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Januar

KW 1: Guter Vorsatz: Mal etwas für andere zu tun

Am Anfang des neuen Jahres haben viele von uns immer mal wieder ein paar gute Vorsätze. Wie wäre es in diesem Jahr mit einem ganz uneigennützigen, jedoch einem der unseren Enkeln und deren Kindern sicher einiges an Sorgen und Umweltproblemen erspart? Um genau zu sein wird auch uns dieser Vorsatz schon gut tun und positiv auffallen: Das Vermeiden von Plastikmüll. Die gute Neuigkeit dazu: Es ist gar nicht schwer! Für viele Einwegartikel aus Plastik gibt es bereits gute Alternativen, von denen wir viel länger etwas haben und gleichzeitig der Umwelt einen Gefallen tun, z.B. durch weniger Müll in der Landschaft. Sicher kennt fast jede/r die Bilder von Schildkröten mit Plastikverpackungen um den Hals und von toten Vögeln mit Plastik im Magen. Diese Tiere kommen nur durch uns Menschen überhaupt mit Plastik in Berührung. Das heißt wir können das Leid von Tieren direkt beeinflussen. Auch wir Menschen essen übrigens indirekt Plastik, z.B. durch den Verzehr von Fisch. Und auch Kosmetik enthalten immer mehr Mikroplastik, was z.B. durch das Duschwasser in die Umwelt gelangt.

Auf EU-Ebene ist daher vor kurzem beschlossen worden, dass es ein Verbot dieser diversen Wegwerfartikel ab 2020 geben soll. Das Potential durch dieses Verbot ist riesig: So sollen bis 2030 Umweltschäden im Wert von 22 Milliarden Euro vermieden werden und Verbraucher können bis zu 6,5 Millionen Euro sparen. Auch für den Schutz der Ozeane bedeutet das Verbot einen großen Schritt, denn momentan bestehen 80% des Meeresmülls aus Plastik. Und jede/r Einzelne kann darauf direkt Einfluss nehmen, z.B. indem Sie Ihre Lebensmittel auf dem Markt kaufen oder in Geschäften, die ihre Obst und Gemüse nicht in extra Verpackungen verkaufen. Wattestäbchen gibt es in der Drogerie auch mit Pappstiel. Joghurt, Ketchup oder Öl gibt es auch in Glasflaschen. Taschentücher können Sie fürs Büro und zuhause auch im Kartonspender kaufen, statt einzeln verpackt. Statt Plastikmülltüten kann oft auch eine alte Zeitung den Zweck erfüllen. Nehmen Sie sich doch einfach eine einzige Änderung für das Jahr 2019 vor, auch das macht einen Unterschied.

Übrigens wird auch die Industrie durch verschiedene Instrumente zukünftig mehr in die Pflicht genommen, so z.B. durch Zahlungen wenn Produktverpackungen wenig umweltfreundlich sind.

Quelle: www.faz.net, BMU „Nein zur Wegwerfgesellschaft“

KW 2: Gesund essen in den Wintermonaten

Bestimmt fast jede/r hat ihn bereits einmal probiert oder zumindest von ihm gehört: Rosenkohl. Er verfügt über einen sehr intensiven und charakteristischen Kohlgeschmack und schmeckt milder und süßer, wenn er nach den ersten Frosteinbrüchen in den Wintermonaten geerntet und zubereitet wird. Erntesaison ist dabei von September bis April, die Zeit ab November gilt als Haupterntezeit des Rosenkohls.

Rosenkohl ist sehr gesund und eignet sich prima als Zutat in Aufläufen, Suppen und Eintöpfen. Da er in Deutschland innerhalb  der Wintermonate regional und saisonal angebaut wird, tragen Sie beim Verzehr einen Teil zum Klimaschutz bei. Denn bei regionalen Lebensmitteln fallen deutlich kürzere Transportwege und somit weniger unnötiger CO2-Ausstoß an, als bei Produkten aus weit entfernten Anbauregionen im Ausland. Sollten Sie sich nicht sicher sein wann welches Obst oder Gemüse Saison hat, können Sie das in sog. Saisonkalendern nachlesen, z.B. auf den Seiten des Bundeszentrums für Ernährung (www.bfze.de).

Ein leckeres Rezept zur Verarbeitung von Rosenkohl, welches garantiert gelingt ist ein französischer Klassiker: Quiche mit Rosenkohl

Zutaten (für 4 Personen)

Teig                                                                     

125g Margarine                                                            250 g Mehl
50g saure Sahne                                                            1 Eigelb                                                                  Salz                  

Füllung

500g Rosenkohl
3 Eier
3 EL Schlagsahne
150g Crème fraîche
100g geriebener Hartkäse
Mildes Paprikapulver
Salz, Pfeffer
Muskatnuss                                                                                                  

Rosenkohl waschen, die äußeren, gelben Blätter entfernen, in gesalzenem Wasser ca. 15 Min. kochen.

Für den Teig Mehl, Butter, saure Sahne, Eigelb und Salz mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Für 1 Stunde kalt stellen. Gekochten Rosenkohl mit einem Sieb abgießen. Teig kurz kneten, auf wenig Mehl zu einem Fladen (Ø 32 cm) ausrollen. In eine gefettete und mit Mehl ausgestreute Tarte­form (Ø 28 cm) legen und einen 2 cm hohen Teigrand for­men. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen, den Ofen auf 200 Grad einstellen (Umluft 180 Grad), Vorheizen ist bei Aufläufen nicht zwingend notwendig und spart Energie. Anschließend den Teig in den Ofen geben und ca. 10-15 Minuten vorbacken.

Eier, Sahne und Crème fraîche mischen und mit Salz, Pfeffer, Paprika und Muskat würzen. Rosenkohl auf dem Teig vertei­len, die Eier-Sahne-Mischung darüber gießen, mit Käse bestreuen und bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) mindestens 30 Minuten backen.

 

Quelle: Interkulturelles Bündnis für Nachhaltigkeit

KW 3: Selbstgemachte Taschentücher in der Erkältungssaison

Das graue und nasse Wetter beschert momentan so manchem eine Erkältung oder zumindest eine häufig „laufende Nase“. Statt eine Menge Papiertaschentücher nur einmal benutzen zu können und dann direkt wegzuwerfen, kann man mit selbstgemachten Stofftaschentüchern auf Dauer nicht nur Geld sparen, sondern auch Müll vermeiden und somit einen Beitrag für eine sauberere Stadt und z.B. gegen hohe Energiekosten bei der Produktion leisten. Für selbstgemachte Taschentücher müssen außerdem keine Bäume gefällt und keine Plastikverpackungen hergestellt werden. Die Stofftaschentücher können super aus Stoffresten oder alter Kleidung gemacht werden und somit ist ihre Produktion sozusagen klimaneutral. Bei gekauften Stofftaschentüchern ist dies zwar nicht der Fall, dennoch sind sie im Laufe ihrer Lebensdauer deutlich klimafreundlicher als das Papiertaschentuch, was nur auf den ersten Blick in der Produktion weniger schädlich ist. Die Stoffvariante hat noch einen weiteren Vorteil: Sie sind absolut reißfest und können nach der Verwendung durch die Waschmaschine wieder absolut hygienisch sauber gemacht werden.

Wenn Sie trotzdem zu Papiertaschentüchern greifen möchten, sind solche aus Recyclingpapier oder mit dem FSC-Siegel und im Taschentuchbox-Format die beste Wahl. Dabei fällt nämlich weniger Verpackungsmüll an und es wird im Fall der Recycling-Taschentücher kein Holz extra für die Produktion gefällt.

In diesem Sinne: Kommen Sie gut und hoffentlich erkältungsfrei durch den Winter!

KW 4: Geldsparen rund um Kühl- und Gefrierschrank

Na, wann haben Sie zuletzt Ihr Gefrierfach abgetaut? Und wussten Sie schon wieviel Energie verpufft wenn Sie das nicht tun? Nein? Darum geht es diese Woche und auch darum wohin mit Essensresten, die Sie noch aufheben wollen und mit Tiefkühlprodukten, die Sie abtauen wollen. Überall hier warten nämlich Möglichkeiten der Kosten- und Energieeinsparung auf Sie.

Das Abtauen von Gefrierfächern  – schon 5 Millimeter Reifansatz steigert die Verbrauchswerte des Gefriergerätes nämlich um etwa 30% – macht beispielsweise im Winter mehr Sinn, da Sie dann Ihre Tiefkühlprodukte gut auf die Fensterbank oder den Balkon stellen können, ohne dass sie abtauen und dann vom Gefrierschrank wieder energieintensiv heruntergekühlt werden müssen. Denn der Gefrierschrank kühlt gegen die „Wärme“ der Produkte an. Daher ist es auch besser Essensreste erst in den Kühlschrank zu stellen, wenn sie komplett abgekühlt sind, da auch hier der Kühlschrank gegen die Essenswärme an kühlen muss. Hingegen macht das Abtauen von Lebensmitteln wiederum im Kühlschrank sehr viel Sinn, da die Lebensmittel durch die abgegebene Kälte sozusagen mithelfen beim Kühlen und entsprechend weniger extra Kühlleistung durch Strom erzeugt werden muss. Wenn selbsthergestellte Produkte in Plastikbehältern abgefüllt gut beschriftet werden, vergeht zudem weniger Zeit bei geöffneter Tür während der Suche nach dem Behälter mit dem richtigen Inhalt. Grundsätzlich reicht im Kühlschrank übrigens eine Temperatur von ca. 7°C, schon 1°C kälter erhöht die Kosten um ca. 5%. Und noch ein Tipp zuletzt: denn was natürlich bei all den Dingen, die zu beachten sind, ebenfalls entscheidend ist, ist das Alter des jeweiligen Gerätes. Auf www.co2online.de können Sie einen KühlCheck machen, der ihr Altgerät mit einem modernen Gerät vergleicht und eine Empfehlung über ein Neugerät gibt.

In diesem Sinne also erstmal: Guten Appetit!

Quelle: www.co2online.de

 

KW 5: Umweltschonender Frühjahrsputz

Zwar ist es noch nicht ganz Frühling, aber einige denken sicher schon an den Frühjahrsputz und sowieso: Leider gibt es immer etwas zu putzen im Haushalt. Wasch- und Reinigungsmittel werden tagtäglich in Haushalten eingesetzt. Gerade weil sie so allgegenwärtig sind, wird eine mögliche Gefährdung von Umwelt und Gesundheit durch ihre Verwendung häufig unterschätzt.

Worauf Sie achten können nun kurz und knapp: Legen Sie Wert auf biologisch abbaubare Wasch- und Reinigungsmittel, die möglichst wenig umwelt- und gesundheitsgefährdende Substanzen enthalten. Orientieren Sie sich hierfür an die verschiedenen Siegel für nachhaltiges Waschen und Reinigen, wie dem „Europäische Umweltzeichen“ und dem „blaue Engel“.
Ersetzen Sie aggressive Reinigungsmittel durch natürliche Säuren wie Essigessenz oder Zitronensäure. Reinigungsmittel lassen sich auch einfach selbst herstellen, dazu braucht es nicht viel:

Man nehme Schalen von Zitrusfrüchten (Zitronen, Orangen, Mandarinen, Grapefruit – was gerade gut zur Hand ist), weißen Haushaltsessig (keine Essigessenz). Im ersten Schritt füllt man die Schalen der Zitrusfrüchte dicht in Glasgefäß (z.B. Einmachglas). Dann füllt man das Gefäß mit Essig auf, bis die Schalen vollständig bedeckt sind. Dann das Gefäß für 2-3 Wochen stehen lassen, zwischendurch bei Bedarf Essig nachgießen, da die Schalen ihn aufsaugen und sie immer vollkommen bedeckt sein sollten, um Schimmel zu vermeiden. Innerhalb weniger Wochen entsteht so, ein gut duftender Haushaltsreiniger. Dass der Reiniger fertig ist, erkennt man daran, dass der Essig sich dunkler färbt und nach Zitrusfrüchten duftet. Er besitzt eine hohe Kalklösekraft und kann direkt unverdünnt angewendet werden. Zur Verwendung als Reiniger gießt man dann die Flüssigkeit durch ein Sieb und füllt sie zum Beispiel in eine leere Sprühflasche des früheren Reinigers. Ein Schuss Spülmittel oder Flüssigseife reduziert die Oberflächenspannung und sorgt dafür, dass der Reiniger gut auf glatten Oberflächen haftet.

Durch die eigene Herstellung ist sichergestellt, dass keinerlei Chemie enthalten ist. So steht dem Glanz in Ihrem Zuhause - ohne Schrammen für die Umwelt und ohne Ekzeme auf der Haut-  nichts mehr im Wege!

 

Quellen:

https://reset.org/act/clean-and-green-umweltschonende-wasch-und-putzmittel

http://www.nachhaltigleben.ch/themen/wohnen-haushalt/putzen-ohne-chemie/umweltfreundliche-reinigungsmittel-34

 

Februar

KW 6: Durch Taschengeld-Contracting Kinder für den Umweltschutz begeistern

Um den Umweltschutz anzugehen, fängt man am besten Zuhause an und das ist gar nicht schwer. Auch die Kleinsten können da schon mitmachen und so dem Thema näher kommen.

Mit der Methode des Taschengeld-Contracting können Kinder auf eine spielerische Art das Energiesparen lernen. Hierbei geht es darum, dass Kinder im Haushalt auf die Suche nach Energiefressern gehen, das können über Nacht brennende Standby-Leuchten sein oder auch im Urlaub laufende Kühl- oder Gefrierschränke oder Router. Die Suche der energieintensiven Geräte ist am einfachsten mit einem Strommessgerät. Diese gibt es bereits ab ca. 15€ zu kaufen, einige davon berechnen sogar direkt Kosten und auch den CO2-Ausstoß. Eine kostenlose Ausleihe von Strommessgeräten und reichlich Informationsmaterial ist auch im städtischen Umweltamt, im Kaiserpalais gegen vorzeigen eines Personalausweises möglich. Diese Geräte kann man dann vorschalten und so bei allen Geräten im Haushalt den Verbrauch ermitteln. Dieser ist häufig übrigens höher als vom Hersteller angegeben.

Für jeden gefundenen Energiefresser erhalten die Kinder dann eine kleine Taschengelderhöhung.

Damit lernen Kinder bereits früh das Energiesparen und die daraus entstehenden Vorteile, nämlich einen Beitrag für die Umwelt zu leisten und dafür belohnt zu werden. Bei dieser Methode profitieren nicht nur Kinder, sondern auch die Eltern und zwar durch die Stromkosten, die eingespart werden. Zudem ist die Zeit sinnvolle und gemeinsam mit den Kindern verbrachte Zeit. Viel Spaß bei der „Jagd“!

Quelle: https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/klimaschutz-fuer-gross-und-klein/

https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/klimaschutz-tolle-ideen-und-projekte-fuer-kinder-3012.html

https://www.freiburg.de/pb/,Lde/232424.html

KW 7: Energiesparen mit Merksätzen

Über ein Drittel des Energieverbrauchs der privaten Haushalte wird im Bereich Wohnen verursacht. Der Bereich Wohnen verursacht demnach laut Angaben des Umweltbundesamtes in etwa genauso hohe CO2- Emissionen, wie die Bereiche Ernährung und Verkehr zusammen. Aus diesem Grund soll der Umwelttipp der Woche diesmal dazu beitragen den C02- Fußabdruck im eigenen Haushalt zu verringern. Und das mit ganz einfachen Mitteln.  

Vielleicht kennt der*die ein oder anderen den Spruch „Handy, Schlüssel, Portemonnaie, brauch‘ isch alles, wenn isch geh‘!“. Er wird im hessischen Raum oftmals Kindern und Jugendlichen beigebracht, um nicht ständig etwas zu Hause liegen zu lassen - aber was hat das mit dem Umwelttipp der Woche aus der Offenbach Post zu tun?

Nun ja, viele unter uns, lassen sicher mal ein Lichtlein in der Wohnung brennen oder den Laptop an, ohne dem Klima bewusst schaden zu wollen. Vielleicht kann auch hier ein kleiner Spruch an der Wohnungstür helfen, um trotz des Alltagsstresses klimafreundlich zu handeln:

Geräte, Licht und Heizung aus, sonst verlass‘ ich nicht das Haus!!!

Natürlich können Sie auch selbst kreativ werden und sich Ihren eigenen Merksatz überlegen. Und denken Sie dran: Energie sparen ist nicht nur gut für unseren Planeten, sondern auch für Ihren Geldbeutel!

KW 8: Selbstgemachte Schminke zu Fasching

Die närrische Zeit steht vor der Tür und neben den Erwachsenen verkleiden sich besonders Kinder an diesen Tagen gerne. Zu einer richtigen Verkleidung gehört natürlich auch die passende Schminke.  Konventionelle Schminke kann jedoch hautschädigende oder allergieauslösende oder hormonell wirkende Substanzen, sowie (verstecktes) Erdöl und Mikroplastik enthalten.

Sicherer und gesünder ist es da also auf jeden Fall, die Schminke selbst herzustellen. Das geht einfach und schnell und man hat die Gewissheit, dass der Fastnachtsspaß nicht zu Lasten der Gesundheit oder der Umwelt geht. Zur Herstellung benötigt man im Grunde nur  Wundschutzcreme und Lebensmittelfarbe. Beides ist vollkommen unbedenklich, solange natürliche Lebensmittelfarbe verwendet wird. Diese ist zum Beispiel in der Apotheke erhältlich.  Auch Ohren, Nasen und Warzen lassen sich einfach modellieren. Hierzu benötigt man nur Gummibärchen, Mehl und etwas handwerkliches Geschick. Auch Mascara lässt sich beispielsweise aus nur 4 Zutaten – Speisestärke, Tonerde, Aktivkohle und Aloe-Vera-Gel/-Extrakt – selbst herstellen und auch für Rouge benötigt man nur 3 Zutaten – Alkohol, Speisestärke und farbiges Gemüsepulver. Detaillierte Anleitungen dazu findet man einfach im Internet. Viel Spaß beim Mixen, Malen und Gruseln!

KW 9: Wertvolles Regenwasser nutzen

Schaut man zurück auf das Sommerhalbjahr 2018 wird deutlich, es war eines der heißesten und trockensten, das in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen jemals gemessen wurde. Aus diesem Grund ist es jetzt – kurz vor Beginn des meteorologischen Frühlingsanfangs am 1. März-   besonders wichtig zu wissen, warum Sie besonders schonend mit der so wertvollen Ressource Wasser umgehen sollten.

Zwar sind die Wasserspeicher in Deutschland die meiste Zeit des Jahres gefüllt, dennoch gibt es auch hier Perioden in denen das Wasser knapp wird. Dies geschieht immer dann, wenn langanhaltende Hitze und Trockenheit walten, so wie im Sommer 2018. Wichtig zu verstehen ist, dass es selbst Sommer geben kann, in denen zwar statistisch gesehen relativ viel Niederschlag fällt, diese Zahl jedoch durch wenige aber sehr starke Niederschläge entsteht. Eine solche Niederschlagsverteilung wird nach den neusten Klimaprognosen für Hessen übrigens zunehmend erwartet. Problematiken wie die Grundwasserabsenkung, das Sterben vieler Pflanzen sowie Ernteverluste durch Trockenheit werden dadurch häufiger entstehen als bisher.

Um diese negative Entwicklung des Klimawandels abzuschwächen können Sie als Hobbygärtner*In selbst aktiv werden, in dem Sie die starken Niederschläge auffangen und Ihren Pflanzen diesen in trockenen Perioden spenden. Hierfür brauchen sie nur eine Regentonne, in die idealerweise ein Zufluss vom Dach Ihrer Garage oder Ihres Wintergartens läuft. Dadurch tragen Sie ganz sicher Ihren Teil dazu bei, dass es seltener zur Wasserknappheit kommt. Und eine bunte schöne Regentonne gehört zu einem Garten doch einfach dazu!

März

KW 10: Überschüssige Tragetaschen verschenken

Für manche Menschen gibt es nichts Einfacheres als einen Leinenbeutel, eine Tasche oder einen Rucksack mit zum Einkaufen zu nehmen, damit an der Supermarktkasse keine Papier- oder gar eine Plastiktüte zum Transport der Lebensmittel gekauft werden muss. Doch auch wenn der Verkauf der Plastik- und Papiertragetaschen durch die gesetzliche Kostenerhebung im letzten Jahr stark gesunken ist, gehen täglich immer noch tausende Exemplare über die Theken der Supermärkte.

Möglicherweise liegt es bei einigen Menschen am mangelnden Umweltbewusstsein, dass Sie keine eigenen Tragetaschen mitnehmen, vielleicht aber auch daran, dass Sie in Hektik sind und mal eben in der Mittagspause oder nach dem Feierabend unvorbereitet einige Einkäufe tätigen wollen. Wie auch immer:  Wenn Sie bei sich zu Hause mehrere Leinentüten oder auch alte Plastiktüten herumfliegen haben, die sie nicht mehr brauchen, stecken Sie diese doch einfach in die Tasche, die Sie ohnehin zum Einkaufen mitnehmen wollten. Falls Ihnen an der Supermarktkasse dann eine Person begegnet, die unmöglich all Ihre Einkäufe tragen kann ohne eine Tüte zu kaufen, schenken Sie dieser einfach eine von Ihren Tüten.

Damit tun Sie der Umwelt etwas Gutes und wer weiß - vielleicht entsteht ein nettes Gespräch in der Warteschlange.

KW 11: Green Events - ein nachhaltiger Trend

Deutschland gilt europaweit als wichtigstes Tagungs- und Kongressziel.

2015 waren nach Angaben des GCB (German Convention Bureau) 393 Millionen Gäste in 7208 Veranstaltungszentren, Tagungshotels und Eventlocations.

Bei Veranstaltern entwickelte sich nun teilweise ein Trend hinsichtlich einer nachhaltigen Ausrichtung. Sogenannte Green Events bzw. Green Meetings zeichnen sich dadurch aus, dass sie Wert auf die Umsetzung nachhaltiger Standards legen.

Veranstalter merken dabei häufig, dass die nachhaltige Ausrichtung von Veranstaltungen maßgeblich zur Kostenreduktion beitragen kann, z.B. durch den veränderten Umgang mit Tagungsmaterialien. Diese sollten nicht in zu hohen Auflagen erstellt werden und die Verwendung von Recyclingpapier und das „Blauer Engel“-Siegel sollten beachtet werden.

Bei der Wahl des Veranstaltungsortes sollte z.B. darauf geachtet werden, dass dieser gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Catering sollte vorwiegend vegetarische, saisonal und regional sein. Das ist lecker und spart oft auch Kosten ein. Und natürlich sollte Einweggeschirr vermieden werden. Das ist nicht nur schöner, sondern spart auch jede Menge Müll ein. Bei Sportveranstaltungen könnte z.B. ein „Starterpaket“ als Option angeboten werden – regelmäßige Wettbewerbsteilnehmer benötigen bspw. vielleicht nicht das 100. T-Shirt eines Laufevents. Auch die standardmäßige Banane muss nicht unbedingt sein – auch regionales Obst bietet sich als Energielieferant gut an. Für die vielen weiteren Bereiche, die es zu beachten gibt, gibt es inzwischen Leitfäden welche im Internet kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das Bundesumweltministerium beispielsweise bietet einen solchen Leitfaden (https://bit.ly/2Oglu9L) an. Kompensationsmaßnahmen – z.B. die finanzielle Unterstützung von Klimaschutzprojekten – können die umgesetzten Maßnahmen ergänzen.

Was können Sie selbst tun?

Angereist wird am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Fahrrad, zu Fuß oder mit einer Fahrgemeinschaft. Sollten Sie eigene – wenn auch kleine - Veranstaltung planen, wie Grillfeste, Geburtstage, Besprechungen o.ä. können Sie einige Tipps ebenfalls anwenden und z.B. regionale und saisonale Lebensmittel für die Verpflegung heranziehen und kein Einweggeschirr verwenden – und wenn doch dann welches aus nachwachsenden Rohstoffen wie Papier oder Bambus. Im beruflichen Kontext, können teilweise auch virtuelle Treffen vor Ort Termine ersetzen.

 

Quellen: https://www.hotel.de/blog/gruene-geschaeftsreise/green-events/

https://www.event-partner.de/business/umweltschutz-naturschutz-nachhaltigkeit-auf-events/

https://reset.org/act/prima-fuers-klima-gruene-veranstaltungen

https://www.greenevents-tirol.at/de/downloads/checklisten/

KW 12: Frühlingsgarten gestalten und Insekten fördern

Im Frühling geht es für viele Hobbygärtner wieder ans Bepflanzen von Garten, Terrasse oder Balkon. Auch wenn sicher manche Pflanzen den Winter überstanden haben, macht es Freude, mit neuen Pflanzen schöne Akzente zu setzen. Dabei lässt sich eine attraktive Optik sehr gut mit der Unterstützung unserer einheimischen Insekten verbinden, wenn man geeignete Blühpflanzen auswählt. Denn nicht jede Blüte ist gleichermaßen wertvoll für Insekten. So sind generell gefüllte Blüten, die durch gezielte Züchtung entstanden sind, für Insekten als Nahrungsquelle bedeutungslos, da sich entweder die Staubblätter mit Pollen und Nektar zurückgebildet haben oder diese nicht mehr zugänglich sind. Mit einer bienenfreundlichen Pflanzenauswahl helfen Sie nicht nur der Rostroten Mauerbiene - Insekt des Jahres 2019 und eine häufige einheimische Wildbienenart - sondern auch vielen weiteren Insekten bei der Nahrungsbeschaffung. Die Bienen sind auf den Nektar der Blüten angewiesen, helfen uns aber gleichzeitig durch die Bestäubung der Pflanzen. Ohne diese Bestäubung würden unsere Obstbäume keine Früchte tragen! Welche Pflanzen bienenfreundlich sind, verrät Ihnen eine App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (Weitere Informationen unter www.bmel.de/bienenapp). Diese App stellt Informationen über Bienen übersichtlich dar und gibt im Pflanzenlexikon Hinweise zu diversen Garten- und Balkonpflanzen. Dabei erhalten Sie neben der Einstufung der Bienenfreundlichkeit weitere Informationen über die jeweils geeigneten Standorte, den Blütenzeitraum und einiges mehr. Das Ganze ist natürlich auch bebildert, damit Sie sich Ihren zukünftigen Garten besser vorstellen können. Wer sich von den Bienen komplett begeistern lässt, kann sich in der App auch über die Möglichkeit informieren selbst Imker zu werden. Neben der App gibt es das Pflanzenlexikon auch in Form einer Broschüre zum Herunterladen. Also viel Spaß beim Gärtnern und Insektenbeobachten!

 

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (www.bmel.de/bienenapp), NABU (https://www.nabu.de/news/2018/11/25571.html), Insect-Respect (https://www.insect-respect.org/unterstuetzer/tag-der-insekten.html#c2626)

 

KW 13: Heißen Sie die Schwalben Willkommen!

Ob es Redewendungen sind wie „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ oder „Zwischen zwei Zwetschgenzweigen zwitscherten zwei Schwalben“, ob es die Schwalbe als Glücksbringer, Wetterbote oder als Synonym für theatralische Schauspielerei im Fußball ist - Schwalben sind aus der deutschen Kultur kaum wegzudenken.

Dennoch haben sie es wegen moderner Entwicklungen wie dem Insektenschwund, der intensivierten Landwirtschaft und der hohen Verdichtungs- und Sanierungsrate in Siedlungsgebieten immer schwerer.

Ab Mitte April kommen die ersten Schwalben nach ihrer langen Reise über die Sahara in ihre deutsche Heimat zurück, um hier ihre Jungen großzuziehen. Leider finden die standorttreuen Vögel dabei immer seltener geeignete Bedingungen für den Nestbau vor. Viehställe und Scheunen sind immer öfter geschlossen gebaut, Fassaden nach Sanierungen oft ungeeignet für den Nestbau. Viele Hauseigentümer fühlen sich von den Tieren belästigt oder wissen zu wenig um die Vorteile einer Kolonie der fleißigen Insektenfänger unterm eigenen Dach. Und auch das Nistmaterial, feuchter, offen liegender Lehm, wird immer knapper.

Doch Sie können etwas tun, um die Schwalben zu unterstützen! Bieten Sie den Tieren optimale Bedingungen, dann ziehen sie womöglich unter Ihrem Dach ein.

Es gibt im Handel künstliche Schwalbennester, bevorzugt bewohnt werden jedoch meist selbstgebaute Nester. Es sollte also am Haus an geeigneter Stelle, am besten im geschützten Bereich hoch oben unter der Dachtraufe, die Wand grob verputzt oder die Fassade so angeraut sein, dass das aus Lehm gebaute Nest gut haften kann. Oftmals sind die Oberflächen zu glatt, so dass Nester, wenn sie überhaupt bis zur Eiablage an der Wand halten, spätestens dann herunterfallen, wenn die Küken gewachsen sind und ein gewisses Gewicht erreicht haben. Auch geeignetes Baumaterial können Sie zur Verfügung stellen: Wenn Sie im Garten oder Innenhof ohnehin lehmigen Boden haben, genügt es, eine freiliegende Stelle, an der Katzen und Marder keine Deckung finden, feucht zu halten. Sie können aber auch eine künstliche Lehmpfütze schaffen, indem Sie Ton- oder Lehmerde in einem Bottich, einer Wanne oder einer Teichfolie befeuchten und zur Verfügung stellen. Der Naturschutzbund empfiehlt, die Lehmpfütze in einem Bereich bis maximal 300 m von der Niststätte entfernt anzulegen.

Gegen Verschmutzungen durch herabfallenden Kot helfen übrigens handelsübliche Regalbrettchen, die mindestens einen halben Meter unterhalb der Nester an der Fassade angebracht werden.

Damit die Schwalben genug Nahrung zur Fütterung ihrer Jungen finden, ist es natürlich hilfreich, wenn der Garten insektenfreundlich gestaltet ist: Lassen Sie ruhig die ein oder andere „wilde Ecke“ entstehen und verzichten Sie auf den Einsatz von Pestiziden.

Der Volksmund sagt: „Schwalben bringen dem Haus, an dem sie nisten, Glück und Segen.“ – Probieren Sie es doch einfach aus!

 

Quellen:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/schwalbenfreundliches-haus/22148.html

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/schwalbenfreundliches-haus/22147.html

 

April

KW 14: Secondhand-Kleidung für Babys

Für unsere Neugeborenen wollen wir nur das Beste. Gerade wenn es um die empfindliche Haut der Kleinen geht, ist Vorsicht geboten. Babyhaut ist dünner als die Haut von uns Erwachsenen und schützt den Körper noch nicht so effektiv vor äußeren Einflüssen. Deswegen ist es besonders wichtig darauf zu achten, was wir den Kleinen anziehen, denn die Kleidung hat so gut wie 24 Stunden am Tag Berührung mit der Haut. Kritisch sind vor allem die Farben, mit denen die Textilien behandelt werden. „Je nach Fasertyp - Baumwolle, Wolle, Seide, Kunstfaser - kommen unterschiedliche Färbetechniken und Farbmittel zum Einsatz. Besonders haltbar sind die Farben, die durch chemische Reaktionen die Faser färben. Andere Farben haften an der Faser oder lagern sich in Faserhohlräume ein. Diese können sich leichter abtrennen. Einige der Farben sind fettlöslich und können in die Haut übergehen.“  erklärt die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Internetseite www.kindergesundheit-info.de. Einige Farbstoffe, vor allem die die blau bzw. dunkel färben, können Allergien auslösen. In Deutschland sind zwar viele von ihnen verboten, aber in der EU erlaubt und somit natürlich auch in Deutschland im Umlauf. Deswegen ist es ratsam neue Kleidung vor dem ersten Tragen mehrmals zu waschen oder empfindlichen Babys und Kindern keine Wäsche mit dem Hinweis „separat waschen“ zu kaufen. Oder Sie wählen von Anfang den Weg, der gleichzeitig auch noch die beste Lösung für Ihren Geldbeutel und für die Umwelt ist: Sie kaufen gebrauchte Kleidung! Diese wurde schon häufig gewaschen und ist dadurch viel weniger belastet. Egal ob Sie die Kleidung von Freunden und Verwandten weitergereicht bekommen, auf Internet-Gebrauchtwarenbörsen kaufen oder auf den Kinderflohmarkt von der Kita nebenan gehen. Sie tun Ihrem Baby und der Umwelt in der es aufwächst etwas Gutes. Denn die Herstellung von Kleidung benötigt viele verschiedene Chemikalien, in den Verarbeitungsschritten, genauso wie beim Transport. Dazu kommt, dass ein Großteil des Weltverbrauchs von Dünger und Pflanzenschutzmitteln in die Baumwollproduktion geht. Und so schnell wie die Kleinen aus ihrer Kleidung herauswachsen, sehen die meisten Textilien selbst bei der dritten Runde noch wie neu aus. 

KW 15: Insektenhotels richtig gestalten

Insektenhotels haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erfahren. Es gibt sie mittlerweile überall zu kaufen: in Baumärkten, in Gartencentern und sogar in Discountern und Dekorationsgeschäften. Außerdem begegnen sie uns in Form von Basteltipps in Zeitschriften, in Nachmittagsmagazinen im Fernsehen oder als Do-It-Yourself-Aktion in Kindergärten und Schulen.

Das Interesse an Wildbienen, Schlupfwespen, Ohrwürmern und vielen anderen Nützlingen ist groß – und wunderbar! Aber ihre Förderung durch ein Insektenhotel ist nur wirksam, wenn es auch richtig gemacht wird. Dies ist leider meist nicht der Fall.

Oft erreichen das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz Fragen und Aussagen dazu, dass die aufgestellten Insektenhotels kaum in Anspruch genommen werden. Oder nur von Spinnen und anderen Insekten, als den eigentlich erwünschten. Um die Funktionsweise eines Insektenhotels richtig zu verstehen und eventuell nachteilige Wirkungen vermeiden zu können, hilft die Betrachtung der Biologie der Nützlinge.

Mauerbienen (z.B. die Rostrote oder die Gehörnte Mauerbiene) benötigen für die Eiablage lange, glatte Röhren oder Bohrlöcher mit 8 bis max. 10 mm Durchmesser. Sind die Durchmesser größer, werden die Röhren nicht angenommen, weil sonst zu viel Baumaterial zum Abdichten verwendet werden müsste. Deshalb werden z.B. große Holziegel-Löcher oft nicht angenommen. Stehen an den Löchern z.B. Holzfasern ab, werden die Röhren nicht angenommen, weil die Gefahr der Flügelverletzung zu groß ist. Erstens klettern die Mauerbienen zur Eiablage rückwärts in die Röhre, wodurch die Flügel anfälliger sind, zweitens sind die Flügel der frisch geschlüpften Jungbiene noch weich und müssen erst aushärten, auch hier ist die Verletzungsgefahr zu groß. Deshalb werden in Weichholz gebohrte Löcher oft nicht bezogen. Insbesondere dann nicht, wenn in Holzfaserrichtung gebohrt wurde, anstatt quer dazu. Aufgrund des dekorativen Aspekts ist dies einer der häufigsten Fehler. In Gasbeton (häufig wird Ytong empfohlen) gebohrte Löcher werden zwar angenommen, da das Material aber Feuchtigkeit aufnimmt, kommt es oft zu Faulbrut und somit zu verendenden Maden.

Es richtig zu machen heißt die natürlichen Brutröhren zu imitieren: Bohrlöcher für Mauerbienen in lockeren, trockenen Lösslehm oder in Hartholz (immer quer zur Faserrichtung) bohren, geeignet sind 6er und 8er Bohraufsätze. Die Löcher sollten möglichst glatt abgeschmirgelt werden. Wer es noch einfacher möchte, kann einfach glatt abgeschnittene, hohle Schilfhalme (Länge 10 – 20 cm) bündeln.

Auch auf eine gute Nachbarschaft sollte man achten: Die Einrichtung eines „Hotelzimmers“ für den Ohrwurm direkt neben einem für Mauerbienen führt leider nicht selten dazu, dass dieser erst die benachbarte Brut überfällt, bevor er sich den Blattläusen widmet. Ohrwürmer werden also am besten dort untergebracht, wo sie auch gebraucht werden: in der Nähe des Gemüsebeets oder direkt am Obstbaum.

 

Quellen:

Infoblatt Projekt Wildbienenschutz, Meinrad Lohmüller URL: https://www.wildbienenschutz.de/pdf/insektenhotels.pdf

Fortbildung durch Ehrenamtliche: Naturfreunde Mühlheim e.V.

 

KW 16: Förderung für Wäschetrockner

Die tägliche Wäsche kann auf ganz unterschiedliche Weise getrocknet werden: Die einen schwören aufs Trocknen im Freien mit dem Wäscheständer oder einer Wäschespinne, die Anderen trocknen die Wäsche lieber mit dem Wäschetrockner. Besonders im Winterhalbjahr sind Wäschetrockner sehr beliebt und in Häusern mit mehreren Wohnparteien teilweise die einzige gestattete Form des Trocknens.

Um Wäschetrocknen mit dem Trockner energieeffizienter zu machen, wirbt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nun mit einer Prämie für den Tausch eines alten ineffizienten Trockners gegen einen neuen energieeffizienteren. Dadurch können Stromkosten eingespart werden, was auch für den Endverbraucher von Vorteil ist. Die Höhe der Prämie ist abhängig von der maximalen Kapazität des Trockners und schwankt zwischen 60 und 100 €.

Welche Unterlagen für die Teilnahme an der Förderung nötig sind und was zu beachten ist, finden sie unter www.foerderung-waeschetrockner.de. Der Antrag auf die Förderung muss vor der Bestellung eingereicht werden.

Die beste Sparmaßnahme von allen ist nach wie vor aber natürlich das Trocknen durch Sonne und Wind.

KW 17: Der fahrradfreundliche Arbeitgeber

Wussten Sie schon, dass sich Betriebe als Fahrradfreundlicher Arbeitgeber zertifizieren lassen können? Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) zertifiziert in ganz Deutschland Betriebe die besonders fahrradfreundlich sind. In Offenbach ist der Deutsche Wetterdienst fahrradfreundlich unterwegs – im Jahr 2011 hat der DWD den bike + business Award vom Regionalverband FrankfurtRheinMain des ADFC erhalten und macht sich nun auf die nationale Zertifizierung zu erlangen.

Machen Sie sich als Arbeitgeber noch vor den ersten warmen Tag auf, Ihren Mitarbeiter fahrradfreundliche Mobilität zu gewährleisten, so dass sie gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen.

Bei der Zertifizierung werden verschiedene Maßnahmen betrachtet, die dabei helfen, den Radverkehrsanteil in dem Betrieb zu erhöhen bzw. die Rahmendbedingungen für Rad fahrende Mitarbeiter zu verbessern. Die Maßnahmen finden sich in den sechs Aktionsfelder wieder: Information/Kommunikation/Motivation, Koordination/Organisation, Service, Infrastruktur, Parkraummanagement und andere Komplementärmaßnahmen und Kundenverkehr. Dadurch werden neben der Infrastruktur inkl. sicherer Abstellanlagen, Duschen und Umkleiden, unter anderem auch auf Fahrradreparaturstätten, Betriebsausflüge mit dem Fahrrad, Aktionstage, Informationen zu Fahrradrouten Wert gelegt. Das Zertifikat wird in Bronze, Silber und Gold für jeweils drei Jahre vergeben. Sich als Fahrradfreundlicher Arbeitgeber zu positionieren ist nicht nur gut für das Unternehmensimage, auch ist nachgewiesen das Beschäftigte die regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, ein Drittel weniger Krankheitstage als Personen, die mit dem Auto zur Arbeit kommen, aufweisen (trotz höherer Unfallzahlen). Zudem sind sie produktiver und motivierter während der Arbeit. Ganz nebenbei wird durch mehr Fahrradverkehr der Mitarbeitenden und den Transport von Waren des Unternehmens mit dem Lastenrad (auch ein Kriterium) zum Klimaschutz durch die Reduzierung von verkehrsbedingten CO2 beigetragen. Daher fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit und fördern Sie den Radverkehr als Arbeitgeber. Für das Klima. Für Offenbach.

Mai

KW 19: Kräuter sorgen für Frische in der Küche

Die meisten Menschen benutzen Kräuter sehr häufig beim Kochen. Vor allem im Winter handelt es sich dabei meist um getrocknete Kräuter, deren Ursprung dem Verbraucher oft nicht bekannt ist. Dies können Sie ändern, denn die meisten Kräuter können auch auf dem heimischen Balkon, im Garten oder auf der Fensterbank gedeihen. Selbst gezogene Kräuter können Sie mit einem deutlich besseren Gewissen essen als gekaufte. Denn wenn sie die Kräuter selbst anbauen, sorgen sie dafür, dass keine Emissionen durch Transportkosten entstehen, keine Düngemittel und unnötige Verpackungen verwendet wurden und können sich sicher sein, dass die Kräuter immer frisch sind. Wer sich die Wartezeit während des Heranziehens sparen möchte, kann auf Töpfe mit frischen Kräutern aus dem Supermarkt oder vom Wochenmarkt zurückgreifen.

Neben den gezüchteten Kräutern bietet auch die Natur eine Vielzahl an essbaren Kräutern. In Wäldern und auf Wiesen wachsen diverse Pflanzen, die zu schmackhaften Gerichten weiterverarbeitet werden können. Beispiele hierfür sind die Brennnesselsuppe oder Bärlauchpesto. Kräuter sind vom Frühjahr bis in den Herbst in der Natur zu finden.

Die Kräuter eignen sich auch für tolle Geschenke: Kräuteröle kann man mit einem neutralen Öl nach Wahl ganz leicht selbst herstellen. Dafür einfach die gewünschten Kräuter trocknen und auf einen Liter Pflanzenöl (kaltgepresst oder raffiniert) etwa eine Hand voll Kräuter geben. Eventuell noch etwas Salz hinzugeben, um Feuchtigkeit zu binden. Die Mischung an einem dunklen Ort 2-3 Wochen ziehen lassen, dann sollte das Öl den Geschmack der Kräuter angenommen haben.

Lassen Sie es sich schmecken!

Quelle: https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/we_bs_06_kraeuter_gewuerze_11.pdf

KW 20: Neue Fahrradstraßen in Offenbach: Die beste Maßnahme für den Klimaschutz

Wussten Sie schon, dass der Bau von Fahrradinfrastruktur klimaschädliches CO2 reduziert? Laut einer Untersuchung der niederländischen Forschungseinrichtung CE Delft kann Radverkehrsinfrastruktur einen höheren Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen bringen als Investitionen zur Verringerung des Energieverbrauchs, zur Verkehrsverlagerung (modal shift) oder zur Förderung des Verkehrsflusses.

Bis 2021 entstehen neun Kilometer Fahrradstraße in Offenbach, die uns das Stadtgebiet und unser Umland neu erschließen. Zudem werden noch weitere 25 km Straße fahrradfreundlicher gestaltet damit die Fahrradstraßen einen Anschluss an die Außengebiete bekommen. Schon im September ging es los mit einer Teststrecke auf der Senefelderstraße, die aktuell verlängert wurde. Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur ist damit eine direkte Klimaschutzmaßnahme. Wenn zum Beispiel nach dem Bau der Fahrradstraßen 2.500 Menschen 5 Kilometer am Tag weniger Auto fahren, spart dies eine Kilotonne CO2 – das ist in etwa so viel wie 750 Langstreckenflüge. Aber nicht nur das: Durch mehr Fahrradfahrende, verbessert sich Offenbachs Luft, Straßenlärm wird stark gemindert und Offenbacher und Offenbacherinnen bewegen sich häufiger und leben damit gesünder.

Daher schwingen Sie sich auf das Fahrrad, um das Klima zu schützen und besuchen Sie schon bald die Senefelderstraße. Dort erleben Sie Klimaschutz live!

KW 21: Bodenschutz – damit Ihr Garten funktioniert

Sie planen ein Eigenheim mit Garten und haben gerade ein neues Grundstück gekauft? Meist kommt die Gartenplanung ja ganz zum Schluss, aber um einen schönen Garten mit Zier- und Nutzpflanzen zu gestalten, müssen Sie von Beginn an auch an den Boden Ihres Grundstückes denken. Denn nur ein gut durchwurzelbarer Boden ist eine gute Basis für das Gelingen Ihres Gartens. Ein gesunder Boden ist wie ein Schwamm, viele Poren unterschiedlicher Größe durchziehen den Boden, damit kann er das Niederschlagswasser aufnehmen und speichern. Ja nach Bodenart, Humusgehalt und Bewuchs kann ein Boden bis zu 200 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und einem Meter Tiefe aufnehmen. Diese Bodenporen sind also extrem wichtig für die Pflanzen in Ihrem Garten. Werden die Bodenporen zusammengepresst, steht den Pflanzen das Wasser nicht mehr im vollen Maß zur Verfügung. Für eine uneingeschränkte Nutzung Ihres Gartens mit Rasenfläche, Zier- und Nutzbeeten sowie Gehölzen sollte der Boden mindestens 1,50 m voll durchwurzelbar sein!

Deshalb ist es gerade während der Bauphase wichtig, dass der Boden nicht verdichtet wird. Dabei sollten Sie im Vorfeld folgendes beachten: richten Sie „Tabuflächen“ auf Ihrem Grundstück ein, auf denen später Ihr Garten entstehen soll, d.h. diese Flächen dürfen nicht mit schwerem Gerät befahren werden und auch nicht als Lagerflächen für Baumaterial genutzt werden. Sollte das Grundstück zu klein sein, dann treffen Sie entsprechende Maßnahmen um den Boden zu schonen. Dass können Sie tun, indem Sie Lastenverteilungsplatten verlegen um eine Verdichtungen zu vermeiden. Vor allem nasse Böden werden bei Befahrung erheblich beeinträchtigt.

Sollten Sie den ausgehobenen Boden zur Gartengestaltung verwenden, muss der humose Oberboden und der Unterboden getrennt ausgehoben und der Aushub auch getrennt gelagert werden. Achten Sie darauf dass ihr Gartenboden danach in seiner ursprünglichen Schichtung wieder eingebaut wird, d.h. zuerst der Unterboden und dann etwa 30 cm mächtiger humoser Oberboden. Also viel Spaß bei der Gartenplanung!

Weiter Informationen und ein Merkblatt für „Häuslebauer“ finden Sie unter:

https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/hmuklv_boschu-bauen_haeuslebauer_textvorlage_01_180420.pdf

oder unter:

https://umwelt.hessen.de/umwelt-natur/boden/vorsorgender-bodenschutz

https://www.bodenwelten.de/

KW 22: Pflanzen lieben Regenwasser

An heißen Tagen hat nicht nur der Mensch Durst, auch die Pflanzen im Garten und auf dem Balkon lechzen förmlich nach Wasser. Das günstigste Wasser fällt direkt vom Himmel, man muss es nur sammeln und speichern, anstatt es ungenutzt in den Kanal zu leiten. Mit einer Klappe im Fallrohr der Dachrinne und einer Regenwassertonne ist das leicht getan. Für die Bewässerung größerer Flächen bietet sich eine unterirdische Zisterne an. In der bleibt das Wasser frisch, es friert im Winter nicht ein und man kann es sowohl mit einer Pumpe als auch mit dem Gartenschlauch nutzen. Wer mit Regenwasser bewässert, verschwendet kein wertvolles Trinkwasser, das vor Einspeisung in die Haus- Leitung in den Wasserwerken energieintensiv aufbereitet werden muss. Grundsätzlich sollte in den Abendstunden gegossen werden, ansonsten verdunstet das Wasser direkt wieder. Wichtig ist außerdem, dass das Wasser etwa 10 cm tief in den Boden eindringt. Daher lieber seltener, aber intensiver gießen.  So bilden viele Pflanzen längere Wurzeln und werden widerstandsfähiger. Pflanzen in Balkonkästen und Töpfen mit integriertem Wasserspeicher überstehen auch längere Durststrecken. Den Boden kann man vor schnellem Austrocknen durch eine Lage Mulch zusätzlich schützen. Sollte der Boden trotzdem trocken sein, dann erst langsam und ohne Druck beregnen, damit er die Nässe aufnehmen kann und nicht weggespült wird.

Ein Tipp zum Schluss: Schon bei der Auswahl der Pflanzen sollte man den Wasser- und Lichtbedarf und die Standorteigenschaften berücksichtigen. Sandige Böden halten das Wasser nicht. Dort sind Kletterrosen, Lavendel, Malven, Oregano, Schafgarbe, Strohblumen und Thymian bestens aufgehoben.  Lehmige Böden bleiben länger feucht.  Hier besteht schnell die Gefahr der Staunässe.  Feuerdorn, Flieder, Eisenhut, Lungenkraut und Storchschnabel fühlen sich auf diesem Boden aber pudelwohl. Viel Spaß beim Gärtnern!

Quelle: Das Mainova Energie-Sparbuch und https://www.mein-gartenbuch.de

Juni

KW 23: Virtuelles Wasser bei Lebensmitteln

Jeden Tag konsumiert jeder Mensch verschiedenste Lebensmittel. Dabei kennen die Konsumentenmeist den Preis, die Inhaltsstoffe oder das Ursprungsland. Was viele aber nicht wissen, ist wie viel Wasser eigentlich für die Herstellung oder den Anbau ihrer Lebensmittel verbraucht wird. Dabei sind das im Schnitt 3.900 Liter pro Tag für Nahrungsmittel, also eine enorme Menge. Meist ist beim Kauf allerdings nicht ersichtlich, wie viel virtuelles Wasser, also Wasser was für die Herstellung von Produkten gebraucht wird, hinter den einzelnen Waren steckt.

Dieses virtuelle Wasser teilt man in mehrere Farben auf: Grün, Blau und Grau. Grünes Wasser ist Regenwasser, blaues Wasser ist Wasser aus dem Grundwasser, Flüssen oder Seen und graues Wasser ist durch Landwirtschaft und Industrie verunreinigtes und damit unbrauchbares Wasser. Daher ist die Nutzung von grünem Wasser besser als von blauem Wasser. Graues Wasser sollte möglichst komplett vermieden werden.

Der Verbrauch von virtuellem Wasser wird über den Wasserfußabdruck abgebildet. Dabei spielt vor allem die Farbe des Wassers eine Rolle, sogar noch vor der Menge. Denn wenn für den Anbau von Reis in Thailand 3.400 Liter Wasser pro Kilo verbraucht werden, ist der Wasserfußabdruck dennoch besser als in Marokko, wo nur 2.600 Liter Wasser pro Kilo verbraucht werden, denn in Thailand wird vorwiegend grünes Wasser genutzt, während in Marokko blaues genutzt wird. Graues Wasser kann beim Kauf von Lebensmitteln vermieden werden, nämlich durch biologisch erzeugte Produkte. Denn bei deren Herstellung werden weniger künstliche Dünge- und Pflanzenschutzmittel verwendet, die Schadstoffe in Gewässer eintragen.

Der Wasserfußabdruck in Deutschland ist übrigens überdurchschnittlich hoch. Der jährliche deutsche Wasserverbrauch liegt bei 1.5 Millionen Litern pro Person. Dieser hohe Wert liegt vor allem auch am Konsum von tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern, die für die Meisten auf den täglichen Speiseplan gehören. Tierhaltung und die Futterherstellung erzeugen viel virtuelles Wasser. Für ein Schwein, das 10 Monate intensiv gemästet wird, werden beispielsweise 11.000 Liter Wasser allein für das Futter benötigt. Hinzu kommen nochmal 10.000 Liter für die Schlachtung und Weiterverarbeitung. Auch hier schaffen Bio-Produkte Abhilfe, den eigenen Wasserfußabdruck zu senken. Besonders gut für den Wasserfußabdruck ist es natürlich auch keine Lebensmittel wegzuwerfen, denn hinter jedem Produkt steckt eine Menge virtuelles Wasser.

Wasser zu sparen ist wichtig für unsere Umwelt, gerade wenn die Sommer so heiß sind wie das vergangene Jahr und Grundwasser knapp wird. Achten sie beim Einkauf daher darauf, möglichst regionale und Bio-Ware einzukaufen. Vermeiden sie Produkte aus Ländern, in denen ohnehin schon Wassermangel herrscht, da dort höchstwahrscheinlich wertvolles blaues Wasser zur Nahrungsmittelherstellung genutzt wird.

Quelle: https://www.zugutfuerdietonne.de/schwerpunkte/artikel/article//kein-wasser/, http://vdg.durstige-gueter.de/deutschland.html

KW 24: Zu gut für die Tonne!

Jedes Jahr werden in Privathaushalten in Deutschland 4,4 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, was 150 g pro Person und Tag entspricht. Diese Waren haben eine durchschnittlichen Wert von über 200 € im Jahr. Dabei müssen die meisten dieser Lebensmittel gar nicht in den Müll, denn nur weil sie nicht mehr ganz frisch aussehen, heißt das nicht, dass man sie nicht mehr verwenden kann. Besonders Obst und Gemüse, aber auch verpackte Milchprodukte und Backwaren sind davon betroffen. Auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, bedeutet das nicht, dass Lebensmittel ab dem Folgetag verdorben sind. Von den vermeidbaren Lebensmittelabfällen entfallen ganze 34 % allein auf Obst und Gemüse. Dazu kommen nochmal 14 % für Brot und Backwaren, aber auch 16 % für zubereitete Speisereste.

Die Aktion „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft versucht diesem Problem entgegenzuwirken. Sie bietet Informationen rund um das Thema weggeworfener Lebensmittel. Gleichzeitig findet man dort aber auch Tipps zur richtigen Lagerungen und Haltbarkeit zu vielen Lebensmitteln im Lebensmittellexikon. Denn genau da beginnt unsere Wegwerf-Kultur: Viele Lebensmittel verderben oder werden unansehnlich, weil sie schlichtweg falsch gelagert wurden. Besonders problematisch ist beispielsweise die Lagerung von Tomaten: Sie sondern das Reifegas Ethylen ab, welche den Reifeprozesse von Obst und Gemüse, das in der Nähe gelagert ist, beschleunigt. So sorgen Tomaten, die mit Bananen zusammen liegen, dass die Bananen schneller nachreifen und schneller unansehnlich werden. Wer diese Tipps beachtet erhält Lebensmittel länger frisch und spart dadurch Geld und Zeit für neue Einkäufe. Außerdem bietet die Webseite tolle Rezepte mit denen man aus Resten tolle neue Gerichte zaubern kann. Egal, was man noch daheim hat, es gilt einfach die Zutaten einzugeben und schon bekommt man Rezeptvorschläge mit diesen Zutaten. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Schummelpizza, bei der gekochte Nudeln vom Vortag als Boden dienen? Auch für Partys werden Hinweise zur Partyplanung und zum richtigen Einkaufen gegeben.

Die Informationen gibt es online unter www.zugutfuerdietonne.de oder auch als App.

Weitere Quelle: https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/WvL/Studie_Lebensmittelabfaelle_Faktenblatt.pdf?__blob=publicationFile

 

KW 25: Plastikfreies Badezimmer fürs Klima!

In vielen Badezimmern sind Kosmetikprodukte in großen Mengen vorhanden. Viele dieser Produkte werden in Plastikbehältern verkauft, die anschließend weggeworfen werden. Jedes Jahr werden vier Prozent mehr Plastikmüll produziert, wobei etwa die Hälfte des gesamten Plastikmülls durch Einwegverpackungen entsteht. Dabei kann jeder einfach dazu beitragen, weniger Plastikmüll zu produzieren.

Dies ist unter Anderem im Badezimmer möglich. Duschgel, Shampoo oder Waschmittel, also Dinge des täglichen Bedarfs, auf die wir nicht verzichten wollen, werden aber größtenteils in Plastikverpackungen angeboten. Mittlerweile gibt es allerdings gleichwertige Alternativen zu Plastikverpackungen. Dies beginnt bei festem Shampoo oder Duschbad, das nur mit Papier verpackt ist. Einige Marken werben auch bereits damit recyceltes Plastik oder alternative Verpackungsmaterialien zu verwenden. Wer noch mehr tun möchte, als nur auf die Verpackung zu achten, der kann Duschgel und andere Produkte des täglichen Bedarfs im Badezimmer auch einfach selbst herstellen. Dazu wird weniger benötigt als man denkt. Im Internet finden sich diverse Tipps und Rezepte, wie vieles daheim hergestellt werden kann. Weiter geht es bei den Zahnbürsten: Handelsübliche Zahnbürsten bestehen aus Plastik. Eine Alternative hierzu stellen Bambuszahnbürsten dar. Auch der Müll der Zahnpastatube ist unnötig und es gibt stattdessen Zahntabletten. Viel Spaß beim grünen Erfrischen!

 

Quelle: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/verbraucher-tipps/160930-nabu_tipp_plastik.pdf

KW 26: Der Schulweg zu Fuß – das Beste für Kind und Umwelt

Die Sommerferien rücken näher und für viele Kinder heißt es nun Abschied nehmen vom Kindergarten! Die baldigen Schulkinder können es kaum erwarten eine neue Welt zu entdecken und endlich groß zu sein. Und auch für die Eltern ist das eine aufregende Zeit, in der es viel zu organisieren und bedenken gibt. Der neue Schulweg sollte hierbei eine große Rolle spielen. Wählen Sie die Variante, die nicht nur für die Umwelt die beste ist, sondern vor allem auch die, die für Ihr Kind am besten ist. Lassen Sie Ihr Kind zu Fuß zur Schule laufen! Am besten in einer kleinen Laufgruppe mit anderen Schulkindern. Die stolzen Erstklässler trainieren so ihren Körper und ihre Motorik und werden selbstständig und selbstbewusst. Die Kinder nutzen Zeit und Raum für den Austausch und ein gemeinschaftliches Erleben vor dem Unterricht, wodurch sie im Unterricht aufmerksamer und aufnahmefähiger sind. Nutzen Sie die Sommerferien um den Schulweg zu üben. Die besten Wege zeigt Ihnen der Schulwegplan Ihrer Grundschule. Gehen Sie erst mit Ihrem Kind den Weg gemeinsam und erklären Sie ihm, worauf es achten muss. Danach wird das Kind zum „Wegbestimmer“ und Sie laufen nur noch mit. Wenn das auch klappt, lassen Sie ein wenig Abstand, so entscheidet der ABC-Schütze eigenständig, hat aber bei Bedarf noch Ihre Unterstützung. Sie werden sehen, mit wieviel Spaß die Kinder diese Herausforderung annehmen werden. Später oder bei einem etwas längeren Weg ist natürlich auch ein Roller eine gute Alternative zum zu Fuß gehen. Keine Alternative ist hingegen die Fahrt mit dem Auto zur Grundschule. Der häufig sehr chaotische Hol- und Bringverkehr vor den Grundschulen führt zu vielen unüberschaubaren Verkehrssituationen und Unfällen. Und auch die Belastung für die Umwelt ist auf diesen innerstädtischen Kurzstrecken extrem hoch. Sorgen Sie für mehr Sicherheit durch weniger Autoverkehr vor den Schulen und freuen Sie sich mit Ihrem Kind über die Erfahrungen, die es auf seinem Schulweg sammeln wird.

Juli

KW 27: Sommerzeit ist Grillzeit

Was tun wir in Deutschland in der schönsten Zeit des Jahres am liebsten? Richtig, mit Freunden zusammen abends im Garten oder am Main grillen. Lassen Sie es diese Saison kreativ und vielfältig sein auf dem Grillrost: Ob Grillkäse, Tofu-Würstchen, gefüllte Zucchini oder Paprika - solche kreativen Gerichte sorgen für Abwechslung auf dem Grill und sind dazu noch sehr viel gesundheits- und klimafreundlicher als ein Steak. Für den Anbau des Tierfutters werden ganze Wälder gerodet und die Tiere selbst stoßen große Mengen des Treibhausgases Methan aus. So ist Fleischkonsum aus Klimaschutzsicht sogar noch schädlicher als der Autoverkehr.

Generell gilt: Alles was lange Transportwege und somit auch Kühlungszeit hinter sich hat ist ein großer Energie- und somit Ressourcenfresser. Wenn Sie jedoch das Gemüse zum vegetarischen Grillen regional einkaufen oder im besten Fall aus dem heimischen Garten ernten, schonen sie das Klima vergleichsweise natürlich umso mehr und sparen eine Menge CO2 ein. Und: die vegetarischen Varianten sind meistens auch noch kalorienärmer, leichter und gesünder. Weitere Variationen für ein fleischloses Grillen sind gefüllte Champignons, gegrillte Maiskolben, Grillbrot oder Rostkartoffeln - hier ist für jeden etwas dabei. Sie brauchen weitere Ideen? Im Internet oder in der nächsten Buchhandlung finden Sie tolle Bücher und Rezepte, denn Veggie-Grillen ist IN! Guten Appetit!

Quelle: www.klimaretter.info

KW 28: Hitzevorsorge für uns und unsere Nachbarschaft

Auch wenn man bei dem Begriff Umweltschutz wohl eher an Wälder, Wiesen oder Tiere denkt, sollten wir nicht vergessen, dass wir Menschen auch ein Teil der Umwelt sind. Aus diesem Grund sind wir uns bei diesem Umwelttipp einmal selbst die Nächsten und nutzen die etwas kühleren Tage doch einmal zum Überlegen, wie wir die Lebensqualität für uns und die Menschen in unserem Umfeld bei der kommenden Hitzewelle verbessern können. Denn eines sollten wir nicht vergessen: Die Hitzevorsorge spielt vor allem in Städten eine immer wichtigere Rolle- durch die vielen Beton- und Asphaltflächen heizen sie sich Städte nämlich schneller auf als ihr Umland und speichern die Wärme oftmals bis in die Nacht hinein.

Die Hitze macht insbesondere Kleinkindern, kranken Menschen und auch älteren Menschen zu schaffen. Am besten hilft man sich selbst indem man sich an kühlen Orten aufhält, ausreichend Wasser trinkt und leichte Kost mit vielen Vitaminen zu sich nimmt. Doch hier sind noch einige weitere Ideen, die Ihnen oder den Menschen in Ihrer Nachbarschaft helfen könnten:

  • Lassen Sie sich durch einen Wecker oder Ihr Smartphone daran erinnern, ausreichend Wasser zu trinken. Vor allem wenn Sie befürchten das Ihr Tag stressig wird und Sie das Trinken vergessen könnten
  • Tragen Sie einen Teil dazu bei, das Teile des gemeinschaftlichen Außenbereiches Ihres Hauses/Vereins/Firmengeländes verschattet sind und sich dort Sitzmöglichkeiten befinden, oftmals reicht eine Bank und ein Sonnensegel aus
  • Bieten Sie Ihren Nachbarn an heißen Tagen an ihnen etwas von der Apotheke, vom Supermarkt oder vom Getränkehandel mitzubringen, bspw. durch einen Aushang im Treppenhaus

KW 29: Moore schützen und torffreie Substrate verwenden

Jeder Hobbygärtner weiß es: Damit die heimischen Pflanzen üppig gedeihen, muss der Boden mit Humus, also mit abgestorbenen organischen Material angereichert werden. Durch ihn werden die Pflanzen mit ausreichend Wasser und Nährstoffen versorgt.

Leider wird dieser Humus, welcher als Torf den Hauptbestandteil der Pflanzenerde bildet, noch viel zu häufig durch den Abbau von Mooren gewonnen. Einzigartige Lebensräume, die zahlreichen Arten als Habitat dienen, gehen somit nahezu unwiederbringlich verloren, denn die Moore wachsen nur rund einen Millimeter pro Jahr. Zudem wird beim Abbau von Torf CO2 freigesetzt, welches unserem  Klima schadet.

Um einen Beitrag zum Umweltschutz beizutragen, können Sie ganz leicht selbst aktiv werden. Mischen Sie Ihrer Erde bspw. einfach Ihren Gartenkompost unter. Dieser ist ohnehin meist noch viel nährstoffreicher.

Für die Experimentierfreudigen bietet sich auch eine sogenannte Wurmkiste an. In ihr werden durch unsere kleinen Helferlein Bioabfälle in ihre Grundsubstrate zerlegt. Das Ergebnis ist „schwarzes Gold“ für Ihre Pflanzen.

KW 30: Fahrräder sicher anschließen

Das Radfahren ist immer noch die sauberste Art, um innerhalb der Stadt schnell von A nach B zu kommen. Doch jeder dem schon einmal ein Rad geklaut wurde, weiß, wie sehr das den Spaß am Radeln nehmen kann. Um Fahrräder möglichst sicher anzuschließen und somit Diebstähle zu vermeiden, hat das Ordnungsamt der Stadt Offenbach einige Tipps zum „sicher sichern“ veröffentlicht:

Investieren Sie in ein sicheres Bügel-, Panzer-, Kabel- oder Faltschloss. Informationen gibt es hierfür beispielsweise auf der Homepage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC).

Schließen Sie Ihr Rad am Rahmen und möglichst an einen festen Gegenstand an, aber bitte nicht in Bodennähe. Somit verhindern Sie, dass der Fahrraddieb durch sein eigenes Körpergewicht Druck auf sein Werkzeug ausüben kann.

Sichern Sie Ihr Rad auch im privaten Raum gut ab, denn ein großer Anteil der Fahrraddiebstähle findet in Garagen, Gartenhäusern, Höfen oder sogar in Kellern statt.

Und zu guter Letzt: Lassen Sie Ihr Fahrrad durch den ADFC kodieren. So kann es im Falle eines Diebstahls eindeutig identifiziert werden. Die Termine für die Codierungsaktionen finden Sie unter:

www.adfc-hessen.de/service/codierung

KW 31: Wespenfallen der anderen Art

Bald beginnt sie wieder: die alljährliche Hochsaison der Wespen.

Um sich vor den Plagegeistern zu schützen, wird als wirksamstes Mittel häufig die sogenannte Wespenfalle angepriesen. Sie soll die Tiere meist aus Gärten und Geschäften entfernen. Wespenfallen funktionieren mit natürlichen oder synthetischen Lockstoffen, die in einem weiten Umkreis wirksam sein können. Die Tiere werden von dem verlockenden Duft angezogen, gelangen in die Falle und sterben durch Ertrinken in einer Flüssigkeit oder einem Gift.

Was von den Anwendern einer Falle oft nicht bedacht wird, ist dass die Lockstoffe nicht nur Wespen anziehen, sondern auch Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und andere Insekten, die – meist nicht beabsichtigt – ebenfalls zu Opfern werden. Doch gerade in einer Zeit, in der wir einen massiven Rückgang von Insekten weltweit erleben, sollte dies vermieden werden, um die Artenvielfalt unseres Planeten zu schützen!

Darüber hinaus sind Wespen wie auch andere Insekten durch das Bundesnaturschutzgesetz sogar geschützt. Manche Insektenarten, wie die heimische Hornisse, unterliegen sogar einem besonderen Schutz.

Aus diesem Grund verweisen wir auf einen alten aber sehr effektiven Bauerntrick: Wespen lassen sich gut auf Abstand halten, wenn ihnen begrüßenswerte Ablenkungen angeboten werden wie z. B. ein Schälchen mit reifen angeschnittenen Früchten in sicherer Entfernung!

 

August

KW 32: Schulstart in grün

Auch wenn diesen Satz viele Schülerinnen und Schüler nicht hören möchten: Bald geht die Schule wieder los. In dieser Zeit werden in Deutschland laut Angaben des Umweltbundesamtes allein rund 200 Millionen Schulhefte verkauft. Allerdings ist nur jedes zehnte davon aus Recyclingpapier.

Da jeder fünfte Baum, weltweit zur Papierherstellung gefällt wird, hat der Papierkonsum einen nicht zu vernachlässigen Einfluss auf das Weltklima.

Es empfiehlt sich also folgende Dinge beim Kauf der neuen Schulsachen sowie beim späteren Gebrauch und der anschließenden Entsorgung zu beachten:

Papier sollten möglichst aus Altpapier hergestellt sein. Dies symbolisiert nach wie vor der blaue Engel.

Papier sollten so gut wie möglich genutzt werden, in dem es von beiden Seiten beschrieben oder bedruckt wird- danach kommt noch das Falten von Papierfliegern oder Origami in Frage.

Papier sollte richtig entsorgt werden, damit es wieder gut recycelt werden kann. Aufkleber, Etiketten oder Folien müssen vom Papier abgetrennt werden und kommen dann in den Restmüll. Dies gilt auch für stark verschmutztes oder beschichtetes Papier, Kassenzettel und Hygienepapiere.

 

Quelle:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulstart-dem-blauen-engel

KW 33: Nachhaltiger Konsum im Supermarkt

Laut Angaben des Umweltbundesamtes landen fast ein Drittel aller produzierten Lebensmittel im Müll. Um dies zu vermeiden, gibt es bereits viele Tipps. Beispielsweise können Sie vorm Einkaufen noch einmal einen Blick in den Kühlschrank werfen, um nur das Nötigste einzukaufen oder Sie können kürzlich abgelaufene Lebensmittel noch einmal probieren, ob sie vielleicht doch noch gut sind.

Eine besondere Art der der Solidarität können Sie allerdings direkt im Supermarkt aufbringen, denn insbesondere hier entstehen riesige Tonnen an Lebensmittelmüll:

Oftmals sind wir darauf bedacht Lebensmittel zu kaufen, die noch möglichst lange haltbar sind- ein Verhalten das vielen unter uns sicherlich schon von Kindsbeinen an beigebracht wurde. Dies führt allerdings auch dazu, dass die Lebensmittel, deren Ablaufdatum schon in Kürze bevorsteht, noch im Regal bleiben.

Überlegen Sie sich also doch einmal, welche Lebensmittel Sie bereits in den nächsten Tagen verbrauchen und somit vorm sicheren Wegwerftod bewahren können. Denn brauchen Sie wirklich das langlebigste Steak für die morgige Grillparty?

Und was das Obst und Gemüse angeht: Es muss doch nicht immer die schönste Kartoffel sein, wenn diese ohnehin gewaschen und geschält wird, oder? Und benötigen Sie die prallste Paprika für Ihren Gulaschtopf?

Sein Sie doch lieber Resteretter!

KW 34: Kampagne STADTRADELN

Stadtradeln 2019: 119.330 Fahrradkilometer und Vermeidung von 16.945 kg CO2

Haben Sie auch beim diesjährigen Stadtradeln fleißig Fahrradkilometer gesammelt und dabei CO2 eingespart?

Insgesamt haben die Offenbacherinnen und Offenbacher im Aktionszeitraum vom 11. Mai bis 31. Mai, 119.330 km Radgefahren und haben dabei 16.945 kg CO2 eingespart. Da im Durchschnitt eine in Offenbach lebende Person 37 km pro Tag im Verkehr unterwegs ist, kann sie durch das Radfahren schon 5,18 kg CO2 (gegenüber dem Autofahren) einsparen. Hört sich viel an? Ist auch so. Laut unserer Bundeskanzlerin stehen jedem und jeder Bürger*in 5,4 kg CO2 pro Tag zur Verfügung. Wenn somit jede Person mit dem eigenen Auto unterwegs ist, darf sie eigentlich neben dem Autofahren nichts mehr machen. D.h. kein Strom aus der Steckdose beziehen, nichts essen, nicht trinken, nicht heizen oder klimatisieren (ganz wichtig derzeit), auf Fernsehen verzichten oder shoppen gehen. Für 5,18 kg CO2 können Sie sich 3,5 Portionen Döner und Pommes gönnen oder noch besser (und leckerer) über sechs vegetarische Reisgerichte genießen. Der beste Radfahrer ist im gesamten Aktionszeitraum 2.223 Kilometer geradelt. Es ist natürlich davon auszugehen, dass hier auch viele Sportfahrten dabei waren, so dass die kalkulierte CO2 Vermeidung von 316 kg nicht wirklich auf seinen Alltagsrouten angefallen wären. Aber immerhin scheint er viel zu fahren und hat sich für den Radsport und gegen den Motorsport entschieden. Daher unser Appell. Nehmen Sie das Fahrrad immer dann wenn es möglich ist und bleiben Sie auch nach dem Aktionszeitraum dem Fahrrad treu. Die Umwelt wird es Ihnen danken.

 

https://www.klimatarier.com/de/CO2_Rechner

https://taz.de/!228147/ - Merkel: 2 Tonnen CO2 pro Kopf

KW 35: Nachhaltiger Konsum von A-Z

Es ist nicht immer einfach nachhaltig einzukaufen, denn um wirklich nachhaltig zu konsumieren, müssen wir zahlreiche Faktoren beachten: die Arbeitsbedingungen bei der Produktion, die CO2- Bilanz während der Nutzung, die Möglichkeiten des Recyclings eines Produktes nach der Nutzung und vieles mehr.

Um trotzdem nicht den Überblick zu verlieren, gibt es eine relativ einfache Betrachtungsweise: Versuchen Sie doch einfach mal das gesamte Leben eines Produktes nachzuvollziehen bevor sie es kaufen. Und zwar von seiner Geburt bis hin zum Tod (oder zur Wiederauferstehung).

Die Rohstoffgewinnung: Welche Rohstoffe werden für Ihr Produkt benötigt? Holz, seltene Erden oder Erdöl?

Die Herstellung: Wie viel Wasser benötigt ihr Produkt in der Herstellung, wie viele CO2- Tonnen werden emittiert und können Sie die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung aus moralischen Gesichtspunkten vertreten?

Der Verkauf: Wird Ihr Produkt strahlend beleuchtet und beheizt bis Sie es kaufen? Welchen Weg muss ihr Produkt zurücklegen, bis es bei Ihnen ankommt? Wie ist es verpackt und glauben Sie, dass durch den bezahlten Preis die Mehrkosten für faire Arbeitsbedingung abgedeckt sind?

Die Nutzung: Wie lange hält Ihr Produkt voraussichtlich und brauchen Sie zum Betrieb Strom, Benzin, Wasser oder sonstige Ressourcen?

Die Entsorgung: Kann ihr Produkt nach der Verwendung recycelt werden oder entsteht Müll, der in irgendeiner Deponie gelagert werden muss?

September

KW 36: Bioabfall trennen - aber richtig

Was in den Bioabfall darf und was nicht, gehört sicherlich zu den Evergreens der Fragen, die sich im Haushalt stellen. Ein Grund dafür, warum diese Frage immer und immer wieder für Unklarheiten sorgt, ist sicherlich, dass es gar nicht so einfach ist eine Regel hierfür aufzustellen.

Wussten Sie z.B. dass Asche, Kleintierstreu und Leder nicht in den Biomüll dürfen, dafür aber Kaffeefilterpapier, Haare und Holzspäne (zumindest von unbehandeltem Holz)?

Die beste Faustregel ist sicherlich nach wie vor: In den Biomüll gehören nahezu alle biologisch abbaubaren Abfälle. Tabu sind mineralische Abfälle, also alle Abfälle die Bestandteile aus steinigem Material oder Kunststoffen enthalten.

Falls Sie jedoch auf Nummer sicher gehen wollen, empfiehlt sich eine Liste mit allen Biomüllabfällen auf den Deckel Ihrer braunen Tonne zu kleben oder an einen anderen nahegelegenen Ort. Eine Liste was in ihre Tonne darf, kann beispielsweise auf der Internetseite des Umweltbundesamtes unter folgendem Link ausgedruckt werden:

https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/bioabfaelle/das-gehoert-in-die-biotonne/

Durch sorgfältige Mülltrennung kann der Biomüll knapp ein Drittel des Gesamtmüllaufkommens darstellen. Aus ihm können weitere Produkte, wie Blumenerde oder Dünger für die Landwirtschaft aber auch Biogas gewonnen werden, durch das wiederum Energie erzeugt werden kann. Die kleine braune Tonne hat also eine große grüne Wirkung.

KW 37: Grüne Dächer mit Schwammwirkung

Auch wenn sie von der Straße aus häufig gar nicht so leicht zu sehen sind, gibt es sie immer öfter: Grüne Dächer. Was viele nicht wissen, ist, dass das mit Pflanzen versehende Substrat auf dem Dach nicht nur schön aussieht, sondern auch einen Beitrag zum Überschwemmungsschutz in einem Quartier liefert. Bei starken Niederschlägen hält ein grünes Dach nämlich einen Teil des Wassers zurück, sodass es Überschwemmungen, die durch Stauwasser auf versiegelten Flächen oder überlastete Kanäle entstehen, entgegenwirkt. Es wirkt quasi wie ein Schwamm.

Entgegen vieler Erwartungen ist dieser Effekt gar nicht so gering. Bspw. kann eine 30 cm hohe Substratschicht pro Quadratmeter über 100 Liter Wasser speichern. Bei einer Grundfläche von 10 mal 10 m, also 100 qm, würde ihr Dach dann also 10.000 Liter Wasser zurückhalten. Dies entspricht einem kleinen LKW.

Dachbegrünungen werden also gerade in Zeiten des Klimawandels, welcher in unserer Region neben zunehmender Hitze auch mit zunehmenden Starkregen einhergeht, immer wichtiger. In neueren Bebauungsplänen der Stadt Offenbach sind sie schon verankert. Im Bestand gibt es jedoch noch einige Hürden. Beispielsweise muss die Tragfähigkeit des Dachs geprüft werden und zu steile Dächer kommen ohnehin nicht in Frage.

Da Sie mit einer Dachbegrünung nicht nur zum Überschwemmungsschutz in ihrem Quartier beitragen sondern auch Energiekosten sparen und je nach Art der Begrünung die Biodiversität schützen können, lohnt es sich über eine Dachbegrünung nachzudenken- möglicherweise kann auch Ihrem Eigenheim ohne großen Aufwand ein grünes Accessoire verpasst werden. Erste Informationen erhalten Sie durch den Kontakt zum Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz der Stadt Offenbach.

KW 38: Offenbacher Leitungswasser trinken

In einem urhessischen Sketch des Komiker-Duos Badesalz heißt es „Gott, wie dumm sind die Leut‘, da zahlt einer für Hundertwasser 20.000 Mark“. Natürlich besteht der Witz darin, dass die Zeitung über den Verkauf eines Gemäldes des Künstlers Friedensreich Hundertwasser berichtet und nicht über den Ankauf von 100 Flaschen Wasser. Nichtsdestotrotz geht auch der Konsum von Wasserkisten über das Jahr betrachtet ganz schön ins Geld. Und er verursacht einige versteckte Kosten – vor allem für die Umwelt.

In die hiesigen Getränke und Supermärkte gelangen nämlich Wasserkisten, die über mehrere Kilometer, teils aus anderen Ländern importiert werden. Anschließend werden sie gelagert und meist erneut mit dem PKW bis zum Endverbraucher gefahren bis sie nach dem Verzehr wieder zur Pfandannahmestelle gebracht werden. Nicht zu vergessen ist auch, dass die Wiederverwertung der Verpackung, also meist des Glases oder sogar des Plastiks, mit Energiekosten verbunden ist.

All die Kosten für Sie und die Umwelt können vermieden werden, wenn Sie Offenbacher Leitungswasser trinken. Denn das Wasser des Kreises und der Stadt Offenbach kostet nur rund 0,2 Cent pro Liter, wird unweit in der Hanau-Seligenstädter Senke „abgezapft“ und weist eine hervorragende Qualität auf. Für das Leitungswasser gelten in Deutschland nämlich sehr strenge Qualitätsansprüche, die den unbedenklichen lebenslangen Konsum als Maßstab setzen. Dieser Qualitätsanspruch wird in regelmäßigen Abstanden kontrolliert.

Für Alle, die ihr Wasser lieber mit Sprudel trinken, gibt es zahlreiche Geräte auf dem Markt, die die „Rohrperle“ in den eigenen vier Wänden mit Kohlensäure versetzen. Ach ja, und  falls Sie ihren Rohren nicht vertrauen, bieten mittlerweile zahlreiche Labore einen erschwinglichen Wasserschnelltest an, der die letzten Zweifel an die Leitungswasserqualität aus dem Weg räumen kann. 

Quellen:

https://www.youtube.com/watch?v=31lmaAp480w

https://www.zwo-wasser.de/

KW 39: Umweltfreundlicheres Online- Shopping

Immer mehr Menschen tätigen Ihre Einkäufe vom Schreibtisch oder vom Bett aus. Denn einige Mausklicks reichen heutzutage aus, bis die neuen Schuhe, das neue Smartphone oder die neuen Wohnzimmermöbel bestellt sind. Oftmals können sie dann innerhalb von 24 Stunden an der eigenen Haustür entgegen genommen werden.

Ob der Onlinehandel gegenüber dem traditionellen Shopping in der Innenstadt oder in Einkaufszentren umweltfreundlicher oder umweltschädlicher ist, lässt sich nur sehr schwer sagen.

Nehmen wir einmal an ein neues Schuhmodell wird produziert und anschließend durch mehrere LKW über verschiedene Zwischenlager bis in die Geschäfte geliefert. Anschließend wird das Schuhmodell in mehreren Geschäften beleuchtet und beheizt ausgestellt bis es erneut von mehreren Endverbrauchern, oftmals mit dem Auto, abgeholt wird, um im heimischen Schuhschrank zu landen - wäre es dann nicht viel ökologischer die Produkte im Internet zu bestellen und nur ein Fahrzeug rückt aus, um die Lieferung an die Kunden zu verteilen?

Sicherlich! Aber die Realität des Konsums sieht oftmals anders aus. Viele Konsumenten besuchen erst die Geschäfte, um sich beraten zu lassen und bestellen ihre Produkte dann dennoch im Internet. Des Weiteren werden derzeit Unmengen an Produkten wieder zurückgeschickt, denn bei vielen Anbietern ist der Rückversandt ohnehin kostenlos. Durch die Option Waren innerhalb kürzester Zeit geliefert zu bekommen, rücken außerdem zahlreiche Fahrzeuge aus, die nicht voll beladen sind.

Einige Tipps für einen nachhaltigeren Konsum (im Netz) können demnach nicht schaden:

Vermeiden Sie die Option einer 24- Stunden- Lieferung, falls diese nicht unbedingt nötig ist.

Kaufen Sie Produkte, für die eine Expertise nötig ist lieber in einem Fachgeschäft und zahlen ein paar Euro mehr für die Dienstleistung, bevor sie Produkte auf gut Glück im Internet bestellen.

Achten Sie darauf welchen Onlineanbieter sie wählen. Einige Anbieter verzichten bspw. schon auf Plastikverpackungen, geben Informationen zur Nachhaltigkeit bei der Herstellung der Produkte und zeigen Ihnen an, wie weit der Transportweg bis zu ihnen nach Hause ist.

Oktober

KW 40: Umweltfreundliche Urlaubsreise in den Herbstferien

Heute ist der erste Montag, an dem die Schülerinnen und Schüler endlich wieder einmal ausschlafen können. Der Grund: Die Herbstferien haben in Hessen begonnen.

Besonders in den Herbstferien fliegen viele Deutsche noch einmal für ein paar Tage ins Warme, z.B. nach Mallorca oder auf die Kanaren, um das langsam dahinschwindende Sommerfeeling noch einmal aufleben zu lassen.

Leider sind diese Flugreisen – so verlockend sie auch sind – mit sehr starken CO2- Emissionen verbunden. Laut des Umweltbundesamts fallen für einen Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Gran Canaria (ca. 6400 km) rund 1,8 Tonnen CO2 an pro Person an. Das allein entspricht in etwa schon 20 Prozent des gesamten Jahres-CO2- Fußabdrucks einer in Deutschland lebenden Person. (Hier können Sie Ihre individuellen Reiseemissionen berechnen lassen: https://uba.co2-rechner.de/de_DE/mobility-flight)

Falls Sie Ihr Ticket also noch nicht gebucht haben oder nach einer Idee für den nächsten Urlaub suchen, schauen Sie doch mal nach Alternativen im eigenen Land oder nach Zielen, die mit der Bahn erreichbar sind.

Was viele nicht wissen ist, dass der Fokus des Tourismus in unseren Mittelgebirgen aufgrund des Klimawandels immer weiter von der Winterperiode wegrückt. Dies führt dazu, dass viele neue Wander- und Radrouten in der Rhön, im Vogelsberg oder im Schwarzwald entstehen und weitere Freizeitmöglichkeiten, wie z.B. Hochseilgärten, nur so aus dem Boden stampfen.

Für alle die, die es in dieser Jahreszeit trotzdem ans Meer zieht: Es gibt Züge die vom Frankfurter Hauptbahnhof innerhalb von nur 8 Stunden an die Côte d’ Azur (Marseille) fahren.

KW 41: Gute Gründe für Grundwasserschutz

Nachdem der heiße Sommer an den Grundwasserressourcen gezehrt hat, beginnt im regnerischen Herbst die Zeit der Grundwasserneubildung. Da der Niederschlag nun höher ist als die Verdunstung füllen sich die Grundwasserspeicher nun langsam wieder auf und sorgen bspw. dafür, dass die Bäume unserer Stadt pünktlich zur nächsten Vegetationsperiode wieder durch ihre Wurzeln Wasser aufnehmen können. So überstehen sie Trockenperioden.

Leider sind zahlreiche Städte in Deutschland von einer Grundwasserabsenkung betroffen, die besonders den Stadtbäumen schadet aber auch negative Auswirkungen auf den Baubestand haben kann. Für die Grundwasserabsenkung sind insb. zwei Gründe zu nennen. Zum einen die Klimaveränderung, welche insb. mit einem Anstieg heißer Tagen einhergeht und einem Rückgang der Regentage und zum anderen die städtische Verdichtung durch das Bevölkerungswachstum der Großstädte. Letzteres führt dazu, dass Niederschlagswasser seltener an Ort und Stelle versickert und stattdessen über versiegelte Flächen in die Kanalisation eingeleitet wird.

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, kann jeder Grundstückbesitzer etwas tun. Eine Möglichkeit wäre zu prüfen, wie das Wasser auf dem eigenen Grundstück abfließt. Das Niederschlagswasser vom Dach kann z.B. häufig in einen Garten oder Vorgarten geleitet werden statt direkt in die Kanalisation. Auch Regentonnen können den Niederschlag vorerst zurückhalten und später auf Grünflächen entleert werden.

Falls eine Umgestaltung Ihrer Freiflächen vor der Tür ansteht, wären versickerungsfähige Pflastersteine eine Alternative. Sie lassen einen Großteil des Niederschlagswassers durchsickern und werden von den Städten daher schon auf größeren Parkflächen, z.B. vor Discounter- oder Baumärkten gefordert. Aber auch auf Privatgrundstücken werden sie immer häufiger verbaut. Sie verringern nämlich auch das Überschwemmungsrisiko in einem Quartier!

Falls Sie weitere Tipps benötigen, um der Grundwasserabsenkung auch als Privatperson entgegen zu wirken, kontaktieren Sie gerne das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz der Stadt Offenbach.

KW 42: Podcasts: Komplexe Phänomene einfach erklären lassen!

Es ist nicht immer ganz einfach komplexe Phänomene aus dem Bereich der Naturwissenschaften zu verstehen. So tun sich häufig selbst (oder gerade) Fachleute schwer in einfachen Worten zu erklären, warum es für uns Menschen so wichtig ist, dass die Bienen nicht aussterben oder wie genau der Ausstoß von CO2 dazu führt, dass sich unser Planet erwärmt.

Der Vorteil unserer digitalen Welt ist jedoch, dass wir uns nicht mehr die größten Schinken aus der Bücherei ausleihen müssen, um uns über Tage oder gar Monate in eine Thematik einzulesen. Dies geht heute einfacher, z.B. durch Podcasts. Das Wort setzt sich aus dem engl. Begriff für eine Rundfunksendung Broadcast und dem Wort iPod zusammen, der symbolisch für tragbare MP3-Player steht. Häufig werden die Themen des Podcasts dann in einer Art Diskussion mit Fachleuten übermittelt, wobei entstehende Unklarheiten jedoch von einer fachfremden Person hinterfragt werden.

So wie es heutzutage für alles Podcasts gibt, gibt es auch schon einige Podcasts aus dem Bereich der Umweltwissenschaften. Sie erklären einem im Wartezimmer oder beim Bahnfahren komplexe Phänomene oder auch aktuelle politische Umweltdebatten: z.B. wie das neue Klimaschutzgesetz funktionieren soll, welches aktuell von der Bundesregierung entworfen wird und was sich durch dieses Gesetz für den Verbraucher ändern wird.

Einige freizugängliche Podcasts sind das GreenRadio des Umweltbundesamts oder die Reihe „Umwelt und Verbraucher“ des Deutschlandfunks. Unzählige weitere Podcasts finden Sie auf youtube oder spotify. Hören Sie doch mal rein!

KW 43: Wenn schon Autofahren, dann so umweltfreundlich wie möglich

Natürlich sollte aus Sicht des Umweltschutzes so wenig Auto gefahren werden wie möglich, dennoch sind immer noch viele Menschen auf ihren fahrbaren Untersatz angewiesen und auch die Nutzung von Elektrofahrzeugen oder Car-Sharing Modellen, welche als umweltfreundlichere Alternative zum eigenen Auto angesehen werden können, steigt an.

Aus diesem Grund möchte das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz pünktlich zum Umstieg vom Sommerreifen zum Winterreifen, einige Tipps zum umweltschonenden Autofahren geben. Denn wenn schon Autofahren, dann so umweltschonend wie möglich!

Allem vor ab: Nutzen Sie Ihr Auto nur wenn es unbedingt nötig ist und versuchen Sie Fahrgemeinschaften zu bilden um möglichst weniger Motoren pro Person zu betreiben.

Achten sie darauf, dass der vom Hersteller empfohlene Reifendruck stets eingehalten wird. Dadurch sparen sie Sprit, emittieren weniger CO2 und haben zusätzlich einen geringen Reifenabrieb- dieser trägt übrigens maßgeblich zur Feinstaubbelastung in der Stadt bei.

Schwere Gegenstände, wie Sitzinstallationen, Wasserkästen oder Dachgepäckträger sollten nicht unnötig durch die Gegend gefahren werden.

Fahren Sie stets vorausschauend. Gehen Sie bspw. sofort vom Gas wenn eine Ampel vor Ihnen rot wird und lassen Sie sich langsam, nur von der Schubregelung begrenzt, auf die Ampel zu ausrollen. Fahren Sie zudem möglichst niedrig tourig in dem sie frühzeitig in den höheren Gang schalten. Spritsparkurse werden von einigen Umweltorganisationen übrigens kostenlos angeboten!

Achja und wenn Sie an Ihrem Auto nicht gerade so sehr hängen, wie Clint Eastwood an seinem Gran Torino, verleihen Sie es doch mal oder denken Sie über eine gemeinsame Nutzung mit Freunden nach! Der durchschnittliche Privat-PKW steht nämlich 23 Stunden pro Tag still!

KW 44: Halloween ohne Plastik

Diese Woche Donnerstag ist es wieder so weit. Es ist Halloween! Der Tag im Jahr, an dem Kinder, die als Zombie, Hexe  oder Vampir verkleidet sind, an Ihrer Haustür stehen werden, um Süßigkeiten zu erbetteln! Ein Tipp vorneweg: Wenn Sie kein rohes Ei an ihrer Fensterscheibe kleben haben möchten, sollten Sie lieber kooperieren!

Tatsächlich steigt der Konsum von Süßigkeiten in den Tagen vor dem 31. Oktober in Deutschland um ca. 20 Prozent an und diese Art des Konsums kann die Umwelt stark belasten. Mehrere Gründe sind hierfür zu nennen. Beispielsweise werden viele der bunten Süßigkeiten, die aktuell bei den Kids im Trend liegen, aus anderen Ländern importiert oder enthalten das als besonders umweltschädlich einzustufende Palmöl. Des Weiteren sind viele Süßigkeiten, gleich doppelt und dreifach in Plastik verpackt.

Wenn Ihnen die Umwelt also am Herzen liegt, Sie es aber nicht übers Herz bringen können, den Kindern einen Apfel in die Hand zu drücken, empfehlen wir Ihnen folgenden Tipp: Achten Sie beim Kauf der Süßigkeiten darauf, woher diese kommen, was für Inhaltsstoffe sie haben und wie sie verpackt sind. Falls die Erfahrung zeigt, dass gleich mehrere Gruselgruppen bei Ihnen klingeln, können Sie bspw. bereits kleine Brotbeutel oder Säckchen aus Zeitungspapier vorbereiten, in denen Sie jeweils ein paar Gummibärchen und ein Stück Schokolade legen.

Auch wenn Sie, wie so viele, Halloween nicht mögen und überflüssig finden. Nutzen Sie diesen Tag doch dafür, den vielen Kindern und Jugendlichen in einigen Sätzen den Umweltgedanken näher zu bringen. Denn schließlich wird gerade die jüngere Generation mit vielen Umweltproblematiken zu kämpfen haben.

November

KW 45: Weniger ist manchmal mehr bei der Gartenarbeit!

Die Blumen verblühen, die Stauden verwelken und die Bäume verlieren ihre Blätter. Für viele Hobbygärtner ist aktuell die Zeit, den Garten winterfest zu machen. Doch Achtung, investieren sie nicht zu viel Zeit darin, denn für die Flora und Fauna ist oft mehr getan, wenn sie den Herbstputz ganz entspannt auf das Frühjahr verschieben.

Denn liegengelassene Blätter und Grünschnitte eignen sich hervorragend als Mulchschicht. Dieses organische Material wird durch viele kleine Tierchen in den Boden eingearbeitet und trägt seinen Beitrag zur langfristigen Bodenfruchtbarkeit bei.

Auch die Blütenstängel von Stauden landen oft im Kompost obwohl sie für Vögel im Winter sehr wichtig sind. Denn in Ihnen verstecken sich zahlreiche kleine Insekten, die  das Nahrungsangebot der heimischen Vögel bereichern.

Und nicht zuletzt heißt es in einem Kindergedicht „es schläft im Garten unterm Laub der Igel und er träumt. Wird er im Frühling wieder wach, dann hat er nichts versäumt.“ Und tatsächlich bietet dem Igel, dessen Vorkommen in Deutschland stark rückläufig ist, das Laub oder gar ein ganzer Laufhaufen ein ideales Habitat um Nahrung zu finden und zu überwintern.

Für alle Gartenabfälle die dennoch in den Kompost kommen, kann folgender Rat gegeben werden: Durchmischen Sie Ihren Kompost vor der kalten Jahreszeit noch einmal ordentlich. Damit regen Sie den Prozess der Verrottung an und verhindern, dass es zur Fäulnis kommt.

KW 46: Sinnvoll heizen und CO2 und Geld einsparen

Wenn die Tage kürzer und kälter werden, steigen im Haushalt auch die Energiekosten. Besonders viel Energie benötigt die Heizung. Keine/r möchte im Winter frieren und dennoch können Sie Ihre Energiekosten mit ein paar einfachen Tricks senken und nebenbei Geld und klimaschädliches CO2 einsparen.

Wenn möglich, dichten Sie Ihre Fenster gut ab, benutzen Sie sogenannte Türbesen oder Handtücher für zugige Türen. Wichtig ist jedoch, dass ein sogenanntes Stoßlüften nach wie vor möglich ist. Das komplette Öffnen des Fensters für etwa 10 Minuten täglich ist wichtig für das Raumklima und beugt einer Schimmelbildung vor. Entlüften Sie Ihre Heizkörper, denn Luft benötigt zusätzliche Energie.

Für die verschiedenen Räume gibt es empfohlene Temperaturen, die für ein optimales Wohlfühl-Klima sorgen sollen. Es müssen keine 25 °C in allen Wohnräumen sein. Jede Reduzierung um ein Grad spart ganze 6 % an Energiekosten. Gesünder ist es, sich nicht dauerhaft in überheizten Räumen aufzuhalten. Warme Füße, ein Schal und ein warmer Pulli sorgen dafür, dass Sie sich rundum kuschelig warm fühlen. Die optimale Raumtemperatur liegt bei 20 °C. Das Bad kann etwas wärmer sein, in Schlafräumen ist es angenehmer, die Temperatur bei 15 - 18 °C zu halten. Gesünder als die trockene Heizungsluft in der Nacht ist eine Wärmflasche, falls Sie frieren sollten. In der Küche reichen ebenfalls niedrigere Temperaturen, weil dort viele Geräte wie der Kühlschrank oder der Herd Wärme abgeben. Abends können Sie in allen Räumen die Heizung etwas runterstellen, allerdings sollte die Temperatur auch in nicht genutzten Räumen nicht unter 12 °C fallen, weil sonst die Gefahr einer Schimmelbildung besteht. Heruntergelassene Rolläden sorgen in der Nacht für eine zusätzliche Isolierung und halten die Wärme länger im Innenraum.

Heizenergie sparen bedeutet einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und dafür durch niedrigere Energiekosten belohnt werden.

Quelle: Utopia.de

KW 47: Woche der Abfallvermeidung als Motivationsschub

Sicherlich kennen Sie die lästige Diskussion, wer dieses Mal den Müll raus bringt.

Wussten Sie, dass es tatsächlich die „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ gibt? Dieses Jahr findet sie vom 16. – 24. November statt und Sie können ganz einfach Teil der Bewegung sein.

Beim Thema Abfall kann sich jede/r ein einfaches 3-Stufen Prinzip einprägen: Vermeidung, Verwertung, Beseitigung.

Vermeidung: Natürlich ist es das Beste, wenn Abfall gar nicht erst entsteht. Ein schönes Beispiel hierfür ist ein Einkauf mit selbst mitgebrachten Stoffbeuteln auf dem Offenbacher Wochenmarkt. Müllfrei können Sie so regionale Leckereien einkaufen und nicht nur die lokalen Landwirte unterstützen, sondern auch Ressourcen einsparen und Ihrem Gaumen eine Freude machen.

Verwertung: Oft lässt sich Abfall nicht vermeiden. In diesem Fall ist Mülltrennung ein wichtiges Stichwort, damit die Abfallarten möglichst in hohem Maß recycelt werden können. Auch Sie können Produkte oft länger nutzen, bevor Sie zu Abfall werden. Kaffeesatz kann im getrockneten Zustand in einer Schale Partikel aus der Luft filtern und so für frische Luft sorgen. Große Verpackungstüten, wie beispielsweise die Klopapiertüte lassen sich als Mülltüte verwenden. Bäckereitüten oder alte Zeitungen ergeben gutes Füllmaterial für die eventuell anstehenden Weihnachtspakete.

Beseitigung: Oft fallen Abfallprodukte an, die nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden dürfen. Batterien und Glühbirnen können Sie inzwischen einfach in den dafür vorgesehenen Behältern in Drogeriemärkten abgeben. Kaputte Handys lassen sich oft reparieren, funktionstüchtige Handys erfreuen vielleicht noch einen Freund oder eine Freundin. Vollkommen kaputte Handys können beim Recycling- oder Wertstoffhof oder auch beim Handyladen abgegeben werden, so wird gewährleitet, dass ein Teil der Bestandteile wieder einem Materialkreislauf zugeführt wird.

Müllvermeidung bedeutet nicht zuletzt Vermeidung des Streitthemas „Müll rausbringen“.

Quelle: www.bmu.de

KW 48: Alte oder kaputte Weihnachtsdekoration wiederherstellen

Wenn die Weihnachtszeit vor der Tür steht, freuen sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen. Wenn das Wetter draußen ungemütlicher wird, macht man es sich gerne zuhause so richtig gemütlich. Tische sind voller Naschereien, Tüten voller Geschenke und natürlich die Wohnung voller Weihnachtsdekoration.

Oft wird jedes Jahr neue Dekoration für Weihnachten gekauft, obwohl die Dekoration der vorherigen Jahre noch irgendwo im Keller oder auf dem Dachboden liegt und wahrscheinlich noch gut funktioniert. Aber muss es immer etwas Neues sein, was aufwändig und energieintensiv hergestellt wird und oftmals lange Transportwege hinter sich hat?

Probieren Sie doch dieses Jahr mit Ihren Freunden oder der Familie, Ihre alten oder kaputten Weihnachtsartikel zu reparieren oder etwas zu basteln mit Gegenständen, die Sie zu Hause haben und die Sie ewig nicht mehr benutzt haben.

Mit alten oder kaputten Holzspießen können Sie beispielsweise Sterne basteln oder kaputte Weihnachtskugeln zu Teelichthaltern umfunktionieren, wenn sie vorher etwas geschliffen werden. Auch lassen sich Kerzenwachsreste gut zusammenschmelzen und zu einer neuen Kerze verarbeiten. Dazu brauchen Sie nur einen Docht, den Sie zum Beispiel in Bastelläden erwerben können. Die Wachsreste können Sie langsam in einem alten Topf oder einer Konservendose im Wasserbad schmelzen. Für besonders schöne Kerzen sortieren Sie die Wachsreste nach Farbe. Anschließend gießen Sie das flüssige Wachs in kleine Gläschen und halten den Docht so lange in der Mitte, bis das Wachs angetrocknet ist.

Die Gläser für die selbstgemachten Kerzen können auch recycelt sein, hier bieten sich Joghurt- oder Senfgläser an. Eine weitere Bastelaktion für einen gemütlichen Abend zuhause kann die Dekoration dieser Gläser sein. Dafür können Sie Servietten aufkleben oder mit Fingerfarbe schöne Weihnachtslichter zaubern. Ihrer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und wer freut sich nicht über ein mit Liebe gestaltetes, selbstgemachtes Geschenk?

Dezember

KW 49: Nachhaltig Mode shoppen

In der heutigen Zeit von Fast Fashion kaufen die Deutschen im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr. Das macht 5 neue Teile pro Monat. Vorbei sind die Zeiten in denen es vier Kollektionen im Jahr, eine für jede Jahreszeit, gab. Bis zu 24 Kollektionen im Jahr gibt es bei manchen Modemarken zu kaufen. Darüber, welche Folgen diese massive Kleidungsproduktion für unsere Umwelt hat, denken die meisten beim Kaufen nicht nach. Doch die Belastungen durch den Anbau von Rohstoffen, den Transport, den Wasserverbrauch und die Behandlung von Stoffen mit Chemikalien sind erheblich. Und auch die schlimmen Arbeitsbedingungen in der Klamottenproduktion, sind ein großes Problem unserer Modeindustrie. Doch welche Alternativen zur Fast Fashion und der damit einhergehenden Ausbeutung von Menschen und Umwelt gibt es überhaupt? Generell hilft es schon sich beim Shoppen mehr Gedanken darüber zu machen, was wir wirklich brauchen und nur Dinge zu kaufen, bei denen man sich sicher ist, dass sie später nicht im Schrank verstauben. Auch das Angebot an Fair Fashion, bei deren Produktion auf faire Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit geachtet wird, wächst ständig und ist mittlerweile in vielen Fällen auch preislich für die breite Masse verfügbar. Die günstigste und nachhaltigste Art einzukaufen ist aber das Secondhand Shoppen, da hier keine neuen Produkte hergestellt werden müssen, sondern das genutzt wird was es bereits gibt. Hierfür gibt es neben den Secondhandläden, die sich in jeder größeren Stadt finden lassen, mittlerweile auch ein großes Angebot an Online-Secondhand-Shops, bei denen man alles finden kann, das man braucht. Einige Online-Secondhand-Shops bieten auch die Möglichkeit, dass man selbst Klamotten zum Verkauf anbietet, wodurch sich mit aussortierten, aber noch gut tragbaren Klamotten noch etwas Geld verdienen lässt.

Quellen:

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/gesellschaft-leben/im-kaufrausch-82809

https://greenwire.greenpeace.de/system/files/2019-04/s01951_greenpeace_report_konsumkollaps_fast_fashion.pdf

KW 50: Nachhaltig schenken

Die Weihnachtszeit verbinden viele mit gemütlichem Beisammensein, beleuchteten Fenstern und Straßen, leckerem Gebäck und einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. So schön die Stimmung oft ist, hinzu kommt doch bei den meisten jedes Jahr auch ein gewisser Stress, den Liebsten eine Freude zu machen.

Falls Sie noch nicht alle Geschenke beisammen haben, wollen wir Ihnen mit dem Umwelttipp ein paar Anregungen mit auf den Weg geben.

Es klingt banal, aber wie wäre es, Ihren Freunden und Bekannten einen gemeinsamen Ausflug zu schenken? Oder ein Dinner bei Ihnen oder einen Besuch in einem Museum. Das Stichwort heißt hier „Zeit verschenken“ – und Zeit ist wertvoll und beschert Ihnen und den Beschenkten schöne Erlegnisse zusammen.

Vielleicht kennen Sie auch diese Situation: Sie wollen jemandem gerne eine Freude machen, derjenige besteht aber darauf, keine Geschenke zu erhalten. Auch hier bietet sich ein gemeinsames Erlebnis oder zum Beispiel ein Spendenabo für einen guten Zweck an.

Sie können auch viele sinnvolle Geschenke selbst basteln. Ein paar Ideen wären Wachstücher als Alternative für herkömmliche Verpackungen, Badesalze und Cremes oder etwas Gebackenes.

Viele scheuen sich zu fragen, ob es einen bestimmten Wunsch gibt. Dabei könnte Ihnen viel Stress und dem Beschenkten eventuell Enttäuschung über das falsche Geschenk erspart werden.

Ein Tipp ist noch, lieber ausgewählte hochwertige und haltbare Dinge zu schenken als zum Beispiel viele Kleinigkeiten.

Auch beim Verpacken der Geschenke gibt es Alternativen zu herkömmlichem Geschenkpapier. Sicherlich haben Sie einen Kalender zuhause, der im nächsten Jahr durch einen neuen ersetzt wird. Die Kalenderblätter sind zu schade zum Wegwerfen, nutzen Sie sie doch als Geschenkverpackung. Geschicktes Falten spart zudem Klebeband. Auch wiederverwertbare Stoffbänder werten Ihre Geschenke auf und oft reicht auch schon Packpapier zum Einpacken.

KW 51: Natürliche Putzmittel

Putzen mit der Kraft der Natur

Weihnachten steht fast vor der Tür, Sie laden Familie oder ein paar Freunde ein? Aber zuvor muss noch einmal ordentlich durchgeputzt werden?

Wussten Sie, dass Sie nur fünf Hausmittel benötigen, um die vielen, chemischen und dadurch umweltschädlichen Putzmittel ersetzen können?

Diese fünf Zutaten sind: Zitronensäure, Natron, Sodapulver, Essig und Kernseife.

Sie schonen nicht nur Ihre eigene Gesundheit, sondern entlasten auch die Umwelt durch weniger schädlichen Abfall. Überlegen Sie mal, wie viel Plastikmüll alleine anfällt, weil man zuhause meist für jede Art der Verschmutzung ein eigenes Putzmittel hat. Nicht zuletzt sind die natürlichen Putzmittel kostengünstiger.

Putzmittel einfach selbst gemacht

Kalkablagerungen lassen sich ganz einfach mit Essig oder Zitronensäure lösen: Einige Zeit einwirken lassen, abspülen und nachpolieren.

Sodapulver eignet sich bestens als Toilettenreiniger. Das Pulver einstreuen und nach 15 bis 20 Minuten mit der Toilettenbürste schrubben. Je länger die Einwirkzeit, desto größer die Reinigungswirkung.

Als Badreiniger Zitronensäure, Essig, etwas Kernseife und für den Duft ein ätherisches Öl Ihrer Wahl in einer leeren Sprühflasche mit Wasser mischen. Aufsprühen, einwirken lassen und abwischen – sauber!

Grundsätzlich ist es gut, mehr auf Mechanik als auf Chemie zu setzen. Wer intensiv schrubbt, erhält das gleiche Ergebnis wie mit scharfen Reinigungsmitteln. Greifen Sie dabei am besten zu Naturfaser-Schwämmen und Baumwoll-Lappen!

Inzwischen gib es in Drogeriemärkten und Bio-Läden auch eine Vielzahl an ökologischen Reinigungsmitteln, die auf chlorhaltige Zusätze, Mikroplastik und weitgehend auf synthetische Konservierungsmittel und künstliche Duftstoffe verzichten. Besonders umweltschonend sind übrigens Reinigungsmittel mit dem Blauen Engel-Label und dem EU-Ecolabel.

Quelle: Klima Sparbuch, oekom Verlag

KW 52: Fütterung von Wintervögeln

Während viele Vögel jedes Jahr dem kalten Winter in Richtung Süden entfliehen, gibt es auch einige Vögel, die bei uns bleiben.

Es macht großen Spaß, diese Wintervögel zu beobachten. Zudem kann die eigene Artenkenntnis aufgefrischt werden. Da auch die überwinternden Vögel Schwierigkeiten haben, genug Nahrung zu finden, kann von November bis Februar zugefüttert werden. Im Winter kommen deutlich mehr Vögel zur Futterstelle und die hygienischen Bedingungen sind besser.

Dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten, denn, was viele nicht wissen: Die unterschiedlichen Vögel haben ganz unterschiedliche Nahrungsvorlieben.

Wir zeigen Ihnen hier die häufigsten Vögel im Winter und wie Sie Ihnen eine Gaumenfreude bereiten können. Wichtig ist, dass das Futter so ausgelegt wird, dass die Vögel keiner Gefahr ausgesetzt sind. Futterspender verhindern, dass das Futter verschmutzt wird. Nüsse und Obst sollten stets ungesalzen und möglichst unbehandelt sein.

Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne.

Kohlmeise und Blaumeise: Gehackte Nüsse, z.B. Erdnüsse, Sonnenblumenkerne. Achtung: Bitte verzichten Sie unbedingt auf Meisenknödel, die in Plastiknetzte eingewickelt sind, da sich die Vögel darin verfangen können.

Grünfink: Gehackte Nüsse, ölhaltige Samen (Hanf & Mohn), Sonnenblumenkerne

Amsel: Äpfel, Rosinen, Haferflocken, gehackte Nüsse, Mehlwürmer, geschälte Sonnenblumenkerne, getrocknete Beeren

Haussperling: Allesfresser, gehackte Nüsse, Fettfutter, Rosinen, getrocknete Beeren

Grünspecht: Äpfel, Erdnüsse (Fettblock mit Erdnüssen oder Mehlwürmern)

Eichelhäher: ganze Erdnüsse, Maiskörner, Eicheln

Rotkehlchen: Gehackte Nüsse, Getreideflocken, Mehlwürmer, Rosinen in Kokosfett/Talg

Einige Vögel kommen in manchen Wintern aus dem Norden und Osten zu uns, um hier zu überwintern, dazu gehören zum Beispiel Bergfink, Erlenzeisig und Seidenschwanz.

Interessant ist auch, dass manch „traditioneller“ Zugvogel inzwischen auf Grund des milderen Klimas auch in der kälteren Jahreszeit bei uns bleibt, hierzu gehören Mönchsgrasmücke und Hausrotschwanz.

Vogelbeobachter und solche, die es werden wollen, kommen also auch im Winter noch auf Ihre Kosten und können zum Teil Vögel entdecken, die sonst nicht in Deutschland zu beobachten sind. Auch Kinder haben großen Spaß daran, die Natur und ihre Bewohner zu entdecken. Wer sich unsicher ist bei der Vogelbestimmung, dem hilft ein Bestimmungsbuch mit Bildern oder die kostenlose App „Vogelführer“ von NABU.

Quelle: NABU