mir viel am Erhalt aller Arten dieser Welt liegt.

„Warum ich Klimapatin bin...“

Durch meine Aktivität im Klimaschutz habe ich kein schlechtes Gewissen, denn ich könnte nicht leben, ohne diesbezüglich etwas zu tun. Zum Beispiel gehe ich grundsätzlich zu Fuß, versuche den Naturkreislauf aufrechtzuerhalten, indem ich viele Pflanzen aufzüchte und auch verschenke sowie Insekten in meinem Garten locke. Dabei gefällt es mir am besten, zu zeigen, wie man mit kleinen Veränderungen große Schritte erzielen kann und dabei für die Gemeinschaft etwas Gutes zu tun.

„Was ich mir für Offenbach wünsche…“

Für Offenbach wünsche ich mir mehr gemeinschaftliches Denken der Bürger, eine Aufklärung über die Energiewende und dass mehr über die Konsequenzen individueller Handlungen nachgedacht wird. Außerdem kann das Auto ruhig öfter mal stehen gelassen werden, denn in unserer Stadt sind die Wege kurz. Klimaschutz geht uns alle etwas an und man sollte nicht aufhören, über dessen Ziele zu informieren. Zusammen erreichen wir mehr!

„Mein Tipp für Klimaschutzeinsteiger…“

Achtung vor der Bezeichnung „pflanzliches Fett“ bei Lebensmittelangaben! Dabei handelt es sich meist um Palmöl, für dessen Gewinnung Regenwälder gerodet werden. Lieber zu Produkten greifen, die klar die Verwendung von heimischen Ölsaaten wie Raps oder Sonnenblumen aufweisen.

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