Sprungmarken
Aktuelles Wetter:bedecktC
Suche
Suche

Uwe Loesch zählt zu den weltweit bedeutendsten Plakatkünstlern der Gegenwart. Unverkennbar in seiner grafischen Sprache, oftmals minimalistich, immer jedoch pointiert, bezieht er Stellung zu gesellschaftspolitischen Themen und verleiht der visuellen Kommunikation kultureller Institutionen ihr besonderes Gesicht. Seit nunmehr fast 20 Jahren währt die Zusammenarbeit des Klingspor Museums mit dem international ausgezeichneten Grafikdesigner.  Als Dr. Stefan Soltek im Jahr 2002 die Leitung des Klingspor Museums übernahm, setzte er seine Zusammenarbeit mit Uwe Loesch fort, die er bereits an seiner vormaligen Wirkungsstätte, dem Museum Angewandte Kunst Frankfurt, erfolgreich praktiziert hatte. Zusammen mit Uwe Loesch entwickelte er den Gedanken, langfristig das grafische Erscheinungsbild des Museums zu prägen. Wiedererkennbarkeit einer Handschrift sollte die Bindung der Öffentlichkeit an das Museum erleichtern und vermehren. Seither fassen sich die Ausstellungen und Veranstaltungen eines jeden Jahres unter einem einheitlich, jeweils neu entwickelten grafischen Konzept zusammen.

Mehr als 100 Plakate entstanden bis heute und zeugen von der Lebendigkeit, die Schrift als bildstarke Sprache auf dem Plakat entfalten kann, insbesondere dann, wenn ein Meister seines Fachs am Werke ist. Loesch hat sich als solcher ab Mitte der 70er Jahre etabliert. Er war langjährig Präsident der deutschen Sektion der Alliance Graphique Internationale (A.G.I) und seine Arbeiten wurden vielfach international ausgezeichnet. Seine Plakate, auch die des Klingspor Museums, werden an vielen Orten der Welt, insbesondere auf Plakat-Biennalen gezeigt. Für das Museum sind die Plakate zu einem Türöffner auf internationalem Parkett geworden. 2006 kuratierte das Klingspor Museum eine Ausstellung deutscher Mitglieder der A.G.I. in der ddd Galerie, Osaka.

Der Titel der Ausstellung „0,nix“ erinnert an die berühmte suprematistische Ausstellung, „0,10“ von 1915 in Petrograd (St. Petersburg). Verehrung verbindet sich mit einem Augenzwinkern (o,nix) – typisch für Uwe Loesch. Der plötzliche Einfall, die haarfeine Umsetzung – dazu das Aufbrechen von Sehgewohnheiten ist kennzeichnend für Loesch-Plakate und begründet die internationale Anerkennung des Grafikdesigners. Die Ausstellung ist vom 24. September bis 14. November 2021 im Klingspor Museum zu sehen.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Das Klingspor Museum ist Dienstag, Donnerstag, Freitag von 13 bis 18 Uhr, Mittwoch: 14 bis 19 Uhr und Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Am 3. Oktober und am 8. Oktober bleibt das Haus geschlossen.

Am 5. Oktober findet um 19 Uhr eine Spätvorstellung mit Uwe Loesch statt.

Bildinformation:

Plotin, Bild: Klingspor Museum

 

Offenbach am Main, 21. September 2021