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Mobiler Kleiderschrank auf Station in Offenbach
© Klingspor Museum Offenbach
Vom 2. bis 18. September im Bürgerbüro, Kaiserstraße 39, Offenbach
Mo, Di, Mi und Fr 8 – 13 Uhr
Do 13 – 18 Uhr

Klamotten und Geschichten

Was verrät uns Kleidung über unsere Identität, unsere Geschichte, über verschiedene kulturelle Hintergründe und unsere Region? Das Projekt „Geist der Freiheit“ in der KulturRegion möchte das im Rahmen des Schwerpunktes „Kleidung, Freiheit, Identität – gestern und heute“ 2020/21 herausfinden. Dazu reist der Mobile Kleiderschrank durch die Rhein-Main-Region. Gemeinsam mit Museen, Archiven, Kulturvereinen, Bildungs- und Begegnungsstätten werden Kleidungsstücke, Geschichten, Debatten, Fragen, Bilder, Texte, Fotos an Haken, Bügeln, Kleiderstangen und Schrankwänden „aufgehängt“.
Mobiler Kleiderschrank auf Station in Offenbach
© Klingspor Museum Offenbach
Von HfG Absolvent Max Brück aus einem alten Schrank aus den 50er Jahren gebaut, macht der Schrank nun auch in Offenbach Station. Vom 02. bis zum 18. September wird er im Offenbacher Bürgerbüro aufgestellt sein und die Menschen an diesem belebten Ort erreichen. Anlässlich der Ausstellung ‚bedeckt, unbedeckt. Kleidung und Identität‘ im Klingspor Museum, bestückt das Team des Museums, gemeinsam mit Paula Schulenburg, Designerin aus Offenbach, den Schrank im Bürgerbüro und lädt dazu ein, persönliche Kleidergeschichten zu erzählen. „Kleidungsstücke werden durch das Leben getragen und speichern dabei automatisch Lebensgeschichten, die so individuell sind, wie ihre Träger*innen“, erklärt Ausstellungskuratorin Dorothee Ader. „Das rote Kleid zur Einschulung! Die blaue Jacke am ersten Tag auf der neuen Arbeit! Stimmt, das war doch mein Lieblingspulli! das sind doch die Emotionen, die jeder kennt“ freut sich Oberbürgermeister und Kulturdezernent Felix Schwenke über die schöne Idee der Ausstellung. Den Erinnerungen spürt der Kleiderschrank mit Hilfe der Bürger*innen Offenbachs nach und fragt nach dem persönlichen Wert von Kleidungsstücken. „Das wird ein emotionales und buntes Projekt. Die Beteiligung so vieler Akteure, KulturRegion, Klingspor Museum und Bürgerbüro, zeugt vom regen Austausch und Kooperationswillen in Offenbach, selbst in dieser schwierigen Zeit. Das halte ich für richtig und das stärkt Offenbach“, freut sich OB Schwenke. „Uns hat die Idee, unsere Fläche für diese Aktion zur Verfügung zu stellen, gleich begeistert“ sagt Monika Leonhardt, Sachgebietsleiterin Kundensteuerung im Bürgerbüro. „Wir sehen jeden Tag viele unterschiedliche Menschen, die ihre Persönlichkeit auch durch das, was sie tragen, zum Ausdruck bringen.“ Da ist es spannend, etwas von den Geschichten dahinter zu erfahren und gleichzeitig Kunden im Bürgerbüro durch eine vielleicht an diesem Ort unerwartete Installation zu überraschen und für das Thema zu interessieren. Verschiedene Mitmachaktionen laden ein, die eigenen Erinnerungen einzubringen und den Schrank im Lauf der drei Wochen zu verändern und zu füllen.

„Der Kleiderschrank bietet sich an, um verschiedenste Themen zu präsentieren und partizipativ zu vermitteln. Es geht ums Aufbewahren, Bestücken, Stöbern, um Eigen- und Fremdwahrnehmung oder Schubladen-Denken. Alle Stationen der Tour werden dokumentiert. Am Ende steht ein mit Geschichten gefüllter Kleiderschrank“, freut sich Magdalena Zeller, Projektleiterin „Geist der Freiheit“ der KulturRegion.

Das Projekt ‚Mobiler Kleiderschrank‘ wird unterstützt von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.