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Hier finden Sie eine Übersicht über die Ausstellungen, die 2014 im Klingspor Museum gezeigt wurden:

Glanzvoll. Werke von Rudolf Koch und Alfred Kubin

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 16. März bis 11. Mai 2014.
Ein einzigartiger Schatz des Museums sind die Schriftteppiche des renommierten Schriftkünstlers Rudolf Koch und seiner Werkstatt. Die großformatigen Tapisserien mit biblischen Texten konnten 2013 aufwendig restauriert werden. Eine weitere Zimelie ist die Folge von Original-Federzeichnungen zu „Der Prophet Daniel“ von Alfred Kubin aus dem Jahr 1913. Sie konnte mit Hilfe eines Spendenaufrufs des Magazins „ Ars pro toto“ der Kulturstiftung der Länder restauriert werden. Den österreichischen Zeichner und Illustrator Alfred Kubin (1877-1959) zeichnen seine bedrohlich wirkenden symbolischen Bildwelten aus. Auf Anregung von Franz Marc widmete er sich dem Stoff und visualisierte meisterhaft die düsteren Visionen.

Kriegszeit. Grafik und Texte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 16. März bis 11. Mai 2014.
Zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren zeigte das Klingspor-Museum ausgewählte Grafiken zu Themen des Krieges. Im Mittelpunkt standen die Periodika "Kriegszeit. Künstlerflugblätter" und "Der Bildermann". Sie belegen den Wechsel von Künstlern in ihrer Einstellung zum Krieg, von Zustimmung zu schroffer Ablehnung. Weitere Beispiele enthält die Zeitschrift "La Grande Guerre par les artistes", Paris 1914/15, darunter Grafiken von Frans Masereel.

Schwungvoll. Karlgeorg Hoefer zum 100. Geburtstag

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 16. März bis 11. Mai 2014.
Zum 100. Geburtstag von Karlgeorg Hoefer (1914 – 2000) zeigte das Klingspor-Museum eine Retrospektive seines Werks. Hoefers breitgefächertes Oeuvre umfasst sowohl freie kalligraphische Arbeiten als auch angewandte Arbeiten, u.a. Typedesign und Entwürfe für Tapisserien. Über Jahrzehnte prägte er als Lehrer den Schriftunterricht an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung und gründete die Schreibwerkstatt für Jedermann in Offenbach. Neben den Exponaten aus den reichhaltigen eigenen Beständen waren Arbeiten aus Familienbesitz zu sehen.

Farbe bekennen

Ausstellung im Klingspor-Museum bis 13. Juli 2014.
Im Mittelpunkt einer Kabinettausstellung aus eigenen Beständen stand die Farbe als Bedeutungsträger. Die opulenten Bücher teilen ihre Inhalte eher unterschwellig als durch buchstäblichen Text mit. Entscheidend ist Farbe als Mittel der Bedeutung eingesetzt. Das macht die Bücher geheimnisvoll. Ihre visuelle Fülle und Schönheit erweist sich bei näherem Hinschauen als lesbar. Bücher, die über ein insofern wohl kalkuliertes Kolorit verfügen, ziehen das Auge des Betrachters an und öffnen sich dem erkundenden Blick. Seitenweise Augenweiden waren zu entdecken.

Menschen. Ausstellung von Bernd Fischer im Klingspor Museum

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 10. Mai bis 13. Juli 2014.
Auf Einladung des städtischen Kulturbüros wurde am 10. Mai die Ausstellung „Menschen.“ von Bernd Fischer im Klingspor Museum Offenbach eröffnet. Menschen. ist eine internationale Porträtarbeit des Künstlers Bernd Fischer mit Bildern und Texten, die in zehn Sprachen übersetzt worden sind. Porträtiert sind 18 Menschen, die im Auftrag verschiedenster Länder und Ideologien Menschenrechtsverbrechen begangen haben und deshalb rechtskräftig verurteilt worden sind. Die Bilder zeigen die weitestgehend auf ihr Antlitz reduzierten Menschen ohne ihre gesellschaftlichen Status-Merkmale. Die Tafelbilder im Format 26 x 19,5 cm sind im analogen Siebdruckverfahren mittels vielfältiger Rastergrößen, Rasterformen und Rasterwinkelungen mit Sonderfarben erstellt. Ausgangsmaterial waren Fotografien. Die Texte beschreiben die einzelnen Biografien, die Tathintergründe, die juristischen Verfahren und benennen die Textquellen. Die Menschen sind anonymisiert. Die Bild- und Textzuordnungen sind nicht benannt bzw. als Aufgabe an den Betrachter übertragen. Menschen. – ein Werk der Bildenden Kunst, versteht sich weniger als eine politische denn als eine existentielle Fragestellung.

„Von der Straße her“. Graphische Kunst aus dem Besitz der Mitglieder der NaturFreunde in Offenbach

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 21. Mai bis 13. Juli 2014.
Die NaturFreunde Offenbach öffneten aus Anlass ihres 100. Geburtstags ihre Schränke und zeigten ihre illustrierten Bücher und Grafiken. Als Teil der Arbeiterbewegung begriffen die Mitglieder der NaturFreunde Kunst als Form gesellschaftlicher Auseinandersetzung aber auch als Möglichkeit der Emanzipation und der kulturellen Teilhabe. Arbeiten von Käthe Kollwitz und Frans Masereel, HAP Grieshaber oder Gertrude Degenhardt zeugen von der Sammelleidenschaft und dem Engagement der Mitglieder und unterstreichen den Anspruch, die Kunst "von der Straße her" gesammelt allen Schichten zugänglich zu machen.

Japan auf Reisen

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 31. Juli bis 14. September 2014.
250 Friedensjahre führten im Japan des 17. bis 19. Jahrhunderts zu einer neuartigen Kultur kurzweiliger Unterhaltung, geprägt von Vergnügungssucht und Respektlosigkeit gegenüber tradierten Werten. Über das Netz von Handelsstraßen zogen Fürsten, Kaufleute und Pilger. Am Wegesrand entwickelten sich touristische Attraktionen. Die Ausstellung vereinigte Bilder dieser regen Reisetätigkeit: illustrierte Blockdruckbücher aus der Sammlung Edo bunko, Ukiyoe Holzschnitte und Nara ehon Manuskripte des Museums Angewandte Kunst, Frankfurt. So entstand das faszinierende Spiegelbild einer Welt, die leider außerhalb Japans lange verborgen blieb.

Bewegend. Seelenbilder - Kalligraphien von Eva Aschoff

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 31. Juli bis 14. September 2014.
Eva Aschoffs (1900 - 1969) Kompositionen aus Malerei und Schrift sind gleichsam auf Papier gebannte Meditationen. Ihre Arbeiten, die den Einfluss japanischer Kalligraphie zeigen, sind stilistisch einzigartig. Die renommierte Buchbinderin, die bei Ernst Schneidler Schrift studiert hatte, legte den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Pappbände, die sie mit unikaten Buntpapieren versah. Monotypien, oftmals mit Pastellkreiden überarbeitet, bilden auch den Fond ihrer Schriftkunst. Dank einer Schenkung wurde die Sammlung 2012 erheblich erweitert.

Entgrenzt. Künstlerbücher von Veronika Schäpers

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 31. Juli bis 14. September 2014.
Veronika Schäpers gehört zu den Protagonistinnen des zeitgenössischen Künstlerbuches. Ihre Arbeiten sind konzeptionell, sinnlich und einzigartig. Gemeinsam ist ihnen nur die perfekte handwerkliche Verarbeitung raffinierter Materialien. Von 1997 bis 2012 lebte Veronika Schäpers in Japan. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit der japanischen Kultur auseinander und schlägt eine Brücke zwischen östlicher und westlicher Kultur.

Nordseits. Buchkunst aus Finnland

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 2. Oktober bis 23. November 2014.
Kristoffer Albrecht, Tatjana Bergelt, Eeva-Liisa Isomaa, Martti Jämsä, Sándor Vály und Senja Vellonen sind die sechs Künstlerinnen und Künstler, die je auf ihre Weise fotografisch, malerisch, collagierend die Welt des Künstlerbuchs in Finnland ansichtig machen. Natur als Lebensraum und Natur des Menschen sind die dominierenden Themenkreise. Finnland ist 2014 Gastland der Internationalen Frankfurter Buchmesse. Neuland ist es hinsichtlich seiner Künstlerbücher, und das Klingspor-Museum ist gespannt, diese von ihren verschiedenen Seiten her kennenzulernen. Kuratiert wird die Ausstellung von der deutschen Buchkünstlerin Tatjana Bergelt, die seit einigen Jahren ihren Lebensmittelpunkt in Finnland hat und bestens mit der finnischen Buchkunstszene vernetzt ist.

Schiffsholz für den Sänger. Das Kalevala-Projekt. Raumgreifende Buchskulpturen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries

Ausstellung im Klingspor-Museum vom 2. Oktober bis 23. November 2014.
Finnlands Epos über den Urvater und das Land Kalevala lebt auf in den Büchern und Skulpturen der Künstlerin und des Bildhauers. Eindringlich in ihrer Stofflichkeit und Farbgebung, öffnen sie Bühnenräume, die den Mythos vergegenwärtigen. Skulptur und Buch – visuell greifbare Verweilzeichen innehaltender Lesart.

Tiflis, Offenbach. Aspei - Literatur und Kunst zwischen Ost und West

Ausstellung vom 14. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015.
Aspei ist eine Vereinigung von Künstlern und Schriftstellern, die den Austausch von Literatur und Kunst zwischen Ost und West fördern. Im Nebeneinander mit Werken deutscher Künstler zeigt die Ausstellung Arbeiten von Künstlern aus Georgien und Russland, die es hier noch zu entdecken gilt. Die Arbeiten bewegen sich im Bereich von Wort, Grafik und Installation, belegen die ungebrochene Anziehung des Poetischen im Zusammenwirken von Schrift und Zeichen.

Hurra und Kanonendonner. Kinder- und Jugendliteratur im Ersten Weltkrieg

Ausstellung vom 06. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015.
Von patriotischer Propaganda zu realistischer Darstellung des Grauens reicht das Spektrum des Kinder- und Jungendbuchs, das im Ersten Weltkrieg das Geschehen in Wort und Bild fasste. Dies dokumentiert die Ausstellung aus Beständen des Instituts für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität. Ergänzt werden Zeichnungen, mit denen Rudolf Koch, maßgeblicher Schriftgestalter in Offenbach, seine Eindrücke von drei Frontorten des Krieges festhielt. Parallel findet im Museum die traditionelle Ausstellung "Kinderwelten" statt.

Kinderwelten. 59. internationale Kinderbuchausstellung

Ausstellung vom 06. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015.
Auch in diesem Jahr zeigte die schon traditionelle Bilderbuchausstellung zahlreiche Neuerscheinungen aus vielen Ländern für Kinder und Erwachsene. Eine besondere Nachbarschaft ging die diesjährige Ausstellung mit Kinderbüchern aus dem Ersten Weltkrieg ein, die die aktuellen Verlagspublikationen ergänzten. In gemütlichen Leseecken ließ sich die ganze Vielfalt der aktuellen Bilderbücher lesen, blättern und anschauen. Die Vereinigung ‚Freunde des Klingspor Museums‘ übernahm auch in diesem Jahr den Eintrittspreis für die kleinen Besucher der Ausstellung.