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Aktuell steht die deutsche Fleischindustrie auf Grund der Vorkommnisse wieder im Fokus und in der Kritik. Die Deutschen essen jährlich etwa 60 kg Fleisch, was nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die eigene Gesundheit problematisch ist. Gesund und nachhaltig wären nach der EAT Lancet Kommission maximal 15 kg Fleisch.

Heute wollen wir Sie einmal ermutigen, Fleischersatz auf Pflanzenbasis auszuprobieren. Manchmal muss man sich durch das Sortiment probieren, bis man etwas findet, was dem eigenen Geschmack und auch den Vorstellungen von Fleischersatz entspricht. Inzwischen gibt es neben Sojaprodukten auch noch eine ganze Menge anderer pflanzlicher Produkte, die eine bessere Umweltbilanz als Fleisch aufweisen. Pflanzliche Fleischersatzprodukte schneiden im Vergleich zum konventionell erzeugten Fleisch am besten ab. Dies liegt unter anderem daran, dass Pflanzen wie Weizen und Soja auf direktem Weg der menschlichen Ernährung dienen können. Werden Pflanzen erst als Tierfutter genutzt, werden deutlich mehr pflanzliche Kalorien und auch deutlich mehr Ackerfläche, Wasser und Energie benötigt, bis die Kalorien beim Menschen ankommen. Ein Beispiel: Für die Produktion eines Kilos Fleischersatz auf Sojabasis werden 2,8 kg Treibhausgase ausgestoßen. Für Schweinefleisch beträgt der Ausstoß 4,1 kg, für Geflügel 4,3 kg und für Rindfleisch sogar 30,5 kg.

Wie wäre es heute mit Sojageschnetzeltem nach Gyros Art, einem Saitan Steak oder einem Erbsenpatty für den Bürger? Im Internet finden sich inzwischen zahlreiche Rezepte und im Lebensmittelhandel viele Produkte.

Aber auch bei den Ersatzprodukten ist Vorsicht geboten, eine aufwendige Verpackung ist nicht nachhaltig und eine lange Zutatenliste braucht es auch nicht, um zu schmecken.

Deshalb gilt: Genießen Sie in Maßen: Fleischersatzprodukte sollten eine gelegentliche Ergänzung sein. Auch pflanzliche Aufstriche aus Hülsenfrüchten wie Kichererbsen helfen, den Eiweißbedarf zu decken und wenn Sie sich gesund ernähren wollen, setzen Sie vor allem auf Gemüse mit vielen Ballaststoffen - Und ab und zu darf es natürlich auch ein Stück Fleisch sein – am besten regional und mit bekannter Haltungsform.

Quellen:

Fleischersatz auf Pflanzenbasis mit bester Umweltbilanz | Umweltbundesamt | PM Nr. 26/2020 vom 01.07.2020

https://utopia.de/fleischersatzprodukte-test-fakten-19225/

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/swr/pm-swr-fleischersatzprodukte-100.html