Sprungmarken
Aktuelles Wetter:bedecktC
Suche
Suche

Uwe Loesch, 0,nix
Der Katalog zur Ausstellung © Uwe Loesch. Foto: Klingspor Museum Offenbach

0, nix*

Von 2002 an bis heute verbindet die Ausstellungen des Klingspor Museums die Plakatgestaltung des international renommierten Gestalters Uwe Loesch. Er ist Träger des Gutenberg Preises der Stadt Leipzig, erhielt den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, zahlreiche Ausstellungen, Preise und Auszeichnungen auf Plakatbiennalen begleiten seinen Weg. Davon profitieren auch immer wieder die über 100 Plakate, die dem Buch- und Schriftmuseum in Offenbach sein grafisches Gesicht geben. Sie bilden den einen Schwerpunkt der Ausstellung. Der andere – erstmals öffentlich präsentiert – liegt auf der Vielfalt des typografischen Schaffens für Bücher, Zeitschriften und Programmankündigungen. Vieles erscheint als Geniestreich aus dem Moment heraus. Die Ausstellung demonstriert, wie kontinuierlich dabei das Modulieren von Überzeugungen die Handschrift des Uwe Loesch leitet.
Grafik Design kämpft mit dem Zuviel an Effekt und Zuwenig an Esprit. Uwe Loesch gehört zu denen, die sehenswert die Balance halten.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (29 Euro).

Es laden ein:
Dr. Felix Schwenke, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main
Dr. Stefan Soltek, Leiter des Klingspor Museums Offenbach am Main

Plakat von Uwe Loesch
© Uwe Loesch

Aktuelle Regelungen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

unsere Ausstellungen und Veranstaltungen finden gemäß der aktuellen Abstands- und Hygienevorschriften statt. Das Tragen von medizinischen Masken während des gesamten Museumsbesuchs ist vorgeschrieben.

Ab 11. November 2021 gelten in Hessen verschärfte 3G-Regeln:
Einlass nur für Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem aktuellen PCR-Test!
(Ausnahme: Kinder und Jugendliche) 
Ein Nachweis ist an der Museumskasse  vorzuzeigen. 

Plakat von Uwe Loesch
© Uwe Loesch

Unsere Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag: 13 bis 18 Uhr
Mittwoch: 14 bis 19 Uhr
Samstag, Sonntag, an Feiertagen: 11 bis 18 Uhr

Geschlossen am 3. Oktober und am 8. Oktober!

Plakat von Uwe Loesch
© Uwe Loesch

Eintrittspreise

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Eintritt frei,
Studenten, Bundesfreiwilligendienst 1,50 Euro,
Rentner 2,- Euro,
Erwachsene 2,50 Euro

Mittwochs Eintritt frei

Plakat von Uwe Loesch
© Uwe Loesch

Begleitprogramm

Nur mit Anmeldung: Tel. 069/ 8065 - 21 64

Freitag, 1. Oktober, 14 Uhr, Buch des Monats. Seite um Seite und zwischen den Zeilen… Buchgestaltung Uwe Loesch. Gestaltung auf der Fläche mit den Elementen von Schrift und Bild beschäftigt Uwe Loesch nicht nur in seinen Plakaten. Zahlreiche Bücher und Broschüren entstanden, die von seiner dynamischen Art über die Folge von Seiten hinweg Regie zu führen leben. Stefan Soltek wird die Publikationen präsentieren und Inhalt und Form erläutern. Eintritt 4 Euro

Dienstag, 5. Oktober, 19 Uhr, Spätvorstellung der Ausstellung 0,nix. Plakate von Uwe Loesch. Von 2002 an bis heute verbindet die Ausstellungen des Klingspor Museums die Plakatgestaltung des international renommierten Gestalters Uwe Loesch. Die über 100 Plakate, die dem Buch- und Schriftmuseum in Offenbach sein grafisches Gesicht geben, bilden den einen Schwerpunkt der Ausstellung. Der andere – erstmals öffentlich präsentiert – liegt auf der Vielfalt des typografischen Schaffens für Bücher, Zeitschriften und Programmankündigungen.

Sonntag, 10. Oktober, 11.30 Uhr, Stefan Soltek: Rückblick auf einzelne Ausstellungen und ihr Plakat. Eintritt 4 Euro

Dienstag, 19. Oktober, 18 Uhr, Das Bild vom Kind als Zeichen von Tod und Leben. Vortrag von Stefan Soltek. Frappierender, zynischer konnte die Atombombe nicht genannt werden, die die amerikanische AirForce am 6.8.1945 über Hiroshima zündete: Little boy. Über 200.000 Menschen starben sofort, bzw. in den folgenden Jahren. Eines der eindrucksvollsten Zeichen zur Bombardierung Hiroshimas hat der Plakatgestalter Uwe Loesch gesetzt. Seine Inszenierung des Kleinen Jungen (und später taucht das Motiv in anderen Zusammenhängen wieder auf) veröffentlichte er 1995 und erzielte mit diesem Plakat erhebliche Aufmerksamkeit. In Zusammenarbeit mit der Offenbacher Friedensinitiative. Museumseintritt, um eine Spende wird gebeten.

Sonntag, 24. Oktober, 16 Uhr, Martina Weiß im Gespräch mit Simon Malz: Plakat, Plakat…. Eintritt 4 Euro

Samstag, 30. Oktober, 11:00-17:00 Uhr, Vom Versuch zum Buch: Groß – Klein. Plakat und Faltung. Workshop für Erwachsene mit Monika Jäger. 40 Euro

Sonntag, 14. November, 16 Uhr, Stefan Soltek contra Uwe Loesch, ein Disput über Kunst und Kitsch in der Plakatgestaltung.

Weitere Infos zur Ausstellung

Erstmals zeigt das Klingspor Museum Offenbach Plakate von Uwe Loesch, die er für Buch- und Schriftkunst gestaltet hat, im Gegenüber zu seinen grafischen und typografischen Eskapaden in nahezu alle Bereiche visueller Kommunikation. Die vielfältigen Inszenierungen von Zeitschriften, Buchtiteln und Katalogen für Verlage und Museen feiern die Welt als Anschauung. In der Gestaltung der Plakate zitiert er auf subtile Weise das Bezeichnende. Dabei erscheint manches Zitat als spontaner Geniestreich in 0,nix.*

Uwe Loesch wird zu Beginn der 80er Jahre als Gestalter von Plakaten international bekannt. Seine Arbeiten werden weltweit publiziert und ausgestellt. 1984 bis 1988 sind mehrere seiner Plakate in der ständigen Ausstellung des Museum of Modern Art New York zu sehen. 1985 wird er zum Professor für medienübergreifende Gestaltung an die Fachhochschule Düsseldorf berufen. Von 1990 bis 2008 lehrt er an der Bergischen Universität Wuppertal Kommunikationsdesign. Ein Jahr zuvor wird er in die AGI Alliance Graphique Internationale aufgenommen. Anlässlich seiner Ausstellung „Der Ort, die Zeit und der Punkt.“ im Museum für Kunsthandwerk Frankfurt am Main plakatiert er 1991 über Nacht an 250 Bäumen des Museumsufers die Farbe Grün – bis die Polizei kommt. Das Goethe-Institut übernimmt die Ausstellung und zeigt sie von 1992 bis 2000 weltweit in über 30 Ländern. Zum 200 jährigen Jubiläum der Französischen Revolution inszeniert Uwe Loesch die Guillotine als Plakat. 1990 entwickelt er für die Kunsthochschule für Medien Köln das Corporate Design, das dem Prinzip der „optischen Enttäuschung“ folgt. Im Auftrag von Le Mouvement de la Paix, Paris entwirft er anlässlich des 50. Jahrestages der Zerstörung Hiroshimas „Little boy“, ein Plakat, das das Code-Wort der Bombe „Little boy“ wörtlich nimmt. 2000 bildet er unter der Headline www.scheisse.de Adolf Hitler als glatzköpfigen Skinhead auf einer Großfläche ab. 2010 wird eine umfassende Auswahl seiner Plakate im Museum Folkwang in Essen gezeigt. Unter anderem auch „Plotin in Offenbach“, eine Großfläche, die er 2009 für das Klingspor Museum entworfen hatte. 2013 wird ihm der „Jan Lenica Award“ verliehen, verbunden mit einer Ausstellung 2016 im National Museum in Poznan, Polen. Im gleichen Jahr erhält Uwe Loesch in Berlin den Design Preis der Bundesrepublik Deutschland für sein Lebenswerk.

Zur Ausstellung 0,nix ist ein umfangreicher Katalog in Deutsch und Englisch, mit Textbeiträgen von Stefan Soltek und Uwe Loesch erschienen. Auf 224 Seiten werden alle Plakate, die Uwe Loesch in den letzten zwanzig Jahren für das Klingspor Museum gestaltete, dokumentiert. Preis: 29 Euro.

*Der Ausstellungstitel nimmt Bezug auf eine Ausstellung, die über 100 Jahre zurückliegt: 0,10 hieß die wegweisende Ausstellung des Suprematismus in Petrograd (St. Petersburg) 1915/1916. Darunter das Schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch.