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Januar

KW 1: Grüne Vorsätze für das neue Jahr

Viele nehmen sich für das neue Jahr vor, Dinge zu ändern, die im vergangenen Jahr nicht nach der eigenen Zufriedenheit gelaufen sind.

Sogenannte „gute Vorsätze“ haben oft etwas mit Verzicht oder Einschränkung zu tun und so manche/r ärgert sich, dass es wieder nicht geglückt ist, sich an die Vorsätze zu halten.

Gehen Sie das Ganze doch dieses Jahr mal anders an. Es gibt viele Vorsätze, die Freude machen können, spannend sind und neue Wege aufzeigen.

Ein neues Jahr lädt zu einem Neuanfang ein.

Wie wäre es mit dem Vorsatz „nachhaltiger“ zu leben? Sie müssen nicht alle Tipps akribisch verfolgen, aber Sie werden sehen, dass es Spaß machen kann, sich zumindest immer wieder an einige der nachfolgenden Tipps zu erinnern:

Weniger ist mehr: Zuerst denken, dann shoppen, denn weniger ist mehr. Liebevolle Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst ist auf Dauer wohltuender und nachhaltiger als jeder Einkauf. Außerdem kann man darauf achten, mehr zu reparieren, tauschen, leihen oder gebraucht zu kaufen.

Genießer sein: Sagen Sie „Nein“ zu Plastik und ja zu Recycling. Nicht jede Frucht braucht eine extra Plastikverpackung. Sinnvoller ist es, saisonales Obst und Gemüse zu kaufen und immer einen Stoffbeutel dabei zu haben. So ist man gewappnet für jeden Einkauf. Zudem sparen Sie reichlich an Verpackungen, wenn Sie frisch kochen. Das ist auch noch gesünder. Und falls doch einmal Plastikverpackungen anfallen sollten, achten Sie darauf, von Grundnahrungsmitteln möglichst große Packungen zu kaufen. So wird der Verpackungsmüll gering gehalten.

Auf den Coffee to go auf dem Weg zur Arbeit wollen Sie nicht verzichten? Sie können zum Beispiel einen eigenen Becher mitbringen oder das Pfandsystem „Recup“ nutzen.

Frische Luft tut gut: Öfter mal das Auto stehen lassen. Alternative Fortbewegungsmittel gibt es viele. Züge, öffentlicher Nahverkehr, das Fahrrad oder die eigenen Beine. Im neuen Jahr gibt es Muskeln und Entspannung statt Abgase, Smog und Stau. Das spart zudem Benzin und damit unnötige Co2-Belastung

Weniger Abfall: Wie bereits im Umwelttipp beschrieben, ist es am besten, Müll zu vermeiden, wo es geht. Plastikfreie Alternativen zu Gegenständen des täglichen Verbrauchs gibt es inzwischen fast in jeder Drogerie zu kaufen, so zum Beispiel waschbare Wattepads, spülbare Strohhälme oder Wattestäbchen aus nachwachsenden Rohstoffen.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum, viele „abgelaufene“ Lebensmittel bleiben darüber hinaus essbar, lecker und gesund

Wir wünschen allen ein schönes Silvesterfest und alles Gute für das neue Jahr!

Quelle:https://www.livelifegreen.de/gruene-vorsaetze-fuer-mehr-nachhaltigkeit-und-klimaschutz/

https://aniahimsa.com/2017/12/28/6-wirklich-nachhaltige-vorsaetze-fuer-das-neue-jahr/

KW 2: Den Energiefressern in der Küche auf der Spur

Durch einfache Verhaltensregeln oder Maßnahmen können Sie fast in jedem Raum noch (mehr) Strom bzw. Energie sparen und dadurch die Umwelt entlasten und zusätzlich Geld sparen.

Besonders die Küche bietet hier viel Sparpotential.

Ein sehr großer Stromverbraucher sind Kühl- und Gefrierschränke. Bei einem Neukauf lohnt es sich, ein teureres Modell mit der Energieklasse A +++ anzuschaffen, weil auf lange Sicht damit viel Strom gespart werden kann. Ein Plus mehr oder weniger macht einen großen Unterschied im Verbrauch. Ersetzt man beispielsweise ein Gerät der Klasse G, kann man beim Wechsel zu einem A +++ Gerät 100 Euro an Strom pro Jahr sparen.

Für den Kühlbereich reichen 7 °C, warme Speisen sollten immer komplett abgekühlt sein, bevor sie in den Kühlschrank kommen. - 18 °C sollten es beim Gefrierfach sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Gefrierfach regelmäßig abgetaut wird. Schon eine Vereisung von 5 mm erhöht den Stromverbrauch des Kühlschranks um 30 Prozent.

Das Nutzen eines Wasserkochers ist sehr zu empfehlen, hier wird beim richtigen Umgang weniger Energie benötigt, als beim Erhitzen von Wasser mit dem Elektroherd. Achten Sie darauf, dass Sie nur so viel Wasser einfüllen, wie Sie benötigen. Auch kann man Nudelwasser schon mit dem Wasserkocher vorkochen.

Generell gilt, dass Kochen mit Deckel auf dem Topf weniger Energie verbraucht. Oft kann die Herdplatte heruntergeschaltet werden, wenn etwas weiter köcheln soll. Auch kann die Platte oft frühzeitig komplett abgeschaltet werden. Wie viel Energie hier immer noch fließt merkt man, wenn das Wasser nach Abschalten der Platte weiter kocht. Das Gleiche gilt für den Herd. Auch hier wird die Wärme noch länger nach dem Abschalten gehalten.

Viele Elektrogeräte haben einen sogenannten Standby Modus, meist wird dies durch ein kleines rotes Licht angezeigt. Dieser „Ruhemodus“ verbraucht aber weiterhin Strom. Ganz einfach können Sie diesem Stromverlust  durch eine schaltbare Steckerleiste entgegnen. Alle Geräte, die nicht dauerhaft laufen müssen, können Sie so mit nur einem Klick ausschalten.

Quelle:

https://utopia.de/ratgeber/energie-sparen-energiespartipps-haushalt/

KW 3: Irrtümer bei der Müllentsorgung

Es gibt ein paar Dinge, die werden sehr häufig falsch entsorgt und das, obwohl Deutschland ansonsten ziemlich gut im Mülltrennen ist.

Die Stadt Offenbach hat ein sogenanntes „Abfalls-ABC“, bei dem Sie sich selbst testen oder Rat suchen können, wenn Sie unsicher sind.

Nachfolgend wollen wir ein paar typische Müll Irrglauben aufdecken:

Glas gehört in den Altglascontainer? Das ist prinzipiell richtig, allerdings gibt es verschiedene Arten von Glas. Kaputte Trinkgläser, Porzellan, Kristallglas, Spiegel oder Fensterglas muss über den Restmüll entsorgt werden. Eine Faustregel heißt:  In den Altglascontainer gehören Lebensmittel- und Getränkebehälter sowie Arznei- und Kosmetikflaschen.

Altglas sollte „löffelrein“ sein, Sie müssen es nicht ausspülen. Allerdings gehören keine vollen Gläser in den Container. Die Deckel müssen nicht zwingend entfernt werden, da moderne Sortieranlagen dies übernehmen. Ganz wichtig ist das Sortieren nach Farbe, ansonsten können ganze Chargen verunreinigt und dadurch nicht recyclet werden. Übrigens: Blaue Flaschen kommen zum Grünglas.

Kassenzettel:  Auch „Papier“ gehört nicht gleich in die blaue Tonne. Kassenzettel bestehen meist aus Thermopapier. Das heißt, sie sind mit Bisphenol A (BPA) beschichtet, einem gesundheitsschädlichem Stoff, deshalb erfolgt die Entsorgung über den Restmüll. Das Gleiche gilt für Backpapier, Etiketten, Aufkleber usw.

Briefumschläge mit Fenster: Sie gehören nur zum Altpapier, wenn das Fenster aus Pergamin besteht. Ein Reißtest gibt hier Aufschluss. Lässt sich die Folie nicht einreißen, empfiehlt sich eine Trennung. Der Umschlag gehört zum Papier, die Folie des Sichtfensters in den gelben Sack.

Verunreinigte Pizzakartons: Pappkartons mit Verschmutzung können ebenfalls nicht über das Altpapier entsorgt werden und gehören in den Restmüll.

Platzsparendes Stapeln von Joghurtbecher und Co.: Die Materialien müssen die Sortierstation einzeln durchlaufen, deshalb verzögert das Auseinandernehmen von beispielsweise Plastikbecherstapeln den Prozess. Joghurtbecher müssen übrigens auch nicht ausgespült werden, es reicht auch hier „löffelrein“. Becher haben oft eine Papierbanderole, die getrennt im Altpapier entsorgt werden sollte.

Benutzte Taschentücher gehören in den Restmüll.

CDs, DVDs und Blue-rays: Diese Gegenstände bestehen aus hochwertigen Materialien, die wieder zu neuen Datenträgern recyclet werden können. Aus diesem Grund werden sie am besten zum Werkstoffhof gebracht.

https://www.op-online.de/leben/wohnen/diese-dinge-entsorgt-fast-jeder-falsch-gehoeren-auch-dazu-zr-9888337.html

https://www.offenbach.de/stadtwerke/stadtservice/Entsorgung/Abfall_ABC/abfall-abc.php

KW 4: Das Mindesthaltbarkeitsdatum

Oft möchte man ohne große Vorplanung ein leckeres Essen zaubern oder einen Kuchen backen, weil sich Besuch spontan angemeldet hat oder man selbst einfach Lust auf bestimmte Leckereien hat. Es stellt sich die Frage, ob alle Zutaten im Haus sind und ob die Zutaten überhaupt noch haltbar sind. Die meisten Menschen denken: Ein Blick aufs Mindesthaltbarkeitsdatum reicht und schon weiß man ob ein Produkt noch genießbar ist.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt aber keineswegs etwas über die tatsächliche Haltbarkeit aus: Dieses Datum ist der letzte Tag an dem der Hersteller die Frische garantiert. Das heißt, dass Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums in aller Regel weiterhin essbar sind, solange diese sorgfältig nach Packungsangabe aufbewahrt werden. Unternehmen dürfen nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums weiterhin die Produkte verkaufen, wenn kenntlich auf das abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdatum hingewiesen wird und das Lebensmittel sicher ist.

Anders ist es mit dem Verbrauchsdatum, welches auf leicht verderblichen Lebensmitteln zu finden ist, wie zum Beispiel Hackfleisch oder Fisch. Hier sollte man tatsächlich auf das Verbrauchsdatum achten, denn diese Produkte sind mikrobiologisch leicht verderblich. Aufgrund gesundheitlicher Gründe dürfen diese Produkte nach dem Ablauf des Verbrauchdatums nicht mehr in Umlauf gebracht werden.

Die Menschen werfen viel zu viele Lebensmittel weg, vor allem noch zum Verzehr geeignete. Jährlich werden laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ungefähr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Sollte jeder Mensch Produkte nicht direkt wegwerfen, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben und nur das kaufen, was man schlussendlich auch wirklich isst, dann könnte eine solche Lebensmittelverschwendung vermieden werden.

Für den Fall, dass man doch mal zu viele Lebensmittel gekauft hat oder noch übrig hat, gibt es sogenannte Foodsharing-Initiativen wie zum Beispiel die Fair-Teiler in den Stadtteilbüros Mathildenviertel oder Nordend, in denen Lebensmittel abgegeben werden können. Jeden Dienstag gibt es dann noch die Möglichkeit ab 18 Uhr im Stadtteilbüro Offenbach an der „Küche für Alle“ teilzunehmen um dann mit anderen Lebensmittelrettern ein Abendessen zu zaubern.

Quelle:

www.bmel.de

Februar

KW 6: Saisonale Rezepte ausprobieren

Besonders nachhaltig ist es, Obst und Gemüse zu kaufen, welches regional angebaut und geerntet wurde. Sie denken, dass dies im Winter sehr eintönig wäre?

Grünkohl, Rosenkohl, Karotten, Feldsalat, Kartoffeln und Rote Beete sind nur einige Beispiele an Gemüse, welches gerade Saison hat. Daneben gibt es auch noch Äpfel und Birnen aus Lagerware, sodass Sie nicht mal auf das tägliche Obst verzichten müssen.

Im Internet gibt es zahlreiche Rezepte mit „saisonalen“ Zutaten und es gibt ganze Kalender, die Ihnen pro Monat zeigen, welche Vielfalt Ihnen aus der heimischen Landwirtschaft zur Verfügung steht.

Wussten Sie, dass auch einige Kräuter ganzjährig geerntet werden können und im Garten oder auf dem Balkon überwintern können? Dazu gehören Lorbeer, Petersilie, Rosmarin, Salbei und Thymian.

Eine gute Möglichkeit, frisches Gemüse länger haltbar zu machen ist das Fermentieren. Oft müssen Sie gar nichts zu den Lebensmitteln hinzugeben, da die natürlichen Mikroorganismen, die für die Umwandlung der Stoffe verantwortlich sind, bereits im Lebensmittel enthalten sind. Bei der Fermentierung entstehen zusätzliche Vitamine.

Als Fermentier-Anfänger bietet sich der aktuell regionale Weißkohl an. Wichtig ist eine gute Qualität des Gemüses: Biologisch angebaute Lebensmittel enthalten mehr Milchsäurebakterien, die für die Fermentierung gebraucht werden. Achten Sie auf eine hygienische Arbeitsweise. Die Behältnisse sollten heiß ausgewaschen werden. Entfernen Sie äußere Blätter und Strunk des Kohls und schneiden Sie ihn in feine Streifen. Das ganze wird in eine große Schüssel gegeben und mit Salz bestreut (für 1 kg Kohl ca. 10 g jodfreies Salz und optional andere Gewürze). Nun kneten oder stampfen Sie den Kohl, bis genug Wasser austritt. Anschließend wird das Kraut fest in Schraubgläser gedrückt bis ca. 2 cm zum Rand. Die Gläser werden mit dem Weißkohlsaft aufgefüllt, sodass möglichst wenig Luft im Glas ist. Die luftdicht verschlossenen Gläser stellen Sie am besten in eine Schüssel oder umwickeln sie mit einem Handtuch, da Flüssigkeit austreten kann.  Nach einer Woche bei Zimmertemperatur, wenn die ersten Bläschen aufsteigen, hat der Fermentationsprozess begonnen. Der Prozess ist abgeschlossen, wenn keine Bläschen mehr aufsteigen. Das fertige Sauerkraut kann in locker verschlossene Gläser umgefüllt werden und ist bis zu ein Jahr haltbar.

Wir wünschen guten Appetit.

Quelle: Utopia.de

KW 7: Küchenrolle vs. Handtuch

Wer kennt es nicht? – In der Küche ist schnell mal etwas umgefallen oder verschüttet. Der erste Griff geht oft in Richtung der Papier-Küchenrolle.

Bei ca. 41,4 Millionen Haushalten in Deutschland sind das viele Flecken und eine ganze Menge Küchenrolle. Im Durchschnitt greift man knapp 3x am Tag zu dem „praktischen“ Küchenhelfer. In den vergangen Jahren stieg der pro-Kopf Verbrauch von Küchenrollen, Taschentüchern, Servietten und Co. auf über 19 Kilogramm im Jahr.

Bei ständig steigendem Verbrauch, sinkt allerdings der Anteil der aus Recycling hergestellten Produkte. – Durch die hohe Nachfrage werden immer mehr Papierfasern aus Südamerika importiert. Diese stammen meist von ökologisch umstrittenen Plantagen.

Somit bieten Küchenrolle, Servietten und Co. gleich doppelt Anlass dazu, seinen Verbrauch vielleicht genauer unter die Lupe zu nehmen.

Achten Sie beim Kauf am besten auf Herkunft und Herstellungsart der Produkte. Dabei können verschiedene Logos, wie das „FSC-Siegel“ oder der „Blaue Engel“ eine gute Orientierungshilfe sein. Auch beim Kauf von Toilettenpapier bietet es sich an, auf entsprechende Logos zu achten und auf Recyclingprodukte zurück zu greifen.

Wussten Sie außerdem, dass es Küchenrollen in breit und schmal gibt? Oftmals ist das Tuch viel größer, als es für die Beseitigung der Kleckerei sein müsste. Der Kauf von schmalen Tüchern reduziert bereits den Verbrauch.

Oder noch besser:
Greifen Sie doch auf Wiederverwendbare Produkte zurück! Das klassische Wischtuch, Stofftaschentücher und Stoffservietten sind umweltfreundliche Produkte, die eine gute Alternative zu den Wegwerfprodukten darstellen.

Vorteile sind unter anderem die Reißfestig- und Saugfähigkeit. Mit einem Küchentuch lässt sich mehr verschüttete Flüssigkeit aufnehmen, als mit einem herkömmlichen Papiertuch. Außerdem reduziert sich durch den weiderholten Gebrauch der produzierte Abfall.

Die Tücher können nach der Verwendung durch die Waschmaschine wieder absolut hygienisch und sauber gemacht werden.
Somit steht einer langen Verwendung nichts mehr im Weg und man hat sowohl weniger Einkauf zu schleppen, als auch etwas Gutes für die Umwelt getan!

 

https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/strukturdaten-privater-haushalte/bevoelkerungsentwicklung-struktur-privater#textpart-1

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/nachhaltigkeit/kuechenrolle-taschentuecher-und-co-immenser-verbrauch-10670