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Marshall Weber, New York, 2020. Radierung, Stempel
Marshall Weber, New York, 2020. Radierung, Stempel © Marshall Weber

WAS

Ich will mir Luft machen – Mein Aufruf heute, mein Appell an Morgen.

Heftige Einbrüche ganz unterschiedlicher Art erschüttern weltweit die Gesellschaft. Auf die Fridays-for-future-Bewegung gegen grassierende Luftverschmutzung und Erwärmung der Atmosphäre folgte die Corona Krise und zuletzt der aufflackernde Kampf gegen Rassismus und die black lives matter-Kampagne nach dem Mord an George Floyd. Die Herausforderung, Position zu ergreifen, Leben und seine Werterhaltung und die Erlangung von Gleichheitsrechten stehen den Menschen rund um den Globus vor Augen.

Der Spemann Preis, dotiert mit 2.500 €, wird 2021 für eine schriftkünstlerische Äußerung vergeben, die einen Notstand benennt und – schriftbildlich inszeniert – sichtbar macht. Denkbar ist die Verbindung von Schlagworten und erläuterndem Text. Als Form kommen Flugblatt, Plakat, Transparent, Flyer in Frage (auch in Kombination).

WIE

Als Ausdrucksmittel soll Handschrift (auch jenseits klassischer Kalligrafie) Vorrang haben, kann aber mit typographischen Elementen kombiniert sein. Die Arbeit soll zwischen DIN A 4 und DIN A 2 groß sein.
Erwartet wird bei Einreichung der Arbeit die exakte und vollständige Angabe aller technischer Mittel (Feder, Pinsel, Tusche, digitale Medien etc.).
Der Wettbewerb richtet sich an alle Auszubildenden und Studierenden mit dem Arbeitsschwerpunkt Schrift.

WICHTIG!
Zwecks objektiver Bewertung: Bitte machen Sie Ihre persönlichen Angaben in einem separaten Umschlag (Name, Anschrift, Geburtsjahr, Ausbildungsnachweis …). Bitte KEINE Namensangabe auf den eingereichten Arbeiten.

WANN

Die Einreichung der Arbeiten erfolgt bis Samstag, den 31. Juli 2021.
Die Jury tagt Mitte August. Die Verleihung des Preises erfolgt während der Jahresmitgliederversammlung der Freundesvereinigung des Klingspor Museums (Termin folgt).

Einsendung an: Klingspor Museum, Herrnstraße 80, 63065 Offenbach am Main.

Die Arbeiten sind bis 30. September 2021 wieder abzuholen oder Sie setzen sich wegen der Rücksendung mit uns in Verbindung.

WOHER

Rudo Spemann (1905, Würzburg - 1947 Schepetiwka, Ukraine) verkörpert beispielhaft die Kalligraphie als künstlerische Ausdrucksform in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Nachlass wird im Klingspor Museum für Buch- und Schriftkunst als Schenkung der Familie Spemann aufgehoben. Dem Künstler zu Ehren richtet das Museum alle zwei Jahre den Rudo Spemann-Preis für Schriftkunst aus. Spemann hat mit enormer Beharrlichkeit formvollendet lange Texte geschrieben, aber auch prägnante Kompositionen für Titelseiten von Büchern und Musikstücken. Sein eleganter, phantasievoller Einsatz von Schwung-Versalien und Gemeinen hat zu beeindruckenden Schrift-Figuren geführt. Auf vielen Blättern führt der sublime Federzug zu irritierenden, immer formal ausgewogenen Kompositionen. Sie unterstützen die Aussagen, die der Schreiber treffen will.

WELCHE ...

… Mittel erscheinen heute angemessen, um persönliche Verbundenheit mit einem Inhalt und Anliegen überzeugend vor Augen zu führen? Kult oder Kitsch oder Botschaft – was leisten die ornamentalen Extras im Schriftbild? Darauf wird der Wettbewerb dank der dazu eingeschickten Beiträge auch dieses Jahr interessante Antworten geben.

DANKE ALLEN, DIE IHRE ARBEIT ZUM WETTBEWERB EINSENDEN !!

Infos und Kontakt

Weitere Informationen und Kontaktaufnahme unter 069/8065-2176 und -2288