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Schrift oder Bild, Vortrag von Peter Krüll
© Peter Krüll
Vortrag von Prof. Peter Krüll

»Schreiben ist das Malen von Wörtern«, sagte einst Ben Vautier. Und – Hans Ulrich Obrist: Ob in der analogen oder in der digitalen Welt – „Handschrift muss einen Ort in unserem Leben haben.“
Wo sich Kunst und Design begegnen, entstehen oft spannende Arbeiten. Designer und Künstler zeigen uns den Duktus ihrer Handschrift – sie dokumentieren den Übergang von der freien zur angewandten Kunst. Sie benutzen die gleichen Mittel zum Ausdruck ihrer Kreativität. Jeder für sich in seiner Einmaligkeit, seinem individuellen Duktus und Professionalität. Lesbar oder unleserlich. Rätselhaft oder kommunikativ. Analog oder digital. Die Bedeutung der Kalligraphie hat sich gewandelt. Der Begriff der Schönheit wird relativiert. Emotionen oder Ausdruck rücken in den Vordergrund, und Kalligraphien erhalten vielfältige Anwendungen und zeitgemäßere Formen. Viele Kriterien – ebenso Mut und Haltung – entscheiden über die formale Ästhetik. Experiment, Emotion und Ausdruck werden mehr Bedeutung zugeschrieben als konventionellem Schönaussehen.

Peter Krüll zeigt Beispiele von François-Marie Banier, John Cage, Robert Rauschenberg, Antoni Tàpies, Cy Twombly, Ben Vautier oder Peter Bankov, Eva Dranaz, Grapus, Fons Hickmann, Stefan Sagmeister, Damien Tran, Niklaus Troxler, James Victore, Barbara Wojirsch und viele mehr sowie Arbeiten seiner Studierenden.

Wortzeichnungen oder Wortmalereien – oder Themen wie Asemic Writing, Augmented Writing, Visuelle Poesie, Logogramme für Außerirdische, Mikrogramme, Notationen, Wortbilder und Wortmarken, ein Leit- und Orientierungssystem und Plakate, Cover und einfach Schrift oder Bilder.

Peter Krüll, Designer, Professor für Typographie und Graphikdesign an der Fakultät Design der TH Nürnberg, Herausgeber des WHO-Magazins. Auszeichnungen u.a. auf int. Plakatbiennalen, Schönste deutsche Bücher, reddot Design Award, European Design Annual, ADC Deutschland, ADC NY. Bücher im MaroVerlag: Ping Pong – Wortbilder 2015 und bilderschreiben – Challenging Calligraphy 2018.

Eintritt: 4 Euro