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Benefizveranstaltung zugunsten der internationalen Menschenrechtsorganisation SOLWODI (Solidarity with Women in Distress)

Zeit der Namenlosen, ein Film von Marion Leonie Pfeifer zum Thema Frauenhandel und Armutsvermarktung in der EU.
Im Anschluss Vorstellung der Arbeit von SOLWODI und Austausch.

Sie machen sich stark für soziale Belange unserer Gesellschaft! Sich stark machen für Mädchen und Frauen, das ist auch mein Anliegen, weshalb ich Sie einlade zur Filmvorführung
Zeit der Namenlosen
Benefizveranstaltung für SOLWODI
24.02.2019 (Beginn 15.00 Uhr)
Klingspor Museum/Offenbach.

SOLWODI, ein von der Ordensfrau Sr. Dr. Lea Ackermann gegründeter Verein, hilft Mädchen und Frauen, die durch Menschenhandel und Prostitution in Not geraten sind, mit Beratungsstellen und Schutzwohnungen.
Sie fragen sich, was geht das mich an?
Zwangs-, und Armutsprostitution haben ein unvorstellbares Ausmaß angenommen, auch in Deutschland. Die sexuelle Versklavung ist neben dem Drogenhandel das lukrativste Geschäft der organisierten Kriminalität. Die Lobbyarbeit der übermächtigen Sexindustrie macht es möglich, dass Medien und Politik Prostitution verharmlosen und so die Gewalt im System der Prostitution von der Gesellschaft nicht erkannt wird. Wir brauchen deshalb eine Ethik der Entrüstung, die handelt und nicht nur Forderungen aufstellt. Solange unsere Gesellschaft den Kauf von billigen T-Shirts aus Bangladesch ächtet, nicht aber den Kauf von Mädchen u. Frauen, geht das Thema uns alle an.
Der Film wird Sie sachlich informieren und emotional berühren.
Bei einem Imbiss gibt es Gelegenheit zum Austausch mit der Filmemacherin und anderen geladenen Gästen.

In der Hoffnung, Sie am 24.02.2019 persönlich begrüßen zu dürfen, verbleibe ich mit besten Grüßen

Ihre Corinna Grimm (Organisatorin, Mitglied bei Terres des Femmes, Rechtsanwältin)
infocorinna-grimmde / Tel. 06106 – 28 69 80 / Fax 06106 – 28 69 79

Benefizveranstaltung zugunsten der internationalen Menschenrechtsorganisation SOLWODI (Solidarity with Women in Distress)
Vereinsgründerin: Ordensfrau Sr. Dr. Lea Ackermann
Ehrungen: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, Preis Frau Europas u.v.m.

Programm

15.00 Uhr Begrüßung / Informationen zur Rechtslage et cetera
15.15 Uhr “Zeit der Namenlosen“, Film von Marion Leonie Pfeifer
Frauenhandel und Armutsvermarktung in der EU
Beteiligte: Opferzeuginnen, Polizeiorgane, NRO`s
Inge Bell/Frau Europas: “ein erschütterndes Zeitdokument über die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Frauen in der EU“
Film zu Schulungszwecken eingesetzt von: BAMF (Bundesamt für Migration u. Flüchtlinge,) Justizakademie NRW, IOM (International Organisation für Migration Genf)
16.45 Uhr Austausch mit der Filmemacherin
17.00 Uhr Vorstellung der Arbeit von SOLWODI
17.15 Uhr Imbiss und Gelegenheit zum Austausch

Zeit der Namenlosen, Inhaltsangabe

Der Film beleuchtet faktenreich und erschütternd das Thema Zwangs- und Armutsprostitution in Europa und verdeutlicht die inneren Zusammenhänge in einem Extrembereich der Warengesellschaft. Die Versklavung von Mädchen und Frauen gilt neben dem Drogen- und Waffenhandel mittlerweile als das lukrativste Geschäft der organisierten Kriminalität. Anhand der Aussagen von Opferzeuginnen, Mitarbeiterinnen rumänischer und deutscher NRO´s sowie Kriminalbeamter vom BKA Wiesbaden und dem Polizeipräsidium München werden in der Dokumentation der Filmemacherin Marion Leonie Pfeifer die perfiden Strukturen des Frauenhandels aufgezeigt. In Westeuropa kommt der größte Teil der Opfer aus Weißrussland, der Ukraine, Tschechien, Rumänien und Bulgarien. Die Menschenhändlerringe brauchen keine aufwändige Beschaffungslogistik, wie sie bei Frauen aus Asien oder Afrika nötig wäre. Das macht den deutschen Markt so attraktiv. Das Geschäft nimmt den schnellen Verschleiß der Frauen in Kauf. Mussten die Zuhälter früher noch darauf achten, dass ihre Opfer, ihr Humankapital, möglichst lange durchhielten, so spielt das seit der Osterweiterung der EU kaum noch eine Rolle. Der Nachschub ist schier unerschöpflich, trotz großer Nachfrage. Die inflationäre Ausbreitung der “Prostitutionsstätten“, auch in der Provinz, und die damit verbundenen Dumpingpreise sowie die erhöhte Zahl der Betroffenen weist nach Auskunft von Fachleuten auf die Verbindung des Rotlichtmilieus zur organisierten Kriminalität hin. Die Zahl der Zwangsprostituierten in Deutschland, die auch in “offiziellen“ Bordellen eingesetzt werden, steigt.