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Die Stadt bemerken
Ma ville est un monde. Gérard Paris-Clavel © Ne pas plier. Foto: Klingspor Museum
Eine Aktionsgruppe im Pariser Vorort Ivry.
Stephanie Ehret-Pohl und Stefan Soltek berichten über die französische Bürgerbewegung Ne pas plier - bitte nicht knicken!

Es geht um Politik, Gesellschaft, und die Brisanz visueller Kommunikation: Zu den Besonderheiten der Ausstellung Stadt bemerken gehören Plakate und weitere Kommunikationsmaterialien, die einer der namhaftesten Gestalter Frankreichs, Gérard Paris-Clavel, entworfen hat. Sie sind realisiert worden für die Bürgerinitiative Ne pas plier (Bitte nicht (ein)knicken) in Ivry, einer Stadt unmittelbar vor Paris. In ihr herrschen die typischen Herausforderungen für das gesellschaftliche Leben durch ein hohes Maß an Arbeitslosigkeit, Armut verbunden mit Ausgrenzungen von Menschen, die als andersartig stigmatisiert sind. In dieser Brennpunktsituation engagiert sich die bürgerschaftliche Bewegung, ruft zu Initiativen und Demonstrationen auf und bemüht sich, den Menschen vor Ort eine bessere Einstellung zu ihrem Dasein innerhalb der Gesellschaft nahe zu bringen. Die Vortragenden erläutern die Intelligenz, den Witz und die Eindringlichkeit, mit der sich die Gruppierung betätigt und sichtbar macht. Eigens zur Ausstellung konnten herausragende Plakate erworben werden. Den Auftakt macht ein etwas älterer Schatz aus der Sammlung des Museums: Das von Jean Dubuffet illustrierte Buch „Métromanie“ – eine packende Schilderung des Pariser Stadtlebens speziell im Untergrund ihrer berühmten Metro. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Die Stadt bemerken“ am 18. Oktober um 11.30 Uhr statt.

Eintritt, inkl. Ausstellungsbesuch: 4 €

Die Veranstaltung findet unter den gültigen Hygienevorschriften statt, begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung unter 069 8065 2164