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2017

Januar

KW 1: 3 gute (Klima-)Vorsätze für 2017

Frohes Neues Jahr! Und los geht´s mit den guten Vorsätzen. Viele von Ihnen haben sich sicher vorgenommen im Bereich Ernährung etwas zu ändern, z.B. damit ein paar Weihnachtskilo wieder runterkommen. Wie Sie gleichzeitig etwas für Ihre Gesundheit und das Klima tun können: Wer zum Beispiel ein Jahr lang Margarine statt Butter verwendet, spart bereits 47 Kilogramm CO2 ein. Das entspricht einer Autofahrt von Kiel nach Berlin. Hintergrund: Die Herstellung von einem Kilogramm pflanzlicher Margarine verursacht nur 1,3 Kilogramm CO2. Die Klimabilanz für dieselbe Menge Butter fällt beinahe sieben Mal so hoch aus (8,9 Kilogramm CO2).

Ein Vorsatz im Bereich Ernährung kann auch sein: Weniger wegwerfen. Das spart Geld und verschwendet nicht unnötig Lebensmittel. Jedes dritte Lebensmittel wird nämlich weltweit für den Müll produziert, in Deutschland sind das allein aus Privathaushalten 7,2 Millionen Tonnen jährlich. Das muss nicht sein. Für 3 weggeworfene Croissants zum Beispiel könnten Sie fast eine halbe Stunde Haare föhnen. Oder für 100 g entsorgten Joghurt könnten Sie fast 15 Stunden Licht anhaben. Wer mit Einkaufszettel einkauft und vorher überlegt was benötigt wird, schmeißt später weniger weg. Und das zusätzlich Gute daran: Wer weniger einkauft isst auch weniger.

Oder wie wäre es mal mit einem kleinen Experiment? Haben Sie schon mal Foodsharing ausprobiert? Es hilft ebenfalls gegen das Wegwerfen und das Beste an dieser Art das Klima zu schonen, ist dass es gleichzeitig Ihren Geldbeutel schont. In Offenbach geht das zum Beispiel beim Stadtteilbüro Nordend, dort können Sie übrige Lebensmittel abgeben oder auch abholen. Für die Lebensmittel muss nicht bezahlt werden.

Probieren Sie es doch mal! Viel Spaß!

Quellen: IFEU Institut, www.resterechner.de

KW 2: Umweltfreundliche Badezusätze

Wenn es draußen richtig kalt ist, wärmt man sich gerne mit einem heißen Bad wieder auf. Duftende Schaumbäder und Bade Öle aus dem Handel enthalten jedoch leider oft bedenkliche Stoffe. Manche von ihnen belasten den Körper und gelangen durch das Abwasser auch in die Umwelt. Bereits in geringen Konzentrationen reizen einige Stoffe die Schleimhäute oder können Allergien auslösen. Ein duftendes Bad können Sie auch einfach selber herstellen. Verschiedene Kräuter oder Pflanzenteile aus ökologischem Anbau können zu einem Badezusatz gemischt werden. Rosmarin und Minze wirken erfrischend und anregend, Melisse und Lavendel entspannend. Sogar kleine Zweige oder Nadeln vom Weihnachtsbaum,  sind als Badezusatz geeignet. In einem kleinen Säckchen oder als Tee können die frischen Kräuter dem Badewasser zugegeben werden.

Wer Badezusätze fertig kaufen möchte, sollte unbedingt auf das Siegel „kontrollierte Naturkosmetik“ achten. Hier werden garantiert keine bedenklichen Stoffe eingesetzt.

KW 3: Informationsstand des Umweltamtes bei der Baumesse mit einer bunten Themenmischung

Schon seit vielen Jahren bietet das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz Beratung und umfassende Informationen am eigenen Stand bei der Baumesse an. Dabei geht es in diesem Jahr um viele verschiedene Themen, die bei dem städtischen Amt zum Arbeitsalltag zählen und für Bürgerinnen und Bürger von Interesse sind. So ist beispielsweise die Beratung zu Regenwassernutzung und Versickerung sowie zur Hochwasservorsorge möglich. Dabei kann es zum Beispiel um Fragen zu hochwasserangepasstem Bauen und Baugrundeignung für die Versickerung gehen. Bei einem Quiz zum Thema Versickerung können Besucherinnen und Besucher tolle Preise gewinnen.

Im Themenbereich Artenschutz an Gebäuden wird vordergründig der Zusammenhang mit Bauvorhaben fokussiert und auch über die Verpflichtungen die damit einhergehen informiert.

Auch zu Fragen rund um Energieeinsparungen und Fördermittel – für Beratung oder Sanierungsvorhaben – können sich können sich Mieter oder Eigentümer einer Immobilie und  Interessierte informieren.

Sie können am Stand 2.550 zu vielfältigen Themen ungeniert all Ihre Fragen stellen. Mit Sicherheit bekommen Sie eine Antwort und bei Bedarf auch Informationsmaterial.

KW 4: Winterzeit – Schlittenzeit

Über Schnee in der kalten Jahreszeit freuen sich wahrscheinlich am meisten unsere Kinder. Diesen Winter gab es davon in der unmittelbaren Umgebung von Offenbach schon einigen.

Spätestens wenn dann einmal genug der weißen Flocken vom Himmel gefallen sind, stellt sich so manches Elternteil die Frage was man nun mit den Kleinen so macht. Schlittenfahren ist wahrscheinlich eine der beliebtesten Aktivitäten hier in der Region.

Holzschlitten werden oft von Generation zu Generation weitergereicht und wenn man sie ein bisschen pflegt, haben viele Kinder Ihre Freude daran. Ein solches älteres Modell können Sie auch günstig im gebrauchten Zustand, z.B. in Trödelgeschäften oder bei Haushaltsauflösungen kaufen, die meisten lassen sich noch gut weiter benutzen für den Schneespaß. Die Weiterverwendung dieser qualitativ oft sehr hochwertigen Schlitten spart außerdem Ressourcen ein. Denn Plastikschlitten bringen zwar bei geübten Personen auch den erwünschten Rodelspaß, jedoch meistens nur für eine Saison, da sie viel weniger stabil sind und häufiger kaputt gehen und auf dem Müll landen. Für ungeübte oder kleinere Kinder, sind diese außerdem aufgrund der Verletzungsgefahr nicht zu empfehlen. Achten Sie in jedem Fall beim Kauf auf das GS-Zeichen, ein Prüfzeichen, was die Produktsicherheit anzeigt.

Soll es dann doch ein neues Modell sein, ist es ratsam bei dem Kauf eines traditionellen Holzschlittens auf die Lackierung und das Holz zu achten. So ist es ganz besonders für unsere Jüngsten wichtig, dass ein lösemittelfreier Lack verwendet wird. Da Lösemittel nachweislich die Gesundheit schädigen und mit verantwortlich sind für bodennahes Ozon. Erfreulich ist es, dass Sie in jeder Preisklasse auch Schlitten mit einer umweltfreundlichen Lackierung auf Wasserbasis finden. Auch auf die Qualität des Holzes sollten Sie achten, so steht ein FSC-Siegel für Holz aus nachhaltigem, ökologischem Anbau. Und wie immer im Klimaschutz gilt: Je näher die Produktionsstätte desto weniger Transportwege, die viel CO2 produzieren sind zurückgelegt worden.

Fazit: Egal ob Sie Ihr Kind auf einem verschneiten Weg hinter sich her ziehen und Ihr Auto einmal stehen lassen, oder auf einem Rodelhügel bergab sausen wir wünschen viel Freude und Spaß bei der Aktivität an der frischen Luft.

KW 5: Vogelbrutzeit ab dem 1. März

Ab 1. März bis zum 30. September dürfen Gehölze nicht zurückgeschnitten werden.

Erlaubt sind nur schonende Pflegeschnitte sowie absolut unvermeidbare Maßnahmen zur Beseitigung von Sicht- und Verkehrshindernissenauf Straßen und Wegen. Baumfällarbeiten im Siedlungsbereich sind mit Genehmigung erst wieder ab dem 1. August möglich.

Noch sind die Tage grau, allerdings lassen die ersten Frühblüher nicht mehr lange auf sich warten.

Bevor jetzt die gärtnerischen Vorbereitungen für das Frühjahr beginnen, ein wichtiger Hinweis: alle Strauch- oder Baumschnittarbeiten müssen bis 28.02. beendet sein.

Auch die heimische Vogelwelt ist bald in unseren Gärten, Parks und Grünflächen eifrig beschäftigt, Nester für die Aufzucht des Nachwuchses zu bauen oder wieder herzurichten.

Gemäß § 39 (5) Nr. 2 Bundesnaturschutzgesetz“ ist es  verboten, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.“

Die in der Grünschutzsatzung genannte Regelung zur Vogelbrutzeit in §4 As. 4 Nr. 1, dass „außerhalb der Brutzeit (15. März bis 31. Juli)“ ordnungsgemäße Pflegemaßnahmen  ohne Genehmigung zulässig sind“ gilt nur für den Innenbereich, also „innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile“ sowie „im Geltungsbereich von Bebauungsplänen“.

Februar

KW 6: Ein (klimafreundliches) Lichtlein brennt…

Wer macht es sich gerade in dieser kalten Jahreszeit nicht gerne bei Kerzenschein gemütlich? Wenn diese gemütliche Atmosphäre auch noch mit klima- und umweltfreundlichen Kerzen erzeugt wird, fühlt es sich doch gleich noch besser an.

Achten Sie beim Kerzenkauf also darauf, dass die Kerzen das RAL-Gütezeichen tragen und nicht aus Palmöl oder Erdöl hergestellt sind, das ist nicht nur klima- sondern auch gesundheitsschädlich. Kerzen aus Bienen- und Sojawachs oder anderen Ölen nachwachsender Pflanzen – mittlerweile gibt es sogar Kerzen aus Raps oder Biomasse – bieten eine gute Alternative.

Übrigens: Die CO2-Ersparnis bei dem Abbrennen von 6 großen klimafreundlichen Teelichten beträgt 1.150 g. Das entspricht dem, was auch bei einer Autofahrt von 10 km ausgestoßen wird.

Eine Alternative kann auch das Sammeln von Kerzenresten sein aus denen Sie dann selbst eine neue herstellen können.

KW 7: Informationsveranstaltung zum Thema Energiesparen durch Sanierung

Am 21.02.2017 um 19:00 Uhr findet im Gemeindesaal der Evangelischen Schlossgemeinde Rumpenheim (Dornbergerstraße 20, 63075 Offenbach-Rumpenheim) im Rahmen der städtischen Haus-zu-Haus Beratung eine Informationsveranstaltung zum Thema Energiesparen durch Sanierung statt. Anhand eines Beispielhauses wird dargestellt, welche Möglichkeiten für eine energetische Sanierung bestehen, und welche Förderprogramme für energetische Gebäudesanierung zur Verfügung stehen.

Seit dem 13. Januar und noch bis zum 28. Februar 2017 werden alle Ein- und Zweifamilienhäuser in Rumpenheim bei der Beratungsaktion von der Straßenseite mit einem Bild thermografiert und die Thermografieaufnahmen an die HausbesitzerInnen verschickt. Daran anschließend wird vom 01.03. bis 31.03.2017 für alle Ein- und Zweifamilienhäuser eine kostenlose Energieberatung vor Ort angeboten.

Die Stadtteilkampagne Rumpenheim beinhaltet neben der Haus-zu-Haus Beratung auch die kostenlose Energieeffizienzberatung für Unternehmen und eine kostenlose Energieberatung für Kirchen, Vereine, Mieter und Mehrfamilienhäuser.

KW 8: Stadtteilkampagne in Rumpenheim bietet Beratung für sechs verschiedene Zielgruppen

Seit Anfang des Jahres bietet die Stadt Offenbach für sechs verschiedene Zielgruppen Beratung zum Thema Energiesparen und Energieeffizienz an. Dabei werden Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern durch die Haus-zu-Haus Beratung und Unternehmen durch die kostenlose Energieeffizienzberatung direkt vor Ort aufgesucht und wurden vorab angeschrieben und durch entsprechende Veranstaltungen informiert.

Die Stadtteilkampagne Rumpenheim bietet allerdings auch für Kirchen, Vereine, Mieter und Besitzer von Mehrfamilienhäusern eine kostenlose Energieberatung an. Interessenten dieser Zielgruppen werden zwar nicht vor Ort aufgesucht, können aber jederzeit beim Amt für Umwelt Energie und Klimaschutz einen Termin vereinbaren. Dieses Beratungsmodell wurde so auch in den Stadtteilen Bieber und Bürgel erfolgreich durchgeführt und zahlreich in Anspruch genommen.

Die Erfahrung zeigt, dass es bei jeder Zielgruppe in den verschiedenen Bereichen große Potentiale zum Energie- und auch Kosteneinsparen gibt. Also lassen auch Sie sich beraten, denn es lohnt sich.

KW 9: Was Kinder mit Umweltthemen zu tun haben

Was (wir alle und) auch Kinder mit Umweltthemen zu tun haben und wie ihnen das vermittelt werden kann ist schon eine herausfordernde Aufgabe. Wie man Kinder damit in Kontakt bringen kann, zeigt beispielhaft eine Umweltseite der europäischen Kommission mit einer Geschichte, die sich „Lisa taucht ab“ nennt. Dort wird kindgerecht anhand einer Bildergeschichte dargestellt, welche Faktoren z.B. auf die Wasserqualität in unserer Umgebung Einfluss nehmen: Landwirtschaft, Unternehmen, Privathaushalte. Und letztere sind dann natürlich auch die Familien der Kinder, die angesprochen werden. Als ein Beispiel wird genannt, dass bei der Entsorgung von Abfällen ins Abwasser oder die Umwelt ganz genau hingeschaut werden muss welche Folgen das haben kann, z.B. für die Tierwelt. Auch das Thema Wassersparen wird angesprochen. Die Seite ist unter dem Namen einfach im Internet zu finden und auch als App verfügbar. Schauen Sie sie sich einmal zusammen mit ihren Kindern an. Auch das Bundesumweltministerium widmet sich mit einer speziellen Kinderseite (www.bmub-kids.de) einer Reihe ähnlicher Themen.

Die junge Generation hat vieles in der Hand und kann Dinge in diesem Themenbereich beeinflussen. Wir sollten darauf achten, dass wir sie dazu befähigen das auch tun zu können. Nehmen Sie sich daher Zeit einmal mit Ihren Kindern über solche Themen zu sprechen oder oben genannte Angebote wahrzunehmen. Viel Spaß dabei.

März

KW 10: Was es beim Renovieren in Sachen Umwelt zu beachten gibt

Wie in so vielen Lebensbereichen gibt es auch beim Renovieren der eigenen vier Wände einige Dinge zu beachten, um Gesundheit und Umwelt zu schützen.

Dabei geht es insbesondere darum, dass viele Produkte Lösemittel und andere Schadstoffe enthalten, die auf Dauer in die Raumluft gelangen können und auf die Gesundheit einwirken können. All solche Stoffe wirken natürlich auch auf unsere Umwelt.

Ein ungewünschter Nebeneffekt kann beispielsweise außerdem sein, dass wegen starken Geruchs ein hohes Maß an Lüftung notwendig ist, gegen das im Winter dann kostenschwer angeheizt werden muss. Bei der Auswahl von Farben, Lacken etc. gilt der Blaue Engel als das bedeutendste Informationsinstrument, das Sie beim Kauf Ihrer Renovierungsmaterialien beachten können um möglichst schadstoff- und emissionsarme Produkte zu kaufen. Die Rezepturen werden dann ganz besonders genau unter die Lupe genommen und organische Lösemittel werden beispielsweise häufig durch Wasser ersetzt und für andere Bestandteile bestimmte Grenzwerte festgelegt. Hingegen sind von Herstellern selbst erfundene Begriffe wie „Öko-Farbe“ oder „Bio-Lack“ ohne Siegel kein Garant für ein umweltfreundliches Produkt und mit Vorsicht zu genießen.

Auch die Entsorgung muss auf eine bestimmte Art erfolgen, meist als Sondermüll. Es gibt also viele Dinge zu beachten. Detailliertere Informationen stellt das Umweltbundesamt in dem umfangreichen Ratgeber „Gesund und umweltfreundlich renovieren“ zur Verfügung.

KW 13: Vogelfreundliche Gärten mitten in der Stadt durch das Anbringen von Nistkästen

Mit Beginn des meteorologischen Frühlings am 1. März hat auch die gesetzliche Vogelbrutzeit begonnen. Seitdem dürfen Bäume, Sträucher und Büsche nicht mehr gefällt oder stark zurückgeschnitten werden. Der Grund für diese streng anmutende Regelung liegt darin, die von den Gehölzen abhängigen heimischen Tierarten, besonders die Vögel zu schützen und sie in ihrem jahreszeitlich festgelegten Fortpflanzungszyklus nicht zu stören. Viele Vogelarten haben ihre Brutgeschäfte bereits begonnen, wie man an deren geschäftigen Treiben erkennen kann. Während sie schon eifrig an ihren Nestern bauen oder alte Nester ausbessern und neues Baumaterial heranschaffen, sind andere noch auf der Suche nach einem geeigneten oder sollte man sagen zugeneigten Partner. Auch wenn die ersten Brutgeschäfte bereits fortgeschritten sind, kann für die nachfolgenden Bruten oder die erst später zurückkehrenden Zugvögel noch einiges getan werden. Zumal manchmal Vögel nach dem ersten Brutgeschäft für die folgenden Bruten in ein anderes Nest umziehen, sofern dort bessere Bedingungen geboten sind.

Wer etwas für die Vögel bei uns tun will, sollte sich also schleunigst bemühen, Nistkästen aufzuhängen. Diese können im Fachhandel erworben oder auch selbst angefertigt werden. Nicht jeder Gartenvogel bezieht jedoch jeden angebotenen Nistkasten. Nur die Arten, die natürlicherweise in alten Baumhöhlen, Spechtlöchern oder Spalten und Nischen an Gebäuden wohnen, kommen als Mieter in Frage. Dabei ist es wichtig, den für die jeweilige Art geeigneten Kasten anzubieten. Für Meisen, Kleiber, Star, Spatz/Sperling und Gartenrotschwanz sollten es weitgehend geschlossene Kästen sein, sogenannte Nisthöhlen. Je nach Durchmesser des Einfluglochs werden sie von den unterschiedlichen Vogelarten angenommen.

Dagegen bevorzugen Hausrotschwanz, Grauschnäpper und Zaunkönig sogenannte Halbhöhlen, also mit halboffener Vorderwand. Als Standorte eigenen sich für Katzen, Marder und andere Nesträuber unzugängliche Stellen an Hauswänden, an Schuppen, Balkonen und Gartenhäuschen, die relativ geschützt vor Sonne und Regen sind. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Kästen jährlich nach dem Winter vor Beginn der neuen Brutperiode gereinigt werden müssen, um z. B. alte Nester und Ungeziefer zu entfernen.

Bauanleitungen für die Nistkästen finden sie z. B. auf den Internetseiten der Naturschutzverbände wie https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/index.html

oder vom Umweltamt.

Übrigens: Wer sich mit Vogelstimmen auskennt, kann die Gesänge und Rufe nicht nur den verschiedenen Vogelarten zuordnen, sondern kann auch die unterschiedlichen Phasen der Fortpflanzung unterscheiden.

April

KW 15: Rund ums Osterei

Farbige Ostereier gehören einfach zum Osterfest. Es ist ein alter und schöner Brauch Ostereier zu färben und dekorieren, sie zu verstecken und suchen, die Wohnung in der Zeit vor Ostern mit bunten Ostereiern zu dekorieren und natürlich auch die bunten Eier zu essen.

Dabei ist auf Qualität zu achten. Bioeier sind sowohl in Bezug auf Tierschutz als auch auf ihre CO2-Bilanz den konventionellen Eiern vorzuziehen. Dazu kommt, dass die Eier von freilaufenden Hühnern dickere Schalen haben und daher zum Färben geeigneter sind und sie schmecken besser. Wenn Sie auf die Qualitätssiegel deutscher Bioverbände achten, sind die Auflagen für die Produktion noch strenger, als die die für ein EU-Biosiegel erfüllt werden müssen. Am sichersten können Sie sich natürlich sein wenn Sie den Bauernhof kennen von dessen Hühnern Sie die Eier kaufen.

Und warum sind Bioeier klimafreundlicher? Beispielsweise weil Biolandwirte auf Kunstdünger verzichten und der in der Produktion sehr energieintensiv ist. Und wenn die Eier einem Bauernhof aus der Region oder Ihrer direkten Nachbarschaft entstammen haben sie zudem keine langen energieintensiven Transportwege hinter sich.

Auch färben können Sie Ihre Ostereier auf klima-, umwelt-, und gesundheitsfreundliche Art zum Beispiel mit Farben aus Roter Beete, Tee, Zwiebelschalen, Spinat oder Petersilie.

Frohe Ostern!

KW 16: Heizen und Lüften in der Übergangszeit

Die Tage werden wieder länger und endlich wird es draußen auch wieder wärmer. Um Energie zu sparen und Schimmelschäden vorzubeugen, ist gerade in der Übergangszeit das richtige Lüften und Heizen wichtig. Dazu folgende Tipps:

Auf eine ausreichende aber nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent ist zu achten. Kontrollieren Sie durch ein Hygrometer die Luftfeuchtigkeit und regulieren Sie diese durch Lüften.

In der Übergangszeit sollte etwas länger gelüftet werden, etwa 10 bis 15 Minuten pro Lüftungsvorgang: Denn je wärmer die Außenluft ist, desto mehr Feuchte enthält sie. Deshalb kann sie nicht so viel von der überschüssigen Feuchte aus den Wohnräumen, insbesondere Küche, Bad und Schlafräumen, aufnehmen.

Verzichten Sie auf Dauerlüften durch das Kippen eines oder mehrerer Fenster! Das ist für den erforderlichen Luftaustausch nutzlos und verschwendet unnötig Energie. Dauerlüften kühlt die Laibung (der seitliche bzw. obere, innen liegende Wandbereich bei Öffnungen im Mauerwerk, z.B. bei Fenstern und Türen) aus und erhöht dort die Schimmelgefahr. Beim Lüften sollten die Heizkörperventile immer geschlossen sein.

Bleiben Räume ganz unbeheizt, sollten die Türen zu beheizten Räumen geschlossen werden. Für ausreichende Lüftung auch dieser Räume ist Sorge zu tragen. Thermostatventile an Heizkörpern sollten dann auf die Position “Frostschutz”, meist gekennzeichnet mit Hilfe eines Eiskristalls, eingestellt werden.

Quelle: Hessische Energiespar-Aktion des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. www.energiesparaktion.de

 

KW 17: Umweltfreundlich renovieren

Wie in so vielen Lebensbereichen gibt es auch beim Renovieren der eigenen vier Wände einige Dinge zu beachten, um Gesundheit und Umwelt zu schützen. Dabei geht es insbesondere darum, dass viele Produkte Lösemittel und andere Schadstoffe enthalten, die auf Dauer in die Raumluft gelangen können und auf die Gesundheit einwirken können. All solche Stoffe wirken natürlich auch auf unsere Umwelt. Ein ungewünschter Nebeneffekt kann beispielsweise außerdem sein, dass wegen starken Geruchs ein hohes Maß an Lüftung notwendig ist, gegen das im Winter dann kostenschwer angeheizt werden muss. Bei der Auswahl von Farben, Lacken etc. gilt der Blaue Engel als das bedeutendste Informationsinstrument, das Sie beim Kauf Ihrer Renovierungsmaterialien beachten können um möglichst schadstoff- und emissionsarme Produkte zu kaufen. Die Rezepturen werden dann ganz besonders genau unter die Lupe genommen und organische Lösemittel werden beispielsweise häufig durch Wasser ersetzt und für andere Bestandteile bestimmte Grenzwerte festgelegt. Hingegen sind von Herstellern selbst erfundene Begriffe wie „Öko-Farbe“ oder „Bio-Lack“ ohne Siegel kein Garant für ein umweltfreundliches Produkt und mit Vorsicht zu genießen. Auch die Entsorgung muss auf eine bestimmte Art erfolgen, meist als Sondermüll. Es gibt also viele Dinge zu beachten. Detailliertere Informationen stellt das Umweltbundesamt in dem umfangreichen Ratgeber „Gesund und umweltfreundlich renovieren“ zur Verfügung.

 

Mai

KW 18: Mach mit beim STADTRADELN

Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt oder auch privat Strecken mit dem Rad zurücklegt trägt nicht nur seinen Teil zum Klimaschutz bei, sondern fördert zugleich die eigene Gesundheit und schont sein Auto. Gerade auf kurzen Strecken im Stadtbereich ist man mit dem Fahrrad schneller von Tür zu Tür und braucht keinen Parkplatz zu suchen. Als schönen Nebeneffekt hat man dann auch noch Geld für Benzin gespart, etwas für seine Fitness getan und bei einem Weg von 5 km durchschnittlich 720g CO2 eingespart. Wenn Sie nur auf die passende Gelegenheit warten, um auf das Fahrrad um- und aufzusteigen, können Sie das 3 Wochen lang während des STADTRADELN-Wettbewerbs des Klimabündnisses tun, denn auch in diesem Jahr ist die Stadt Offenbach wieder dabei. 3 Wochen lang, vom 27.05. bis 16.06.2017, radeln Teams innerhalb der Stadt um die meisten Kilometer. Jeder kann ein Team anmelden, wenn mindestens 2 Teilnehmer mitradeln oder einem Team beitreten. Mit Ihrer Teilnahme können Sie auch den Verantwortlichen in Sachen Radverkehr melden, wo in der Infrastruktur noch Schwachstellen zu finden sind, in dem Sie die Meldeplattform RADar! Nutzen. Und wenn Sie gar nicht oder nur selten Radfahren, haben Sie während des Stadtradelns einen guten Anlass dies 3 Wochen lang auszuprobieren und ein Zeichen zu setzen für weniger Lärm und Abgas in der Stadt. Das Anradeln findet am Samstag, 27.05. um 15:00 Uhr auf der Offenbacher Woche vor dem Zelt des Umweltamtes (vor Galeria Kaufhof) statt.

Anmeldung zum Stadtradeln und weitere Informationen ab sofort unter www.offenbach.de/stadtradeln.

KW 19: Laufen und Quizzen

Liebe Schülerinnen und Schüler, Ihr wollt in der Schule nicht einfach nur auswendig lernen sondern beim Lernen Spaß haben? Und Euch am liebsten auch noch mit Euren Parallelklassen messen? Oder doch lieber mit allen Offenbacher Schulen? …und wenn es dann noch etwas zu gewinnen gäbe…

Macht doch einfach bei der Klimarallye mit! Die Klimarallye ist ein Quiz über den Klimaschutz. Die Quizfragen stehen jedoch nicht an der der Tafel, stattdessen sind sie auf einer Laufstrecke verteilt. Seid also schnell und schlau.

Die Klimarallye kann in einer Doppelstunde durchgeführt werden. Für Eure Lehrkräfte ist die Umsetzung denkbar einfach, sie erhalten das Material und können Eure Klasse dann auf die Fragen, die es auf verschiedenen Laufstrecken zu beantworten gilt, vorbereiten. Nach dem Lauf findet eine kurze Auswertung statt, für die Eure Lehrerin/ Eurer Lehrer einen Musterlösungsbogen bekommt. Die Klimarallye gibt es für die Schulstufen 5-10.

Ihr könnt bis September teilnehmen. Die Schule mit den meisten teilnehmenden Klassen (in Relation zur Schule) gewinnt finanzielle und beratende Unterstützung bei der Umsetzung eines Schulprojektes. Den zwei schnellsten Klassen unter allen Schulen winken zusätzliche Preise unter anderem für gemeinsame Klassenaktionen.

Sprecht mit Euren Lehrkräften und meldet Euch bis zum 19. Mai 2017 unter klimarallyemobilitaetsloesungde oder telefonisch unter 06151 - 950 70 10 an. Die Klimarallye ist natürlich kostenfrei. Das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz freut sich auf Eure Teilnahme!

KW 20: Fahr Rad!

Wussten Sie schon, dass der durchschnittliche Bundesbürger 38 Stunden pro Jahr im Stau steht?

Ändern Sie dies und schwingen Sie sich auf das Fahrrad! Dadurch können Sie Zeit sparen und zugleich das Klima schonen!

Insbesondere in der Stadt lohnt sich das Fahrradfahren mehrfach. Kurze Distanzen können flexibel von Tür-zu-Tür überwunden werden und auch die Parkplatzsuche fällt weg. Zeit und Geld für Benzin und Parken können gespart und die negativen Klimaauswirkungen und Luftemissionen reduziert werden. Auch bedeutet Fahrradfahren Selbständigkeit! Es ist möglich sich ohne Auto bequem in der Stadt zu bewegen, um zur Arbeit zu fahren, Kinder von der Kita oder Schule abzuholen und Einkäufe zu erledigen. Dies ist insbesondere für Frauen ohne Führerschein und Auto von Bedeutung.

Falls wir Ihr Interesse wecken konnten, Sie aber noch nicht wissen wie Sie am einfachsten in Offenbach von A nach B kommen, können Sie sich über die Webseite der Klima.Schutz.Aktion (http://www.offenbach.de/microsite/klimaschutzaktion/Mobilitaet/Radfahren/Angebot/)

  • den Fahrradstadtplan für Offenbach herunterladen,
  • ihre Radrouten mit dem Radrouten Planer Hessen planen und
  • auf Informationen zu dem MainRadweg zugreifen (auch als app verfügbar).

 

Über die Webseite können Sie sich außerdem die Broschüre „Fahrradstadt Offenbach“ mit Tipps und Aktionen zum Thema Fahrrad herunterladen. Auch können Sie dort erfahren wo ihr nächster Fahrradhändler ist damit Sie sicher in die Fahrradsaison starten können.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern, Planen und Radfahren.

Bei Rückfragen melden Sie sich gerne bei der Projektmanagerin für den Radverkehr Dr. Anna-Christine Sander per E-Mail anna-christine.sanderoffenbachde oder Telefon: 069-8065-2007.

Quelle zum 1. Satz

http://www.stiftungfuerzukunftsfragen.de/de/newsletter-forschung-aktuell/253.html

 

KW 21: Stand des Umweltamtes bei der Offenbacher Woche

Besuchen Sie das Zelt der KLIMA.SCHUTZ.AKTION Offenbach und informieren Sie sich bei den MitarbeiterInnen des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz über alle Themen rund um den Umweltschutz in Offenbach.

Der Samstagnachmittag steht ganz im Zeichen des Fahrradfahrens.

Zum 10. Mal sind alle Offenbacher 3 Wochen lang, vom 27.05. bis 16.06.2017, aufgerufen sich beim Stadtradeln zu beteiligen. Dabei radeln Teams innerhalb der Stadt um die meisten Kilometer. Das Anradeln findet am Samstag, 27.05. um 15:00 Uhr auf der Offenbacher Woche vor dem Zelt des Umweltamtes (vor Galeria Kaufhof) statt. Den Startschuss gibt der Stadtverordnetenvorsteher, Stephan Färber.

Anmeldung zum Stadtradeln und weitere Informationen ab sofort unter www.offenbach.de/stadtradeln.

Am Sonntag werden die Handwerker der Energiesparinitiative Offenbach verschiedene Möglichkeiten der Dachdämmung vorstellen. Das Umweltamt informiert darüber hinaus über nachwachsende Rohstoffe und Energiesparen durch Gebäudesanierung, sowie den Artenschutz an Gebäuden.

KW 22: Offenbach fährt fair!

Der erste Paragraph der Straßenverkehrsordnung: Nehmen Sie Rücksicht!

Die Kampagne Offenbach fährt fair hat zum Ziel mehr Fairness und Freundlichkeit zwischen allen Verkehrsteilnehmern zu fördern. Eine Geste der Freundlichkeit gegenüber Fußgängern, Rad- oder Autofahrern ist die Kernbotschaft der Aktion, ganz nach dem Motto: auf der Straße herrscht Höflichkeit statt schlechter Laune.

Die Kampagne läuft nun schon seit Mai 2015. Dadurch ist die Botschaft jedoch nicht weniger veraltet. Denn trotz positiver Zwischenbilanz, ist gegenseitige Rücksichtnahme der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden auf Offenbachs Straßen noch immer geboten. Insbesondere durch Veränderungen im Mobilitätsverhalten und im Straßenraum ist eine hohe Aufmerksamkeit stetig nötig.

Es ist wünschenswert, dass immer mehr Menschen in der Stadt Rad fahren. Daher wurden die Einbahnstraßen und die Fußgängerzone für Radfahrer geöffnet. Umso wichtiger ist es daher, dass Freundlichkeit, Fairness und Rücksicht im Straßenverkehr herrscht. Somit ist klar – das gesamte Klima auf Offenbachs Straßen soll verbessert werden.

Wie geht das? Ein paar einfache Tipps:

  • Der Autofahrer stoppt beim Rechtsabbiegen, um dem Radler nicht die Vorfahrt zu nehmen: Der bedankt sich mit Handzeichen!
  • Der Fußgänger hat Vorgang, winkt aber den heranfahrenden Radler vorbei. Der bedankt sich mit Handzeichen!
  • Die Radfahrerin hat Vorfahrt, winkt aber den Autofahrer durch. Der bedankt sich mit Handzeichen!

Machen Sie den Versuch! Sie werden sehen: Es kommt ein Lächeln zurück!

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Facebook Seite der Kampagne: https://www.facebook.com/offenbachfaehrtfair/, auf der Internetseite der Klima.Schutz.Aktion der Stadt Offenbach www.offenbach.de/klimaschutz  und beim ADFC Offenbach.

Juni

KW 23: Kleine Klimaschützer unterwegs

An alle Schulen, Kitas, Horts und Sportvereine: Melden Sie sich zur Kindermeilen-Kampagne an!

Denn es heißt auch dieses Jahr wieder: "Kleine Klimaschützer unterwegs - gemeinsam um die Eine Welt"

Die Kindermeilen-Kampagne ist eine europaweite Aktion des Klima-Bündnis. In Offenbach koordiniert das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz das fleißige Meilensammeln. Während des Aktionszeitraums (18.-29. September) werden die Kinder zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller unterwegs sein und zeigen, wie viel Spaß es machen kann, sich zu bewegen. Dabei entspricht jeder umweltfreundlich zurückgelegter Weg im Aktionszeitraum einer Grünen Meile - zu Fuß, mit dem Roller oder Rad, per Bus oder Bahn. Ziel ist es als Klasse oder Gruppe, gemeinsam möglichst viele Meilen zu sammeln. Das dazugehörige Arbeitsmaterial finanziert das Umweltamt. Das Arbeitsheft bietet Lehrkräften und Betreuern ein buntes Paket an Möglichkeiten, wie das Thema Mobilität und Klimaschutz den Kindern näher gebracht werden kann und das Sammelalbum für jedes Kind, in das die Meilen eingeklebt werden, ist ein zusätzlicher Anreiz beim Mitmachen.

Beliebt ist auch das Basteln der grünen Wunschfüße, die bei der Offenbachweiten Prämierung Oberbürgermeister Schneider zusammen mit den gesammelten Meilen übergeben werden. Danach machen sich die Meilen und Wunschfüße auf den Weg nach Bonn, wo dieses Jahr die UN-Klimakonferenz stattfindet.

Die Anmeldung ist noch bis zum 21. Juni unter kindermeilenmobilitaetsloesungde möglich. Mehr Informationen gibt es unter www.kindermeilen.de und www.offenbach.de/klimaschutz

KW 25: Offenbach fährt fair!

Der erste Paragraph der Straßenverkehrsordnung: Nehmen Sie Rücksicht!

Die Kampagne Offenbach fährt fair hat zum Ziel mehr Fairness und Freundlichkeit zwischen allen Verkehrsteilnehmern zu fördern. Eine Geste der Freundlichkeit gegenüber Fußgängern, Rad- oder Autofahrern ist die Kernbotschaft der Aktion, ganz nach dem Motto: auf der Straße herrscht Höflichkeit statt schlechter Laune.

Die Kampagne läuft nun schon seit Mai 2015. Dadurch ist die Botschaft jedoch nicht weniger veraltet. Denn trotz positiver Zwischenbilanz, ist gegenseitige Rücksichtnahme der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden auf Offenbachs Straßen noch immer geboten. Insbesondere durch Veränderungen im Mobilitätsverhalten und im Straßenraum ist eine hohe Aufmerksamkeit stetig nötig.

Es ist wünschenswert, dass immer mehr Menschen in der Stadt Rad fahren. Daher wurden die Einbahnstraßen und die Fußgängerzone für Radfahrer geöffnet. Umso wichtiger ist es daher, dass Freundlichkeit, Fairness und Rücksicht im Straßenverkehr herrscht. Somit ist klar – das gesamte Klima auf Offenbachs Straßen soll verbessert werden.

Wie geht das? Ein paar einfache Tipps:

  • Der Autofahrer stoppt beim Rechtsabbiegen, um dem Radler nicht die Vorfahrt zu nehmen: Der bedankt sich mit Handzeichen!
  • Der Fußgänger hat Vorgang, winkt aber den heranfahrenden Radler vorbei. Der bedankt sich mit Handzeichen!
  • Die Radfahrerin hat Vorfahrt, winkt aber den Autofahrer durch. Der bedankt sich mit Handzeichen!

Machen Sie den Versuch! Sie werden sehen: Es kommt ein Lächeln zurück!

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Facebook Seite der Kampagne: https://www.facebook.com/offenbachfaehrtfair/, auf der Internetseite der Klima.Schutz.Aktion der Stadt Offenbach www.offenbach.de/klimaschutz  und beim ADFC Offenbach.

KW 26: Müllberge aus Coffee-to-go-Bechern vermeiden

Gleich auf die Arbeit, aber keine Zeit mehr einen Kaffee zu kochen? Ach, das macht doch nichts, da hole ich mir schnell einen im Pappbecher zum Mitnehmen beim Bäcker am Bahnhof oder um die Ecke. Diesem Trend folgen mittlerweile in Deutschland stündlich 320.000 Menschen. Pro Jahr sind das fast 3 Milliarden Einwegbecher. Doch was für uns auf dem Weg schnell zu handhaben ist, ist für die Umwelt ein enormer Rückschlag. Allein für die Herstellung dieser Becher entstehen CO2-Emissionen von rund 83.000 Tonnen. Nachdem wir den Becher ausgetrunken haben und ihn wegwerfen entsteht eine Müllsumme von 40.000 Tonnen! Im Vergleich: Ein deutscher Einwohner produziert im Jahr insgesamt ca. 617 Kilogramm Müll. Wieso also weiterhin die Umwelt strapazieren, wenn es genügend Möglichkeiten gibt den Coffee-to-go Bechern auszuweichen? Einfach einen Thermobecher einpacken und beim Bäcker zum Befüllen abgeben. Diese gibt es mittlerweile nicht nur in farbenfroher Vielfalt, auch in Größen, Form und Design gibt es genügend Alternativen zum Pappbecher. Und der größte Vorteil dabei ist, dass man den Becher wiederverschließen kann, er nicht droht durchzuweichen und der Kaffee länger warm bleibt. Also: frohes Wachwerden ohne Müll!

Quellen:                                                                                                        

http://www.duh.de/becherheld_problem/

https://utopia.de/ratgeber/coffee-to-go-pappbecher-thermobecher/

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/so-viel-muell-faellt-in-deutschland-pro-kopf-an-aid-1.5186483

Juli

KW 27: Eigenen Stromverbrauch überwachen

Eine eigene Wohnung und effizient den Strom einsetzen? Und dann kommt die Stromrechnung. Wow, so teuer... Was hab ich denn alles verbraucht? Oftmals ist uns gar nicht bewusst, wieviel Strom in unserer Wohnung ohne unsere bewusste und absichtliche Mitwirkung verbraucht wird. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH hat hierzu tolle Postkarten entworfen, die zeigen wie weit man mit 1 Kilowattstunde (kWh) im Haushalt kommt. 1 Kilowattstunde kostet derzeit übrigens ca. 29 Cent. Damit kann man beispielsweise 3 Minuten mit Durchlauferhitzer duschen oder 1 Maschine Wäsche bei 60 Grad waschen. Auch kann man damit entweder 17 Stunden bei einer Glühbirne mit 60W die Wohnung erhellen oder mit einer 4W LED-Lampe 250 Stunden lang. Überraschend ist, dass man ein elektronisches Endgerät in einem 4-Personen-Haushalt 14 Stunden im Standby-Modus laufen lassen kann. Das bedeutet, für 14 Stunden nicht zu Hause sein, aber beim Fernseher den Standby-Modus anhaben zahlt man ca. 29 Cent. Wenn man diese Summe einmal hochrechnet, zahlt man für einen Urlaub über 6 Tage für den nicht laufenden Fernseher zu Hause ca. 2€. Wenn man dann wiederum überlegt wie viele von diesen Geräten im Haushalt verteilt sind, summiert sich das schon auf eine größere Summe. Somit vielleicht lieber in den nächsten Baumarkt fahren und ausschaltbare Steckdosenleisten oder ein paar LED-Leuchtmittel kaufen, denn diese Investition lohnt sich! Und übrigens: LED-Leuchtmittel sind längst nicht mehr so teuer wie man denkt und haben zudem eine längere Lebensdauer als die alten Glühbirnen: ca. 15.000 Stunden gegenüber ca. 1.000 Stunden.

KW 29: Der Blaue Engel für den Schulstart

Endlich: die Sommerferien sind da! Ab in den Urlaub und endlich haben die Kinder (manchmal auch die Erwachsenen) viel freie Zeit. Doch irgendwann steigt dann auch wieder die Vorfreude auf das neue Schuljahr. Gerade für die neuen Erstklässler oder die Kinder, die ab Mitte August in die fünfte Klasse kommen steigt die Spannung. Für diese Kinder, aber auch für alle anderen wird es höchste Zeit wieder neue Hefte, Blöcke und Stifte zu besorgen. Auch hier gibt es Möglichkeiten der Umwelt etwas Gutes zu tun. Achten Sie einfach beim Kauf auf den Blauen Engel. Produkte, die sich mit diesem schmücken sind umweltschonend und haben dies durch strenge Prüfungen bewiesen. Es fängt schon bei Kleinigkeiten wie einem neuen Collegeblock an. Ist dieser mit dem Blauen Engel verziert oder beinhaltet die Aufschrift „Recyclingpapier aus 100% Altpapier“ kaufen Sie einen sehr klima- und umweltfreundlichen Block. Auch bei Blei- und Buntstiften können Sie vieles richtig machen. Schauen Sie doch mal, ob sie ganz klassische aus Holz finden. Denn diese finden nicht nur die Kinder toll, da Sie eine tolle Greifbarkeit haben und gut in der Hand liegen, gleichzeitig fällt kein Plastikmüll durch die Umhüllung der Stifte an.

KW 30: Wasser sparen

Der Sommer ist da, wenn auch mal wärmer und mal kälter. Aber Folgen der ersten sehr heißen Tage im Mai sieht man z.B. am trockenen Rasen am Main. Es mangelt der Natur an Wasser! Da wir Menschen uns sehr wesentlich daran bedienen, sollten wir auch ein wenig darauf achten was wir dafür tun können, damit es nicht allzu stark an Wasser fehlt. Denn große Mengen Trinkwasser z.B. dem Grundwasser entnommen werden, sinkt der Grundwasserspiegel akut ab. Dann gibt es ein Versorgungsproblem und beeinflusst damit auch akut die Flora. Im Jahr 2011 verbrauchte jeder Deutsche im Durchschnitt 121 Liter Wasser, davon nur etwa vier Prozent zum Trinken und Kochen. Der größte Teil unseres Wasserverbrauchs hat seine Ursache in der Toilettenspülung, Körperhygiene sowie dem Waschen. Für viele dieser Zwecke muss das Wasser erst erwärmt werden, was wiederum zu hohen CO2-Emmissionen, hohem Energieverbrauch und somit auch Kosten führt. Mit ein paar kleinen Veränderungen lässt sich aber schon eine Menge Wasser sparen. So spart ein Einhandhebelmischer in Bad und Küche Wasser, da sich die Temperatur schneller einstellen lässt. Ein Durchflussbegrenzer minimiert die ausströmende Wassermenge. In Kombination mit einem Perlator, der Luft zu dem Wasser mischt, fällt dies nicht einmal auf. Generell sollte man die Dusche immer dem Vollbad vorziehen, damit lassen sich bis zu 100 Liter Wasser einsparen. Für die Dusche gibt es Niederdruckduschköpfe, durch die man bis zu 50% an Wasser pro Minute spart und gleichzeitig natürlich auch Energie. Auch die Toilettenspülung bietet Sparpotential, wenn man eine Spülstopptaste verwendet. Neben den technischen Veränderungen hilft es auch, sein Verhalten klimafreundlicher zu gestalten. Zum Beispiel indem man beim Zähneputzen oder Einseifen das Wasser ausstellt. Auch bei tropfenden Wasserhähne sollte man sofort reagieren und sie reparieren (lassen), da sich die einzelnen Tropfen schnell zu einigen Litern pro Tag aufsummieren. Quellen: http://www.dieeinsparinfos.de/ http://www.nabu.de/ http://www.verbraucher.de/

KW 31: Regenwassernutzung zur Bewässerung von Pflanzen

An heißen Sommertagen hat nicht nur der Mensch Durst, auch die Pflanzen im Garten und auf dem Balkon brauchen reichlich Wasser. Und das günstigste Wasser fällt direkt vom Himmel, man muss es nur noch sammeln und speichern, anstatt es ungenutzt in den Kanal zu leiten. Mit einer Klappe im Fallrohr der Dachrinne und einer Regenwassertonne ist das leicht getan. Wer größere Flächen zu bewässern hat, für den bietet sich eine unterirdische Zisterne an. In der bleibt das Wasser immer frisch, es friert im Winter nicht ein und man kann es mit einer Pumpe und dem Gartenschlauch nutzen. Die Bewässerung mit Regenwasser hat außerdem den Vorteil, dass kein wertvolles Trinkwasser verschwendet wird, welches vorher in verschiedenen Prozessen – die wiederum Energie verbrauchen – aufbereitet werden muss. Grundsätzlich ist eine abendliche Bewässerung zu empfehlen, damit die Pflanzen nicht verbrennen und das Wasser nicht direkt wieder verdunstet. Bewässerung sollte lieber seltener, aber dafür intensiv geschehen, so dass das Wasser etwa 10cm tief in den Boden eindringt. Dadurch bilden viele Pflanzen längere Wurzeln und werden widerstandsfähiger. Pflanzen in Balkonkästen und Töpfen mit integriertem Wasserspeicher überstehen auch längere Durststrecken. Um den Boden vor schnellem Austrocknen zu schützen, hilft eine Lage Mulch. Sollte der Boden trotzdem trocken sein, dann erst langsam und ohne Druck beregnen, damit er die Nässe aufnehmen kann und nicht weggespült wird. Zuvor sollte die Pflanzen nach ihren Standorteigenschaften sowie Wasser- und Lichtbedarf auswählen. Geranien und Lavendel beispielsweise bevorzugen sonnige Plätze, Kakteen hingegen benötigen kaum Wasser. Fröhliches Gärtnern! Quelle: Das Mainova Energie-Sparbuch

August

KW 32: Solarlampe fängt kostenlos Sonnenlicht ein

Es ist Sommer und die Sonnenstunden werden trotz einiger sehr nasskalter Tage hoffentlich noch zahlreich sein. Und wenn es soweit ist, fangen Sie sich diese Sonnenstrahlen ein und nutzen Sie die Sonnenenergie mithilfe einer Solarlampe direkt und kostenlos sobald es dunkel wird in Form von Gartenbeleuchtung. Solarlampen gibt es in den verschiedensten Formen, Größen und Farben im Fachhandel zu kaufen. Da sie kabellos sind, können Sie die Lampen nachdem Sie sie am Fenster, auf dem Balkon oder im Garten aufgeladen haben überall einsetzen, als Hintergrundbeleuchtung beim Fernsehen, als Licht im Bad oder bei der abendlichen Bettlektüre. Sie eignen sich auch besonders für Campingausflüge, Festivals oder im Garten. Der Vorteil daran: Dieser Strom ist kostenlos und bei seiner Produktion entsteht kein CO2, Sie müssen keine Akkus laden oder sogar Einmal-Batterien verwenden, die dann sofort in den Müll wandern, wie bei normalen Taschenlampen. Der BUND und Greenpeace bieten sogar eine Solarlampe an, mit dessen Kauf man wiederum deren günstigeren Verkauf beispielsweise in afrikanischen Ländern ermöglicht. Dort leben viele Menschen ohne oder mit nur unzureichendem Licht sobald die Dämmerung einkehrt. Durch die Verkaufsaktion der Solarleuchte in Europa, den USA und Kanada wird mittlerweile schon 40.000 Menschen allein in Afrika zu Licht verholfen. Machen auch Sie mit und nutzen Sie unsere beste kostenlose und unerschöpfliche Lichtquelle - die Sonne. Einen sonnigen Sommer!

KW 33: Regenwassernutzung zur Bewässerung von Pflanzen

An heißen Sommertagen hat nicht nur der Mensch Durst, auch die Pflanzen im Garten und auf dem Balkon brauchen reichlich Wasser. Und das günstigste Wasser fällt direkt vom Himmel, man muss es nur noch sammeln und speichern, anstatt es ungenutzt in den Kanal zu leiten. Mit einer Klappe im Fallrohr der Dachrinne und einer Regenwassertonne ist das leicht getan. Wer größere Flächen zu bewässern hat, für den bietet sich eine unterirdische Zisterne an. In der bleibt das Wasser immer frisch, es friert im Winter nicht ein und man kann es mit einer Pumpe und dem Gartenschlauch nutzen. Die Bewässerung mit Regenwasser hat außerdem den Vorteil, dass kein wertvolles Trinkwasser verschwendet wird, welches vorher in verschiedenen Prozessen – die wiederum Energie verbrauchen – aufbereitet werden muss. Grundsätzlich ist eine abendliche Bewässerung zu empfehlen, damit die Pflanzen nicht verbrennen und das Wasser nicht direkt wieder verdunstet. Bewässerung sollte lieber seltener, aber dafür intensiv geschehen, so dass das Wasser etwa 10cm tief in den Boden eindringt. Dadurch bilden viele Pflanzen längere Wurzeln und werden widerstandsfähiger. Pflanzen in Balkonkästen und Töpfen mit integriertem Wasserspeicher überstehen auch längere Durststrecken. Um den Boden vor schnellem Austrocknen zu schützen, hilft eine Lage Mulch. Sollte der Boden trotzdem trocken sein, dann erst langsam und ohne Druck beregnen, damit er die Nässe aufnehmen kann und nicht weggespült wird. Zuvor sollte die Pflanzen nach ihren Standorteigenschaften sowie Wasser- und Lichtbedarf auswählen. Geranien und Lavendel beispielsweise bevorzugen sonnige Plätze, Kakteen hingegen benötigen kaum Wasser. Fröhliches Gärtnern! Quelle: Das Mainova Energie-Sparbuch

KW 34: Schulanfang - Auf neuen Wegen…

Die Schule hat wieder angefangen! Für einige Kinder bedeutet das ein neuer Lebensabschnitt mit vielen neuen Menschen und Abläufen: Mitschüler, Lehrer und auch der Schulweg sind neu. Für die meisten Kinder hingegen stehen keine großen Veränderungen an, jedoch kann trotzdem fast jede und jeder neue Erfahrungen machen, in dem sie und er etwas an der alltäglichen Routine ändern und diese interessanter, lebenswerter, klimafreundlicher und aktiver gestalten.

Beispielsweise durch eine Veränderung im Schulweg! Denn mit jedem Kilometer, der nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, können 142g CO2 gespart werden. Neben diesen positiven Umweltwirkungen an denen Eltern und Kinder gleichermaßen teilhaben, gibt es auch etliche weitere Vorteile zu Fuß und mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen:

Nämlich die Bewegung: Kinder bewegen sich gerne. Wenn schon frühmorgens den Schulweg selbst zurücklegen, können sie diesem Bedürfnis schon vor der Schule nachkommen, ihre motorischen Fähigkeiten schulen und können konzentrierter dem Unterricht folgen. Ein weiterer Gesundheitsaspekt entsteht durch das Stehenlassen des Autos, welches die Luft verbessern kann (übrigens auch im Auto werden die giftigen Gase eingeatmet).

Außerdem kommen Kinder beim zu Fuß gehen und Rad fahren besser ins Gespräch mit den MitschülerInnen, als es im Auto der Fall ist. Jüngere Kinder sind zudem stolz, wenn sie Wege alleine finden und bewältigen können. Zudem schult dies die räumliche Vorstellungskraft.

Weiterhin wurde in den Jugendverkehrsschulen festgestellt, dass immer weniger Kinder die Regeln des Straßenverkehrs kennen. Durch eine aktive Nutzung des Straßenraums kann diesem entgegnet werden. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz.

Zu guter Letzt ist es außerdem ein Sicherheitsaspekt, denn je weniger Autos auf den Straßen unterwegs sind, desto sicherer wird es für Kinder, Fußgänger und FahrradfahrerInnen. Wussten Sie, dass je weniger Elterntaxen vor Schulen halt machen, desto weniger Gefährdung für Kinder besteht?

Daher lassen Sie ihr Auto einfach mal stehen! Fahren Sie Rad und gehen Sie zu Fuß zur Liebe des Klimas, Ihnen selber, der Entwicklung Ihres Kindes und der Mitmenschen um Sie herum. Motivieren Sie Ihre Kinder. Falls das mal nicht klappt, nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel, bilden Sie Sammeltaxen, fahren Sie bewusst und nicht bis direkt vor die Schule.

KW 35: Billigtankstellen suchen? Nicht gut für Portemonnaie und Umwelt

Seit einiger Zeit gibt es die Meldestelle für Benzin- und Dieselpreise. Somit kann man als Autofahrer mit einer App oder im Internet schnell die aktuell günstigste Tankstelle in der Region finden. Die Einsparung bei einer unter Umständen entlegenen Tankstelle ist jedoch oft geringer als gedacht. Denn wenn man von den sogenannten Vollkosten des Fahrens ausgeht – darin enthalten sind: Betriebskosten, sonstige Fixkosten, Kosten für Reparatur und Wartung und der Wertverlust des Autos – kostet jeder gefahrene Kilometer zwischen 40 und 60 Cent. Hat man beispielsweise eine um drei Cent billigere Tankstelle gefunden und tankt dort 50 Liter, so spart man dabei 1,50 Euro. Aber schon bei einer Entfernung von zwei Kilometern einfacher Strecke lohnt sich die Fahrt dorthin nicht mehr, von den dabei ausgestoßenen Schadstoffen und dem zusätzlichen Verkehr einmal abgesehen. Wer wirklich sparen möchte, lässt auf Kurzstrecken das Auto stehen und geht zu Fuß oder nimmt das Fahrrad. Das schont nicht nur das Portemonnaie, sondern auch die Umwelt. Wegen erhöhter Schadstoffemissionen ist eine Autofahrt gerade bei kurzen Strecken am umweltschädlichsten. Direkt nach dem Start ist der Kraftstoffverbrauch am höchsten. Erst nach etwa vier Kilometern ist der Motor betriebswarm und der Verbrauch geringer. Bei längeren Strecken ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) die beste Wahl. Fahrten mit Bus und Bahn sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern in Städten oft auch schneller, weil die Parkplatzsuche wegfällt.

Quelle: www.bund.de

September

KW 36: Carsharing - günstig geteilt statt teuer besitzen

Der Verkehr stellt in Deutschland den zweitgrößten Verursacher der energiebedingten CO2-Emissionen dar. Auch in Offenbach trägt er einen erheblichen Anteil, nämlich rund 29%, dazu bei. Zeit dass sich das ändert. Aber wie? Zum Beispiel durch „Carsharing“, was seit einigen Jahren immer beliebter wird. Das Modell gibt es inzwischen in verschiedenen Varianten. Bei der klassischen Form des Carsharing gibt es feste Abhol- und Abstellstationen und festgelegte Tarife. So kostet ein Cityflitzer pro Stunde nur ca. 3,00 € und eine Elektroauto ca. 6,00 €. Hinzu kommt eine Kilometerpauschale, die Tankfüllungen hingegen müssen nicht vom Kunden bezahlt werden. In Offenbach gibt es mehrere Anbieter auf die Sie zurückgreifen und sich anmelden können, Informationen erhalten Sie z.B. im OF-Info Center in der Salzgasse oder im Internet. Anbieter mit dem „Blauen Engel Car Sharing“ verpflichten sich freiwillig z.B. durch die Einhaltung sehr niedrige Kraftfahrzeugemissionswerte der Carsharing-Flotte sogar zu noch höherer Energieeffizienz.

Alternativ dazu gibt es über Plattformen im Internet auch die Möglichkeit Autos von Privatpersonen zu mieten, das sogenannte private Carsharing. Dabei sind sowohl Vermieter als auch Mieter automatisch versichert und durch ein Übergabeprotokoll ist jeder Beteiligte auf der sicheren Seite.

Gerade für Stadtbewohner und für Menschen, die nur selten ein Auto benötigen ist das Konzept Carsharing eine lohnende Alternative zum eigenen PKW, da es viele Abholstationen gibt und das Leihen eines Autos bis ca. 10.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr bewiesenermaßen günstiger ist, als das eigene Auto. So kann ein aktiver Carsharing-Nutzer seine CO2-Emissionen um bis zu 290 kg/Jahr reduzieren.

Verschiedene Studien kommen außerdem zu dem Schluss, dass ein Carsharing-Fahrzeug ca. vier bis acht andere Fahrzeuge ersetzen kann. Das bedeutet nicht nur weniger Umweltbelastung aufgrund von Produktion, Transport und Nutzung, sondern zukünftig vielleicht auch wieder mehr Parkplätze und natürlich: geringere Kosten für alle Nutzer.

Allerdings: Soweit es möglich ist, sollte natürlich immer auf das Auto verzichtet werden, denn besonders im Stadtverkehr ist das Fahrradfahren, Laufen oder Bahnfahren natürlich am umwelt- und klimaschonendsten und meistens auch am schnellsten.

 

Quellen: www.umweltbundesamt.de, Bundesverband CarSharing e.V., www.carsharing-news.de

KW 37: Am 15. September ist Park(ing) Day

Wie sieht Offenbach wohl aus, wenn im Stadtgebiet die Straßenränder nicht nur von geparkten Autos gesäumt sind? Welche anderen Aktivitäten könnten dort stattfinden und welche Möglichkeiten würde dies bieten? Cafés könnten mehr Sitzplätze außerhalb anbieten, es wäre mehr Platz zum Spielen, für kleine grüne Inseln (sogenannte Pocket Parks), Sitzmöglichkeiten und Radabstellplätze. Kreuzungsbereiche wären überschaubarer und auch die Einzelhändler würden von einer besseren Sichtbarkeit ihrer Schaufensterauslagen profitieren.

Um dies zu zeigen, wird jährlich am dritten Freitag des Septembers zum Park(ing)Day aufgerufen, bei dem genau das passieren soll: die Umwidmung von Parkplätzen zu Parks, Spielflächen, Rastmöglichkeiten etc.

Dabei profitieren nicht nur die Stadt und die Bewohner von weniger Autos an den Straßenrändern, sondern auch die Umwelt. Durch „mehr“ Platz in direkter Nähe ist es nicht mehr nötig „raus ins Grüne“, zum nächsten Park oder Spielplatz zu fahren. So können klimaschädliche Emissionen und gesundheitsschädliche Feinstäube vermieden werden.

Wie der Straßenraum auch mal anders aussehen kann, welche anderen Nutzungen dort stattfinden können, können Sie am internationalen Park(ing)Day am 15. September in ganz Offenbach erleben, z.B. an der Ecke Kurze Straße/Bismarckstraße, der Bieberer Straße Höhe Wilhelmsplatz oder der Waldstraße zwischen Geleits- und Bleichstraße. Der Verein Stadtmenschen organisiert zahlreiche Aktionen zusammen mit anderen Initiativen wie dem Stadtbiotop und dem ADFC Offenbach.

Es wird z.B. die erste Offenbacher Parkplatzcrossbocciastadtmeisterschaft ausgetragen, es werden bunte Baumbänke entstehen und man kann Offenlufttischkickern.

Auf der facebook Seite der Stadtmenschen können Sie sich über alle Aktionen erkundigen: www.facebook.com/stadtmenschenoffenbach/

KW 38: Unser Leitungswasser- eine saubere Sache

Wissen Sie, woher Ihr Leitungswasser kommt? Der Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) beliefert ganz Offenbach mit sauberem Trinkwasser. Und trotzdem hat jeder schon einmal einen schweren Wasserkasten aus dem Supermarkt nach Hause bugsiert. Ein Liter Mineralwasser kostet im Schnitt einen Euro. Kommt das Wasser zusätzlich aus entfernten Regionen oder sogar aus dem Ausland, legt es bis zu uns teilweise tausende Kilometer zurück, was viel Energie benötigt. Hinzu kommen aufwendige Verpackungen, der Verpackungsmüll oder die chemische Reinigung der Mehrwegflaschen, die nicht nur zusätzlich Energie verschlingen, sondern auch riesige Müllberge darstellen.

Kurz gesagt bedeutet das, dass sich für 1 Liter Mineralwasser durchschnittlich 210 g CO2-Emissionen ergeben – die Kühlung nicht eingerechnet. Für einen Liter Leitungswasser dagegen ergeben sich im Durschnitt lediglich 0,35 g. Eine vergleichsweise ziemlich unsaubere Sache dieses Mineralwasser, oder?

Warum also nicht einmal einem echten Hessen – unserem Leitungswasser - eine Chance geben?

Folgende Vorteile hat Leitungswasser für Sie:

  • Das deutsche Leitungswasser unterliegt strengeren Vorschriften als das Mineralwasser aus der Flasche
  • Der ZWO garantiert eine gleichbleibend gute Qualität bis zu Ihnen nach Hause
  • Leitungswasser hat nicht weniger Mineralien als manches Mineralwasser
  • Unser Leitungswasser entspringt Brunnen in der Region und muss damit keine langen Wege auf LKWs quer durchs Land zurücklegen
  • Es fällt kein Verpackungsmüll an und Mehrwegflaschen müssen nicht aufwendig chemisch gereinigt werden
  • Ein Liter des kühlen Nass‘ kostet durchschnittlich gerade einmal einen halben Cent

Der Geschmack unterscheidet sich übrigens oft nicht von dem eines Mineralwassers. Er setzt sich aus den verschiedenen Mineralien zusammen, die nicht unbedingt andere sein müssen, als die im Mineralwasser. Machen Sie doch einmal den Geschmackstest!

http://www.faz.net

http://www.umweltbundesamt.de

www.nachhaltig-sein.info

www.klassewasser.de

KW 39: Voten für die "grüne Sache"

Was haben ein Pinguin, der Vorsitzende der IHK und Offenbacher Schüler und Kindergartenkinder gemeinsam? Sie sind alle Gesichter des Klimaschutzes in Offenbach!

Zum elften Mal wird Engagement für den Klimaschutz in diesem Jahr Rahmen des Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreises ZeitzeicheN mit einem Preis belohnt. Und dieser Preis ist heiß: 10.000 € werden unter den Gewinnern für die „grüne Sache“ verteilt. Diese Auszeichnung richtet sich an Projekte, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und sich beispielhaft für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt stark machen. Zwei Offenbacher Projekte, sind für diesen Preis nominiert: Das Mobilitätsmanagement in Kitas und Schulen und die Offenbacher Klimapaten.

Das Mobilitätsmanagement in Kitas und Schulen soll Kindern und Jugendlichen nachhaltige und zukunftsfähige Mobilitätsweisen näher bringen und fördert dabei spielerisch deren Bewegungsaktivitäten. Projekte wie die Kindermeilenkampagne oder Projekttage in Schulen lassen sich leicht in den Alltag und die Unterrichtszeit integrieren und rücken alternative Fortbewegungsmöglichkeiten in den Vordergrund. Vielleicht hat ja auch Ihr Kind schon einmal an der Kindermeilenkampagne teilgenommen oder einen Projekttag in der Schule miterlebt?

Die Klimapaten haben zum Ziel, den Klimaschutz als Ganzes stärker ins Bewusstsein zu rücken und ihn ganz selbstverständlich im Alltag zu leben. Zurzeit gibt es in Offenbach 42 Klimapaten, die sich in unserer Stadt, jede und jeder auf seine Weise, für den Klimaschutz stark machen. Die Möglichkeiten sich dabei einzubringen sind vielseitig. So können z. B. Veranstaltungen mitgestaltet oder an den regelmäßigen Treffen teilgenommen werden. Wichtig ist, mit gutem Beispiel voranzugehen, denn der Klimaschutz geht uns alle an. Sie und mich!

Unter https://www.netzwerk21kongress.de/zeitzeichen/de/17_11_voting_klima.asp und https://www.netzwerk21kongress.de/zeitzeichen/de/17_11_voting_gemeindestadtregion.asp können Sie noch bis zum 03.10.2017 für diese beiden Projekte abstimmen. Dort finden Sie auch einen Link zu weiterführenden Informationen zu den Projekten.

Oktober

KW 40: Zwetschgen im Sommer? Na klar!

Wenn die Tage kühler und die Abende kürzer werden ist sie wieder da – die Erntezeit. Viele verschiedene Früchte, aber auch Gemüse, haben jetzt gerade Saison und sind sehr preiswert zu ergattern – verschiedene Kohlsorten aber auch Zwetschgen, Äpfel und Quitten finden Sie zurzeit auf jedem Markt. Aber nicht nur der Preis ist ein Argument für saisonales Obst aus der Region: Einheimisches Obst setzt zudem lediglich 230 Gramm CO2 pro Kilo frei. Bei Obst aus Übersee, das mit dem Flugzeug transportiert wird, betragen die CO2-Emissionen durchschnittlich 11.000 Gramm pro Kilo!

Warum also auf Obst und Gemüse aus anderen Ländern und Übersee zurückgreifen, wenn Gutes doch so nah sein kann?

Damit Sie in jeder Jahreszeit diese Schätze der Natur genießen können, empfiehlt es sich, Obst und Gemüse haltbar zu machen. Dazu gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Sie können das Obst und Gemüse z. B. einkochen, trocknen, einlegen oder einfrieren. Einfache Anleitungen hierzu finden sich überall im World Wide Web.

Oder Sie verarbeiten das Gekaufte oder selbst Geerntete direkt weiter. Suppen lassen sich beispielsweise sehr gut vorkochen und einfrieren. Aber auch Marmeladen und Chutneys sind einfach in der Herstellung und lassen sich – sofort heiß in Gläser abgefüllt – lange lagern. Zudem wissen Sie was drin ist und es ist häufig preiswerter als industriell gefertigte Produkte.

Quelle: www.umwelt-im-unterricht.de

KW 41: Entenfüttern- Bitte nicht!

Bei wem werden da keine Kindheitserinnerungen wach? Mit einer Tüte Brotkrumen in der Hand am Main oder einem See Enten füttern...

Aber Stopp! Das Füttern von Wasservögeln ist alles andere als gut für die Tiere und auch die Gewässer leiden darunter. Auch wenn die Tiere beim Rascheln mit der Tüte sofort, scheinbar hungrig, angestürmt kommen: Brot ist keine natürliche Nahrung für Enten und andere Wasservögel. Und dennoch fressen sie es gerne, weil es bequemer ist, als selbst auf Nahrungssuche zu gehen. Das Brot kann in ihrem Magen jedoch aufquellen und die Tiere krank machen. Ihre natürliche Nahrung besteht hauptsächlich aus Wasserpflanzen und kleinen Wassertieren, die sie sich auf dem Gewässergrund suchen. Zudem versammeln sich an typischen „Fütterungsplätzen“ häufig sehr viele Tiere auf begrenztem Raum, was zu schnellerer Krankheitsübertragung führen kann.

Das nicht sofort aufgenommene Brot sinkt zudem zu Boden und belastet den Sauerstoffhaushalt des Gewässers. Bereits 1,5 kg Brot können 100 m³ Wasser gänzlich sauerstofffrei werden lassen. Das sind 100.000 Liter! Die Folgen können Fischsterben, die vermehrte Bildung von Faulschlamm und die Zunahme der Algenpopulation sein, die Gewässertrübungen und die Minderung der Wasserqualität nach sich ziehen. Außerdem sind Enten und Co. nicht nur hübsch anzusehen, sondern hinterlassen auch das ein oder andere Häufchen inklusive Fäkalbakterien.

Deswegen: Füttern Sie bitte weder Wasservögel noch Fische, damit unsere Gewässer lebenswert bleiben!

Quellen:

www.hlnug.de

www.welt.de/wissenschaft/umwelt

KW 42: Das kehrt doch niemanden!

Morgens halb zehn in Deutschland: Der Laubbläser röhrt! Gerade jetzt im Herbst, in dem sich die Bäume bunt färben und nach und nach ihr Blätterkleid verlieren, kosten so manchen „Ungetüme“ wie Laubbläser und Laubsauger im nachbarlichen Garten einiges an Nerven. Im Betrieb werden diese bis zu 120 Dezibel laut. Hier liegt auch etwa die Schmerzgrenze des menschlichen Ohrs!

Mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet, erzeugen diese Geräte außerdem Luftschadstoffe, die meist ungefiltert in die Umgebung geblasen werden. Aber nicht nur die Luft bekommt die Schadstoffe ungefiltert ab. Der Laubsauger, aber auch der Laubbläser, verteilt alles, was sich am Boden befindet in feinen Partikeln in der Luft – vom Hundekot bis zu Pilzen und Mikroben. Für den Nutzer des Geräts ist das gesundheitlich nicht unbedenklich.

Logisch ist, dass die Umstände auf städtischen Flächen häufig anders sind als im heimischen Garten und gerade in der Innenstadt der Einsatz der Geräte notwendig ist. Hier gibt es jedoch bereits Alternativen zum herkömmlichen Laubsauger oder Laubbläser mit Verbrennungsmotor: Akkubetriebene Geräte sind erheblich leiser und emissionsärmer.

Auch Frösche und andere kleine Lebewesen müssen sich in Acht nehmen. Viele dieser Geräte häckseln das Eingesaugte direkt klein! Viele Nachteile meinen Sie? Das stimmt. Bedenkt man zudem den enormen Anschaffungspreis eines Laubbläsers, lohnt es sich tatsächlich, wieder zu Harke und Besen zu greifen. Diese Gartengeräte sind nicht nur weitaus günstiger in der Anschaffung, sondern halten Sie – so ganz nebenbei – beim Laubkehren fit. Probieren Sie es doch mal aus!

Quelle: www.hoerex.de

www.umweltbundesamt.de

KW 43: Entenfüttern - bitte nicht!

Bei wem werden da keine Kindheitserinnerungen wach? Mit einer Tüte Brotkrumen in der Hand am Main oder einem See Enten füttern...

Aber Stopp! Das Füttern von Wasservögeln ist alles andere als gut für die Tiere und auch die Gewässer leiden darunter. Auch wenn die Tiere beim Rascheln mit der Tüte sofort, scheinbar hungrig, angestürmt kommen: Brot ist keine natürliche Nahrung für Enten und andere Wasservögel. Und dennoch fressen sie es gerne, weil es bequemer ist, als selbst auf Nahrungssuche zu gehen. Das Brot kann in ihrem Magen jedoch aufquellen und die Tiere krank machen. Ihre natürliche Nahrung besteht hauptsächlich aus Wasserpflanzen und kleinen Wassertieren, die sie sich auf dem Gewässergrund suchen. Zudem versammeln sich an typischen „Fütterungsplätzen“ häufig sehr viele Tiere auf begrenztem Raum, was zu schnellerer Krankheitsübertragung führen kann.

Das nicht sofort aufgenommene Brot sinkt zudem zu Boden und belastet den Sauerstoffhaushalt des Gewässers. Bereits 1,5 kg Brot können 100 m³ Wasser gänzlich sauerstofffrei werden lassen. Das sind 100.000 Liter! Die Folgen können Fischsterben, die vermehrte Bildung von Faulschlamm und die Zunahme der Algenpopulation sein, die Gewässertrübungen und die Minderung der Wasserqualität nach sich ziehen. Außerdem sind Enten und Co. nicht nur hübsch anzusehen, sondern hinterlassen auch das ein oder andere Häufchen inklusive Fäkalbakterien.

Deswegen: Füttern Sie bitte weder Wasservögel noch Fische, damit unsere Gewässer lebenswert bleiben!

Quellen:

www.hlnug.de

www.welt.de/wissenschaft/umwelt

KW 44: Saisonkalender zum Einkaufen nutzen

Dass im Winter, der als nächste Jahreszeit mit kürzeren Tagen und übermäßig nasskaltem Wetter bereits wieder vor der Tür steht, keine Äpfel mehr von den deutschen Streuobstwiesen geerntet werden können, weiß jedes Kind. Ähnlich sieht es auch bei anderem heimischen Obst aus, beispielsweise bei Birnen. Die Erntezeit erstreckt sich in der Regel von August bis Oktober. Dennoch können Birnen auch in den Wintermonaten noch frisch aus dem Angebot im Supermarkt oder auf dem Markt gekauft werden, da es sich größtenteils um Lagerbestände handelt. Bei Kirschen oder Himbeeren ist die Lagerung schwierig, wenn man diese nicht zu Marmelade einkocht oder einfriert. Doch zu welcher Jahreszeit hat dieses Obst eigentlich Hochsaison? Wann geht es wirklich frisch über die Ladentheke und entstammt nicht bloß einem Lagerbestand? Und wie sieht es eigentlich mit heimischem Gemüse wie Kartoffeln, Sellerie und Zwiebeln aus?

Gerade auch im Hinblick auf Umwelt und Klima lohnt sich der Blick auf einen sogenannten Saisonkalender. Dieser wird beispielsweise auf der Internetseite des Bundeszentrum für Ernährung (BZfE, https://www.bzfe.de/_data/files/3488_2017_saisonkalender_posterseite_online.pdf) und gibt neben Informationen zur zeitlichen regionalen Verfügbarkeit der Obst- und Gemüsesorten innerhalb der verschiedenen Monate auch gleichzeitig eine Auskunft darüber, welche Sorten für eine ganzjährige Verfügbarkeit entweder aus energieintensiven Gewächshäusern stammen oder aber aus anderen Ländern importiert werden müssen. Dabei schädigen weite Transportwege das Klima durch vermehrten CO2-Ausstoß viel mehr als kurze, regionale Strecken.

Gleichzeitig können sich aber selbst heimische Obst- und Gemüsesorten negativ auf die CO2-Bilanz auswirken, falls sie größtenteils einem Lagerbestand entstammen, da dieser kontinuierlich Energie benötigt, beispielsweise zur Kühlung. Produkte aus regionalem, saisonalem Freilandanbau sind die im Hinblick auf den Umwelt- und Klimaschutz sinnvollste Alternative, schmecken meistens besser und können während der Erntesaison auch günstiger als außerhalb dieser Zeit erworben werden.

Quelle: https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender

November

KW 45: Tipps für sparsames und klimafreundliches Kochen

Wann Sie welches Obst und Gemüse am besten essen sollten, zeigte der Tipp zum „Saisonkalender“ (im Internet unter: bit.ly/2lnnYZY zu finden) in der letztwöchigen Ausgabe des Umwelttipps. Doch dieser stellt schließlich nur eine Entscheidungshilfe für den Einkauf dar.

Dabei lohnt es sich zudem schon für einen klimafreundlichen Einkauf, das Auto auch mal stehenzulassen, da diese Maßnahme bereits zu einer Verminderung des Treibhausgas-Ausstoßes führt. Haben Sie die Lebensmittel letztendlich nach Hause gebracht und möchten diese zubereiten, können Sie mit den nachfolgenden Tipps sowohl Energie als auch Geld sparen und damit die Umwelt schonen.

  1. Kaufen Sie Bio-Produkte! Dies reduziert den Eintrag von Kunstdünger oder Antibiotika ins Grundwasser bzw. in die Umwelt
  2. Nutzen Sie einen energiefreundlichen Gasherd oder wechseln Sie zu einem Stromanbieter, der auf Ökostrom setzt.
  3. Nutzen Sie so wenig Wasser wie möglich.
  4. Salzen Sie das Wasser erst, wenn es bereits kocht. Durch das Salzen kalten Wassers muss nämlich mehr Energie aufgewendet werden, bis das Wasser kocht, da der Siedepunkt erhöht wird.
  5. Halten Sie den Topf geschlossen, damit möglichst wenig Wärme verloren geht.
  6. Verwerten Sie Reste sinnvoll. Eine Mahlzeit durch Reste vom Vortag zu ersetzen ist auf jeden Fall vernünftiger und günstiger als das Wegwerfen von Lebensmitteln.
  7. Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum: So fallen bei der Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch beispielsweise ca. 36 Kilogramm CO2 an, was einer Autofahrt von etwa 250 Kilometern entspricht

In diesem Sinne: Guten Appetit!

KW 46: Ist Fastfood schlecht für das Klima?

Dass sich Fastfood aufgrund des hohen Fett- und Salzgehalts schlecht auf die Gesundheit auswirken kann, ist bekannt. Jedoch kommt es dabei auch auf die Menge an, bei gelegentlichem Verzehr sollte ein sich ansonsten bewusst ernährender und sportlich aktiver Mensch keine Bedenken haben.

Doch wie sieht es eigentlich mit den Auswirkungen von Fastfood auf die Umwelt und das Klima aus?

Die Zubereitung ist schnell, unkompliziert und dauert erwartungsgemäß nur wenige Minuten. Jedoch müssen die Zutaten, die meistens mit dem LKW angeliefert werden, während des gesamten Transportes und bis zur Weiterverarbeitung entsprechend gekühlt werden. Das kostet Energie. Ebenso wie der anschließende Kochvorgang, bei dem meistens frittiert wird. Je nach Größe liegt der Energieverbrauch mit 5 bis 15 kWh auch bis zu 100 mal höher als der Energieverbrauch eines Elektroherds beim Kochen von einem halben Kilo Kartoffeln (0,15 kWh), der gleiche Faktor gilt dabei auch für den damit verbundenen Treibhausgasausstoß: Pro Kilowattstunde Energie (konventionelle Stromerzeugung anstelle von Ökostrom) werden etwa 600g CO2 ausgestoßen.

Rechnet man einmal die zahlreichen Arbeitsschritte von der Futterproduktion der Kühe bis hin zur letztendlichen Zubereitung, verursacht bereits ein Cheeseburger schätzungsweise mehr als 5 Kilogramm des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Zum Vergleich: 30 Kilometer Autofahrt stoßen in etwa dieselbe Menge an CO2 aus (www.co2-emissionen-vergleichen.de).

Im Hinblick auf diese schädlichen Auswirkungen eines einzelnen Burgers macht es bei häufigerem Fastfood-Konsum im Hinblick auf den Umwelt- und Klimaschutz Sinn, stattdessen auf eine ökologischere Ernährungsweise zu setzen. So verursachen regionale Lebensmittel aufgrund kürzerer Transportwege bereits weniger CO2. Gleichzeitig sind sie gesünder, sättigen länger und bringen schlussendlich  auch Spaß beim Kochen, weswegen man sich auch ruhig einmal mehr Zeit für den Einkauf und die Zubereitung nehmen kann.

KW 47: Die Wahl des richtigen Korkens

Wenn man sprichwörtlich „die Korken knallen lässt“, steht oft der Gedanke an das Feiern, beispielsweise zur Weihnachtszeit oder an Silvester, im Vordergrund. Doch haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welcher der verschiedenen Flaschenverschluss-Arten die Umwelt und das Klima am wenigsten belastet? Grundsätzlich unterscheidet man bei Korken zwischen Natur-, Plastik- und Glaskorken (neben beispielsweise Kronkorken und Schraubverschlüssen aus Metall).

In Deutschland wurden 2016 insgesamt etwa 28 Millionen Liter Wein und Schaumwein wie etwa Sekt oder Champagner getrunken. Mit einer Füllmenge von 0,7 Litern pro Flasche macht das etwa 40 Millionen Korken. Das natürliche „Kork-Material“ aus der Rinde der Korkeiche wird zudem vermehrt von alternativen Materialien vom Markt verdrängt.

Dabei eignet sich Kork keineswegs nur als Flaschenverschluss: Der dehnbare, leichte und schlecht wärmeleitende Stoff kann beispielsweise bei der Gebäudeisolierung als ökologischer Dämmstoff verwendet werden. Im Gegensatz zu beispielsweise Plastik, Glas und Aluminium entzieht Kork der Atmosphäre während der Wachstumsphase sogar CO2, bis die Eiche etwa alle 9 Jahre schonend „abgeerntet“ werden kann. Hierbei wird nur die Rinde entfernt, was dem Baum nichts ausmacht.

Über die gesamte Lebensdauer eines Korkens, von der Produktion bis zur anschließenden Weiterverwendung, wird dabei nur etwa 1,4g des klimaschädlichen CO2 freigesetzt. Zum Vergleich: Pro Kunststoffverschluss sind dies 14,7g, pro Aluminiumverschluss sogar 37,2g des Gases. Würde man 40 Millionen Naturkorken vollständig durch Aluminiumverschlüsse ersetzen, käme man auf einen erhöhten Ausstoß von etwa 1,5 Megatonnen CO2, was mehr als 15% des jährlichen Ausstoßes des innerdeutschen Schienenverkehrs entspricht.

Folglich hilft es dem Klima bereits schon, beim Wein- und Sektkonsum vermehrt auf Naturkorken zu setzen. Es entsteht außerdem kein Müll bei der Produktion und der Stoff kann nachhaltig wiederverwertet werden. So findet man im Internet beispielsweise Bastelanleitungen für Dekoration aus Kork oder Hinweise zum optimalen Einsatz als Dämmstoff.

Quellen: www.vintagecork.at, www.co2-emissionen-vergleichen.de, www.oekologisch-bauen.info

KW 48: Bieten Sie heimischen Vogelarten ein Zuhause und machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel!

Ob unter den Tischen heimischer Biergärten oder in grünen Parkanlagen im Sommer: Bereits im Kindesalter sind wir uns ziemlich sicher, wenn wir es mit Vertretern der Art Passer domesticus zu tun haben, im allgemeinen Sprachgebrauch unter anderem auch „Haussperling“ oder einfach „Spatz“ genannt. Nahezu jeder hat ihn bereits einmal nach Brotkrumen picken sehen, dann auch meistens in größeren Gruppen.

Dabei sind sich die wenigsten Leute bewusst, dass die Zahl der Spatzen in Hessen seit ungefähr 60 Jahren stetig abnimmt. So wurde die Art bereits 2008 in die Vorwarnliste des Bundesamts für Naturschutz (BfN) aufgenommen. Demnach sei eine „künftige Gefährdung wahrscheinlich“. Kurz- und langfristig (in 25 bzw. 100 Jahren) wird mit einem weiteren starken Rückgang (über 20%) bestehender Populationen gerechnet. Der Mensch hat sich als Hauptverantwortlicher für diese Entwicklung herausgestellt: Durch den Rückbau und Versiegelung natürlicher Vegetation und durch die bei Neubauten wegfallenden bevorzugten Nischenplätze finden immer weniger der Haussperlinge einen Ort zum Nisten.

Ähnlich sieht es auch beim Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) aus. Dieser bevorzugt offene Gehölze und ist sowohl an Waldrändern und Feldgehölzen als auch in Parks oder Obstgärten zu finden, wo er sich am liebsten in alten Spechthöhlen niederlässt. Seine Nahrung findet er überwiegend in den Strauchschichten bewachsener Flächen.  In Hessen ist er im Gegensatz zum Haussperling bereits stark gefährdet, der Bestand wird zwar noch auf etwa 3000 Brutpaare geschätzt, jedoch könnte dieser bereits in den nächsten Jahrzehnten noch einmal um 25 % zurückgehen (Quelle der Daten: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz).

Möchten Sie dem Gartenrotschwanz einen Unterschlupf bieten, so können sie unter bit.ly/2iGHJYN eine genaue Anleitung zum Bau einer Nistmöglichkeit finden.

Um auch dem Haussperling eine angemessene Bleibe zu ermöglichen, verlost das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz der Stadt Offenbach zusätzlich zwei Haussperling-Nistkästen aus Holzbeton der Firma SCHWEGLER (Maße: 24,5 cm x 43 cm x 20 cm, Näheres unter www.schwegler-natur.de) zur Anbringung am eigenen Haus.

Hierfür müssen Sie einfach folgende Frage beantworten:

In welchem Jahr wurde der Spatz bzw. der Haussperling zum Vogel des Jahres in Deutschland gewählt?

Schicken Sie einfach eine Mail mit dem Betreff „Nistkästen“, der richtigen Lösung und Telefonnummer an umweltamtoffenbachde oder rufen Sie uns an: Tel. 069-8065 2557.

Darüber hinaus steht Ihnen das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz gerne auch bei weiteren Fragen über den Artenschutz zur Verfügung und hält auf seiner Internetseite unter bit.ly/2B5n0Vt weiteres Informationsmaterial für Sie bereit.

Weitere Hinweise: Teilnahmeschluss ist der 01.01.2018. Unter allen korrekten Lösungseinsendungen werden die Gewinner*innen zufällig ausgewählt und telefonisch benachrichtigt. Die von Ihnen angegebenen Daten werden nur für die Abwicklung des Gewinnspiels genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Dezember

KW 49: Damit ein Lichtlein auch nachhaltig brennt

Kerzenschein spendet besonders zur Weihnachtszeit ein behagliches und gemütliches Licht und wohlige Wärme in der eigenen Wohnung. Sie können einen angenehmen Duft verbreiten und verursachen keine Stromkosten, weshalb sie sogar eine umweltfreundliche Alternative zu gedimmtem elektrischem Licht darstellen könnten. Auch wirkt sich der Verbrauch von Kerzen aus natürlichem Material nicht nachteilig auf das Klima aus, da diese CO2-neutral verbrennen Damit dies auch wirklich der Fall ist und Sie sich sicher sein können, dass die Kerzen nicht aus umweltschädlichem Palmöl (für Plantagen zum Anbau werden große Teile Regenwald gerodet) oder Erdöl (dieses kann gesundheitsschädlich sein) hergestellt werden, achten Sie am besten einmal auf das RAL- Gütesiegel. Für die Flächen der Palmöl-Plantagen werden nämlich große Teile des Regenwals gerodet und Erdöl bzw. aus diesem hergestellte Endprodukte sind gesundheitsschädlich. Beim Verbrennen von Kerzen, welche über dieses Siegel verfügen und beispielsweise aus Bienen- oder Sojawachs hergestellt werden, sparen Sie pro Gramm Kerze etwa 3,5 Gramm CO2 gegenüber herkömmlichen Kerzen aus Paraffin, einem Erdölderivat ein. Bei 25 Kerzen entspricht dieser Ausstoß in etwa dem eines PKWs, der eine Strecke von 10 Kilometern zurücklegt Eine andere Methode wäre die Aufbereitung von Kerzenresten. So findet man beispielsweise im Internet zahlreiche Anleitungen, wie man umweltfreundliche Kerzen auch ganz einfach selbst herstellen kann. In diesem Sinne: Eine schöne Vorweihnachtszeit! Quelle der Daten: www.biotral.de.

KW 51: Mit dem richtigen Weihnachtsbaum Klima und Umwelt schützen

Jedes Jahr stellt sich wieder die Frage nach dem richtigen Baum an Heiligabend. Der Brauch, einen Baum zu dekorieren, ist schließlich älter als 500 Jahre. Dabei werden in Deutschland jährlich etwa 29 Millionen Bäume für unsere weihnachtlichen Wohnzimmer gefällt. Bei Umweltschützern stößt dieser Verbrauch auf Bedenken. So stammen viele Weihnachts-Tannenbäume aus skandinavischen Monokulturen, bei denen die Böden übermäßig überdüngt und mit Pestiziden belastet werden. Wer es trotzdem traditionell mag, sollte deshalb darauf achten, heimische Baumarten wie die Kiefer oder Fichte aus der Region zu erwerben, bei dem der Wald „durchforstet“ , also durch Fällen dieser Bäume in seinem Gesamtbestand verjüngt wird. Auch lohnt sich der Blick auf verschiedene Öko-Siegel wie beispielsweise FSC oder PEFC welche für eine nachhaltige Forstwirtschaft stehen. Leider sind diese „Öko-Bäume“ durch die aufwändigere Produktion auch oft etwas teurer (Quelle der Daten: www.klimapark-rietberg.de).

Wer es etwas günstiger mag, kann bei konventionellen Weihnachtsbäumen auf eingetopfte Exemplare zurückgreifen. Diese können auch nach Weihnachten im eigenen Garten angepflanzt werden und bieten die Grundlage für eine ressourcenschonende „Weihnachtsbaumvermietung“ durch die Gärtnereien.

Für das Klima ist der Brauch des Weihnachtsbaumes dagegen eher weniger schädlich, solange es sich auch wirklich um echte Bäume handelt. So bindet ein Hektar einer Tannenbaumkultur während den durchschnittlichen 9 Jahren seines Wachstums etwa 145 Tonnen CO2, welches bei anschließender Verbrennung oder anderweitiger Verwertung auch wieder freigesetzt wird. Bei der Ernte, dem Transport und der Verarbeitung werden insgesamt nur etwa 3 Kilogramm CO2 emittiert. Anders sieht es mit Bäumen aus Kunststoff aus. Hier fällt für die gleichen Prozesse  48 Kilogramm CO2 an. Folglich müsste man einen Kunststoffbaum 16 Jahre lang wiederverwenden, ehe man auf die gleiche Bilanz eines jedes Jahr neu angeschafften Naturbaumes käme.  Zum Vergleich: Bei einer Autofahrt über 320 Kilometer fällt umgerechnet etwa genauso viel CO2 an (Quelle der Daten: www.proplanta.de).

KW 52: Klimafreundliche Alternativen zum Bleigießen

Es ist ein beliebter Spaß am Silvesterabend, sich die nähere oder ferne Zukunft voraussagen zu lassen. Dies geschieht durch die Deutung der Form, die heißes Blei durch schlagartiges Abkühlen in kaltem Wasser annimmt. Die Erwärmung des Schwermetalls findet auf der Fläche eines Löffels statt. Was wie eine harmlose Tätigkeit wirkt, kann sich jedoch auf die Gesundheit und die Umwelt auswirken.

Durch das Erhitzen von Blei entsteht Bleioxid, welches über die Luft in die Atemwege und somit in den Körper gelangen kann. Gerade für Kinder ist dies gefährlich, da sich das Schwermetall auch in Hirnregionen anreichern und so möglicherweise zu bleibenden Schäden führt. Zusätzlich werden die Überbleibsel nicht fachgerecht als Sondermüll entsorgt, sondern kann nach dem bloßen Wegwerfen über den Hausmüll in die Umwelt gelangen. In Gewässern wird es beispielsweise von Fischen aufgenommen und gelangt so womöglich auch wieder in unseren Nahrungskreislauf.

Empfehlenswert ist am Neujahrsabend deshalb der vollständige Verzicht auf bleihaltige Materialien. Wer sich den Blick in die Zukunft dennoch nicht nehmen lassen möchte, kann einmal unsere zwei gesundheitlich und biologisch unbedenklichen Alternativen ausprobieren:

  1. Wachsgießen: Ähnlich wie beim Zinngießen kommt ein anderer Stoff für das Gießen zum Einsatz. Während der Zinn jedoch nicht immer vollkommen „bleifrei“ ist, kann man sich beim Wachs sicher zu sein, dass keine gefährlichen Stoffe enthalten sind. Der Aushärtevorgang des flüssigen Wachses im Wasser dauert zwar länger, jedoch schmilzt dieses auch schneller.
  2. Teiggießen: Zunächst bereitet man einen Eierpfannenkuchen-Teig vor, für einen flüssigeren Teig kann man die Milch durch Wasser ersetzen. Jeder Teilnehmer bekommt eine Kelle und gießt den Teig nun in eine heiße Pfanne mit Öl. Nun brät man den Teig an und deutet dabei die verschiedenen Formen, die dieser annimmt. Anschließend sind die Resultate sogar essbar.

Viel Spaß!