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Spemann-Preis
Wettbewerbsbeitrag von Elke Esser, 1997 © Klingspor Museum Offenbach

Einladung zur Teilnahme

Ende Juli 2019 wird der Rudo Spemann-Preis in Höhe von 2.500 Euro für eine schriftkünstlerische Arbeit vergeben. Mit diesem Preis erinnert die Stadt Offenbach am Main an den 1947 in Kriegsgefangenschaft gestorbenen Schriftkünstler Rudo Spemann, dessen künstlerischer Nachlass von der Familie dem Klingspor Museum übergeben wurde.
An dem Wettbewerb können sich alle diejenigen beteiligen, die sich nachweislich in einer graphischen/schriftgraphischen Ausbildung befinden. Gefördert werden soll Schriftgestaltung, speziell aber auch das Handschriftliche, das in höchster Qualität das Werk Rudo Spemanns auszeichnet.
Jeder Teilnehmer soll seine Arbeit einsenden, so dass sie spätestens am 12. Juli 2019, im Klingspor Museum, Herrnstraße 80, 63065 Offenbach am Main, vorliegt.

Voraussetzung

Rudo Spemann hat mit enormer Beharrlichkeit formvollendet lange Texte geschrieben, aber auch aus Versalbuchstaben bezaubernde lineare Figuren geschaffen. Auf vielen seiner Blätter kommt es dank der sublimen Beherrschung des Federzugs zu irritierenden, immer formal ausgewogenen Kompositionen. Diese Ornamentierung unterstützt die Aussagen, die der Schreiber treffen will. Zahllose Beispiele bieten die Arbeiten in der Sammlung des Klingspor Museums.
Kann dieses Wechselspiel aus Linienspiel und Lettern auch heute sinnvolle Anregung für Ausdruck in Schriftform sein? Kult oder Kitsch oder Botschaft – was leisten die ornamentalen Extras im Schriftbild?

Aufgabe

Gesucht ist eine profilierte, zumindest teilweise, handschriftliche Äußerung, die Zeichen setzt. Suche Schlagworte und Kurztexte, die zurzeit in sind und Dir wichtig. Anregungen können die headlines, auch kurze Textpassagen, von Meldungen sein, aus den verschiedensten Themenfeldern, Politik, Kultur, Soziales….
Gib ihnen ein handschriftliches Gesicht. Denkbar sind Einzelwort-Studien, entscheidend ist aber das eine Blatt (Plakat, Anzeige, Flugblatt), das Deine Botschaft inszeniert.

Teilnahmebedingungen

Die Arbeit sollte, korrespondierend mit dem Namensgeber des Preises, Rudo Spemann (1905-1947), renommierter Kalligraph, das Mittel der Handschrift zumindest teilweise einsetzen.
Die Arbeit soll zwischen DIN A 4 und DIN A2 groß sein. Erwartet wird bei Einreichung der Arbeit die exakte und vollständige Angabe aller technischer Mittel (Feder, Pinsel, Tusche, Grafiktablett etc.).
Zwecks objektiver Bewertung: Angaben zum Bewerber (in separatem Umschlag): Name, Anschrift, Geburtsjahr, Studiennachweis. Bitte KEINE Namenangabe auf der eingereichten Arbeit.
Alle Elemente der Arbeit müssen urheberrechtlich vom Einsender stammen, mit Ausnahme der Buchstabenformen des typographischen Teils (hier darf mit vorgegebenen Schriften gearbeitet werden).
Der kalligraphische Teil der Arbeit muss im Original mit eingereicht werden, nicht nur in gedruckter Form. Wir machen besonders darauf aufmerksam, dass der kalligraphische Teil der Arbeit keineswegs in einem streng formalen Stil geschrieben sein muss, hier dürfen freie, expressive, skripturale Formen zum Einsatz kommen.
Die Jury, die über die Vergabe des Rudo Spemann-Preises entscheidet und deren Beschluss unanfechtbar ist, besteht aus den Damen und Herren des Vorstandes der Klingspor-Spemann-Stiftung , Frau Tanja Leonhardt und Professor Sascha Lobe, Dozent an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Die Jury behält sich das Recht vor, den Preis aufzuteilen.
Die Arbeit des Preisträgers geht in den Besitz des Klingspor Museums der Stadt Offenbach am Main über. Sie kann jederzeit für Ausstellungen ausgeliehen werden. Die eingereichten Arbeiten können vom Museum – wenn nicht anders verabredet – zurückgeschickt werden. Das Museum nimmt für Arbeiten keine Verantwortung, die nicht bis zum 30.8. abgeholt wurden.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Freude und eine gute Idee für die Gestaltung.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag der Klingspor-Spemann-Stiftung
Dr. Stefan Soltek
Leiter des Klingspor Museums